Institut für Geographie und Regionalforschung

Institut für Geographie und Regionalforschung Nähere Infos unter geo.aau.at Unter den österreichischen Instituten für Geographie ist es das jüngste Institut.

Das Institut für Geographie und Regionalforschung steht für eine innovative und gesellschaftlich relevante Forschung sowie für guten Kontakt und persönliche Betreuung der Studierenden. Organisatorisch ist die Geographie in Klagenfurt an die Fakultät für Wirtschaftswissenschaften angebunden, so dass ein Teil unserer Forschungsprojekte und Lehrveranstaltungen dem Motto folgen: Wirtschaft weiter denk

en - systemisch. Unsere Forschungsschwerpunkte liegen auf Fragen
- zum Zusammenhang von Gesellschaft, Mensch und Umwelt,

- zur (räumlichen) Selbstorganisation und Selbstreferenz von sozialen und natürlichen Systemen,

- zur Nachhaltigkeit und den Möglichkeiten einer zukunftsfähigen Gesellschaft,

- zu Umwelt- und Ökosystemen,

- zur Fachdidaktik der Geographie und Wirtschaftskunde,

- zu Anwendungen von GIS sowie der Geoinformationswissenschaft,

- zur Regionalforschung sowie der Region Alpen-Adria und

- zur Geographischen Risikoforschung.

Bitte lesen - insbesondere, wenn ihr aufgrund der Erdbeben um Neapel besorgt seid.
27/09/2023

Bitte lesen - insbesondere, wenn ihr aufgrund der Erdbeben um Neapel besorgt seid.

It is! (And they are!) 😂
16/09/2023

It is! (And they are!) 😂

😂

Wenn wir weitermachen wie bisher, ändert sich alles - und das nicht zum Guten, das ist glasklar. Was und wie was zu ände...
16/09/2023

Wenn wir weitermachen wie bisher, ändert sich alles - und das nicht zum Guten, das ist glasklar. Was und wie was zu ändern wäre, darauf gibt unter anderem die Geographie eine Antwort. Antworten allen reichen nicht, handeln müssen wir selbst, und das schnell.

Weniger Artenvielfalt, zu viele Chemikalien und Kunststoffe, zu intensive Abholzung: Sechs von neun planetaren Grenzen sind Forschenden zufolge bereits überschritten.

Der Bodenverbrauch in Kärnten - eine never-ending story, oder ließe sich da doch was tun? Ein Beitrag von ORF Kärnten ge...
14/09/2023

Der Bodenverbrauch in Kärnten - eine never-ending story, oder ließe sich da doch was tun? Ein Beitrag von ORF Kärnten geht dieser Frage nach - unter anderem mit Kirsten von Elverfeldt.

Seit 2021 hat Kärnten eine neue Raumordnung mit wesentlich strengeren Vorgaben in puncto Bodenverbrauch und Zersiedelung. Gegen alte Widmungen ist das Instrument aber insofern zahnlos, als zwar die rechtliche Möglichkeit auf Rückwidmungen besteht, Gemeinden jedoch hohe Entschädigungszahlungen dr...

14/09/2023

Weniger Artenvielfalt, zu viele Chemikalien und Kunststoffe, zu intensive Abholzung: Sechs von neun planetaren Grenzen sind Forschern zufolge bereits überschritten. Die Widerstandskraft der Erde schwinde. Von Werner Eckert.

Spannend.
12/09/2023

Spannend.

Der schwerste orkanartige Sturm der jemals über den Wörthersee fegte und riesige Wellen verursachte ist auf einen Votivbild von 1754 ausführlich, schriftlich und bildlich, in der Schlosskapelle Maria Loretto dargestellt.

Hintergrundwissen zum Beben in Marokko.
09/09/2023

Hintergrundwissen zum Beben in Marokko.

Das katastrophale Erdbeben in Marokko (M6.8 ) hat bereits knapp 300 Todesopfer gefordert. Eine Zahl, die in den kommenden Tagen wohl noch deutlich ansteigen wird. Bevor wir hier wieder auf die aktuelle Situation schauen, zunächst ein Blick auf die Hintergründe dieses Erdbebens:

Wie bereits an früherer Stelle erwähnt ist es das mit Abstand stärkste Erdbeben auf dem marokkanischen Festland seit Aufzeichnungsbeginn. Marokko liegt im Einflussbereich der Kollisionszone der Europäischen und der Afrikanischen Platte. Wie die gesamte Mittelmeer-Region. Das Epizentrum lag im Atlas-Gebirge, welches einen der südlichsten Ausläufer dieser Kollisionszone darstellt. Wie in den Alpen oder vor der Küste Griechenlands wird hier die Erdkruste zusammengedrückt. Der Grund, warum dieses Gebirge überhaupt entstanden ist.

Im Vergleich zu den schnelleren Kollisionszonen direkt am Mittelmeer ist der Atlas im Zentrum Marokkos seismisch ruhiger. Man weiß, dass mit der Süd-Atlas-Störung eine aktive Erdbebenquelle vorhanden ist, u.a. "dank" der Erdbebenkatastrophe mit 12000 Toten (M5.9) in Agadir 1960.
Schon das Agadir-Erdbeben kam damals weitestgehend überraschend und stellte das bis dato stärkste bekannte Erdbeben in der Region dar. Auch aus historischer Zeit sind aus der Region südlich von Marrakesch keine Erdbebenkatastrophen überliefert. Anders im Norden Marokkos.

In dieser Grafik sind alle bekannten Erdbeben zwischen 1901 und 2010 verzeichnet. Man sieht, dass es im Atlas kleinere bis mittlere Erdbeben gab, dass das M5.9 in Agadir in seiner Größe aber schon heraussticht. Nun muss man sich noch ein M6.8 dazu denken. Das ist nun einer der seltenen Fälle, wo wir ein schweres Erdbeben haben, dass alle bekannten historischen Aufzeichnungen sprengt. Leider in einer dicht besiedelten und höchst vulnerablen Region, wie durch die Opferzahl langsam deutlich wird.

Das heißt nicht, dass für die Region Marrakesch zuvor solch große Erdbeben ausgeschlossen wurden. Geologische Indizien und entsprechende Forschung gab es. Nur fehlte eben dieses Beispiel, was auch für der Kommunikation der Erdbebengefährdung essentiell ist. Um das in Relation zu setzen: Die Erdbebengefährdung in der Atlas-Region ist basierend auf historischen Aufzeichnungen wohl vergleichbar mit der im Oberrheingraben. Viele Beben um M4, einzelne über M5. Mit dem (theoretischen) Wissen, dass auch M6 überschritten werden kann.

Um bei dem Vergleich zu bleiben: Das heutige Erdbeben in Marokko ist ähnlich zum Basel-Erdbeben 1356. Ein Jahrtausendereignis, von dem die Bevölkerung in Marokko aber nicht wusste, dass es möglich ist, weil das letzte derartige Beben bereits sehr lange zurück liegt. Leider braucht es in den meisten Fällen eben solche oft katastrophalen Ereignisse, um die Gefährdungssituation auch komplett erfassen zu können. Die Erdbebengefährdung in Marokko wird infolge dieser Katastrophe wohl nochmal genauer betrachtet werden.

In einer Studie aus dem Jahr 2017 (siehe unten) wurde die durchschnittliche Wiederholungsrate eines Erdbebens der Stärke 6 auf etwa 600 Jahre geschätzt. Magnitude 6.8, die Stärke des Erdbebens heute, wurde wegen der Seltenheit schon nicht mehr genauer erwähnt. Hochgerechnet wäre es eine Wiederkehrperiode von etwa 6000 Jahren. Heißt: Erdbeben wie heute treten in der Region von Marokko im Durchschnitt nur einmal alle 6000 Jahre auf

Grafik aus:
Cherkaoui, T. E., & El Hassani, A. (2012). Seismicity and Seismic hazard in Morocco. Bulletin de l’Institut Scientifique, Rabat, section Sciences de la Terre, 34, 45-55.
Schätzung aus:
Hamdache, M., Peláez, J. A., Kijko, A., & Smit, A. (2017). Energetic and spatial characterization of seismicity in the Algeria–Morocco region. Natural Hazards, 86, 273-293.

09/09/2023

Schweres Erdbeben mit Magnitude 6.9 im Zentrum von Marokko, etwa mittig zwischen Marrakech und Agadir. Spürbar bis weit nach Spanien und Portugal. Mit Abstand das stärkste Erdbeben in der Geschichte von Marokko (auf dem Festland). Viele Opfer zu befürchten.

Erdbebennews berechnet für dieses Erdbeben eine Maximalintensität von 9.1. Bis zu 20.4 Mio Menschen (im Kartenausschnitt) haben dieses Erdbeben gespürt. Davon leben 14.7 Mio Menschen in Regionen mit leichten oder mäßig starken Erschütterungen, wo keine nennenswerten Schäden zu erwarten sind. 5.4 Mio Menschen leben dort, wo Schäden an Gebäuden auftreten können, davon 227k in Gebieten mit möglichen schweren Schäden und Zerstörungen.

04/09/2023
Lesetipp.
02/09/2023

Lesetipp.

Habt ihr gewusst, dass der See früher viel größer war und sich bis nach Ebenthal erstreckt hat? Und dass die Universität Klagenfurt auf ehemaligem Seengebiet liegt? Der Wörthersee bildete sich als Überbleibsel des Draugletschers aus und war - wie Einbaumfunde belegen - in seiner Urform viel größer.

https://kaernten.orf.at/stories/3221756/

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