Zukunft Skisport

Zukunft Skisport Ich bin ein Strategieberater, Forscher und Keynote Speaker im Bereich Skifahren sowie alpiner Skitourismus. Meine Website: www.zukunft-skisport.at B. I. T. A. F.
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Auf ZUKUNFT SKISPORT findest Du aktuelle Informationen zu allen relevanten Themen rund um die Zukunft des Skifahrens und des Skitourismus. Ich versuche, das Massenphänomen Skisport in seiner Gesamtheit erfassen und differenziert beleuchten. Aktuelle Fragestellungen, die mich faszinieren: Stimmt es, dass immer weniger Menschen Ski fahren? Wer kann sich das Skifahren in Zukunft noch leisten? Werden

wir in Zukunft noch Schnee und Kälte erleben? Muss man sich für das Skifahren schämen? Meine Bio:
Günther Aigner (*1977 in Kitzbühel) zählt zu den führenden internationalen Experten zur Zukunft von Skifahren und Skitourismus. Sein Unternehmen ZUKUNFT SKISPORT berät Skigebiete, alpine Destinationen sowie Hardware- (z. Seilbahnsysteme) und Softwarehersteller (z. Zutrittssysteme). Aigner fungiert als Bindeglied zwischen dem akademisch-wissenschaftlichen Denkraum und den alpintouristischen Praktikern. Als Keynote Speaker hält Aigner Vorträge im In- und Ausland. Er gestaltet als Experte den öffentlich-medialen Diskurs zum Skifahren mit und arbeitet als Gastlektor an Hochschulen in Europa und Asien. Günther ist Mitglied des Studienausschusses VII des Weltseilbahnverbandes O. Nach einem Wirtschafts- und Sportstudium an den Universitäten Innsbruck (UIBK) und New Orleans (UNO, USA) hat er das Wintermarketing von Kitzbühel (Tirol) geleitet. 2021 ist er an die UIBK zurückgekehrt und forscht seither nebenberuflich als „PhD candidate“ (Doktorat „Management“) am Innsbruck Doctoral College – Tourism and Leisure in Mountain Regions. Die UIBK wird global auf Platz 23 in der Tourismusforschung gerankt und ist innerhalb der EU auf Platz 1. lg Günther

PORTILLO (CHILE / ANDEN): NEUE FOTOS!Liebe Skifans, aus Portillo (copyright: Ski Portillo) sind neue Fotos eingetrudelt....
03/09/2026

PORTILLO (CHILE / ANDEN): NEUE FOTOS!
Liebe Skifans, aus Portillo (copyright: Ski Portillo) sind neue Fotos eingetrudelt. Sie stammen aus der zweiten Saisonhälfte 2026. Auf den Fotos sehen wir zwei Details: 1) Portillo ist traditionell bekannt für sehr viel Sonnenschein. 2) Bedingt durch den starken "El Nino" ist im Winter 2026 rekordviel Schnee gefallen.
Portillo erhielt bisher bereits ca. 10 Meter Neuschneesumme und hat die Saison aufgrund des außergewöhnlichen Schneereichtums bis 11. Oktober verlängert.
Aufruf an die Community: Gibt es Leute unter euch, die den Winter 2026 skifahrend in der Südhalbkugel genießen konnten? Schreibt gerne eure Erfahrungsberichte aus Chile, Argentinien, Neuseeland oder Australien.

SKI PORTILLO (CHILE): SCHNEEREICHER WINTER!Während wir in den Alpen noch den Sommer genießen, erreichten uns soeben Foto...
02/09/2026

SKI PORTILLO (CHILE): SCHNEEREICHER WINTER!
Während wir in den Alpen noch den Sommer genießen, erreichten uns soeben Fotos (Copyright: Ski Portillo) vom Skigebiet Portillo in den chilenischen Anden, unweit von Santiago de Chile gelegen. Nach einem verhaltenen Start im Juni entwickelte sich der Winter 2026 zu einem Winter der Schneerekorde. Die aktuellen Schneehöhen betragen 3 Meter am Berg und 2 Meter im Tal. Die Neuschneesumme bis dato circa 10 Meter.
Aufgrund der gewaltigen Schneemassen hat das Skigebiet "Ski Portillo" angekündigt, die Wintersaison bis zum 11. Oktober 2026 zu verlängern.
In Portillo wird seit 1910 Ski gefahren, als die Transandenbahn eröffnete. Das Skigebiet Portillo wurde 1949 eröffnet. 1966 wurden die FIS Alpinen Skiweltmeisterschaften in Portillo abgehalten. Der höchste Punkt im Skigebiet erreicht 3.310 Meter. Es stehen 35 Ski-Abfahrten zur Verfügung. Die hier gezeigten Bilder zeigen nicht die langjährige Realität, ist Portillo doch für strahlenden Sonnenschein bekannt.
Der Rekordschneefall in Teilen der Anden dürfte mit dem aktuell stark ausgeprägten "El Nino" zu tun haben. Australiens Skigebiete leiden hingegen unter Schneemangel.

P.S.: Vielleicht hat jemand aus der Community Insider-Berichte vom Ski-Winter auf der Südhalbkugel: Chile, ARG, AUS oder NZL. Berichtet gerne davon in den Kommentaren, das wäre sicher für alle interessant.

ASYMMETRISCHE ERWÄRMUNG: SOMMER vs. WINTER!Heute teile ich einen für das Skifahren interessanten Chart: Wie kann es eige...
30/08/2026

ASYMMETRISCHE ERWÄRMUNG: SOMMER vs. WINTER!
Heute teile ich einen für das Skifahren interessanten Chart: Wie kann es eigentlich sein, dass die österreichischen Gletscher so rasant abschmelzen, sich aber die Winter immer noch hervorragend zum Skifahren eignen? Die Antwort ist ganz einfach: Es liegt daran, dass sich die Sommer seit den feucht-kühlen 1970er-Jahren (vgl. Rudi Carrell) viel stärker erwärmt haben als die Winter.
Nehmen wir als Beispiel homogenisierte HISTALP-Temperaturdaten der GeoSphere Austria vom Hohen Sonnblick. Es sind die qualitativ hochwertigsten Daten, die wir haben können, und sie sind fern von zivilisatorischen Einflüssen wie Wärmeinseleffekten.
Seit 1970 haben sich die Bergsommer dort kontinuierlich und außergewöhnlich heftig erwärmt, und zwar mit einer Geschwindigkeit von knapp 6 Grad pro 100 Jahre, siehe dazu die Trendlinie (Formel in roter Farbe). Die Winter hingegen haben sich nicht einmal halb so schnell erwärmt (2,6 Grad pro 100 Jahre, siehe Formel in blauer Farbe). Im Gegensatz zum Sommer erfolgte der winterliche Temperaturanstieg auch nicht kontinuierlich, sondern in auffälligen Wellen: Kalte Winter in den 1980er-Jahren, dann fast drei Grad Erwärmung in kürzester Zeit bis Anfang der 1990er-Jahre. Danach eine rasante Abkühlung und in den letzten 15 Jahren wieder ein Sprung nach oben.
Es ist ganz wichtig, diese Asymmetrie zu verstehen: Im aktuellen Klima, mit diesen außergewöhnlich sonnigen und heißen Sommern haben die Gletscher in den Ostalpen harte Zeiten. Aber wir können im Winter immer noch hervorragend Skifahren. Denn nicht nur haben sich die Winter vergleichsweise moderat erwärmt, sondern der Skitourismus hat sich im Lauf der Jahrzehnte mit der Beschneiung sehr gut an das neue Klima angepasst. Mehr noch: Nimmt man die aktuellen Szenarien der Wissenschaft, so gibt es überhaupt keinen Zweifel, dass wir auch im Jahr 2050 in Österreich hervorragend Skifahren werden. Hingegen könnten zu diesem Zeitpunkt viele heimische Gletscher längst abgetaut sein.

VORFREUDE AUF DEN WINTER!In der Nacht vom 28. auf den 29. August wird es auf den höchsten Bergen Österreichs den ein ode...
28/08/2026

VORFREUDE AUF DEN WINTER!
In der Nacht vom 28. auf den 29. August wird es auf den höchsten Bergen Österreichs den ein oder anderen Zentimeter schneien. Nicht viel, und dieser Schnee wird auch wieder weggehen. Aber es ist ein klares Signal: Bald zieht hochalpin wieder der Winter ein und es dauert nicht mehr lange, bis wir wieder Ski fahren.
Dieses Foto ist ein Erfolg des Fotoaufrufs zu den schönsten Bildern des Großvenediger. Wir sehen den berühmen "Kamelbuckel", den Vorgipfel mit Firngrat. (c) Martina Schlagert. Vielen Dank dafür!

FOTOAUFRUF GROSSVENEDIGER: Habt ihr in eurem Archiv Fotos vom Gipfelgrat des Großvenediger?  Ich suche für mein Archiv A...
26/08/2026

FOTOAUFRUF GROSSVENEDIGER:
Habt ihr in eurem Archiv Fotos vom Gipfelgrat des Großvenediger? Ich suche für mein Archiv Aufnahmen vom berühmten "Kamelbuckel" des Venediger, also den Vor- und Hauptgipfel. Der Vorgipfel ist immer noch eine Firnschneide, während der Hauptgipfel mittlerweile abgetaut und somit felsig ist, und der seither das Gipfelkreuz trägt.
Anbei seht ihr den typischen Kamelbuckel am Venedigergrat auf einer Aufnahme von Dr. Karl Kaser (copyright: Hermann Kaser) um das Jahr 1910. Das zweite Foto ist mein Versuch der Rekonstruktion genau dieses Blickwinkels im Jahr 2019 zum Zeitpunkt der größten sommerlichen Ausaperung. Das dritte Foto (Jahr 1984, copyright Stefan Weindl) zeigt nicht beide Gipfel, sondern vermutlich den Hauptgipfel, der mittlerweile völlig eisfrei ist.
Ich suche sowohl aktuelle Aufnahme aus dem Jahr 2026 als auch historische Aufnahmen. Nach den gletschergünstigen feucht-kühlen Sommern der 1960er- und 1970er-Jahren müsste der Gipfelgrat speziell Mitte bis Ende der 1970er-Jahre ziemlich fett gewesen sein. Ich bin mir sicher, dass es davon unzählige Aufnahmen gibt, vor allem gut einsortierte Dias! :-)

GROSSVENEDIGER UND SCHLATENKEES AM 22. AUGUST!Es sind wieder neue sensationelle Fotos hereingekommen. Dieses Mal vom Hüt...
26/08/2026

GROSSVENEDIGER UND SCHLATENKEES AM 22. AUGUST!
Es sind wieder neue sensationelle Fotos hereingekommen. Dieses Mal vom Hüttenwirt der Neuen Prager Hütte. Vielen Dank (c) Ben Schwendtner.
Er hat am Samstag, 22. August 2026 um 07.20 Uhr in der Früh das leicht angezuckerte Schlatenkees und seinen "oberen Keesboden" fotografiert. Der Neuschnee betrug kaum mehr als einen Zentimeter.
Wir sehen, dass sich die Ausaperung seit den Fotos vom 15. August nicht mehr wesentlich fortgesetzt hat, siehe die Blankeiszone im Bereich des Rainertörls. Da die letzten Tage dort oben eine Mischung aus Schneeregen, Schneefall und Wechselfrösten brachten, ist auch weiterhin keine wesentliche Fortsetzung der Ausaperung zu erwarten. Gleichzeitig können wir auf den Fotos erkennen, dass schon geringe Neuschneemengen, die liegenbleiben, die Ausaperungsmuster maskieren.
Ganz besonders beeindruckend sind die Fotos der Serac-Zone unterhalb des "oberen Keesbodens". Es gibt nur noch ganz wenige Gletscher in Österreich, die solche Seracs bilden können.
Viel Vergnügen mit dem Augenschmaus dieser fantastischen Fotos. Danke Ben!

FOTOVERGLEICH WIESBACHHORN 1932 bis 2026!Als Ergänzung zu den wunderbaren Fotos der Glocknergruppe von gestern (copyrigh...
25/08/2026

FOTOVERGLEICH WIESBACHHORN 1932 bis 2026!
Als Ergänzung zu den wunderbaren Fotos der Glocknergruppe von gestern (copyright Simon Lemmerer) hier noch ein Fotovergleich zum Großen Wiesbachhorn (3.564 m).
Foto 1: Das Wiesbachhorn und seine Nachbargipfel im August 1932. (c) ETH-BibliothekZürichBildarchiv - Fotograf: Walter Mittelholzer
Foto 2: Das Wiesbachhorn im August 2026 (c) Simon Lemmerer – VIENTO
Foto 3: Federzeichnung der vereisten Wiesbachhorn-Nordwestwand von (c) Fritz Schmitt. Keine Jahreszahl, vermutlich zwischen 1935 und 1950.

Die Nordwestwand des Wiesbachhorns war einst die legendärste Eiswand der Ostalpen. Am 15. Juli 1924 wurde sie von "Eispapst" Willo Welzenbach und Fritz Rigele erstbestiegen. Dabei wurden erstmals Eishaken zum Sichern verwendet, also Vorreiter der heutigen Eisschrauben. Übrigens: Beide Erstbesteiger haben einen filmreifen Lebenslauf, auf unterschiedliche Arten und Weisen. Googelt sie gerne!
In der Federzeichnung von Fritz Schmitt dürfte die Route der Erstbegeher eingezeichnet sein. 1932 verunglückte in der Nordwest der deutsche Spitzen-Eiskletterer Toni Schmid.
Die großen Fotos zeigen von links: Großes Wiesbachhorn, Hinterer Bratschenkopf (3.413 m) und Klockerin (3.422 m). Die sichtbaren Gletscher sind Wielingerkees, Kaindlkees, Wielingerscharte, Bratschenkopfkees, Klockerinkees sowie das westliche und östliche Bärenkopfkees. Im Hintergrund ist das Fuscher Tal, im Vordergrund das Kapruner Tal mit dem Stausee Moserboden.
Das Foto von 1932 zeigt die Nordwestwand schon hinter seiner letzten Hochblüte um 1920. Die Federzeichnung, vermutlich zwischen 1935 und 1950 entstanden, dürfte eine deutlich weniger vereiste Nordwestwand im Vergleich zum Höhepunkt 1920 zeigen. 2026 ist die Nordwestwand längst staubtrocken.

HOHE TAUERN: SENSATIONELLE SEGELFLIEGER-FOTOS (15. 08.)!Liebe Freunde von Skifahren, Schnee und Gletscher, anbei wieder ...
24/08/2026

HOHE TAUERN: SENSATIONELLE SEGELFLIEGER-FOTOS (15. 08.)!
Liebe Freunde von Skifahren, Schnee und Gletscher,
anbei wieder neue sensationelle Fotos, aufgenommen aus dem Segelflugzeug von (c) Simon Lemmerer – VIENTO.
Vielen Dank an die Community für diesen unerschöpflichen Pool an fantastischen Fotos. :)
Foto 1: Nördliche Glocknergruppe, im Bereich der Kraftwerksgruppe Kaprun. Wir sehen den Stausee Moserboden und von links die Klockerin (3.422 m), das westliche und östliche Bärenkopfkees, die Bärenköpfe (Großer Bärenkopf: 3.396 m) und das Kärlingerkees. Dieses hat einen Firnübergang zur Pasterze, nämlich das Riffltor (3.094 m). An dieser Seehöhe sieht man, wie niedrig das Nährgebiet der Pasterze im Gegensatz zum Schlatenkees am Venediger ist und warum die Pasterze im aktuellen Klima total K.o. ist.
Wir sehen auch den zweiten Übergang vom Kärlingerkees zur Pasterze, weiter links (östlich), nämlich die Führerscharte.
Die Gletscherzungen sind allesamt hauchdünn, das heißt, wenn wir kein rasches Ende der heißen Sommer erleben, werden wir blitzartige weitere Rückzüge der Gletscher erleben.
Foto 2: Wir sehen eine Nahaufnahme vom Hocheiser (3.206 m) mit seinem nordseitigen "Oberen Hocheiserkees". Dieses Kees ist im Winter ein traumhafter Hang zum Skifahren. Es schaut aber leider – wenig überraschend – fürchterlich aus. Wenig überraschend ist auch, dass vor allem der Gratbereich am schnellsten abtaut, obwohl er am höchsten liegt. Das Problem ist, dass Gratbereiche im Winter häufig blankgefegt werden und deshalb besonders vulnerabel gegenüber Hitzesommern sind. Dieser Firngrat zum Gipfel des Hocheiser ist unmittelbar vor dem K.o., wenn nicht noch ein Wunder passiert. Total k.o. ist bereits das Schwarzkarlkees (bzw. auch Unteres Hocheiserkees genannt), das bereits so gut wie abgetaut ist. Links vom Hocheiser sehen wir das Kärlingerkees, die Hohe Riffl (3.338 m) und das "Obere Rifflkees" (auch bekannt als die Totenlöcher). Rechts vom Hocheiser die ÖBB-Kraftwerkskette im Stubachtal mit Rudolfshütte und dem fast schon weggetauten Sonnblickkees mit der Granatspitze. Im Hintergrund von Foto 1 und 2 natürlich der Großglockner. Eh klar! :-)
Foto 3: Nahaufnahme Wiesbachhorn (3.564 m). Alleine über das Wiesbachhorn könnte man ganze Romane schreiben. Seine Nordwestwand war einst die legendärste und berühmteste Eiswand der Ostalpen. 1924 erstbestiegen vom "Eis-Papst" Willo Welzenbach aus München. Der Eishaken bzw. Vorläufer der Eisschrauben wurde dort erfunden. Diese sagenhafte Eiswand ist seit mittlerweile vielen Jahren völlig trocken. Kein einziges Eispartikel hat überlebt. Auch der berühmte Kaindlgrat, der vom Heinrich-Schweiger-Haus zum Wiesbachhorn führte, ist weg. Einst nannte man ihn den "Biancograt von Österreich", heute ist alles weg. Könnt ihr gerne mal googeln, es gibt viele alte Fotos vom Wiesbachhorn.
Der Gletscher unterhalb der Nordwestwand ist das Wielinger Kees. Ein eher seltsamer Gletscher, weil er kein klassisches Nährgebiet hat, sondern von der Lawinentätigkeit ernährt wird. Rechts vom Wiesbachhorn sehen wir das Kaindlkees mit der Wielingerscharte, das ist der Firnübergang zum Teufelsmühlkees, das in Richtung Fuscher Tal fließt. Rechts der Wielingerscharte der Bratschenkopf, und der markante Berg rechts davon ist die Klockerin (3.422 m). Sein lawinenernährtes Klockerinkees ist praktisch abgetaut. Es existiert nur noch auf den Landkarten. Unten der Stausee Moserboden.
Foto 4: Der Großvenediger in voller Pracht, Ansicht von Norden. Links Venedigerkees mit Venedigerscharte. Rechts unterhalb des Gipfels das Sulzbacherkees. Man sieht, es gibt an den Venedigergletschern auch im "Katastrophenjahr 2026" noch Altschneerücklagen, aber ihre Dimension ist sehr gering. Im aktuellen Klima könnten die Gletscher rund um den Venediger zwar "überleben", aber in mickriger Größe. Wir sehen, wie hauchdünn das Sulzbacherkees unten geworden ist. Es wird in den nächsten Jahren, wenn sich der Trend der heißen Sommer fortsetzt, blitzschnell zurückschmelzen.
Foto 5: Nahaufnahme Venedigerkees und Venedigerscharte. Das Venedigerkees ist immer noch dick und fett, spaltendurchsetzt, und es hat Altschneereserven im Bereich der Venedigerscharte und unterhalb des Gipfels, begünstigt durch Lawinenschnee. Ebenfalls noch richtig fett der oberste Bereich des benachbarten Sulzbacherkees. Diese beiden Gletscher werden nicht so schnell abtauen, aber sie werden sehr klein werden. Wir dürfen gespannt sein, ob die Venedigerscharte in den nächsten 20 Jahren abtauen wird. Falls ja, wird es dort wohl eine kleine Klettersteigpassage geben, um auf den "oberen Keesboden" des Schlatenkees zu kommen. Sehr schön sieht man die "Firnringe", die sich wie Jahresringe schlängeln. Ganz weiß ist der Schnee vom letzten Winter. Die erste Graustufe ist der Winterschnee 2024/25. Die nächste, noch grauere Farbschattierung, ist der Winterschnee 2023/24. Und so weiter. Wir sehen also allein daran, dass die heurige Ausaperung enorm ist. In einem "normalen" Winter würde man den Firn der Vorjahre gar nicht sehen. Wir sehen anhand der Fotos, dass im Sommer 2026 nicht nur der Schnee vom Winter 2025/26 schmolz, sondern auch Restschnee vom Winter 2024/25, von 2023/24, von 2022/23 und so weiter. Noch einige solche Sommer wie 2026, dann sind auch die höchsten Nährgebiete am Venediger völlig leer.

FOTO-AUFRUF: AUSAPERUNG ENDE AUGUST!Liebe Berg- Klima- und Schneefreunde, vielleicht ist jemand von euch in dieser Woche...
24/08/2026

FOTO-AUFRUF: AUSAPERUNG ENDE AUGUST!
Liebe Berg- Klima- und Schneefreunde, vielleicht ist jemand von euch in dieser Woche auf den Bergen unterwegs? Diese Woche sollten noch gute Bedingungen herrschen, ab 29. August könnte oberhalb von etwa 3.500 Meter Seehöhe der erste Herbstschnee liegen bleiben.

Besonders interessant wären Ausaperungsfotos von den schneesichersten Gletschern der Ostalpen:
:: Großvenediger (oberer Keesboden am Schlatenkees),
:: Wildspitze (oberste Firnmulde am Taschachferner),
:: Ortler (oberer Ortlerferner) oder
:: Berninagruppe

Die große Frage dahinter ist: Welcher Gletscher kann nach so einem extremen Jahr (sehr wenig Schnee im Winterhalbjahr, viel Hitze im Sommer) noch Winterschnee speichern und somit potenziell neues Eis generieren?
Wenn ihr raufgeht und Fotos macht, tretet gerne mit mir in Kontakt. Ihr findet meine Kontaktdaten auf meiner Webseite.

Dieses Foto: Großvenediger mit oberem Keesboden am Schlatenkees, aufgenommen am 14. August 2026 vom Rainerhorn. (c) Michael Schinner.

MARMOLATA (3.265 m)!Es ist unglaublich, welch tolle Bilder täglich von der Community hereinkommen. Vielen Dank an alle!M...
23/08/2026

MARMOLATA (3.265 m)!
Es ist unglaublich, welch tolle Bilder täglich von der Community hereinkommen. Vielen Dank an alle!
Mein heutiger Dank für diesen eindrücklichen Fotovergleich geht an (c) Markus Hofer.
Auch wenn es mich als Liebhaber von Gletschern, Schnee und Skifahren schmerzt, so ist es trotzdem wichtig, die aktuellen transformativen Entwicklungen zu skizzieren und wahrzunehmen.
Ganz offensichtlich befinden wir uns seit etwa 5 Jahren in einer Phase, in der die Alpengletscher nicht mehr einfach nur zurückschmelzen, sondern auf ihrer gesamten Fläche sehr schnell abtauen. Wenn sich keine radikale Trendwende einstellt, werden wir schon in wenigen Jahren in einer alpinen Welt leben, die nur mehr zu einem geringen Teil von Gletschern geprägt ist. Schön sind die Berge weiterhin. Und Skifahren – denn darum geht es ja eigentlich hier auf diesem Kanal – ja Skifahren werden wir weiterhin problemlos. Nur in Zukunft viel mehr auf Schnee, und weniger auf Eis. Auch auf der Marmolata. So wie wir in den weitläufigen Dolomiten auf Natur- und Maschinenschnee fantastisch Skifahren, so wird es in Zukunft auch auf der Marmolata sein.
Aber jetzt zum Foto:
Wir sehen hier den obersten Teil der Skiabfahrt "La Bellunese", dieser wunderbaren, XXL-langen und legendären Skiabfahrt von der "Punta Rocca" (3.265 m) nach Malga Ciapela (1.450 m). Die Bilder zeigen den ersten schönen Hang, unmittelbar nach dem Verlassen der Bergstation Punta Rocca. Markus Hofer hat das Foto Nummer 1 am 06. August 2026 aufgenommen. Wir sehen, wie schlimm der Gletscher in diesem Haushaltsjahr getroffen wurde, das zweifach "tödlich" war: Erstens war das Winterhalbjahr niederschlagsarm, das heißt, es ist wenig Schnee gefallen. Zweitens ist der Sommer von extremen Hitzewellen geprägt worden wie noch nie seit Aufzeichnungsbeginn. Das wahre Ausmaß der Schmelze sehen wir im Vergleich mit Foto Nummer 2, aufgenommen ebenfalls von Markus Hofer am 31. August 2025.
Dabei würde die Bilanz im Jahresvergleich noch düsterer ausfallen, weil die Eisschmelze vom 06. August bis zum 31. August noch gewaltig vorangeschritten ist. Abmildernd könnte man erwähnen, dass der Vergleich insofern knifflig ist, weil am Foto vom Sommer 2025 offensichtlich ein wenig Schnee am Gletscher liegt, entweder der erste frische Herbstschnee oder noch Altschnee vom vergangenen Winter. Man kann jedoch trotzdem erkennen, wie stark der Eiskörper innerhalb von weniger als einem Jahr abgetaut ist. Gedanklich kann man noch zwei heftige Mega-Schmelzwoche vom 06. bis 20. August 2026 hinzurechnen.

MEIN AUFRUF AN ALLE: Vielleicht ist jemand von euch in den nächsten 2 Wochen auf den Bergen unterwegs? Ausaperungsfotos von den schneesichersten Gletschern der Ostalpen wären interessant: Großvenediger (oberer Keesboden am Schlatenkees), Wildspitze (oberste Firnmulde am Taschachferner), Ortler (oberer Ortlerferner) oder Berninagruppe wären am spannendsten. Wenn ihr raufgeht und Fotos macht, tretet gerne mit mir in Kontakt. Ihr findet meine Kontaktdaten auf meiner Webseite.

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