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Wiener Kinderstudien - Universität Wien Willkommen auf der offiziellen Facebookseite der Wiener Kinderstudien der Universität Wien!

Haben Sie Interesse an der Teilnahme an einer unserer Studien für Kinder im Alter von 0 bis 6 Jahren? In unserer Forschung beschäftigen wir uns mit der Entwicklung von Babys und Kindern sowie dem Übergang ins Erwachsenenalter. Ein besonderer Fokus unserer frühkindlichen Entwicklungsforschung liegt auf der sozial-kognitiven Entwicklung und dem Lernen in sozialen Interaktionen. Zur Untersuchung dieser Themen verwenden wir unterschiedliche methodische Ansätze aus der Verhaltens- und neurowissenschaftlichen Forschung. Beispielsweise setzen wir interaktives Eye Tracking, EEG sowie Verhaltensbeobachtungen ein. Bei Interesse an einer Teilnahme, rufen Sie uns gerne an oder füllen Sie direkt unser Online-Anmeldeformular aus:

https://kinderstudien.at/elterninformation/online-anmeldung/ .

 : Warum Babys erste „Schritte“ wieder verschwinden 👣👶 Neugeborene können uns mit einer erstaunlichen Bewegung überrasch...
19/10/2026

: Warum Babys erste „Schritte“ wieder verschwinden 👣👶

Neugeborene können uns mit einer erstaunlichen Bewegung überraschen: Werden sie aufrecht gehalten und berühren ihre Füße 🦶 eine feste Unterlage, bewegen sie ihre Beine abwechselnd. Es sieht beinahe so aus, als würden sie ihre ersten Schritte machen. 👣

Diese Bewegung wird Schreitreflex genannt. Sie ist jedoch noch kein bewusstes Gehen. Nach einigen Wochen wird sie immer schwieriger auszulösen und ist im Alter von etwa zwei Monaten meist nicht mehr zu beobachten. Warum verschwindet eine so gut abgestimmte Bewegung wieder❓

Lange nahm man an, dass die Ursache dafür vor allem im reifenden Gehirn liegt. 🧠 Untersuchungen der Beinbewegungen von Babys lieferten jedoch noch eine andere Erklärung: Die Bewegung hängt auch stark von den körperlichen Voraussetzungen ab. 💪

In den ersten Lebensmonaten nehmen Babys schnell zu. Dadurch werden auch ihre Beine schwerer, ohne dass ihre Muskelkraft im gleichen Tempo zunimmt. Im aufrechten Zustand müssen Babys ihre Beine gegen die Schwerkraft anheben. Mit der Zeit reicht ihre Kraft dafür möglicherweise nicht mehr aus, obwohl das Bewegungsmuster weiterhin vorhanden ist. Denn wenn Babys auf dem Rücken liegen, strampeln sie weiterhin mit sehr ähnlichen Beinbewegungen. 👶

Wie wichtig das Gewicht der Beine ⚖️ und die Schwerkraft 🌍 dabei sind, zeigten zwei Versuche: Babys, die noch Schrittbewegungen machten, bekamen kleine Gewichte an den Beinen befestigt. Dadurch wurden die Bewegungen seltener oder verschwanden. Babys, bei denen keine Schrittbewegungen mehr zu sehen waren, wurden dagegen in warmes, brusttiefes Wasser gehalten. Das Wasser trug einen Teil ihres Gewichts, sodass sie ihre Beine leichter anheben konnten. Dadurch wurden die Schrittbewegungen wieder sichtbar. 👀

Die ersten „Schritte“ verschwinden also möglicherweise nicht einfach, weil das Bewegungsmuster verloren geht. Auch das Wachstum des Körpers 📏, die Muskelkraft 💪 und die Schwerkraft 🌏 bestimmen mit, welche Bewegungen ein Baby gerade zeigen kann.

🚶✨🏋️

: Why Babies’ first “steps” disappear again 👣👶

Newborn babies can surprise us with a remarkable movement: When they are held upright with their feet 🦶 touching a firm surface, they move their legs alternately. It almost looks as if they are taking their first steps. 👣

This movement is called the stepping reflex. However, it is not yet intentional walking. After a few weeks, it becomes increasingly difficult to trigger and can usually no longer be observed by around two months of age. But why does such a well-coordinated movement disappear again❓

For a long time, it was assumed that this was mainly caused by the developing brain. 🧠 However, studies of babies’ leg movements offered another explanation: The movement also depends strongly on physical conditions. 💪

During the first few months of life, babies gain weight quickly. As a result, their legs also become heavier, while their muscle strength does not increase at the same rate. When babies are upright, they have to lift their legs against gravity. Over time, they may no longer have enough strength to do this, even though the movement pattern is still present. When babies lie on their backs, they continue to kick using very similar leg movements. 👶

Two experiments showed how important leg weight ⚖️ and gravity 🌍 are. Babies who were still making stepping movements had small weights attached to their legs. As a result, the movements became less frequent or disappeared. Babies who no longer showed stepping movements were instead held in warm, chest-deep water. The water supported some of their weight, making it easier for them to lift their legs. As a result, the stepping movements reappeared. 👀

So, babies’ first “steps” may not simply disappear because the movement pattern is lost. Physical growth 📏, muscle strength 💪, and gravity 🌏 also help determine which movements a baby can perform at a particular time.

Quelle:
Thelen, E., & Fisher, D. M. (1982). Newborn stepping: An explanation for a “disappearing” reflex. Developmental Psychology, 18(5), 760–775. https://doi.org/10.1037/0012-1649.18.5.760

📚 Neuerscheinung: Kindheit: Was stimmt, was stimmt nicht? Viele Eltern kennen sie: gut gemeinte Ratschläge, hartnäckige ...
14/10/2026

📚 Neuerscheinung: Kindheit: Was stimmt, was stimmt nicht?

Viele Eltern kennen sie: gut gemeinte Ratschläge, hartnäckige Erziehungsmythen und vermeintliche Wahrheiten über die Entwicklung von Kindern. Aber was sagt die Wissenschaft tatsächlich dazu? 🤔🔍

Das neue Buch „Kindheit: Was stimmt, was stimmt nicht? Erziehungsmythen von Expert:innen gecheckt“ von Prof. Dr. Tobias Schuwerk und Dr. Julia Berkic nimmt genau diese Fragen unter die Lupe. 🔎 Gemeinsam mit mehr als 20 führenden Expert*innen aus der Entwicklungsforschung, darunter auch Professorin Stefanie Höhl, werden weit verbreitete Annahmen über Kindheit, Erziehung und Entwicklung wissenschaftlich eingeordnet. 🧠👶

Das Buch beantwortet unter anderem Fragen wie: Verwöhnt man sein Kind, wenn man es zu viel tröstet? Schadet die Betreuung in der Kita der Eltern-Kind-Bindung? 💭 Außerdem entkräftet es Mythen wie: „Einzelkinder sind verwöhnt, egoistisch und weniger sozial kompetent.“ 📖

Für alle, die Kinder beim Aufwachsen neugierig begleiten möchten, bietet das Buch spannende Einblicke in aktuelle Forschungsergebnisse und räumt gleichzeitig mit weit verbreiteten Missverständnissen auf. 🌱🔬

📖 „Kindheit: Was stimmt, was stimmt nicht?“ ist ab sofort erhältlich. Den Link zum Buch finden Sie hier: 🔗 https://beltz.de/sachbuecher-ratgeber/eltern-familie/kindheit-was-stimmt-was-stimmt-nicht/BEL86924

👶💡📗

 : Berührungen spielen für Babys bereits lange vor der Geburt eine wichtige Rolle 👶🤲 Der Tastsinn 🖐️ ist der erste Sinn,...
07/10/2026

: Berührungen spielen für Babys bereits lange vor der Geburt eine wichtige Rolle 👶🤲

Der Tastsinn 🖐️ ist der erste Sinn, der sich bei Babys entwickelt. Schon ab etwa der 12. Schwangerschaftswoche reagieren Babys im Bauch auf eine Berührung ihrer Handfläche mit Bewegungen, die dem späteren Greifreflex ähneln. ✊ Auch Berührungen an der Wange scheinen bereits in dieser frühen Phase eine Suchbewegung auszulösen. Nach der Geburt hilft dieser sogenannte Wangensuchreflex dem Baby dabei, beim Stillen die Brustwarze zu finden. 🤱

Ungeborene Babys berühren außerdem häufig ihr eigenes Gesicht, führen ihre Hände zum Mund oder nuckeln am Daumen. Solche Erfahrungen können ihnen helfen, ein erstes Gefühl für den eigenen Körper und die Umgebung zu entwickeln. 🌱

Auch auf Berührungen von außen reagieren Babys bereits vor der Geburt. So verändert sich beispielsweise ihre Bewegungsaktivität, wenn der Bauch der Mutter berührt wird. Damit gehören Berührungen zu den frühesten Möglichkeiten, über die ein Baby sich selbst und seine Umgebung erfahren kann. 🤰

Diese besondere Bedeutung bleibt auch nach der Geburt bestehen. Nicht umsonst ist das Aufbauen von Körperkontakt eine intuitive Reaktion auf ein unruhiges oder weinendes Baby.🫂 Dass solche Berührungen tatsächlich beruhigend wirken können, zeigt auch eine Studie mit neun Monate alten Babys. Wenn sie in einem angenehmen, langsamen Tempo gestreichelt wurden, verlangsamte sich ihr Herzschlag. 🫀Berührungen können Babys somit nicht nur Nähe vermitteln, sondern auch helfen, mit stressigen Situationen umzugehen.

☺️👉💛

: Touch plays an important role for babies long before birth 👶🤲

The sense of touch 🖐️ is the first sense to develop in babies. From around the 12th week of pregnancy, babies in the womb can react to a touch on the palm with movements that resemble the grasping reflex seen after birth. ✊ Touching the cheek also seems to trigger a searching movement at this early stage. After birth, this so-called rooting reflex helps the baby to find the ni**le while breastfeeding. 🤱

Unborn babies also frequently touch their own faces, bring their hands to their mouths, or suck on their thumbs. Such experiences can help them develop an initial sense of their own bodies and their surroundings. 🌱

Babies also respond to external touch even before birth. For example, their movement patterns change when the mother’s abdomen is touched. Thus, touch is one of the earliest ways a baby can learn about itself and its surroundings. 🤰

This special significance continues after birth. It is no coincidence that making physical contact is an intuitive response to an unsettled or crying baby. 🫂 A study involving nine-month-old babies shows that such touch can indeed have a calming effect. When the babies were stroked at a gentle, slow pace, their heart rates slowed down.🫀Touch can therefore not only convey a sense of closeness to babies but also help them cope with stressful situations. 🥰

Quellen:

Bremner, A. J., Spence, C., & Benson, J. (2017). The development of tactile perception. Advances in Child Development and Behavior, 52, 227–268. https://doi.org/10.1016/bs.acdb.2016.12.002

Marx, V., & Nagy, E. (2015). Fetal behavioural responses to maternal voice and touch. PLOS ONE, 10(6), e0129118. https://doi.org/10.1371/journal.pone.0129118

Fairhurst, M. T., Löken, L., & Grossmann, T. (2014). Physiological and behavioral responses reveal 9-month-old infants’ sensitivity to pleasant touch. Psychological Science, 25(5), 1124–1131. https://doi.org/10.1177/0956797614527114

✨ Der erste Teil unserer Schuleinstieg-Studie ist abgeschlossen! ✨ Der Wechsel vom Kindergarten in die Schule ist eine s...
30/09/2026

✨ Der erste Teil unserer Schuleinstieg-Studie ist abgeschlossen! ✨

Der Wechsel vom Kindergarten in die Schule ist eine spannende Zeit voller neuer Erfahrungen für Kinder und ihre Familien. 🎒🏫 Im Rahmen unseres internationalen Forschungsprojekts möchten wir mehr darüber erfahren, wie Kinder diesen Übergang erleben und welche Faktoren ihr soziales Wohlbefinden und ihre psychische Gesundheit in dieser wichtigen Entwicklungsphase unterstützen. 🧒💛🌱

Für den ersten Teil unserer Studie durften wir 95 Kinder im Alter von 5 Jahren an der Uni Wien begrüßen. 👧🏼👦🏽✨ Mit viel Neugier, Freude und Engagement haben sie unsere Forschungsarbeit möglich gemacht. 🧠🔍
�Den Abschluss unserer Testphase hat das Projektteam gemeinsamen in einem Café gefeiert. 🧡
�Ein herzliches Dankeschön an alle Kinder und Familien, die teilgenommen haben! 🫶🏻 Wir freuen uns schon auf den zweiten Teil der Studie, der im Frühjahr starten wird. Dann dürfen wir die Kinder erneut bei uns begrüßen und sie auf ihrem weiteren Weg rund um den Schuleinstieg begleiten. 🎒🏫

Wir freuen uns darauf, die nächsten Schritte des Projekts und unsere Ergebnisse mit euch zu teilen. 📖🧠✨

🏫🔍🌱

✨ The first part of our school transition study is completed! ✨

The transition from kindergarten to school is an exciting time full of new experiences for children and their families. 🎒🏫 As part of our international research project, we aim to learn more about how children experience this transition and which factors support their social well-being and mental health during this important stage of development. 🧒💛🌱

For the first part of our study, we welcomed 95 five-year-old children to the University of Vienna. 👧🏼👦🏽✨ With great curiosity, enthusiasm, and engagement, they made our research possible. 🧠🔍

We celebrated the end of this project phase together at a café. 🧡

A heartfelt thank you to all the children and families who participated! 🫶🏻 We are looking forward to the second part of the study, which will begin in spring. Then, we will have the pleasure of welcoming the children back and accompanying them on their ongoing journey at school. 🎒🏫

We are excited for the next steps of the project and look forward to sharing our findings with you. 📖🧠✨

✨ Der erste Teil unserer Schuleinstieg-Studie ist abgeschlossen! ✨ Der Wechsel vom Kindergarten in die Schule ist eine s...
29/09/2026

✨ Der erste Teil unserer Schuleinstieg-Studie ist abgeschlossen! ✨

Der Wechsel vom Kindergarten in die Schule ist eine spannende Zeit voller neuer Erfahrungen für Kinder und ihre Familien. 🎒🏫 Im Rahmen unseres internationalen Forschungsprojekts möchten wir mehr darüber erfahren, wie Kinder diesen Übergang erleben und welche Faktoren ihr soziales Wohlbefinden und ihre psychische Gesundheit in dieser wichtigen Entwicklungsphase unterstützen. 🧒💛🌱

Für den ersten Teil unserer Studie durften wir 95 Kinder im Alter von 5 Jahren an der Uni Wien begrüßen. 👧🏼👦🏽✨ Mit viel Neugier, Freude und Engagement haben sie unsere Forschungsarbeit möglich gemacht. 🧠🔍

Den Abschluss unserer Testphase hat das Projektteam gemeinsamen in einem Café gefeiert. 🧡

Ein herzliches Dankeschön an alle Kinder und Familien, die teilgenommen haben! 🫶🏻 Wir freuen uns schon auf den zweiten Teil der Studie, der im Frühjahr starten wird. Dann dürfen wir die Kinder erneut bei uns begrüßen und sie auf ihrem weiteren Weg rund um den Schuleinstieg begleiten. 🎒🏫

Wir freuen uns darauf, die nächsten Schritte des Projekts und unsere Ergebnisse mit euch zu teilen. 📖🧠✨
🏫🔍🌱

✨ The first part of our school transition study is completed! ✨

The transition from kindergarten to school is an exciting time full of new experiences for children and their families. 🎒🏫 As part of our international research project, we aim to learn more about how children experience this transition and which factors support their social well-being and mental health during this important stage of development. 🧒💛🌱

For the first part of our study, we welcomed 95 five-year-old children to the University of Vienna. 👧🏼👦🏽✨ With great curiosity, enthusiasm, and engagement, they made our research possible. 🧠🔍

We celebrated the end of this project phase together at a café. 🧡

A heartfelt thank you to all the children and families who participated! 🫶🏻 We are looking forward to the second part of the study, which will begin in spring. Then, we will have the pleasure of welcoming the children back and accompanying them on their ongoing journey at school. 🎒🏫

We are excited for the next steps of the project and look forward to sharing our findings with you. 📖🧠✨

 : Bildschirmzeit ist nicht gleich Bildschirmzeit 🧒📱Viele Eltern kennen die Situation: noch eine Folge, ein kurzes Video...
25/09/2026

: Bildschirmzeit ist nicht gleich Bildschirmzeit 🧒📱

Viele Eltern kennen die Situation: noch eine Folge, ein kurzes Video oder ein Spiel am Tablet. Aber wie hängt frühe Bildschirmzeit mit der späteren Entwicklung zusammen? 🖥️📱🌱

Die Antwort ist nicht ganz einfach. In einer kürzlich veröffentlichten Längsschnittstudie stand mehr Bildschirmzeit (mehr als 1,5 Stunden täglich) im Alter von 2 Jahren mit einem kleineren Wortschatz, schwächeren Kommunikationsfähigkeiten und geringeren frühen Lernfähigkeiten im Vorschulalter in Zusammenhang. 🔢✏️ Bei sehr viel Bildschirmzeit (mehr als 2,5 Stunden täglich) zeigten sich später auch häufiger Schwierigkeiten im Umgang mit Gleichaltrigen. 👧💬 Andere Ergebnisse zeigen jedoch keinen klaren Zusammenhang zwischen der Dauer der Bildschirmzeit und zum Beispiel dem allgemeinen Wohlbefinden von Kindern.

Wichtig scheint außerdem nicht nur zu sein, wie lange Kinder Bildschirme nutzen, sondern auch, was sie anschauen und ob Erwachsene sie dabei begleiten. Kinder lernen Sprache vor allem im direkten Austausch: wenn jemand mit ihnen spricht, auf sie reagiert und gemeinsam mit ihnen Dinge benennt. 👶🔄 🧑‍🤝‍🧑 Medien können dabei unterstützen, zum Beispiel wenn ein Kind mit einer Bezugsperson ein E-Book anschaut und darüber spricht. Weniger förderlich scheint es dagegen zu sein, wenn Kinder häufig passiv fernsehen oder wenn Erwachsene in gemeinsamen Alltagssituationen, etwa beim Essen, Anziehen oder Spielen, oft durch das Smartphone abgelenkt sind.

Kurz gesagt: Bildschirmzeit ist nicht automatisch schlecht. Hochwertige, kindgerechte und bildungsbezogene Inhalte können sinnvoll sein, besonders wenn sie gemeinsam genutzt werden. 🌱📚 🤝 Gleichzeitig ist es wichtig, dass genug Zeit für Spiel, Bewegung, Gespräche und soziale Erfahrungen bleibt. ⚖️ Zum x-ten Mal dieselbe Folge einer Kinderserie zu schauen, wenn ein Kind krank ist oder eine lange Autofahrt überstehen muss, ist also etwas anderes als regelmäßige Bildschirmzeit statt Spielplatz, Vorlesen oder gemeinsamem Spielen.

🎮🎥💻

: Not all screen time is the same 🧒📱

Many parents know the situation: one more episode, a short video, or a quick game on the tablet. But how is early screen time related to later child development? 🖥️📱🌱

The answer is not that simple. In one recently published longitudinal study, more screen time, especially more than 1.5 hours per day, at age 2 was associated with a smaller vocabulary, weaker communication skills, and lower early learning skills in preschool age. 🔢✏️ With very high screen time, more than 2.5 hours per day, children also showed more difficulties with peers later on. 👧💬 However, other findings show no clear association between the amount of screen time and, for example, children’s general well-being.

What seems to matter is not only how long children use screens, but also what they watch and whether adults engage with them during screen use. Children learn language especially through direct interaction: when someone talks to them, responds to them, and names things together with them. 👶🔄 🧑‍🤝‍🧑 Digital media can support this, for example when a child reads an e-book together with a caregiver and they talk about it. In contrast, it seems to be less beneficial when children often watch television passively or when adults are frequently distracted by their smartphone during shared everyday situations, such as eating, getting dressed, or playing.

In short: screen time is not automatically bad. High-quality, age-appropriate, and educational content can be beneficial, especially when it is used together. 🌱📚 🤝At the same time, it remains important that children have enough time for play, movement, conversations, and social experiences. ⚖️ Watching the same episode of a children’s show for the umpteenth time when a child is sick or needs to get through a long car ride is therefore different from regular screen time replacing other valuable activities such as going to the playground, reading together, or shared play.

Quellen:
Gath, M., Horwood, L. J., Gillon, G., McNeill, B., & Woodward, L. J. (2026). Longitudinal associations between screen time and children’s language, early educational skills, and peer social functioning. Developmental Psychology, 62(3), 638–652. https://doi.org/10.1037/dev0001907
Jing, M., Ye, T., Kirkorian, H. L., & Mares, M. (2023). Screen media exposure and young children’s vocabulary learning and development: A meta‐analysis. Child Development, 94(5), 1398–1418. https://doi.org/10.1111/cdev.13927
Przybylski, A. K., & Weinstein, N. (2019). Digital screen time limits and young children’s psychological well‐being: Evidence from a population‐based study. Child Development, 90(1), e56–e65. https://doi.org/10.1111/cdev.13007
Sundqvist, A., Koch, F.-S., Birberg Thornberg, U., Barr, R., & Heimann, M. (2021). Growing up in a digital world – Digital media and the association with the child’s language development at two years of age. Frontiers in Psychology, 12, 569920. https://doi.org/10.3389/fpsyg.2021.569920

  ✈️ Im Juli waren vier Mitglieder unseres Teams beim Internationalen Kongress der Säuglingsforschung in Panama City. 🇵🇦...
21/09/2026

✈️

Im Juli waren vier Mitglieder unseres Teams beim Internationalen Kongress der Säuglingsforschung in Panama City. 🇵🇦 Im Mittelpunkt stand die Frage, wie das kulturelle, soziale und ökologische Umfeld die frühe Entwicklung von Babys prägt. Denn kein Baby entwickelt sich losgelöst von seiner Umgebung. 👶🌎 Unsere Kolleg*innen präsentierten dort auch ihre aktuellen Forschungsarbeiten (v.l.n.r.).

🫀 Markus Tünte hielt einen Vortrag darüber, wie die Wahrnehmung körpereigener Signale mit Empathie und prosozialem Verhalten bei Babys und Kleinkindern zusammenhängt.

🧠 Berit Reise ging in ihrem Poster der Frage nach, ob die Wahrnehmung visueller Rhythmen im frühen Säuglingsalter mit späteren Sprachfähigkeiten zusammenhängt.

💛 Nina Besser Ilan beschäftigte sich in ihrem Vortrag mit der emotionalen Abstimmung von Müttern und ihren neun Monate alten Babys. Dabei untersuchte sie den Herzschlag von Müttern und ihren Babys sowie die Rolle der Wahrnehmung innerer Körpersignale.

👀 Alicja Brzozowska sprach in ihrem Vortrag darüber, wie das Gehirn von Babys rhythmische Bewegungen verarbeitet.

Auch unsere ehemalige Kollegin Susanne Reisner, die vor Kurzem ihre Dissertation bei uns abgeschlossen hat und inzwischen als Postdoc im Bereich Sprache und Kognition in Paris forscht, war beim Kongress vertreten. 🎶 In ihrem Poster untersuchte sie, wie das Singen von Bezugspersonen mit den Lautäußerungen und Reaktionen von Babys zusammenhängt.

Wir freuen uns sehr, dass unsere Forschung in Panama vertreten war und dort so viele unterschiedliche Perspektiven auf die frühkindliche Entwicklung zusammengekommen sind! 🔍✨

🤗💬🤝

In July, four members of our team attended the International Congress of Infant Studies in Panama City. 🇵🇦 The conference focused on how cultural, social, and environmental contexts shape infants’ early development. After all, no baby develops independently of their environment. 👶🌎 Our colleagues also presented their latest research (left to right).

🫀 Markus Tünte gave a presentation on how the perception of the internal body signals is related to empathy and prosocial behavior in infants and toddlers.

🧠 In her poster presentation, Berit Reise investigated whether infants’ perception of visual rhythms can predict later language skills.

💛 Nina Besser Ilan presented her research on the emotional co-regulation between mothers and their nine-month-old babies. She examined heartrates of mother and child as well as the role of perceiving internal bodily signals.

👀 Alicja Brzozowska discussed in her talk how infants’ brains process rhythmic motion.

Our former colleague Susanne Reisner, who recently completed her PhD with us and is now conducting postdoctoral research in the field of language and cognition in Paris, also attended the conference. 🎶 In her poster presentation, she examined how caregiver singing is related to infants’ vocalizations and physiological responses.

We are delighted that our research was represented in Panama and that so many different perspectives on early childhood development came together there! 🔍✨

 : Kinder (und Erwachsene) können aus Meinungsverschiedenheiten lernen ⚖️ Es kommt häufig vor, dass Menschen unterschied...
14/09/2026

: Kinder (und Erwachsene) können aus Meinungsverschiedenheiten lernen ⚖️

Es kommt häufig vor, dass Menschen unterschiedlicher Meinung sind. Diskussionen werden jedoch oft vermieden, da Konflikte als unangenehm empfunden werden. 🙅 Dabei bieten sie die Möglichkeit, neue Informationen zu gewinnen und die eigenen Ansichten zu überdenken oder zu erweitern. Besonders bei Kindern können andere Meinungen dazu führen, dass ihre Neugierde geweckt wird, das kritisches Denken gefördert und Selbstüberschätzung reduziert wird. 🧒💡

Meinungsverschiedenheiten bieten somit eine Gelegenheit zum Lernen. 🌱 Kanadische Forscher*innen haben sich daher mit der Frage beschäftigt, wie sich die Motivation fördern lässt, aus Meinungsverschiedenheiten zu lernen. Sie stellten fest, dass Kinder und Erwachsene häufiger Situationen aufsuchten, in denen sie auf andere Meinungen trafen, wenn ihnen die Vorteile von Meinungsverschiedenheiten für das Lernen aufgezeigt wurden. 🔍

Eine weitere spannende Erkenntnis ist, dass die Teilnehmer*innen bei anderen häufiger dafür waren, dass sie eine Meinungsverschiedenheit aufsuchen sollten, als wenn es um sie selbst ging. Das Lernen aus Meinungsverschiedenheiten kann also gestärkt werden, wenn man sich zuerst überlegt, was man anderen raten würde, bevor man selbst handelt. 🤔💭

💬🤝✨

: Children (and adults) can learn from disagreements ⚖️

It is common for people to hold differing opinions. However, discussions are often avoided because conflicts are perceived as unpleasant. 🙅 Yet they offer an opportunity to gain new insights and to reconsider or broaden one’s own views. Especially in children, exposure to different opinions can spark curiosity, promote critical thinking and reduce overconfidence. 🧒💡

Disagreements thus present an opportunity for learning. 🌱 Canadian researchers have therefore investigated how motivation to learn from disagreement can be encouraged. They found that children and adults were more likely to seek out situations where they encountered differing opinions when the learning benefits of such disagreements were highlighted to them. 🔍

Another interesting finding is that participants more readily endorsed seeking out disagreements when this concerned others than themselves. Learning from disagreements can therefore be strengthened by first considering what advice you would give to others before taking action yourself. 🤔💭

Quelle:
Blakey, K. H., & Ronfard, S. (2026). How to Increase Children’s and Adults’ Interest in Learning From Disagreement. Developmental Science, 29(4), e70237-n/a. https://doi.org/10.1111/desc.70237

Alles Gute zum Start ins neue Schuljahr! 🎒✨ Für viele Kinder beginnt nun ein ganz besonderer neuer Lebensabschnitt. Die ...
07/09/2026

Alles Gute zum Start ins neue Schuljahr! 🎒✨

Für viele Kinder beginnt nun ein ganz besonderer neuer Lebensabschnitt. Die Wiener Kinderstudien wünschen allen Schulanfänger*innen einen gelungenen Start, viel Freude beim Lernen, neue Freundschaften und viele spannende Entdeckungen. ✏️📚

Auch unsere Studie zum Schulanfang geht in die nächste Runde. Wir freuen uns darauf, die teilnehmenden Familien wiederzusehen und mehr darüber zu erfahren, wie Kinder und ihre Eltern den Übergang vom Kindergarten in die Schule erleben. 🔎

🍎📖📐

Best wishes for the start of the new school year! 🎒✨

For many children, now is the beginning of a very special new chapter in their lives. The Vienna Child Studies wish all first-graders a successful start, lots of joy while learning, new friendships, and many exciting discoveries. ✏️📚

Our study on starting school is also entering its next phase. We look forward to seeing the participating families again and learning more about how children and their parents experience the transition from kindergarten to school. 🔎

 : Eine sichere Bindung unterstützt das prosoziale Verhalten von Kindern 💚🤲 Ein Kind tröstet ein anderes Kind, das weint...
03/09/2026

: Eine sichere Bindung unterstützt das prosoziale Verhalten von Kindern 💚🤲

Ein Kind tröstet ein anderes Kind, das weint 🫂 oder teilt das mitgebrachte Essen mit anderen 🍏. Dieses Verhalten, das anderen zugutekommt, nennt sich prosoziales Verhalten und es kann sich neben dem Trösten und Teilen auch durch Mitgefühl, Rücksichtnahme und Helfen äußern. Das prosoziale Verhalten ist wichtig für ein harmonisches und kooperatives Zusammenleben mit anderen. 🧑‍🤝‍🧑

Forscher*innen versuchen herauszufinden, wie sich das prosoziale Verhalten entwickelt und wodurch es beeinflusst wird. Ein Faktor, der dabei eine Rolle spielt, ist die Bindung, also die emotionale Beziehung zwischen einem Kind und dessen Bezugspersonen. 💚 Kinder, die eine sichere Bindung zu ihren Bezugspersonen aufweisen, also ihre Bezugspersonen als verlässlich und unterstützend erleben, zeigen häufiger prosoziales Verhalten. Kindern fällt es durch die sichere Bindung zu ihren Bezugspersonen leichter, anderen zu vertrauen und zu helfen, sowie sich helfen zu lassen. Zudem unterstützt eine sichere Bindung die Fähigkeit von Kindern, mit ihren eigenen Emotionen umzugehen. 👧🤝👦

Neben der Bindung können auch andere Einflüsse das prosoziale Verhalten beeinflussen. So spielen beispielsweise Vorbilder eine Rolle, genauso wie die Erziehung und Werte, mit denen ein Kind aufwächst. 🏡✨✨

🧩🫶🌱

: Secure attachment supports prosocial behavior in children 💚🤲

One child comforts another child who is crying 🫂 or shares their food with others🍏. This behaviour, which benefits others, is called prosocial behaviour and, in addition to comforting and sharing, can also be expressed through showing compassion, consideration and helping others. Prosocial behaviour is important for harmonious and cooperative coexistence with others. 🧑‍🤝‍🧑

Researchers are trying to find out how prosocial behaviour develops and what influences it. One factor that plays a role here is attachment, which describes the emotional relationship between a child and their caregivers. 💚 Children who have a secure attachment to their caregivers, that is, who experience their primary caregivers as reliable and supportive, are more likely to display forms of prosocial behaviour. Children with a secure attachment to caregivers find it easier to trust and help others, as well as to accept help from others. Furthermore, a secure attachment supports their ability to deal with their own emotions. 👧🤝👦

In addition to attachment, other factors can also influence prosocial behaviour. For example, role models play a role, as do the values with which a child grows up. 🏡✨

Quellen:
Deneault, A.-A., Hammond, S. I., & Madigan, S. (2023). A Meta-Analysis of Child-Parent Attachment in Early Childhood and Prosociality. Developmental Psychology, 59(2), 236–255. https://doi.org/10.1037/dev0001484
Gross, J. T., Stern, J. A., Brett, B. E., & Cassidy, J. (2017). The multifaceted nature of prosocial behavior in children: Links with attachment theory and research. Social Development (Oxford, England), 26(4), 661–678. https://doi.org/10.1111/sode.12242

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Liebiggasse 5
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Dienstag 09:00 - 17:00
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