Dr. Michael Spitzbart

Dr. Michael Spitzbart Arzt, Autor, Keynote-Speaker, Journalist (VDZV)

07/09/2026

Grundsätzlich wäre es am besten, wenn man alle wichtigen Nährstoffe durch die Nahrung aufnehmen könnte. Nur: der Alltag der meisten Menschen sieht meist anders aus. Dazu kommen industriell erzeugte Produkte, die kaum mehr Nährstoffe haben. Aus diesem Grund können Nahrungsmittel-Ergänzungen durch durchaus sinnvoll sein.

Ein Einwand, den ich oft höre: Ich möchte nicht so viel von außen zuführen, sonst verlernt mein Körper, das selber zu machen.

Denen sage ich immer: Da hast du völlig recht. Du musst mit dem Auto auch seltener zum Tanken fahren, sonst verlernt dein Auto, Benzin selbst zu machen.

Es gibt 22 Aminosäuren, das sind die Legobausteine, aus denen alles im Körper aufgebaut ist. Acht davon sind essenziell. Essenziell heißt: Der Körper kann sie nicht selber herstellen, wir müssen sie essen. Da kann nichts verlernt werden, weil der Körper es nie konnte. Es muss von außen rein, es geht nicht anders.

Und wenn dauerhaft zu wenig ankommt, merkt ihr das nicht sofort. Ihr merkt es später an der Leistung. Muskelmasse, Knochenmasse, Immunsystem und die Hormone für Antrieb und Stimmung werden alle aus Eiweißbausteinen gebaut.

Also merkt euch bitte: Gesamteiweiß bei jeder Blutuntersuchung mitmessen lassen und den oberen Normbereich anstreben. Im unteren Normbereich heißt es zwar auch normal, nur ist dann die Handbremse angezogen. Ein Einwand, den ich oft höre: Ich möchte nicht so viel von außen zuführen, sonst verlernt mein Körper, das selber zu machen.

Denen sage ich immer: Da hast du völlig recht. Du musst mit dem Auto auch seltener zum Tanken fahren, sonst verlernt dein Auto, Benzin selbst zu machen.

Es gibt 22 Aminosäuren, das sind die Legobausteine, aus denen alles im Körper aufgebaut ist. Acht davon sind essenziell. Essenziell heißt: Der Körper kann sie nicht selber herstellen, wir müssen sie essen. Da kann nichts verlernt werden, weil der Körper es nie konnte. Es muss von außen rein, es geht nicht anders.

Und wenn dauerhaft zu wenig ankommt, merkt ihr das nicht sofort. Ihr merkt es später an der Leistung. Muskelmasse, Knochenmasse, Immunsystem und die Hormone für Antrieb und Stimmung werden alle aus Eiweißbausteinen gebaut.

Also merkt euch bitte: Gesamteiweiß bei jeder Blutuntersuchung mitmessen lassen und den oberen Normbereich anstreben. Im unteren Normbereich heißt es zwar auch normal, nur ist dann die Handbremse angezogen.

07/09/2026

Ratten leben doppelt so lange, wenn man ihnen nur die Hälfte zu essen gibt.

Durch Fasten lässt sich die Lebenszeit wirklich deutlich verlängern und optimieren. Und es ist kein Zufall, dass es in jeder Religion eine Fastenzeit gibt. Das hat alles einen tieferen Sinn, auch wenn man ihn früher biochemisch noch nicht erklären konnte.

Ihr könnt einmal im Jahr fasten, für vier, sechs, acht Wochen. Ihr könnt auch täglich fasten, also intermittierendes Fasten betreiben. Auch das ist gut, und für die meisten im Alltag deutlich leichter durchzuhalten.

Einmal im Jahr empfehle ich zusätzlich vier bis sechs Wochen ketogene Ernährung.

Ketogen heißt: so wenig Kohlenhydrate, dass euer Körper umschaltet und seine Energie aus Fett gewinnt statt aus Zucker. Das ist fast wie Fasten, nur dass ihr dabei essen könnt.

Und hier liegt für mich der eigentliche Grund, warum ich das empfehle. Junge Krebszellen ernähren sich vom Zucker, sie ernähren sich von Kohlenhydraten. Wenn ihr richtig fastet, könnt ihr Krebszellen, die gerade im Entstehen sind, aushungern.

Zucker ist Futter für Krebszellen. So einfach ist dieser Satz, und so wenig kommt er in der normalen Ernährungsberatung vor.

Dazu kommt der zweite Effekt: der Körper bekommt einen Reset. Er räumt auf, er repariert, er beschäftigt sich mit sich selbst, statt ständig Nachschub zu verarbeiten.

Und noch etwas, das viele überrascht: Kohlenhydrate sind nicht essenziell. Euer Körper braucht sie nicht zwingend von außen. Eiweiß braucht er, Fettsäuren braucht er, Mineralstoffe und Spurenelemente braucht er. Kohlenhydrate nicht.

Wer eine schwere Erkrankung hat oder Medikamente nimmt, bespricht das vorher mit seinem Arzt. Für alle anderen ist es eine der wirksamsten Maßnahmen, die nichts kostet.

06/09/2026

Der Hautarzt kennt die ABC-Regel: anschauen, beschreiben, Cortison.

Cortison behandelt wie immer nur das Symptom, nicht die Ursache. Nimmst du es weg, kommen die Hauterscheinungen wieder. Beim Auto würdest du das nie machen. Da leuchtet am Brennerpass ein rotes Lämpchen auf, und niemand käme auf die Idee, sein Kaugummi rauszunehmen, draufzukleben und weiterzufahren. Beim Auto fährst du rechts raus und guckst, was die Ursache ist.

Dabei wäre bei der Haut einiges zu tun. Mit der Ernährung kann man gerade bei Hauterscheinungen ganz viel machen, man ahnt gar nicht, wie sehr die Ernährung da Einfluss nimmt. Und dann ist da wieder der Darm. Eine gesunde Darmflora, ein gutes Mikrobiom, wirkt bis in die Haut hinein.

Haut innen, Haut außen, das ist eine Wechselwirkung. Die Haut innen ist zum Beispiel die Darmschleimhaut, die Haut außen die Epidermis. Beide haben schon über die Keimblätter in der Embryologie eine Verbindung.

Wenn also die Haut außen schlecht ist, kümmere dich zuerst um die Haut innen. Und schau dann, wie sich das Hautbild außen verändert.

06/09/2026

Mammografie. Jede Frau ab 40 wird hingeschickt.

Ich bin kein Freund der Mammografie, und das hat aus meiner Sicht mehrere Gründe.

Erstens ist sie schmerzhaft. Zweitens hat sie eine hohe Strahlenbelastung. Drittens, und das ist der Punkt, über den kaum jemand spricht, hat sie eine sehr geringe Aussagekraft.

Man muss wissen: es müssen 2000 Frauen zehn Jahre lang regelmäßig zur Mammografie gehen, damit eine einzige davon einen Vorteil hat. Eine einzige.

Umgekehrt haben sehr viele Frauen einen Nachteil, weil viele Befunde falsch positiv sind. Das heißt, da ist irgendetwas zu sehen, man kann es nicht genau einstufen, und dann fängt die Maschine an zu laufen.

Und dabei muss nicht nur die Patientin abgesichert werden. Auch der Arzt möchte sich absichern. Also wird alles Mögliche gemacht: die Stanze, die Biopsie. Es geht immer weiter in der Diagnostik, bis dann vielleicht herauskommt: es war doch nichts.

Nur hat man die Frau bis dahin drei, vier, fünf Wochen in Angst und Schrecken versetzt. Und das ist für die Gesundheit natürlich auch nicht gut.

Was ich stattdessen empfehle: abtasten, Ultraschall, und im Bedarfsfall einen Kernspin. Doppelte Aussagekraft, und keine Strahlenbelastung.

Und damit hier kein Missverständnis entsteht: ich rede nicht gegen Untersuchungen. Ich rede gegen eine Untersuchung, deren Nutzen und Schaden in einem Verhältnis stehen, das man kennen sollte, bevor man sie über Jahrzehnte hinnimmt.

Früherkennung ist außerdem nicht dasselbe wie Prävention. Früherkennung sucht nach etwas, das schon da ist. Prävention sorgt dafür, dass es gar nicht erst entsteht.

Besprecht das mit eurem Arzt. Aber geht mit der Frage hinein, nicht mit dem Termin.

05/09/2026

Angenommen, euer Kind ernährt sich grottenschlecht und will nur Pommes. Dann soll das Kind Pommes bekommen. Morgens vor der Schule Pommes, in der Schule kalte Pommes in der Tupperware, mittags Pommes, nachmittags der Zuruf, ob es seine Pommes schon gegessen hat, und zum Abendessen wieder Pommes.

Wenn ihr das 14 Tage durchhaltet, das Kind überlebt das, dann sagt es irgendwann von sich aus: Papa, Mama, bitte gib mir einen Apfel. Es will das von sich aus haben. Das ist die somatische Intelligenz, und sie meldet sich fast immer zurück.

Der Grund ist einfach: Je mehr Druck man macht, desto mehr Gegendruck kommt. Wer seinen Kindern McDonald's streng verbietet, macht es damit erst richtig interessant. Ich kenne das aus dem eigenen Elternhaus. Meine Eltern waren Zahnärzte, und meine Mutter hat beim Wort Schokolade fast einen epileptischen Anfall bekommen. Mitgebrachte Schokolade wurde konfisziert, auf Nimmerwiedersehen. Und wenn dann doch einmal welche unbeaufsichtigt herumlag, wurde sie ohne Sinn und Verstand verklappt.

Bei mir hat das Prinzip übrigens genau einmal nicht funktioniert. Bei meiner Frau, beim Schuhekaufen.

03/09/2026

„Vitamin C macht Nierensteine.“ Diesen Satz bekommt man von Medizinern wie aus der Pistole geschossen.

Wenn das stimmen würde, wäre meine Praxis das Epizentrum für Nierensteine gewesen.

Denn ich habe meinen Patienten über Jahrzehnte hohe Dosen Vitamin C in die Infusion gegeben. Und ich selbst habe mir mehr davon gegönnt, als ich zusammenrechnen kann. Nierensteine habe ich keine.

Trotzdem sitzt dieser Satz in den Köpfen fest einzementiert. Ich hatte einmal einen Bekannten im Krankenhaus, nicht schwer krank, nur isoliert. Ich habe ihm statt Blumen ein paar Flaschen Ascorbinsäure mitgebracht und die Kollegen gebeten, sie anzuhängen. Die haben die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen. Auf gar keinen Fall, da bekommt er ja Nierensteine.

Diese Kollegen sprechen wie ein Blinder von der Farbe. Sie haben nie damit gearbeitet, nie damit behandelt, nie beobachtet, was passiert. Sie wissen nur angeblich, wie schädlich es ist.

Und das ist mein eigentlicher Punkt. Es ist doch seltsam, dass ausgerechnet die lebensnotwendigen Stoffe in den Köpfen vieler Mediziner negativ besetzt sind. Beim Vitamin D dasselbe. Beim Eiweiß heißt es auch, das mache die Nieren kaputt. Ein Irrglaube, der sich hartnäckig hält.

Dabei geht es bei den Dosierungen um zwei völlig verschiedene Dinge. Ein paar hundert Milligramm reichen, um nicht an Skorbut zu erkranken. Das stimmt. Aber wer die antioxidative Wirkung haben will, muss deutlich höher gehen. Wer Mangel vermeiden will, braucht wenig. Wer Wirkung will, braucht mehr.

Das Wirklich-Lebensnotwendige ist der blinde Fleck im Auge der Medizin. Im Studium lernt man tausend Krankheiten, aber leider keine einzige Gesundheit.

02/09/2026

Es gibt einen Test für euren Serotoninspiegel, für den ihr kein Labor braucht. Ihr macht ihn heute Abend im Bett.

Kurz vor dem Einschlafen einmal hineinhorchen in den inneren Dialog. In welche Richtung läuft er? Wer unter der Bettdecke liegt und denkt: Jawoll, das war mein Tag, der hat höchstwahrscheinlich einen hohen Serotoninspiegel. Wer dagegen mit Gott und der Welt rechtet, über verschüttete Milch nachdenkt und überlegt, was noch alles hätte passieren können, der hat höchstwahrscheinlich einen optimierbaren Serotoninspiegel.

Wenn jemand sehr lange wenig Serotonin hat, nennt man diese Menschen depressiv. Und was bekommen sie? Antidepressiva, selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer. Das wenige Serotonin, das noch da ist, soll länger an der Synapse wirken. Gemessen wird vorher so gut wie nie.

Das ist das alte Muster: Symptom behandeln statt Ursache. Serotonin entsteht aus dem Eiweißbaustein Tryptophan, der limitierenden Aminosäure. Wer davon zu wenig hat, kann biochemisch gar nicht genug Serotonin bilden. Das habe ich nicht erfunden, das steht in jedem Lehrbuch.

Also horcht heute Abend einmal hinein. Und wenn euch das Ergebnis nicht gefällt, lasst beim nächsten Blutbild das Gesamteiweiß mitmessen. Es gehört nicht zur Routine, ihr müsst es ausdrücklich ansagen.

Ganz Deutschland spricht über eine Kinderärztin, die dem Kanzler widersprochen hat. Ich sage es gleich zu Beginn: In der...
01/09/2026

Ganz Deutschland spricht über eine Kinderärztin, die dem Kanzler widersprochen hat. Ich sage es gleich zu Beginn: In der Sache hat sie meine volle Unterstützung. Die Kindermedizin ist seit Jahrzehnten kaputtgespart worden, die Zahlen sind eindeutig. Dass jemand das dem Kanzler ins Gesicht sagt, finde ich gut.

Und noch etwas vorweg. Sie bekommt gerade viel Hass ab. Das darf nicht sein, egal wie man zu ihren Positionen steht. Kritik muss Niveau haben, sonst ist es keine Kritik, sondern nur Lärm.

Trotzdem sind mir ein paar Dinge aufgefallen, über die ich reden möchte. Das Wort Nutznießer, das der Kanzler ihr an den Kopf geworfen hat. Ich benutze es seit Jahren, meine damit aber die, die bei den Leitlinien mit am Tisch sitzen. Die Impfquote, an der seit Januar die hausärztliche Vorhaltepauschale hängt und über die in der ganzen Spardebatte niemand spricht. Die Frage, wer eigentlich entscheidet, was Falschinformation ist. Die Termine: Demonstration am fünften September, Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am sechsten. Und dass wir darüber streiten, wer weniger bekommt, statt darüber, wofür das Geld überhaupt ausgegeben wird. Vier Euro hat euer Hausarzt pro Quartal für Laborwerte. Für Medikamente danach ist es nach oben offen.

Beim Impfen liegen die Kollegin und ich weit auseinander. Das darf so sein. Man kann in einer Sache zustimmen und eine andere völlig anders sehen. Genau das wünsche ich mir wieder für unsere Gesellschaft: dass man verschiedene Meinungen haben und sich trotzdem für eine gute Sache einsetzen kann. Es gibt nicht nur Schwarz und Weiß. Und am Ende kann man zusammenhelfen, ohne überall einer Meinung zu sein.

Mein Rat bleibt derselbe: Schaut hin, aber urteilt nicht am ersten Tag. Nachrichten höchstens einmal täglich. Und wenn ein ganzes Land innerhalb weniger Tage dieselbe Meinung hat, schaut zweimal hin.

Die ganze „Einordnung“ in den Slides.

30/08/2026

Zuckersteuer: Wer soll hier eigentlich gesünder werden?
Ich habe nichts dagegen, Steuern zu zahlen. Zwei Dinge müssen aber stimmen: die Höhe und die Verwendung. Bei dieser Steuer stimmt beides nicht.

Im Entwurf des Finanzministeriums stand tatsächlich, dass auch Getränke ohne Zucker besteuert werden sollen. In einer Zuckersteuer. Nach zwei Tagen wurde das zurückgenommen. Aber jemand hat es aufgeschrieben, und das sagt alles.

Reiner Fruchtsaft dagegen bleibt steuerfrei. Wird er mit Wasser zur Schorle verdünnt, kann er unter die Steuer fallen. Wer verdünnt, zahlt. Wer pur trinkt, zahlt nicht. Dabei ist gerade Fruchtzucker für die Leber kein harmloses Thema.

Ein Blick nach Großbritannien: Dort gibt es die Steuer seit 2018. Der Zuckergehalt in Softdrinks ist um rund ein Drittel gesunken. Ein Rückgang von Übergewicht ließ sich aber nur bei Mädchen zwischen zehn und elf Jahren zeigen. Bei Jungen nichts. Bei Erwachsenen nichts.

Dänemark hat seine Fettsteuer nach einem Jahr wieder abgeschafft. Norwegen seine Abgabe 2021 ebenfalls.

Und der aufschlussreichste Befund aus Dänemark: Menschen mit guter Selbstkontrolle senkten ihren Konsum um neunzehn Prozent. Menschen mit schwacher Selbstkontrolle nur um vier. Wer ein Problem hat, reagiert kaum. Bezahlen tun beide.

Die Zweckbindung für Prävention ist übrigens gestrichen. Das Geld landet im allgemeinen Haushalt und gleicht eine Kürzung aus, die der Bund selbst beschlossen hat.

Was wirklich helfen würde: Ernährung als Schulfach, verbindliche Standards in Schulkantinen, Grenzen für Kinderwerbung, günstigere unverarbeitete Lebensmittel. Alles das kostet Geld oder legt sich mit der Industrie an. Die Steuer bringt Geld und legt sich mit niemandem an.

Wartet nicht auf ein Gesetz. Kein Finanzminister macht euch gesünder. Schaut euch an, wo überall Zucker steckt: im Joghurt, im Müsli, im Brot, in der Fertigsoße. Dort liegt euer Hebel.

Werdet euer eigener Arzt.

28/08/2026

Blutdrucksenker gehören zu den am häufigsten verordneten Medikamenten überhaupt. Sie werden verschrieben wie Smarties. In meinen Augen oft unnötig und manchmal sogar schädlich.

Das Muster dahinter ist immer dasselbe. Die Fachgesellschaften senken die Grenzwerte, meist auf Druck der Pharmaindustrie, und über Nacht werden Millionen Menschen zu Patienten. An ihrem Körper hat sich nichts verändert. Nur die Zahl auf dem Papier.

Und dann versucht man, älteren Menschen einen Blutdruck hinzuzaubern wie bei einem jungen Mädchen. Die Folge sehe ich seit Jahrzehnten in der Praxis: Die Leute werden müde und schlapp. Sie haben einen tollen Blutdruck und eine schlechte Lebensqualität.

Ich gehe deshalb einen anderen Weg. Bei meinen Patienten arbeite ich mit der Aminosäure Arginin.

Arginin zerfällt im Körper zu Stickoxid. Dadurch weiten sich die Gefäße, und wenn die Gefäße aufgehen, sinkt der Druck. Für genau diese Erkenntnis gab es 1998 den Nobelpreis für Medizin. Es ist der stärkste Blutdrucksenker, den es gibt.

Und trotzdem hat es sich in der Hochdruckbehandlung bis heute nicht herumgesprochen. Der Grund ist simpel: Arginin ist ein natürlicher Stoff, und den kann man nicht patentieren. Auf einen Betablocker bekommt man ein R gedruckt, auf eine Aminosäure nicht.

Dazu kommt ein zweiter Effekt. Arginin baut auch das Stresshormon Cortisol ab. Und weil sehr viele Menschen einen stressbedingt erhöhten Blutdruck haben, schlägt man damit zwei Fliegen mit einer Klappe. Man behandelt nicht nur den Wert, sondern die Ursache dahinter.

Wichtig, und das sage ich ausdrücklich: Bitte setzt eure Medikamente nicht eigenmächtig ab. Besprecht das mit einem Arzt, dem ihr vertraut, und messt in dieser Zeit engmaschig, am besten morgens vor dem Aufstehen.

Es geht mir nicht darum, jedes Medikament zu verteufeln. Es geht darum, dass man in vielen Fällen eine natürliche Alternative hat. Man muss nur davon wissen.

Adresse

Nößlthal 12
Pöndorf
4891

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