Literaturhaus Graz

Literaturhaus Graz Literatur in Bewegung: Lesungen, Gespräche, Diskussionen, Performances und Shows.

Kommende Woche volles Programm im Literaturhaus💫➡️ Mo, 15.6. // 19:00 Michael Köhlmeier über Homers OdysseeHomers Ilias ...
14/06/2026

Kommende Woche volles Programm im Literaturhaus💫

➡️ Mo, 15.6. // 19:00
Michael Köhlmeier über Homers Odyssee

Homers Ilias ist ein Heldenepos. Mehr: Sie ist die Urform dieser Gattung. Die Odyssee ist komplizierter, und das nicht nur im Aufbau. Es gibt Argumente, die nahelegen, sie einen Roman zu nennen. Einen Eheroman vielleicht? Durchaus. Die Vorgeschichte der Odyssee zeichnet vom Protagonisten ein alles andere als positives Bild.
Odysseus will sich vom Krieg, den er anzettelte, drücken, er lässt den kranken Philoktet auf einer Insel aussetzen und am Ende des Krieges befiehlt er, Astyanax, den kleinen Sohn des Hektor, zu töten. Dennoch hat Homer diesen Mann zum Helden seines späten Epos’ gemacht. Die Odyssee ist auch der Versuch, Odysseus zu rehabilitieren.

➡️ Mi, 17.6. // 19:00
Lena Gorelik: Alle meine Mütter

„Mütter prägen uns, auch wenn wir es nicht wollen, sie nisten sich in unseren Köpfen und Herzen ein, flüstern uns zu, schimpfen, trösten, tun es auch noch, wenn sie verstorben sind, tun es selbst dann, wenn wir sie nicht oder kaum kannten“, schreibt Lena Gorelik. Alle meine Mütter erzählt von einer besonderen, oft lebenslang komplexen Beziehung.

In Kooperation mit dem Institut für Slawistik

➡️ Do 18.6. // 19:00
Nelio Biedermann: Lázár

Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als ob er dessen Geheimnis ahnte. Mit Lajos’ Geburt im Waldschloss bricht auch das 20. Jahrhundert an, das das alte Leben der Barone Lázár im südlichen Ungarn für immer verändern wird.

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Morgen im Literaturhaus💫➡️ MI, 10.6. // 19:00 Gregor von Rezzori: Maghrebinische Geschichten (1953)Kommentierte Lesung: ...
09/06/2026

Morgen im Literaturhaus💫

➡️ MI, 10.6. // 19:00
Gregor von Rezzori: Maghrebinische Geschichten (1953)

Kommentierte Lesung: Ronald Pohl
Vortrag: Jan Wilm, anschließend im Gespräch mit Klaus Kastberger

„Was ist – geschändet wird nicht?“, rufen erschüttert die Eunuchen in Gregor von Rezzoris Maghrebinische Geschichten (1953). Ihr Ausruf ist exemplarisch für das Pendelspiel zwischen Komik, Abgründigkeit und kultureller Provokation, das die lose gefügten Episoden prägt.
Mit seiner unvergleichlichen Mélange aus Erinnerung und Fiktion unterwandert Rezzori satirisch verkrustete Gesellschafts- und Moralvorstellungen und formt aus historischen Umbrüchen ein vielschichtiges Wimmelbild. Seine von Ironie und Melancholie durchwirkte Sprachkunst behauptet in der deutschsprachigen, zumal der österreichischen Literatur des 20. Jahrhunderts – Rezzori wurde 1984 nach Jahrzehnten der Staatenlosigkeit de facto österreichischer Staatsbürger – eine durchaus eigenwillige Position. (Jan Wilm)

 
Dank gilt dem Rimbaud Verlag für die Überlassung der Rechte.

In Kooperation mit Alte Schmiede Wien und StifterHaus Linz

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Morgen Abend im Literaturhaus💫➡️ Mo, 8.6. // 19:00 Radka Denemarková: SchokoladenblutMitte des 19. Jahrhunderts sitzt di...
07/06/2026

Morgen Abend im Literaturhaus💫

➡️ Mo, 8.6. // 19:00
Radka Denemarková: Schokoladenblut

Mitte des 19. Jahrhunderts sitzt die Schriftstellerin Božena Němcová in ihrer kleinen Schreibstube und verfasst mit schwerer Hand ein patriotisches Märchen, an dessen Botschaft sie selbst nicht glaubt. George Sand, ihre französische Zeitgenossin, konnte sich den Zwängen der Konventionen widersetzen und schreibt mit leichter Feder Romane. Auf der anderen Seite des Atlantiks gründet J.D. Rockefeller, der erste Milliardär der Weltgeschichte, sein Imperium auf einem dickflüssig-braunen Rohstoff. In ihrem neuen Meisterwerk erzählt Radka Denemarková auf fulminante Weise die Geschichte des 19. Jahrhunderts und seiner Protagonisten: weltumspannend, hochaktuell, brillant.

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Morgen Abend gibt es bei uns BEST OF LYRIK💫➡️ Mo, 1.6. // 19:00 Yevgeniy Breyger: hallo niemandStefan Schmitzer: space w...
31/05/2026

Morgen Abend gibt es bei uns BEST OF LYRIK💫

➡️ Mo, 1.6. // 19:00

Yevgeniy Breyger: hallo niemand
Stefan Schmitzer: space waste

In hallo niemand macht sich der Held in einem roten Audi A6 aus Österreich auf nach Deutschland, um Bundeskanzler zu werden. Breygers Langgedicht ist humorvolle Politsatire und zugleich ernsthafte Auseinandersetzung mit drängenden Fragen nach der Versehrtheit des Körpers und des Geistes in Zeiten von Krieg und totalitärer Realitätserzwingung.

Mit space waste legt Stefan Schmitzer eine sprachgewaltige Suada über die Spannung zwischen Wirklichkeit und Utopie des industriellen Fortschritts vor und macht mittels einer technoid anmutenden Sprachzurichtung herrschenden Wachstumsideologien den Garaus

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Yevgeniy Breyger: hallo niemand
Stefan Schmitzer: space waste

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// SPRUCH DES MONATS //👉 Do, 28.4. / 19:00 Uhr WANTED: OSWALD WIENER!Szenische Lesung von   & anschließende  Gesprächsru...
28/05/2026

// SPRUCH DES MONATS //

👉 Do, 28.4. / 19:00 Uhr
WANTED: OSWALD WIENER!

Szenische Lesung von & anschließende Gesprächsrunde.

In Kooperation mit

👉 Weitere Infos & Reservierungen unter:
www.literaturhaus-graz.at

Diese Woche im Literaturhaus Graz💫➡️ Di, 26.5. // 19:00 Christoph Bartmann: Attacke von rechts. Der neue Kampf um die Ku...
25/05/2026

Diese Woche im Literaturhaus Graz💫

➡️ Di, 26.5. // 19:00
Christoph Bartmann: Attacke von rechts. Der neue Kampf um die Kultur

Kultur? Museen, Theater und Bibliotheken sind scheinbar nicht die Orte, von denen aus sich die Gesellschaft gestalten lässt. Wer sich in der Politik profilieren will, versucht sich auf anderen Feldern. Rechtspopulistische Parteien erkennen in dieser Gleichgültigkeit ihre Chance. Für sie ist Kultur der Kampfplatz, auf dem sie ihre anti-modernen, völkischen und homophoben Ideen durchsetzen können. In Polen, Österreich und den USA gehört das schon jetzt zum erschreckenden Alltag. Christoph Bartmann schlägt Alarm: Wenn die liberale Mitte diese Gefahr nicht ernst nimmt, hat die Rechte leichtes Spiel. Noch ist es nicht zu spät, Strategien gegen deren Kulturkampf zu entwickeln.

➡️ Mi, 27.5. // 19:00
Marlene Streeruwitz: Prinzessinnenkunde

Was bedeutet es, dass Donald J. Trump sich König nennt und nennen lässt? Heißt das, dass er der einzige Mann ist, alle anderen, auch die Männer, sind in Prinzessinnen verwandelt? Marlene Streeruwitz geht in dieser Kulturgeschichte der Männlichkeit dieser Frage nach.

➡️ Do, 28.5. // 19:00
Wanted: Oswald Wiener!

Oswald Wiener is back! Das originäre Denken des legendären österreichischen Avantgardisten (1935-2021) steht im Mittelpunkt einer großen Ausstellung. Wir bringen dazu eine extra beauftragte Inszenierung seines Stückes PURIM aus der verbesserung von mitteleuropa. Menschen, die Wiener gut gekannt und sich mit seinem Werk intensiv auseinandergesetzt haben, diskutieren danach die anhaltende Wirkung und die Aktualität seines dichten und konsequenten künstlerischen Schaffens.

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Kommende Woche im Literaturhaus Graz💫➡️ Mo, 18.5. & Di, 19.5. // 19:00 Grazer Vorlesungen zur Kunst des Schreibens mit M...
17/05/2026

Kommende Woche im Literaturhaus Graz💫

➡️ Mo, 18.5. & Di, 19.5. // 19:00
Grazer Vorlesungen zur Kunst des Schreibens mit Mascha Jacobs

„Und was nützen Bücher,“ dachte Alice, „ohne Bilder und Gespräche?“ in „Alice im Wunderland“ von Lewis Carroll. Dieses Zitat führt direkt ins Herz der Vorlesungen, in denen es um die Begeisterung für Texte gehen soll. Und wie sie übertragen und vermittelt werden kann. In ihren Vorlesungen will Mascha Jacobs darüber nachdenken, wie sich Lesen und Schreiben gegenseitig befeuern. Wie Sprache an die Lust gebunden ist und wie sie ein Begehren freisetzen kann, das sowohl Lesende als auch Schreibende kennen

In Kooperation mit dem Institut für Germanistik und dem Literaturverlag Droschl

➡️ Mi, 20.5. // 19:00
Renate Welsh: Ich fall mir selbst ins Wort
Ich fall mir selbst ins Wort handelt von einer unglücklichen Kindheit im Zweiten Weltkrieg, vom Gefühl der Unzugehörigkeit zwischen Wien und dem Ausseerland und einer jungen Halbwaisen, die ihren Vornamen trotzig gegen ein unpersönliches „Dieda“ getauscht hat. 

👉 Mehr Infos & Reservierung:
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Kommende Woche im Literaturhaus Graz💫➡️ Mo, 11.5. // 19:00 Tomer Gardi: LIEFERNSie sind überall, wir sehen sie jeden Tag...
10/05/2026

Kommende Woche im Literaturhaus Graz💫

➡️ Mo, 11.5. // 19:00
Tomer Gardi: LIEFERN
Sie sind überall, wir sehen sie jeden Tag. Egal ob in Delhi, Tel Aviv, Buenos Aires, Istanbul oder Berlin, überall schwirren sie durch die Städte: Essenslieferanten. Tomer Gardi verbindet ihre Geschichten zu einem weltumspannenden Gegenwarts-Epos.

➡️ Mi, 13.5. // 19:00
Ingrid Brodnig: FEINDBILD FRAU
Ingrid Brodnig legt in ihrem neuen Sachbuch schonungslos offen, wie systematische Einschüchterung Frauen aus der politischen Öffentlichkeit drängen soll und was das für unsere Demokratie bedeutet. Sie hat mit Abgeordneten und hochrangigen Politikerinnen aus Deutschland und Österreich gesprochen, dokumentiert konkrete Angriffe und analysiert, wie digitale Gewalt funktioniert – oft angeheizt durch rechte Netzwerke, die Logik von Social-Media-Plattformen und opportunistische Medienmechanismen.

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06/05/2026

Unverblümt und schonungslos war die Diskussion in der Literarischen Jugend-Soirée über drei ausgewählte Buchneuerscheinungen. Es diskutierten die Studentinnen an der Uni Graz Nuria Karimi, Johanna Köck und Lara Lengfellner, moderiert von Jungwissenschaftler Sebastian Meißl. Fazit: Ein Roman zum „Tränenlachen“, gut zu lesen, solange man ihn nicht literaturwissenschaftlich auseinandernimmt. Ein gelungener vielschichtiger und polyphoner Generationenroman, den man besonders Männern ans Herz legt. Und ein Roman, dem eine Poetik der „knisternden Nerven“ zugrunde liegt und der das perfekte Geschenk für Pädagog:innen und die eigene Oma wäre. Im Ganzen nachzuhören demnächst auf Ö1 am 20.5., 21 Uhr!

04/05/2026

"Der Rosenkavalier besitzt eine unglaubliche Zeitlosigkeit, denn die Themen betreffen uns heute genauso wie damals."

Einblick in unsere Reihe DAS PHILOSOPHISCHE OPERNHAUS: Konrad Paul Liessmann über Richard Strauss‘ Oper Der Rosenkavalier.
Im Anschluss gab es ein Gespräch mit Philipp Krenn (Regisseur) und Katharina John (Chefdramaturgin) über die Grazer Inszenierung.

In Kooperation mit der Oper Graz und dem Förderkreis der Oper Graz.

Adresse

Elisabethstrasse 30
Graz
8010

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