25/11/2025
Körperliche und sexualisierte Gewalt trifft jede dritte Frau in Österreich. Trotzdem lässt unser Sexualstrafrecht Betroffene noch immer im Stich. Viel zu oft wird gefragt, was das Opfer getan hat und nicht, was der Täter getan hat. Damit muss Schluss sein.
Wir fordern klar und unmissverständlich: Nur JA heißt JA.
Ein modernes Sexualstrafrecht braucht eine eindeutige Definition von Einvernehmlichkeit. Mit einem Zustimmungsprinzip würde künftig geprüft, ob eine klare Zustimmung gegeben wurde. Das wäre ein längst überfälliger Wandel: Die Verantwortung gehört dorthin, wo sie hingehört, zu den Tätern.
Wien zeigt seit Jahren, dass konsequenter Schutz möglich ist: mit dem 24-Stunden-Frauennotruf, fünf Frauenhäusern und wirkungsvoller Präventions- und Täterarbeit. Auf Bundesebene wurden mit dem Nationalen Aktionsplan gegen Gewalt an Frauen und dem Dick-Pic-Paragraph wichtige Schritte gesetzt, aber es braucht mehr.
Gemeinsam kämpfen wir für ein Leben frei von Gewalt.
Jede dritte Frau ist von körperlicher oder sexualisierter Gewalt betroffen und unser Sexualstrafrecht schützt Betroffene noch immer zu wenig. Statt die Täter in den Fokus zu rücken, wird das Verhalten des Opfers hinterfragt. Das muss sich ändern!
Wir sagen ganz klar: Nur JA heißt ja. Wir fordern eine Änderung des Sexualstrafrechts. Es braucht eine klare Definition von einvernehmlicher Sexualität. Mit dem Zustimmungsprinzip "Nur ja heißt ja" müsste das Gericht zukünftig überprüfen, ob eine Zustimmung des Opfers vorlag und nicht mehr, ob laut genug „nein“ gesagt wurde. „Nur Ja heißt Ja“ bedeutet einen Paradigmenwechsel. Die Scham würde die Seite wechseln. Nicht die Opfer sollen sich rechtfertigen, sondern die Angeklagten.
Wien ist mit Maßnahmen wie dem 24-Stunden-Frauennotruf, fünf Frauenhäusern und gezielter Täter- sowie Präventionsarbeit seit vielen Jahren Vorreiterin in Sachen Gewaltschutz. Auch auf Bundesebene wurden in den letzten Monaten mit dem Nationalen Aktionsplan gegen Gewalt an Frauen und dem Dick-Pic-Paragraph wichtige gewaltschutzpolitische Maßnahmen umgesetzt.
Gehen wir gemeinsam voran: Für ein Leben ohne Gewalt.