31/07/2026
Wie nehmen ältere Menschen den Klimawandel und Extremwetter wahr?
Ältere Menschen sind nicht nur gesundheitlich stark von Hitzewellen betroffen. Sie sind aufgrund ihres Alters wichtige Zeug*innen für den Klimawandel. Sie können seit ihrer Kindheit Extremwetterereignissen beobachten.
Eine aktuelle Studie der Karl Landsteiner Privatuniversität Krems und der USTP – University of Applied Sciences St. Pölten untersuchte, wie Menschen ab 50 Jahren diese Veränderungen wahrnehmen und von welchen Faktoren dies abhängt.
🔎 Die Ergebnisse zeigen, dass insbesondere Umweltbewusstsein, Wohnort, Bildungsniveau und finanzielle Situation die Wahrnehmung von Hitze, Dürre, Starkregen oder Überschwemmungen beeinflussen. So berichten Menschen in Großstädten häufiger von einer stärkeren Zunahme von Hitzewellen als Personen in ländlichen Regionen.
💬 „Unsere Ergebnisse zeigen, dass die Wahrnehmung von Extremwetterereignissen stark von Umweltbewusstsein, Lebensumfeld und sozioökonomischen Faktoren geprägt ist“, so Jasmin Riederer von der KL Krems.
Die Studie unterstreicht, dass ältere Menschen nicht nur besonders von den Folgen des Klimawandels betroffen sind, sondern auch wertvolle Erfahrungen und Perspektiven für Anpassungsstrategien einbringen können.
💬 Lukas Richter von der USTP: „Diese Unterschiede zeigen, warum Klimakommunikation nicht nach einem Einheitsschema erfolgen kann.“
👉 Mehr zur Studie: https://www.ustp.at/de/stories/news/wie-aeltere-menschen-hitzewellen-wahrnehmen
📄 Originalpublikation: https://www.frontiersin.org/journals/psychology/articles/10.3389/fpsyg.2026.1794515/full
Fotocredits: Lukas Richter und KL / Michael Parak