16/06/2019
Liebe Fachschaft,
als Studierende und Fachschaftsräte sollten wir zusammenhalten, deshalb wollen wir euch unbedingt auf die Missstände bei der Romanistik aufmerksam machen!
In dem offenen Brief des FSR Romanistik könnte ihr erst einmal alles nachlesen.
Weckruf zum Erhalt der Romanistik an der Universität Erfurt
Seit geraumer Zeit hat die Romanistik an der Universität Erfurt stark um ihr Bestehen zu kämpfen und unter den Studierenden wächst der Eindruck, dass unser Fachbereich nachhaltig an Beachtung von Seiten der Universitätsleitung verliert. Nach zwei Jahren ist die Professorenstelle immer noch nicht neu besetzt, sodass erneut eine kurzfristige Vertretungsprofessur eingesetzt werden muss. Ein ganzer Jahrgang wird dann unter diesen Umständen studiert haben, wobei allein Frau Dr. Katharina Leonhardt und Frau Dr. Kathrin Fehringer die Stabilität im Studium gewährleisten. Wir, die Studierenden der Romanistik, werden bei den Entscheidungen der Hochschulpolitik für unseren eigenen Fachbereich ausgeschlossen, obwohl uns jegliche Bestimmungen direkt betreffen. Die Beschlüsse, die über unsere Köpfe hinweg für uns und unsere Lehrenden getroffen werden, mindern die Qualität unserer Lernatmosphäre. Eine bestehende Unsicherheit bezüglich der Zukunft unseres Studienganges verunsichert Lehrpersonal ebenso wie uns als Studierende der Romanistik. Uns frustriert die aktuelle Situation der Romanistik an der Universität Erfurt sehr.
Dabei hat unser Fachbereich so vieles zu bieten: Wir tragen als Romanistik mit spanischem und französischem Schwerpunkt zur kulturellen und fachlichen Vielfalt auf dem Campus bei. Durch eine geringe Anzahl an Studierenden erfahren wir täglich eine einmalige Betreuung. Das persönliche Engagement, vor allem durch Frau Dr. Katharina Leonhardt und Frau Dr. Kathrin Fehringer, welches über das fachliche Wissen weit hinaus geht, weiß jede/r Einzelne von uns Studierenden zu schätzen. Außerdem sind beide über die Romanistik hinaus eingebunden, zum Beispiel in die Ausbildung und Betreuung der LehramtsanwärterInnen oder der LiteraturwissenschaftlerInnen. Eine optimale Seminargröße sorgt für einen unvergleichlichen wissenschaftlichen Austausch während des gesamten Semesters, den auch andere Studierende, beispielsweise durch Belegung der Literaturseminare, erfahren können. Besonders in der Literaturwissenschaft trägt die Romanistik, über interdisziplinäres Arbeiten und innovative, aktuelle theoretische Ansätze in der Forschung, zum guten Ruf der Universität Erfurt bei. Das extreme Engagement der Studierenden und der DozentInnen verstärkt sich gegenseitig und sorgt auch außerhalb des Seminarraumes für eine außergewöhnliche und einmalige Atmosphäre des gemeinsamen wissenschaftlichen Arbeitens. Und trotz unserer kleinen Größe zeigt auch der Fachschaftsrat der Romanistik auf allen großen Festivitäten eine starke Präsenz.
Um all dies aufrechtzuerhalten, fordern wir von Ihnen und allen dafür Verantwortlichen der Universität Erfurt, dass sie sich für eine zeitnahe und kompetente Besetzung der Professur mit spanischem/französischem Schwerpunkt einsetzen. Wir wünschen uns weiterhin ein offenes und interdisziplinäres Arbeiten, das besonders durch das Öffnen der Literaturwissenschaft für andere, wie zum Beispiel die Anglistik und Germanistik, erreicht werden kann. Wir fordern außerdem eine faire, dem Arbeitsumfang angemessene Wertschätzung der DozentInnen in Form von entsprechenden Arbeitsverträgen. Damit wollen wir Sicherheit und anhaltende Motivation unter den Lehrenden für einen besseren Planungszeitraum von Zukunfts- und Forschungsprojekten erreichen. Wir wollen die Qualität unserer Fachrichtung aufrechterhalten und auf ein zukunftsvisionäres Haushalten mit unseren Lehrkräften hinarbeiten. Weitblick und Sicherheit sorgen für dauerhafte Motivation und führen langfristig zur Aufrechterhaltung eines einzigartigen Rufes der gesamten Universität Erfurt. Gern stehen wir Ihnen für ein Gespräch zur Verfügung.
Der Fachschaftsrat und Studierendenvertretung der Romanistik der Universität Erfurt
Elena Didt Lars Feyen Laura Saalfeld Theresa Voß