13/10/2026
Elke Krasny
Situierte Sorge: Architektur zwischen Gewalt, Souveränität und Solidarität
20.10., 19:00, Glashörsaal C, Hauptplatz 6
die architektur lädt ein!
Passend zum Jahresthema der Kunstuniversität, Concerning Care, freuen wir uns sehr auf den kommenden Vortrag von Elke Krasny zum Thema Situierte Sorge: Architektur zwischen Gewalt, Souveränität und Solidarität.
Architektur situiert: sie bestimmt Anordnungen, Verhältnisse und Beziehungen zwischen Körpern, Räumen, Materialien, Technologien, Infrastrukturen und Ökologien. Was bedeutet es, dies grundlegend durch die Perspektive von Care zu betrachten, um zu verstehen, wie Architektur Sorge situiert. Dennoch wurde Care historisch weder in den politischen und ökonomischen Ordnungen, die Architektur bestimmen, noch in der Architekturtheorie und ‑praxis als zentrale kritische Perspektive entwickelt.
Die Begriffe Sorgegewalt, Sorgesouveränität und Sorgesolidarität eröffnen drei Analyseperspektiven auf Architektur. Sie zeigen, wie Architektur Sorge instrumentalisieren, Gewalt hervorbringen und Herrschaft verfestigen kann – aber auch, wie sie Räume für Selbstbestimmung schaffen, Sorge aus Unterdrückung befreien und Solidarität ermöglichen kann. Care wird damit zum Ausgangspunkt für eine kritische Neubetrachtung dessen, was Architektur bewirkt, wen sie schützt, wen sie gefährdet und wie sie die Bedingungen von gemeinsamem Leben gestaltet.
Photo: Cajetan Perwein, 2025