05/06/2026
6 von 10 Wiener Betrieben sind Ein-Personen-Unternehmen. In Summe sind das 76.206 EPU.
"Ein-Personen-Unternehmen sind ein stabiler Pfeiler der Wiener Wirtschaft und ein unverzichtbarer Teil des Wirtschaftsstandorts Wien", sagt WK Wien-Präsident Walter Ruck. "Sie sichern in vielen Bereichen die wirtschaftliche Grundversorgung, von Dienstleistungen über Kreativwirtschaft bis hin zu Handel und Gewerbe. Als flexible Auftragnehmer, Zulieferer und Spezialisten halten sie zahlreiche wirtschaftliche Abläufe am Laufen."
Gerade EPU, die häufig als One-Man- oder One-Woman-Show ohne administrative Unterstützung arbeiten, sind von steigenden Kosten, wachsender Bürokratie und unsicheren wirtschaftlichen Rahmenbedingungen besonders betroffen.
"2025 haben wir erreicht, dass die Umsatzgrenze für Kleinunternehmer von 35.000 auf 55.000 Euro erhöht wird", sagt Präsident Ruck. "Davon profitieren viele EPU direkt. Allerdings war das nur ein Zwischenschritt: Aus unserer Sicht würde eine weitere Erhöhung auf 85.000 Euro gerade EPU weiter entlasten und steuerliche Pflichten vereinfachen."
Sinnvoll sei auch eine weitere Anhebung der Grenze für geringwertige Wirtschaftsgüter auf 2.500 Euro, um Investitionen zu erleichtern und den bürokratischen Aufwand zu senken. Außerdem sollte der Verlustrücktrag dauerhaft verankert werden, um temporäre Krisen besser abzufedern, so Ruck.
➡️ https://www.wko.at/wien/news/sechs-von-zehn-wiener-unternehmen-sind-epu
Foto: Florian Wieser