Anwesenheitsnotiz ist eine studentische Zeitschrift, die von Studierenden an der Freien Universität Berlin gegründet wurde. Nach vier Semestern und einigen Hausarbeiten haben wir festgestellt, dass es schade wäre, wenn gelungene Hausarbeiten einfach nur in die Archive der Universität wandern würden. Als Redaktion wollen wir unseren Autoren die Möglichkeit geben, mit einem distanzierten Blick ihre
Arbeiten vom Seminarkorsett zu befreien, also allen erklärenden Bezügen zu einem Seminarthema, die man als Autor manchmal krampfhaft sucht. In Anwesenheitsnotiz transformieren sich die Seminararbeiten unserer Autoren vom Schubladenmedium zu einem wissenschaftlichen Aufsatz. Anwesenheitsnotiz erscheint seit April 2010 halbjährlich, immer zum Semesterbeginn. Die Zeitschrift liegt nicht nur an der Freien Universität, sondern an mehreren deutschsprachigen Universitäten aus. Die in der Zeitschrift zusammengesammelten Anwesenheitsnotizen erstrecken sich interdisziplinär über das Gebiet der Kunst-, Kultur- und Geisteswissenschaften und zukünftig auch aus den Geschichtswissenschaften. Durch unsere interdisziplinäre Ausrichtung können unsere Leser nachvollziehen, mit welchen Themen sich unsere Autoren während ihres Studiums beschäftigt haben und mit welchem theoretischen Futter sie ihre eigenen Überlegungen zu Kunst- und Kulturwissenschaft untermauert haben. Vor allem für unsere studentische Leserschaft kann Anwesenheitsnotiz demnach auch ein Ort sein, für eigene Hausarbeiten Inspiration und Anregungen zu finden. Die Autoren unserer Zeitschrift sind alle Studierende. In Anwesenheitsnotiz soll es nicht darum gehen, dass die Autoren bereits vollständig ein bestimmtes thematisches Feld ausgeleuchtet haben oder bereits ihren eigenen Schreibstil gefunden haben. Nein, in der Zeitschrift soll eben, parallel zum Diskurs in etablierten wissenschaftlichen Zeitschriften, studentischen Autoren ein Podium gegeben werden, um auf sich und ihr Thema aufmerksam zu machen. Viel interessanter, als ein gut ausgeleuchter Themenraum, ist der kreative und interessierte Umgang mit einem Thema, das die Autoren für sich erschließen. Prinzipiell sind alle Studierenden dazu eingeladen, uns ihre Seminararbeiten zu senden. Im Call for Notes befinden sich alle relevanten Informationen. Eine Abwesenheitsnotiz von uns wird es nicht geben.