03/11/2022
Am 3. November gedenken wir des heiligen Hubertus. Der heilige Hubertus, Bischof von Maastricht und Lüttich, lebte etwa zwischen 655 und 727. Er galt als Wohltäter und wird in der katholischen Kirche als Heiliger verehrt. Hubertus gehört mit dem heiligen Abt Antonius und den Heiligen Quirinus und Cornelius zu den sogenannten „vier heiligen Marschällen Gottes“ und wird mancherorts auch zu den vierzehn Nothelfern gerechnet.
🙏 Weiterhin gilt er als der Schutzpatron der Jäger. Diesen Status erhielt er aufgrund der Legende, wonach Hubertus an einem Karfreitag auf der Jagd durch einen weißen Hirsch mit einem Kruzifix zwischen den Geweihstangen bekehrt wurde und danach der Jagd abschwor. Den Waidmännern und Waidfrauen gilt diese Legende seit jeher als Vorbild der waidgerechten Jagd. Auch in dem von Oskar von Riesenthal gedichteten Lied „Waidmannsheil“ (1880) kommt die Verbindung der Jäger zum Geschöpf zum Ausdruck: „Den Schöpfer im Geschöpfe ehren.“
Zentraler Aspekt ist das Gedenken an das waidgerechte Handeln der Jäger und des sich Bewusstmachens einer verantwortungsbewussten Jagd.
Jäger leisten ihren Beitrag für die Allgemeinheit. So werden beispielsweise Lebensräume geschaffen, um vielen Arten vom Schmetterling bis zum Rebhuhn in der ausgeräumten Feldflur noch eine Chance zu bieten. Entscheidend ist jedoch: Sie gehen mit großem Respekt vor der Schöpfung in den Revieren vor und zeigen diese innere Einstellung in ihrem täglichen Handeln. 🍃
Die Vier Marschälle Gottes sind vier Heilige des frühen Christentums, die als Schutzheilige bei unerklärlichen Seuchen und Krankheiten besonders im Rheinland verehrt wurden. Man verglich die hilfsbereiten Heiligen Cornelius, Antonius, Hubertus und Quirinus mit Marschällen, die, wie die Marschälle am Kaiserhof, am himmlischen Throne des alles beherrschenden Christus walteten und „wegen ihrer einzig dastehenden Verdienste und täglichen Hilfe“ Hofmarschälle Gottes genannt werden.
Bild: Die Bekehrung des heiligen Hubertus. Linker Altarflügel des Meisters von Werden, um 1463–1480.
"Sankt Hubertus, steig` hernieder,
lehre uns die Schöpfung lieben,
lehre uns das Weidwerk wieder,
das die Väter einst getrieben!"
(Gestohlen bei Thomas Antonius Hd Bvk)