27/05/2020
!! JOBANGEBOT !! ab Jänner 2021
Das „Institut für Wissenschaft und Forschung“ (Innenministerium) sucht 40 – 50 Interviewer*innen mit einschlägigen Sprachkompetenzen und nach Möglichkeit mit einem sozialwissenschaftlichen Hintergrund. Beschreibung und Kontaktdaten unten! ➡️➡️➡️➡️
Das Institut für Wissenschaft und Forschung, das im Bundesministerium für Inneres angesiedelt ist, führt gegenwärtig das Forschungsprojekt „Zielland Österreich“ durch.
Das Forschungsdesign enthält unter anderem Befragungen von Migrant*innen. Ein zu diesem Zweck beauftragtes Befragungsinstitut wird für die Abwicklung und Organisation Sorge tragen. Das Bundesministerium für Inneres erhält – unter Einhaltung aller datenschutzrechtlichen Bestimmungen – nur anonymisierte Daten.
Der Schwerpunkt des Projekts liegt darauf, zu erforschen, wie letztlich die Entscheidung für eine bestimmte Zieldestination zu Stande kommt bzw. welche anderen Parameter (ein Aufgriff bspw.) in welchem Umfang dabei entscheidend sind und insbesondere, welche davon spezifisch für Österreich zum Tragen kommen.
Dafür sollen Daten hinsichtlich des Migrationsprozesses von Migrant*innen, die sich „am Weg“ befinden, gesammelt werden, da zu dieser Phase noch eingehender Forschungsbedarf besteht. Dies ist insofern von besonderer Bedeutung, da – entgegen der vielfach bestehenden Annahme – Push- und Pull Faktoren keine statischen, eindimensionalen Faktoren darstellen, sondern von den Migrant*innen im Zuge aktiver Entscheidungsprozesse während des Migrationsprozesses laufend an die geänderten Rahmenbedingungen und dem jeweiligen Informationsgehalt angepasst und adaptiert werden. Diese „Kalibrierungen“ der Prioritäten beeinflussen letztlich die Frage der Sekundärmigration, die weitere Routenwahl oder die Verweildauer an den unterschiedlichen Stationen.
Das Projekt schließt somit die Lücke zwischen Personen, die sich in der Herkunftsregion befinden und über eine (Weiter-)Migration nachdenken, jenen, die unterwegs sind (auf der weiteren Route) und jenen, die sich bereits in Europa/Österreich aufhalten. Dies ist auch insofern von hoher Bedeutung, da bislang die Erhebung von Migrant*innen per se und Geflüchteten (vor allem der jüngeren Vergangenheit) im Speziellen hauptsächlich im Rahmen allgemeiner „social surveys“ erfolgte und kaum Individualdaten vorliegen. Dabei sollen eben nicht nur „Köpfe“ gezählt und sozioökonomische Rahmendaten statistisch erfasst werden, sondern erstmals auch Motive, Netzwerke (Sozialkapital), Zielsetzungen und Hintergründe im Zusammenhang mit der (Flucht-)Migration nach Österreich wissenschaftlich analysiert werden.
Insbesondere sollen konkrete Informationen erhoben werden:
* Wer kommt warum nach Österreich im Zusammenhang mit Fluchtmigration?
* Welche Faktoren sind für welche Gruppen ausschlaggebend?
* Was sind die Absichten und Pläne für die Zukunft – auch jener, die sich bereits in Österreich befinden?
Um diese Fragen näher zu erforschen werden Interviewer*innen für die nationalen Befragungen in Österreich gesucht., wobei der Schwerpunkt in Wien liegen wird. Es sollen Migrant*innen folgender Herkunft befragt werden: Afghanistan, Irak, Syrien und Nigeria (jeweils 250). Es werden somit Interviewer*innen benötigt, die folgende Sprachen sprechen: Englisch, Farsi/Dari und Arabisch. Idealerweise auch Muttersprachler*innen aus den betreffenden Ländern.
Der Ablauf der Befragung ist wie folgt vorgesehen:
- Der Beginn der Befragungen ist - abhängig von der weiteren Corona-Lage - Anfang 2021 vorgesehen.
- Befragungsörtlichkeiten: Österreichweit mit Schwerpunkt Wien. Größtenteils in Betreuungsstellen des Bundes und der Länder.
- Bei den Interviews handelt es sich um computerunterstützte Face-to-Face Befragungen.
- Pro Interview sind ca. 50 Fragen geplant, was einer Dauer von etwa 30 Minuten Gesprächsdauer entspricht. Mit Begrüßung und Verabschiedung ist je nach interviewter Person und weiteren Umgebungsfaktoren somit mit einer Dauer von 30 – 45 Minuten zu rechnen.
- Wie viele Interviews pro Interviewer*in absolvieren werden, kann persönlich und variabel vereinbart werden.
- Es wird branchenübliche Bezahlung geboten.
Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie unser Forschungsprojekt durch ihre Mitarbeit unterstützen.
Ansprechpartnerinnen:
Projektleitung:
Dr. Linda Jakubowicz
Mobil: +43 664 85 86 982, [email protected]
Wissenschaftliche Projektmitarbeiterin:
Andrea Gaunersdorfer, B.Sc.
Mobil: +43 664 83 50 554, [email protected]