Fachverein Kunstgeschichte UZH

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Fachverein Kunstgeschichte UZH Die offizielle Seite des studentischen Fachvereins des kunsthistorischen Instituts der Universität Zürich.

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Schreib uns - wir freuen uns! Der Fachverein des Kunsthistorischen Instituts fördert den sozialen Austausch und Zusammenhalt unter den Studierenden und dient als Vermittlungsorgan auf kommunikativer und unipolitischer Ebene. Der Vorstand setzt sich für die Anerkennung und Umsetzung der studentischen Interessen und Anliegen ein und versucht aktiv, den Uni-Alltag der Studierenden der Kunstgeschichte spannender und attraktiver zu gestalten. Wir freuen uns über Dein Interesse und hoffen, Dich schon bald an einem unserer Anlässe begrüssen zu dürfen!

✨ Kunstwerk der Woche ✨Agony, 1963. Colette Omogbai. Ölfarbe auf Masonit, 69 × 50.5cm. Privatsammlung Iwalewahaus/DEVA, ...
30/10/2026

✨ Kunstwerk der Woche ✨

Agony, 1963. Colette Omogbai. Ölfarbe auf Masonit, 69 × 50.5cm. Privatsammlung Iwalewahaus/DEVA, Universität Bayreuth.

Auf dunklem Hintergrund erstreckt sich eine grelle Gestalt mit annähernd menschlichen Zügen. Spitze weisse Zacken suggerieren einen offenen Mund und gebleckte Zähne. Ein Auge ist rot, das andere weiss und konturlos. Die Gliedmassen lassen sich nicht eindeutig ausmachen, jedoch erscheinen sie unnatürlich abgewinkelt und verkrümmt. Die Linienführung ist klar und kantig, der pastose Farbauftrag verleiht dem Bild eine grobe Textur. Neben dem satten Orangeton der Haut und dem, was sich als Bekleidung lesen lässt, dominiert ein kräftiges Rosa die Körpermitte, von wo aus die Extremitäten in alle Bildecken streben und eine zerrende Bewegung entsteht.

Colette Omogbai (*1942, Uzebba, Nigeria) ist eine Vorreiterin der abstrakten Malerei in Nigeria, und vertritt das, was Künstler und Kunsthistoriker Chika Okeke-Agulu als Postcolonial Modernism bezeichnet. Die für den Begriff kennzeichnende Dekade der politischen Unabhängigkeit in Nigeria liegt zwischen 1957 und 1967, setzt also kurz vor Ende der kolonialen Fremdbestimmung ein und endet mit dem Bürgerkrieg, der 1967 folgt.
Omogbais Gemälde wurde 1963 im Mbari Artists and Writers Club in Ibadan ausgestellt, einem bedeutenden kulturellen Zentrum abseits des Hochschulbetriebs, die Künstlerin zu dem Zeitpunkt 21 Jahre alt. Agony strotzt vor Intensität und behauptet sich nicht nur gegen kritische Stimmen der Zeit, sondern steht emblematisch für ein wachsendes Selbstverständnis moderner KünstlerINNEN in einem Framework der post-/dekolonialen Moderne.

Abbildung:
©️ Colette Omogbai
©️ Archives of Women Artists, Research and Exhibitions

Geschrieben von Anna Glünz

Ein paar Einblicke in unseren Besuch am Art Salon Zürich ✨ Danke an alle, die dabei waren, und an Alessa Widmer für die ...
24/10/2026

Ein paar Einblicke in unseren Besuch am Art Salon Zürich ✨ Danke an alle, die dabei waren, und an Alessa Widmer für die spannende Führung! Bis nächste Woche 💜

„El pueblo unido jamás será vencido“ – von Chile bis hin zu den französischen Demonstrationen. 1973, drei Monate vor dem...
23/10/2026

„El pueblo unido jamás será vencido“ – von Chile bis hin zu den französischen Demonstrationen. 1973, drei Monate vor dem Militärputsch in Chile, spielte die Band Quilapayún ihr Lied zum ersten Mal vor. Der Ursprung des Titels geht auf den kolumbianischen Politiker Jorge Eliécer Gaitán 1940 zurück. Zusammen mit Sergio Ortega Alvarado schrieb die Band das Lied im Auftrag des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei. „Als ich beschloss, für mein Dorf zu singen, tat ich das aus ästhetischen Gründen, nicht aus politischen. Ich tat es, weil ich ehrlich gesagt nichts Schöneres kenne als ein Dorf, das versucht, seine Zukunft zu gestalten“, sagte Sergio Ortega 1976. Wie alle Bandmitglieder von Quilapayún kehrte er seit ihrem Exil nicht dauerhaft nach Chile zurück.

Seit das Lied geschrieben wurde, ist es zu einem Demonstrationslied geworden, das auf der ganzen Welt gesungen wird. Übersetzungen und neue Versionen des Liedes wurden im Iran, auf den Philippinen, in Spanien, der Ukraine, Griechenland und unzähligen weiteren Ländern verwendet. Am aktuellsten wurde es von dem französischen Studentenorchester Orchestre du Nouveau Monde vor dem Rathaus, Hôtel de Ville, gespielt. Das ist nicht das erste Mal, dass in Paris das Lied zu hören ist. Schon 2018 bei den Demonstrationen der Gelbwesten wurde die Hymne ebenfalls angestimmt.

Bild: Das erste Mal, dass das Lied aufgeführt wurde, 21. Juni 1973, Santiago de Chile. Quelle: Quilapayún Oficial.

Geschrieben von: Valeria Rivera

✨ Kunstwerk der Woche ✨Albrecht Dürer, Apokalyptische Reiter, III. Figur, Blatt 5 der Folge «Die Apokalypse», Druckstock...
16/10/2026

✨ Kunstwerk der Woche ✨

Albrecht Dürer, Apokalyptische Reiter, III. Figur, Blatt 5 der Folge «Die Apokalypse», Druckstock um 1497–1498. Holzschnitt, Graphische Sammlung ETH Zürich.

Dürer macht aus der Offenbarung des Johannes eine Szene von bedrückender Wucht. Im Zentrum prescht ein Reiter mit erhobenem Schwert nach vorn, rechts folgen zwei weitere, einer mit gespanntem Bogen. Unten in der Bildmitte reitet der Tod auf einem ausgemergelten Pferd, den Mund zum Schrei geöffnet. Die Reiter überrollen die Menschen im Vordergrund, und unten links reisst ein Höllenschlund einen gekrönten Mann in die Tiefe. Über dem Chaos schwebt ein Engel, der zusieht, ohne einzugreifen.

Die Komposition drängt in Diagonalen von links oben nach rechts unten. Schwerter, Bogen und Gabel schneiden das Bild, und die Reiter bilden eine dichte Masse, die kaum Raum lässt. Die Pferdeköpfe und die erhobenen A**e der Opfer führen den Blick immer wieder zurück ins Gedränge.

Geschrieben von Anna Çimer

Diesmal geht’s an die Kunstmesse: Am Freitag, 23.10., besuchen wir gemeinsam den Art Salon Zürich!Wir treffen uns um 17:...
13/10/2026

Diesmal geht’s an die Kunstmesse: Am Freitag, 23.10., besuchen wir gemeinsam den Art Salon Zürich!

Wir treffen uns um 17:00 Uhr am Eingang und erkunden zunächst die Stände. Von 18:00 bis 19:00 Uhr bekommen wir eine Führung durch die Messe.

📍 Halle 622, Therese-Giehse-Strasse 10, Zürich-Oerlikon

Eintritt und Führung sind für unsere Gruppe kostenlos. Die Plätze sind begrenzt – wenn ihr mitkommen möchtet, schreibt uns eine DM!

Vielen Dank an das Art Salon Zürich Team für die Einladung!✨

Save the date, diesmal steht ein besonderer Besuch an!💥 Am 25.11. um 18:00 Uhr bekommen wir gemeinsam mit Prof. Laleg ei...
12/10/2026

Save the date, diesmal steht ein besonderer Besuch an!💥 Am 25.11. um 18:00 Uhr bekommen wir gemeinsam mit Prof. Laleg einen Einblick in die Kunstsammlung von der Swiss Re.

Die Plätze sind begrenzt und die Teilnahme ist nur mit Voranmeldung möglich. Wenn ihr mitkommen möchtet, meldet euch per DM bei uns!💜

Ein paar Snippets aus den letzten Wochen 🥰Danke an alle, die dabei waren! Wir freuen uns auf die nächsten Events mit euc...
09/10/2026

Ein paar Snippets aus den letzten Wochen 🥰
Danke an alle, die dabei waren! Wir freuen uns auf die nächsten Events mit euch✨

✨ Kunstwerk der Woche ✨Andy Warhol, Ethel Scull 36 Times, 1963Ethel Scull 36 Times gehört heute dem Whitney Museum und d...
09/10/2026

✨ Kunstwerk der Woche ✨

Andy Warhol, Ethel Scull 36 Times, 1963

Ethel Scull 36 Times gehört heute dem Whitney Museum und dem Metropolitan Museum of Art in New York. Das Werk misst 203 × 366 cm und besteht aus 36 Leinwänden, angeordnet in vier Reihen zu je neun Bildern. Warhol kombiniert dabei Acrylfarbe und Siebdruck.
Robert Scull gab das Porträt als Geschenk zu Ethels 42. Geburtstag in Auftrag. Für die Aufnahmen nahm Warhol sie mit zum Times Square, wo die beiden für etwa eine Stunde zwei Photomat-Kabinen belegten. Warhol warf Münzen ein, erzählte Witze und liess Ethel immer wieder ihre Pose und Mimik verändern. Dabei entstanden über 300 Fotos, aus denen er die Vorlagen für die Siebdrucke auswählte. Der Bildausschnitt bleibt fast immer gleich, während sich Ethels Ausdruck, ihre Gesten und die kräftigen Farben ständig verändern.
Robert und Ethel Scull gehörten zu den bekanntesten Sammlern der New Yorker Kunstszene der 1960er-Jahre. Über Galeristen wie Leo Castelli und Richard Bellamy kamen sie früh mit Jasper Johns, Robert Rauschenberg, James Rosenquist und Warhol in Kontakt. Robert unterstützte zudem Bellamys Green Gallery. Ethel war also keine Celebrity wie Marilyn Monroe oder Elizabeth Taylor, bewegte sich aber mitten in der New Yorker Kunstszene.
Das Werk entstand kurz bevor Warhol 1964 seine Silver Factory eröffnete und gilt als sein erstes Auftragsporträt. Ethel blieb Teil dieses Umfelds: 1964 filmte Warhol mit ihr auch einen seiner Screen Tests.
Was ich an dem Werk so liebe, ist, wie Warhol die Tradition des Porträts aufgreift und gleichzeitig auseinandernimmt. Statt Ethel in einem einzigen, vermeintlich definitiven Bild festzuhalten, zeigt er sie 36 Mal – immer dieselbe und doch jedes Mal anders.
Und irgendwie spürt man auch, dass schon die Entstehung fast eine kleine Party war. Ihr Lachen, die Gesten, die satten Farben: Trotz des strengen Rasters hat das Werk eine unglaubliche Leichtigkeit und Lebensfreude.
Wenn ich irgendein Kunstwerk besitzen könnte, wäre es dieses.

Geschrieben von Fabio Feo

Kunstfach! is back 🐈Die Ausstellungsreihe des Fachvereins Kunstgeschichte geht in die nächste Runde!“Don’t Cry Over Spil...
05/10/2026

Kunstfach! is back 🐈

Die Ausstellungsreihe des Fachvereins Kunstgeschichte geht in die nächste Runde!

“Don’t Cry Over Spilled Milk, You Might Just Meet a Cat Later“
by Fairuz Nawar Chowah & Reetika Mukherjee

In ihrer gemeinsamen Arbeit beschäftigen sich die beiden Künstlerinnen mit Sprache, Erinnerung, Politik und Geschichte. Aus einem spielerischen Austausch von Redewendungen und ihren möglichen positiven Deutungen entsteht eine Collage, die an längst vergangene Erinnerungen erinnert.

📍 Kunsthistorisches Institut der UZH
Rämistrasse 73, 2. Obergeschoss, vor der Bibliothek

Kommt vorbei und schaut rein!✨

✨Nächster Ausstellungsbesuch: Krisen, Konflikte, Kontroversen✨Am 08.10. besuchen wir die Vernissage der Ausstellung im H...
05/10/2026

✨Nächster Ausstellungsbesuch: Krisen, Konflikte, Kontroversen✨

Am 08.10. besuchen wir die Vernissage der Ausstellung im Haus Dubs. Rund 40 Werke aus der Kunstsammlung Kanton Zürich zeigen, wie Kunst auf Krisen, Konflikte und gesellschaftliche Umbrüche reagiert und dabei selbst zum Zeitzeugnis wird. Kuratiert wurde die Ausstellung von Masterstudierenden des Kunsthistorischen Instituts der UZH.

Die Vernissage beginnt um 17:00 Uhr – wir treffen uns um 18:00 Uhr, da die meisten Lehrveranstaltungen bis 17:45 Uhr gehen.

📍 Haus Dubs, Malzstrasse 19, Zürich

Wenn ihr dabei sein möchtet, schreibt uns eine DM!

Adresse

Rämistrasse 73
Zürich
8006

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