07/06/2021
🔥 𝟔𝟎 𝐉𝐚𝐡𝐫𝐞 𝐅𝐞𝐮𝐞𝐫𝐧𝐚𝐜𝐡𝐭 – 𝐖𝐢𝐫 𝐬𝐚𝐠𝐞𝐧 𝐃𝐀𝐍𝐊𝐄!
„In dieser Stunde erheben sich die treusten Söhne unserer Heimat gegen die Gewalt und schreiten schweren Herzens – so wie Anno 1809 – zur Tat. Nicht der Haß gegenüber Menschen einer anderen Sprache leitet uns: Unsere Erhebung ist Notwehr gegen einen Staat, der uns unseres Volkstums wegen verfolgt und uns geistig und physisch vernichten will.“
So stand es sehr treffend auf einem Flugblatt der Süd-Tiroler Freiheitskämpfer zur sogenannten Feuernacht. 60 Jahre ist es nun her, als in der Nacht vom 11. auf den 12. Juni 1961 im ganzen Land fast 40 Strommasten – Symbole für die Unterdrückung und Ausbeutung Süd-Tirols – in einer Nacht gesprengt wurden.
Rückblick: Auch wenn der Faschismus endete, blieb die faschistische Politik nach 1945 in Süd-Tirol! Repression und Schikane waren an der Tagesordnung und das erste Autonomiestatut war nicht geeignet, um die Süd-Tiroler zu schützen. Das Land sollte mit einem massiven Zuzug von Menschen aus Italien majorisiert werden. Tausende junge Süd-Tiroler mussten gleichzeitig die Heimat verlassen, da sie keine Arbeit fanden und keine Perspektive hatten. Öffentliche Stellen und Wohnungen waren den Italienern vorbehalten. Traditionen und Gebräuche waren verboten – ebenso wie die Tiroler Fahne und die Bezeichnung „Südtirol“. Es war – nach der prägnanten Formel von Kanonikus Michael Gamper – ein Todesmarsch! Nachdem Jahre des Verhandelns zu keiner Verbesserung der Situation führten, schlugen die Mitglieder des „Befreiungsausschuss Südtirol“ (BAS) den Weg der Anschläge ein, um die Welt auf das Unrecht im Herzen Europas aufmerksam zu machen.
Die Freiheitskämpfer zahlten einen hohen Preis für ihren Einsatz: brutale Folterungen durch die Carabinieri, viele Jahre Haft und einige Tote waren zu beklagen.
Auch wenn die Freiheitskämpfer für die Freiheit Süd-Tirols eintraten, so war die Feuernacht doch ein Fanal. Sie hat dazu beigetragen, Süd-Tirol zu dem zu machen, was es heute ist!
Daran erinnern wir. Und dafür sagen wir aus tiefstem Herzen Danke!