Lutherische Stadtkirche Wien

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Lutherische Stadtkirche Wien Evangelisches Leben im Zentrum Wiens. Gottesdienste für Groß und Klein, Möglichkeit zum Innehalten, zum Gestalten und zur Gemeinschaft.

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Wir freuen uns SEHR über 34 neue Konfis! 1. Etappe: Kirchenschlaf ist geschafft - alle haben zumindest ein bisschen gesc...
18/10/2026

Wir freuen uns SEHR über 34 neue Konfis! 1. Etappe: Kirchenschlaf ist geschafft - alle haben zumindest ein bisschen geschlafen und in der Augustinerkirche Wien lautstark Karaoke gesungen. Hier unser Konfi-Gottesdienst zum Thema "Doobie Scout Canoo"

Liebe Konfis, liebe Eltern, liebe Gemeinde,
Doobie Scoot Canoe.
Kennt ihr?
Wenn nicht, dann habt ihr diesen Sommer offenbar weniger Zeit auf TikTok verbracht als viele andere Menschen.
Doobie Scoot Canuuu –heißt eigentlich Du bist gut genug.
Vier deutsche Wörter, die diesen Sommer um die Welt gegangen sind.
KitschKrieg, Blumengarten und Shirin David haben daraus einen Song gemacht – und irgendwann haben Menschen, die kein Deutsch können, angefangen mitzusingen.
Nur haben sie etwas anderes verstanden.
Aus „Du bist gut genug“ wurde eben:
„Doobie Scoot Canoe.“
Das ist natürlich Quatsch, aber offenbar ziemlich guter Quatsch.
Millionen Menschen haben mitgemacht. Videos gedreht, eigene Versionen erfunden und mitgesungen.
So etwas nennt man übrigens einen Mondegreen: Man hört etwas falsch – und plötzlich entsteht im Kopf ein ganz neuer Satz.
Das passiert ständig. Sicher habt ihr da eigene Erfahrungen. Ich weiß noch – bei den Eurythmics habe ich immer gehört: „Sweet dreams are made of cheese.“ statt „Sweet dreams are made of this“.
Auch in der Kirche passiert so etwas.
Mit haben schon Menschen erzählt, dass sie als Kinder bei „Stille Nacht“ immer verstanden haben:
„Gottes Sohn, Owi lacht.“
Und sich jahrelang gefragt haben, wer dieser Owi eigentlich ist.
Oder beim Vaterunser:
„Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsere Schulden gern.“
Ja, das wäre praktisch. Manchmal hört unser Gehirn einfach, was es hören will.
Aber bei diesem Sommerhit ist das eigentlich schade.
„Doobie Scoot Canoe.“ Klingt zwar süß, aber deutlich besser ist doch:
„Du bist gut genug.“
Das ist ein ganz wichtiger Satz, den man eigentlich viel zu selten hört. Wann hat euch das zuletzt jemand gesagt?
Nicht:
Da geht noch was.
Nicht:
Wenn du dich ein bisschen mehr anstrengst, könntest du das besser
Sondern einfach:
Du bist gut genug.
Stellt euch einen ganz normalen Montag vor.
Ihr bekommt eine Schularbeit zurück.
Eine drei.
Und ihr wisst schon, bevor ihr zu Hause seid, wie das Gespräch ungefähr laufen wird. Ach Felix, oder Ronja oder Klara oder Oliver - „Was ist denn da passiert? Du kannst das doch eigentlich.“
Und ihr hört nur:
Das hätte besser sein müssen. Du hättest besser sein müssen.
Oder stell dir vor, es geht um die Mannschaftsaufstellung für das Turnier am Wochenende – deine Freunde werden aufgestellt, aber du nicht. Ja, es ist keine Katastrophe, aber es piekst. Es tut weh. Und schon ist sie da, diese Frage:
Bin ich eigentlich gut genug?
Und, liebe Eltern, liebe Gemeinde: wir Erwachsenen brauchen uns jetzt gar nicht entspannt zurücklehnen und denken:
Ja, die armen Jugendlichen heute. Schule, Leistungsdruck, Social Media …
Als hätten wir dieses Problem nicht.
Denn es reicht manchmal schon ein Gespräch mit anderen Eltern und unser Selbstvertrauen ist am Boden. Wenn andere erzählen:
„Unsere Tochter jobbt neben der Schule, verdient ihr eigenes Geld und macht ab Jänner ein Auslandssemester.“ Oder:
„Unser Sohn weiß schon ganz genau, was er später machen will.“
Und man selbst denkt:
Super. Meine Tochter gibt all ihr Geld beim Bipa aus und mein Sohn weiß heute nicht einmal, wo seine Trinkflasche ist.
Und schon geht es los und wir fragen uns:
Machen wir eigentlich genug?
Fördern wir genug?
Sind wir zu streng? Zu locker?
Hätten wir früher merken müssen, dass …?
Und während wir noch überlegen, ob wir als Eltern alles richtig machen, gibt es ja auch noch den Rest unseres Lebens.
Die Arbeit. Beziehungen. Die eigenen Eltern, die älter werden. Menschen, um die wir uns kümmern wollen und für die dann doch wieder zu wenig Zeit bleibt. Und über allem steht die große Frage: Reiche ich eigentlich? Bin ich gut genug?
Diese Frage hört nicht mit vierzehn Jahren auf. Sie verändert nur ihre Form.
Und deshalb ist dieser Satz überhaupt nicht so banal, wie dieser Ticktock song :
Du bist gut genug.
Das ist ein Satz, der in die Kirche gehört.
Nicht weil wir hier naiv sind oder uns gegenseitig einreden wollen: Du bist super. Alles an dir ist toll. Glaub einfach an dich.
Das wäre mir zu billig. Denn natürlich ist nicht alles gut, was wir tun.
Wir machen Fehler. Wir verletzen Menschen. Wir trauen uns Dinge nicht zu und halten uns klein.
Du bist gut genug heißt nicht: Alles, was du tust, ist gut.
Du bist gut genug heißt: Da ist jemand, der an dich glaubt, bevor du selbst es kannst. Gott glaubt an dich.
Gott traut uns etwas zu. Er hat uns erwählt, nicht wir ihn.
Liebe Gemeinde, liebe Konfis – wir haben uns am Donnerstag gefragt, was es heißt: evangelisch zu sein. Und ich sage: genau das! Luthers damals bahnbrechende Erkenntnis war die Tatsache, dass wir gut genug sind!
Dass Gott uns ins Leben gestellt hat, ohne, dass wir etwas geleistet haben. Dass er uns liebt – Mannschaftsaufstellung, Noten, Leistung hin oder her.
Es wäre lächerlich, anmaßend zu glauben, dass wir etwas beitragen könnten, um Gott zu beeindrucken.
Genau so hat Gott auch seinen eigenen Sohn behandelt.- wir haben es vorhin bei der Geschichte von der Taufe gehört.
Da kommt Jesus zu Johannes, um sich im Jordan taufen zu lassen. Er steigt ins Wasser. Johannes tauft ihn. Jesus kommt wieder heraus.
Und dann öffnet sich der Himmel.
Gottes Geist kommt auf ihn herab.
Und eine Stimme sagt:
„Du bist mein geliebter Sohn. An dir habe ich Freude.“
Jesus hatte zu diesem Zeitpunkt noch nichts besonders Großartiges geleistet. Er steht ganz am Anfang seiner Tätigkeit als Wanderprediger.
Er hat noch keine große Predigt gehalten. Noch keinen Menschen geheilt.
Noch nichts von dem getan, wofür ihn später alle kennen werden.
Und vorher kommt diese Zusage:
An dir habe ich Wohlgefallen.
Nicht:
Zeig erst einmal, was du kannst.
Nicht:
Wenn du deine Sache gut erledigst, reden wir noch einmal.
Sondern zuerst:
Du bist geliebt. Du bist genug.
Und dann beginnt Jesus seinen Weg.
Diese Reihenfolge ist entscheidend!
Denn wir machen es oft andersherum.
Erst zeigen, was man kann. Dann gibt es Anerkennung.
Erst die Leistung. Dann das Lob.
Erst beweisen, dass man dazugehört.
Das Evangelium dreht die Reihenfolge um:
Du musst dir deinen Wert nicht erarbeiten.
Du hast ihn schon.
Und dann kannst du losgehen.
Kannst lernen. Dich verändern. Etwas wagen. Auch einmal scheitern und neu anfangen.
Nicht, damit du endlich genug wirst.
Sondern weil du längst jemand bist.
Und das gilt mit vierzehn genauso wie mit vierzig oder siebzig.
Auch deshalb finde ich es schön, dass wir heute hier gemeinsam sitzen: Konfis, Eltern, Familien, Gemeinde.
Denn jeder von uns kennt die Frage: Bin ich genug! Keiner kommt irgendwann an den Punkt und denkt: So. Jetzt bin ich vollkommen. Vollkommen mit mir im Reinen. Jetzt brauche ich keine Anerkennung mehr. Jetzt vergleiche ich mich nie wieder.
Wir alle brauchen Menschen, die uns ansehen und uns zutrauen, dass etwas in uns steckt.
Und wir brauchen Orte, an denen nicht ständig bewertet wird.
So ein Ort soll die Kirche sein. Ihr müsst hier nichts leisten, um dazuzugehören. Ihr müsst auch nicht schon wissen, ob ihr an Gott glaubt und wie. Ihr dürft in diesem Jahr fragen, zweifeln, ausprobieren, widersprechen.
Und wir werden euch von einem Gott erzählen, der nicht am Ende mit einer Leistungsbeurteilung und einem Zeugnis dasteht.
Sondern der am Anfang stand und meinte: Du bist mein geliebtes Kind.
Du bist gut genug.
Und jetzt finde selbst heraus was in dir steckt, wofür du deine Kraft einsetzen willst, welcher Mensch du sein möchtest.
Genau dafür habt ihr jetzt auch dieses Konfijahr vor euch.
Nicht damit am Ende 34 perfekte kleine Protestantinnen und Protestanten herauskommen.
Sondern damit ihr euch auf den Weg macht. Mit euren Fragen. Mit euren Stärken und mit den Dingen, die euch an euch selbst manchmal ziemlich nerven.
Und über diesem Weg steht nicht die Frage:
Bist du gut genug?
Sondern die Zusage: Du bist gut genug.
Doobie scout canou
Amen.

Sonntagsgrußder Lutherischen Stadtkirche WienVorstellungsgottesdi...

Mit großer Trauer nehmen wir Abschied von Inge Troch am Mittwoch, 21. Oktober um 14 Uhr in der Lutherischen Stadtkirche ...
06/10/2026

Mit großer Trauer nehmen wir Abschied von Inge Troch am Mittwoch, 21. Oktober um 14 Uhr in der Lutherischen Stadtkirche Wien, Dorotheergasse 18. Ihr scharfer Verstand, ihr wacher Geist, ihre Verlässlichkeit und Herzlichkeit werden uns fehlen

25/09/2026

PREDIGT im Ökumenischen Gottesdienst in der Augustinerkirche am Mittwoch, 23. September 2026, von Pfarrerin Julia Schnizlein (evang.-luth. Stadtkirche) im Wortlaut:

»Wie viel Glaube darf sein?« Predigt zu Apostelgeschichte 10

Liebe Schwestern und Brüder, liebe Gemeinde!
Für mich ist es bis heute etwas Besonderes, hier in der Augustinerkirche zu stehen, in der ehemaligen Hofkirche der Habsburger. Als evangelische Pfarrerin. Denn dass ich zu Ihnen predigen darf, ist ja nicht selbstverständlich. Nicht nur, weil ich eine Frau bin, sondern weil ich evangelisch bin.

In wenigen Wochen, am 13. Oktober, jährt sich zum 245. Mal das sogenannte Toleranzpatent Kaiser Josephs II. Ja – für uns Evangelische war das was ganz Großes. Nach 200 Jahren Unterdrückung und Verfolgung waren Protestant/innen in Österreich wieder geduldet, durften Gemeinden bilden, Gottesdienste feiern, Bethäuser errichten. Den Protestant/innen wurde erlaubt, auch offiziell – wenn auch nicht öffentlich – zu glauben. Und dafür ist man im evangelischen Österreich bis heute dankbar. Nicht umsonst hängt in unserer Kirche nebenan eine Danktafel an Kaiser Josef II., einen weltlichen Herrscher.

Trotzdem bleibt hier ein Unbehagen, denn wer darf eigentlich wem erlauben, zu glauben? Wer entscheidet, wie viel Glaube sein darf? Wie sichtbar er sein darf? Und wie viel Verschiedenheit eine Gesellschaft aushält? – Mehr als zweihundert Jahre lang war die Antwort in diesem Land eindeutig: Evangelischer Glaube gehört nicht zu Österreich! Und auch nach dem Toleranzpatent sollte er möglichst unsichtbar sein: kein Kirchturm, keine Glocken, möglichst nichts, was nach außen sagte: Wir sind auch da.

Und heute stehe ich hier: eine evangelische Pfarrerin im Altarraum der ehemaligen kaiserlichen Hofkirche. Und wir feiern miteinander Gottesdienst. Katholische und evangelische Christinnen und Christen. Und das Schöne daran ist: Wir müssen dafür nicht gleich werden. Ich bin heute nicht weniger evangelisch, weil ich hier predige, und Sie werden nicht weniger katholisch, weil Sie mir zuhören. Im Gegenteil: Ich finde, wir dürfen ruhig wissen, woher wir kommen, was uns geprägt hat, was uns wichtig ist, auch was uns unterscheidet. Ökumene heißt ja nicht: Am Ende sind wir alle irgendwie dasselbe. Wir haben gelernt – manchmal mühsam und schmerzhaft –, dass der Glaube des anderen meinem Glauben nichts wegnimmt, dass Verschiedenheit keine Bedrohung sein muss, dass wir Brüder und Schwestern im Herrn sind, auch wenn wir uns äußerlich unterscheiden. Und das ist eine große Errungenschaft, eine Einsicht, für die ich unglaublich dankbar bin.

Aber, liebe Gemeinde, mit katholisch und evangelisch ist die Frage – wie viel Glaube sein darf - heute ja längst nicht zu Ende. Wir leben in einer Stadt, in der Menschen ganz unterschiedlich glauben und leben. Christinnen und Christen, Jüdinnen und Juden, Musliminnen und Muslime, Menschen anderer Religionen – und viele, die mit Religion wenig oder gar nichts anfangen können. Und da ist sie wieder, diese Frage: Wie viel Verschiedenheit halten wir aus? Wie viel Kreuz? Wie viel Kippa? Wie viel Kopftuch? Wie viel Überzeugung, die nicht meine ist? Wie viel öffentlicher Glaube darf sein?

Ich denke, wir sind uns einig, dass die Grenzen öffentlichen Glaubens dort sind, wo die Freiheit anderer verletzt wird. Wo Religion dazu benutzt wird, Menschen abzuwerten, ihnen ihre Würde oder ihre Gleichwürdigkeit abzusprechen. Wenn das passiert, kann die Antwort nicht lauten: Das müssen wir eben tolerieren. Nein. Aber wie können wir mit Unterschiedlichkeit leben und uns dabei selbst treu bleiben? Was können wir hier von Josef II. lernen? Oder aber von Petrus?

Dazu werfen wir einen Blick auf den Predigttext aus der Apostelgeschichte (Apg 10). Ich möchte ihn nicht vorlesen, sondern ihn sinngemäß erzählen: Da ist also Petrus, der Apostel. Er weiß, wo er hingehört. Er kennt seine jüdische Tradition. Er nimmt seinen Glauben ernst. Und genau dieser Petrus sitzt eines Tages in Joppe auf einem Hausdach und betet. Er wird hungrig. Während unten das Essen zubereitet wird, hat er eine Vision. Er sieht den Himmel offen. Ein großes Tuch kommt herab, darin Tiere, die er nach den Speisegeboten seiner Tradition nicht essen darf. Also Schwein oder Muscheln und Garnelen... Und eine Stimme sagt: "Steh auf, Petrus, schlachte und iss!" Und Petrus? Der sagt: "O nein, Herr, auf keinen Fall!" Petrus widerspricht hier also Gott, weil er sein Leben lang gelernt hat: Das tut man nicht! Das ist unrein! Und die Stimme antwortet: "Was Gott rein gemacht hat, das nenne du nicht unrein." Dreimal geschieht das. Und danach ist Petrus keineswegs erleuchtet. Die Apostelgeschichte erzählt: Er ist ratlos. – Auch das gefällt mir. Veränderung beginnt nicht immer mit einem "Aha!", mit einer großen Erkenntnis – Veränderung beginnt manchmal mit einem Riss in dem, was bisher völlig klar war. Mit der Frage: Ist diese Grenze, die für mich so selbstverständlich ist, eigentlich auch Gottes Grenze? Und während Petrus noch darüber nachdenkt, stehen schon drei Männer vor der Tür. Sie kommen von Kornelius. Kornelius ist Römer, Hauptmann, Vertreter der Besatzungsmacht, kein Jude – kurz gesagt: einer von den anderen. Zu so einem ging man nicht ins Haus. Das war so. Aber der Geist Gottes sagt zu Petrus: „Steh auf, steig hinab und geh mit ihnen.“ Also geht Petrus los.

Ja, liebe Gemeinde, manche Grenzen überwindet man nicht, indem man lange über sie nachdenkt. Man muss irgendwann aufstehen und losgehen. Zwischen Petrus und Kornelius liegen ungefähr fünfzig Kilometer. Aber eigentlich liegt viel mehr zwischen ihnen: Herkunft, Religion, Kultur, Geschichte, Macht, Misstrauen… Und schließlich steht Petrus vor dem Haus des Kornelius, vor einer Tür. Und jetzt muss er entscheiden: Gehe ich hinein? Nicht: Finde ich alles richtig, was dieser Mensch glaubt? Nicht: Gebe ich meinen eigenen Glauben auf? Sondern: Gehe ich über diese Schwelle?

Petrus geht hinein. Und er weiß genau, was für ein Schritt das für ihn ist. Er sagt: "Ihr wisst, dass es einem jüdischen Mann nicht erlaubt ist, mit einem Fremden umzugehen oder zu ihm zu kommen." Und dann: "Aber Gott hat mir gezeigt, dass ich keinen Menschen gemein oder unrein nennen soll." Keinen Menschen!

Plötzlich geht es gar nicht mehr um die Tiere in diesem Tuch oder um Abgrenzung, es geht um Menschen. Menschen, die unterschiedlich sein DÜRFEN. Kornelius bleibt Kornelius. Petrus bleibt Petrus. Aber Petrus versteht: Aus dem, was uns unterscheidet, darf ich kein Urteil über den Wert eines Menschen machen. Ich darf meine Überzeugung haben. Ich darf widersprechen. Ich darf manches falsch finden. Aber ich darf den anderen deshalb nicht kleiner machen.

Und dann erzählt Kornelius seine Geschichte, von seinem Gebet, von seiner Gotteserfahrung. Und Petrus merkt: während er noch in Joppe auf einem Hausdach saß, ist Gott selbst zu diesem Heiden gekommen. Dieser Mensch war Gott so nahe, auch wenn das nach Petrus religiösen Vorstellungen eigentlich überhaupt nicht möglich sein sollte. Petrus aber tat seinen Mund auf und sprach: Nun erfahre ich in Wahrheit, dass Gott die Person nicht ansieht; sondern in jedem Volk, wer ihn fürchtet und Recht tut, der ist ihm angenehm. Petrus hat also aus dieser Begegnung mit dem Fremden dazugelernt. Er sagt: Nun erfahre ich. Nicht: Das habe ich immer schon gewusst. Nun erfahre ich, dass Gott die Person nicht ansieht.

Gott durchkreuzt hier unsere religiösen Vorurteile und Abgrenzungsmechanismen. Und ich finde, wir sollten uns hier an der Nase nehmen und diese biblische Geschichte auf uns heute übertragen. Denn oft ist es doch so: Wir sehen ein Kopftuch – und glauben schon, ziemlich viel zu wissen über die Frau darunter, über ihre Familie, über ihre Freiheit, über ihre Religion. Wir sehen eine Kippa – und haben Bilder im Kopf. Wir sehen einen Ordenshabit – ja auch der löst ja bei manchen Vorurteile aus. Oder eine Frau im Kolarhemd. Wir haben innere Widerstände und glauben, erstaunlich viel über Menschen zu wissen, mit denen wir erstaunlich wenig zu tun haben. – Petrus war da nicht anders. Rein. Unrein. Wir. Die anderen. Seine Welt war gut sortiert. Bis Gott sie durcheinanderbringt.

Und deshalb stellt sich die Frage, die Petrus umgetrieben hat, heute an uns: Was genau bedroht uns eigentlich daran, wenn andere anders glauben? Eigentlich kann dein Glaube meinen Glauben ja gar nicht bedrohen. Meine Überzeugungen werden nicht weniger wahr, nur weil du andere hast. Meine Werte werden nicht kleiner. Meine Feste nicht unwichtiger. Meine Traditionen verlieren nichts von ihrer Bedeutung. Was ins Wanken geraten kann, ist etwas anderes: Mein Bild davon, wie Glaube auszusehen hat. Wird mein Glaube weniger evangelisch, weil eine Frau ein Kopftuch trägt? Wird euer katholischer Glaube weniger katholisch, weil heute eine evangelische Pfarrerin hier steht? Offensichtlich nicht. Sonst hätten wir heute ein Problem.

Nein, wir müssen unsere Unterschiede nicht loswerden, im Gegenteil. Ich möchte wissen, warum ich evangelisch bin. Ich möchte wissen, was mir an meinem Glauben wichtig ist, was ich bekenne, woran ich mich halte, worüber ich auch streiten würde. Und ich wünsche mir genauso einen Glauben für alle Konfessionen. Einen Glauben, der weiß, was ihm wichtig ist. Einen jüdischen Glauben, der jüdisch sein darf. Einen muslimischen Glauben, der muslimisch sein darf. Verschiedenheit braucht Konturen. Sonst gibt es am Ende auch nichts mehr, worüber wir miteinander reden können.

Wie viel Glaube darf also sein? Ich finde: sehr viel. Glaube darf sichtbar sein. Er darf Überzeugungen haben. Er darf widersprechen. Er darf sagen: das glaube ich. Dafür stehe ich. Das gehört zu mir. Aber bei aller Verschiedenheit müssen wir uns auf eines einigen: Meine Freiheit endet dort, wo ich die Freiheit und die Grenzen des anderen nicht mehr achte. Mein Glaube darf mich prägen. Aber er darf DICH nicht vereinnahmen. Er darf mir sagen, wie ich leben will. Aber er gibt mir nicht das Recht, dich kleiner zu machen, weil du anders glaubst.

Genau wie Petrus nicht aufhören musste, Petrus zu sein. Er musste seine Überzeugungen nicht an der Tür abgeben. Er musste nur durch die Tür gehen. Und dort entdeckt er nicht "die anderen" – da ist Kornelius, ein Mensch, anders als er und doch so wertvoll. Und Gott war längst schon da.

So viel Glaube darf sein: dass ich weiß, wer ich bin – und trotzdem durch deine Tür gehen kann. Gott sei Dank. Amen.

(Es gilt das gesprochene Wort.)

Bild: © juliandthechurch

Wir sind bestürzt und tief traurig. Inge Troch hinterlässt eine große Lücke. Wenn es Details zur Verabschiedung gibt, we...
23/09/2026

Wir sind bestürzt und tief traurig. Inge Troch hinterlässt eine große Lücke. Wenn es Details zur Verabschiedung gibt, werden wir die kommunizieren. 🖤

06/09/2026

Julia Schnizlein über die Zeit nach dem Sommer

16/08/2026

Predigt Sightseeing mit Gott: Die Spittelau „Die Kunst, mit dem Rest zu leben“
16. August 2026
Liebe Gemeinde,
es gibt Gebäude, bei denen man sofort versteht, warum sie Sehenswürdigkeiten sind.
Die Hofburg.
Schönbrunn.
Das Rathaus.
Unsere Kirche.
Und dann gibt es die Spittelau.
Eine Müllverbrennungsanlage.
Eigentlich kein Ort, den man seinen Gästen zeigt.
„Willkommen in Wien! Was wollt ihr sehen? Schloss Schönbrunn? Den Stephansdom? – Nein, ich hätte etwas Besseres: unsere Müllverbrennung.“
Und trotzdem ist sie eine Sehenswürdigkeit. Denn sie ist ein Kunstwerk.
Mit ihren bunten Fassaden.
Den unregelmäßigen Fenstern..
Den Karos und den geschwungenen Linien. Den Türmchen.
Und natürlich mit dieser riesigen goldenen Kugel auf dem Schornstein.
Hinter diesem Kunstwerk steckt Friedensreich Hundertwasser.
Ein international berühmter österreichischer Künstler, bekannt für kräftige Farben, unregelmäßige Formen und seine leidenschaftliche Abneigung gegen die gerade Linie.
Hundertwasser war ein Exzentriker – aber einer mit Überzeugungen.
Er war engagierter Umweltschützer und ein scharfer Kritiker unserer Konsum- und Wegwerfgesellschaft.
Und ausgerechnet dieser Mann gestaltete einen Ort, an dem Wien das verbrennt, was es nicht mehr haben will.
Eigentlich ein Widerspruch.
Und genau deshalb taugt die Spittelau so gut für eine Predigt.
Denn Müll ist eine merkwürdige Sache.
Eigentlich sollte er gar nicht erst entstehen.
Der beste Müll ist der, den wir nicht produzieren.
Wir sollen Dinge wiederverwenden.
Reparieren.
Recyceln.
Weniger wegwerfen.
Und genau das war auch Hundertwasser wichtig.
Als der damalige Wiener Bürgermeister Helmut Zilk ihn nach dem Brand der Müllverbrennungsanlage fragte, ob er den Wiederaufbau künstlerisch gestalten würde, wollte Hundertwasser zunächst nicht.
Sicher nicht – soll er gesagt haben. Eine Müllverbrennungsanlage auch noch schön machen?
Auf keinen Fall wollte er einer Gesellschaft, die immer mehr kauft, verbraucht und wegwirft, auch noch ein gutes Gewissen in Form einer hübschen Fassade verpassen.
Überhaupt waren die Verhandlungen mit Hundertwasser offenbar nicht ganz einfach.
Immer wieder ging es darum, was er wollte, was technisch möglich war – und was nicht.
Und irgendwann soll Hundertwasser entnervt aufgestanden sein und gesagt haben:
„Ich hau den Hut drauf!“
Also: Mir reicht's.
Und wenn Sie sich die Spittelau heute anschauen, entdecken Sie auf dem Dach tatsächlich ein riesiges Kapperl – eine Nachbildung von Hundertwassers typischer Kopfbedeckung.
Der Hut, den er draufhauen wollte, sitzt heute also auf der Müllverbrennungsanlage.
Sehr wienerisch.
Und sehr Hundertwasser.
Am Ende ließ er sich doch überzeugen mitzumachen – allerdings nicht einfach, um den Müll hübsch zu verpacken. Für ihn war klar: Müllvermeidung muss an erster Stelle stehen.

Und ich finde, er hatte recht. 165 Kilo Restmüll produziert jede Österreicherin, jeder Österreicher pro Jahr. Das muss nicht sein. Das ist zu viel.
Aber selbst wenn wir uns wirklich bemühen: weniger Verpackungen, weniger Fast Fashion, weniger Dinge kaufen, die wir eigentlich gar nicht brauchen. Wenn wir reparieren, wiederverwenden, weitergeben, recyceln – selbst dann bleibt etwas übrig.
Ein Rest.
Und für diesen Rest braucht es eine möglichst verantwortliche Lösung.
Hundertwasser war das auch bewusst. Deswegen ließ er sich auch irgendwann überzeugen, an dieser Lösung mitzuwirken.
Seine Überzeugung: Müll ist ein Problem.
Wir sollten weniger davon machen.
Aber wenn er nun einmal da ist – müssen wir das Beste draus machen!
Und diese Überzeugung, dieses Motto, liebe Gemeinde, reicht weit über eine Müllverbrennungsanlage hinaus. Dieses Motto das gilt auch für unser Alltags- und für unser Innenleben. Quasi für den biografischen und emotionalen Restmüll unseres Lebens.
Dinge, von denen wir uns wünschen, wir hätten sie nicht produziert.
Fehler, die wir bitter bereuen.
Sätze, die wir besser nicht gesagt hätten.
Entscheidungen, die wir gern anders getroffen hätten.

Eine Gelegenheit, die wir verpasst haben und an der wir heute noch hängen.
Oder etwas, das wir einem anderen Menschen schuldig geblieben sind.
Wie gehen wir damit um?
Natürlich sollen wir daran arbeiten.
Wir versuchen, klüger zu werden.
Liebevoller.
Geduldiger.
Aufmerksamer.
Wir entschuldigen uns.
Wir versuchen wiedergutzumachen, was wiedergutzumachen ist.
So wie beim Müll gilt auch im Leben:
Was sich vermeiden lässt, sollen wir vermeiden.
Was sich verändern lässt, sollen wir verändern.
Was sich wiedergutmachen lässt, sollen wir wiedergutmachen.
Aber selbst dann bleibt etwas übrig.
Und vielleicht gehört es zum Erwachsenwerden, irgendwann genau das zu entdecken:
Ich werde niemals restlos.
Ich werde nicht eines Morgens aufwachen und plötzlich ein Mensch sein, bei dem alles aufgearbeitet ist.
Alles geheilt.
Alles versöhnt.
Alle Fehler eingesehen. Alle Versäumnisse aufgeholt.
Alle Beziehungen geklärt.
Alle Unsicherheiten überwunden.
So ein Mensch werde ich nicht.
Und Sie übrigens auch nicht.
Wir bleiben Menschen.
wir werden nie restlos glücklich.
Restlos versöhnt.
Restlos souverän.
Also stellt sich die Frage:
Wie lebe ich mit dem, was bleibt? Was tun mit dem Rest.
Vielleicht hilft uns da noch einmal der Blick auf die Spittelau.
Denn eines kann man über diese Müllverbrennungsanlage wirklich nicht behaupten:
Nämlich, dass sie sich versteckt.
Im Gegenteil.
Diesen Schornstein mit der riesigen goldenen Kugel sieht man schon von sehr weit her.
Wer mit dem Zug nach Wien hineinfährt, sieht ihn.
Wer auf der Donau unterwegs ist, sieht ihn.
Die Spittelau ist einfach nicht zu übersehen. Mit Absicht:
Hundertwasser hat die Anlage explizit sichtbar gemacht.
Und genau hier beginnt der verantwortliche Umgang mit dem, was wir lieber nicht hätten:
Hinschauen.
Nicht verstecken.
Nicht so tun, als wäre nichts.
Denn Müll verschwindet ja nicht dadurch, dass wir ihn nicht mehr sehen.
Und mit dem Müll unseres Lebens ist es genauso.
Ein Satz, mit dem ich jemanden verletzt habe, ist gesagt.
Eine Lüge ist eine Lüge.
Eine Feigheit bleibt eine Feigheit.
Ein Ehebruch bleibt ein Ehebruch.
Eine Entscheidung, mit der ich einem anderen Menschen geschadet habe, gehört zu meiner Geschichte.
Natürlich könnte ich sagen:
So schlimm war es doch gar nicht.
Ich kann sagen:
Man muss auch meine Seite verstehen.
Ich kann Gründe finden, warum ich gar nicht anders handeln konnte.
Ich kann versuchen, die Sache möglichst schnell unter den Teppich zu kehren.
Oder – besonders beliebt – ich kann meinen Müll jemand anderem vor die Tür stellen.
Die anderen waren schuld.
Die haben mich provoziert.
Die haben angefangen.
Ich konnte gar nicht anders.
Wenn der andere sich anders verhalten hätte, dann hätte ich das alles nicht getan.
Und irgendwann ist aus meinem Fehler die Schuld eines anderen geworden.
Das ist praktisch.
Nur verantwortlich ist es nicht.
Verantwortung beginnt mit einem anderen Satz.
Einem sehr einfachen und manchmal sehr schweren Satz – nämlich:
Das ist mein Müll.
Das war ich.
Das habe ich gesagt.
Das habe ich getan.
Da habe ich einen Menschen verletzt.
Da bin ich jemandem etwas schuldig geblieben.
Dafür trage ich Verantwortung.
Ich glaube, das ist eine der schwierigsten Übungen unseres Lebens.
Nicht nur hinzuschauen, wenn andere etwas falsch machen.
Sondern hinzuschauen, wenn es um uns selbst geht.
„Wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein auf sie“, sagte Jesus – und plötzlich war niemand mehr übrig. Weil keiner ohne Sünde ist. Keiner ohne emotionalen Restmüll. Jeder hat eine Vergangenheit, die nicht mehr zu ändern ist.
Aber jeder hat eine Zukunft, um aus den Resten der Vergangenheit etwas Gutes wachsen zu lassen. Und hier kommen wir wieder zur Spittelau. Denn in der Spittelau werden die Reste unseres Alltags in etwas anderes transformiert. Etwas nützliches. Etwas Gutes.
Nämlich in Wärme. Mit der Müllverbrennung entsteht Wärme – für das Allgemeine Krankenhaus, für Wohnungen, für die Stadt.
Aus etwas, das niemand mehr haben wollte, entsteht etwas, das Menschen brauchen können.
Und vielleicht kann so etwas auch in unserem Leben geschehen.
Nicht, weil unsere Fehler heimlich doch gut gewesen wären.
Nein. Wir müssen unseren Müll nicht glorifizieren.
Aber wenn wir den Mut haben hinzuschauen und Verantwortung zu übernehmen, dann kann aus der Auseinandersetzung mit unserem eigenen Scheitern tatsächlich etwas wachsen.
Aus einem Fehler kann Verständnis wachsen. Weil ich weiß, wie leicht ein Mensch falsch entscheiden kann.
Aus eigener Schuld kann Demut wachsen. Weil ich nicht mehr von oben auf die Fehler anderer schauen kann.
Aus einer eigenen Wunde kann Behutsamkeit wachsen. Weil ich weiß, wie verletzlich ein Mensch ist.
Und aus der Erfahrung, selbst Vergebung gebraucht zu haben, kann Barmherzigkeit wachsen.
Das Geschehene wird dadurch nicht gut.
Aber vielleicht kann aus dem Umgang damit etwas Gutes entstehen.
Und das, liebe Gemeinde, ist Gnade. Gottes große Gnade.
Gnade ist keine bunte Hundertwasserfassade für unsere Schuld.
Ein bisschen Farbe drauf.
Ein bisschen Gold.
Dann sieht es schon nicht mehr so schlimm aus.
Nein.
Gnade vertuscht nichts.
Gott kennt uns ohnehin.
Wir haben es vorhin mit Psalm 139 gebetet:
„HERR, du erforschest mich und kennest mich.“
Vor Gott brauche ich keine weiße Weste vorzuführen.
Er kennt die Flecken längst.
Und weil Gott mich kennt, muss ich mich nicht verstecken.
Weil mein Wert vor Gott nicht davon abhängt, dass ich fehlerlos bin, muss ich meine Fehler nicht leugnen.
Ich muss – ja ich darf mich nicht herausreden.
Ich darf kein a***s Würstchen sein, dass immer andere beschuldigt. Das brauche ich nicht.
Ich darf hinschauen.
Ich darf sagen:
Ja. Das war ich. Das war falsch. Das ist mein Mist und ich will Verantwortung dafür übernehmen. Im Glauben, dass Gott mir hilft und dass Gott aus allem, selbst aus dem Bösesten Gutes entstehen lassen kann und will.
Liebe Gemeinde – gehen Sie mal in sich. Forschen Sie mal nach, was da ist, was sie belastet. Erschwert. Ihr Gewissen bedrückt. Wofür Sie sich schämen. Schauen sie auf den inneren Restmüll.
Gott nimmt uns die Verantwortung für diesen Restmüll nicht ab.
Aber er nimmt uns die Angst, die Verantwortung dafür zu übernehmen.
PAUSE
Liebe Gemeinde. Wir alle werden nicht restlos.
Aber mit Gottes Hilfe kann aus unseren Resten Wärme entstehen. Davon bin ich überzeugt.
Amen.

16/08/2026

Rechtzeitig vor der Predigt hat die Technik sich wieder zurückgemeldet. Hier der heutige Gottesdienst zur Spittelau und dem Restmüll unseres Lebens

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Morgen bei „Sightseeing mit Gott“ : Die Spittelau! Und die Frage, wie gehen wir mit dem um, was wir in unserem Leben ung...
15/08/2026

Morgen bei „Sightseeing mit Gott“ : Die Spittelau! Und die Frage, wie gehen wir mit dem um, was wir in unserem Leben ungewollt produzieren und hinterlassen. Gottesdienst um 10:00 Uhr In der Lutherische Stadtkirche Wien

Adresse

Dorotheergasse 18
Wien
1010

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