Akademie für Naturgestaltung

Akademie für Naturgestaltung Ausbildung zum Floristmeister bei Franz-Josef Wein Ziel der Ausbildung ist es die unterschiedlichen Aspekte der Natur miteinander durch Gestaltung zu vereinen.

Der Mensch soll sich dabei selbst als einer dieser Aspekte begreifen dem es möglich ist in gestalterischer Art und Weise schöpferisch inspiriert zu formen. Wichtigster Partner auf diesem Weg
wird die pflanzliche Natur sein. Im Rahmen dieser Ausbildung soll eine hochgradige Sensibilisierung für das pflanzliche Material bei den Teilnehmern erreicht werden. Die Pflanze als Lebewesen zu begreifen ist

dabei eines der größten Ziele. Der gesamte Unterricht wird sowohl durch kunsthistorische, philosophische und wissenschaftliche als auch kaufmännische und wirtschaftliche Fächer begleitet. Das Ziel der Ausbildung ist es den angehenden Meistern zu vermitteln wie sie auf die jeweiligen Situationen in ihrem Beruf reagieren können ohne dabei die Wurzelnd des Berufes zu vernachlässigen. Die Ausbildung soll das Selbstvertrauen der Seminarteilnehmer in sich selbst und ihre eigenen gestalterischen und schöpferischen Möglichkeiten stärken. Es soll insgesamt ein stabiles Fundament aufgebaut werden, durch das sich der zukünftige Meister eigenständig nach seinen eigenen Neigungen entsprechend entfalten kann. Das wichtigste Anliegen der Seminare besteht darin, den Seminarteilnehmern verständlich zu machen in welcher Verbindung zueinander all unterrichteten Fächer stehen. Nur wenn die Seminarinhalte nicht isoliert betrachtet werden , kann das zu einem dauerhaften Erfolg für die Zukunft der Absolventen führen. Die Fähigkeit gut zu gestalten umfasst ebenso die theoretischen Fächer in ihrer Allgemeinheit als auch die Fachpraxis. Eine gute Gestaltung mit pflanzlichen Materialien ist unmöglich ohne entsprechende Kenntnisse der Natur. Jegliches fachliche Wissen sollte im Einklang mit den wirtschaftlichen Aspekten eines Berufes gebracht werden um die eigenständige wirtschaftliche Existenz zu ermöglichen. Dabei soll jeder Seminarteilnehmer für sich selbst Erkenntnisse sammeln welchen Stellenwert wirtschaftliches vernünftiges Handeln im Einklang mit der Natur für ihn persönlich hat. All diese Faktoren sollen mit den besonderen und speziellen Fähigkeiten eines Menschen verbunden werden, die in seiner eigenen Individualität begründet sind. Denn der Mensch selbst ist der wichtigste Faktor in seinen Fähigkeiten zu gestalten und dieser Aspekt darf auf gar keinen Fall vernachlässigt werden. Impressum einsehbar unter http://www.naturgestaltung.com/orchidee_anmeldung_impressum.htm

PUSTEBLUMENKRANZWir freuen uns Euch und Eure Freunde zur Präsentation der Meisterwerke des diesjährigen Jahrgangs am 12....
03/09/2026

PUSTEBLUMENKRANZ
Wir freuen uns Euch und Eure Freunde zur Präsentation der Meisterwerke des diesjährigen Jahrgangs am 12. und 13. September von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr einzuladen.
Franz-Josef

EINLADUNG ZUR AUSSTELLUNG DER MEISTERARBEITENAm 12. und 13. September von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr laden wir ein und freu...
02/09/2026

EINLADUNG ZUR AUSSTELLUNG DER MEISTERARBEITEN
Am 12. und 13. September von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr laden wir ein und freuen uns auf Euch und Eure Freunde.
Führungen durch die diesjährigen Themenarbeiten WIR FEIERN sind jeweils um 11.00 Uhr.
Franz-Josef

VERENA HABERL GESTALTET DIE ZYPRESSEAuch Verena hatte sich ganz allgemein mit der Zypresse beschäftigt und sie steht für...
01/09/2026

VERENA HABERL GESTALTET DIE ZYPRESSE
Auch Verena hatte sich ganz allgemein mit der Zypresse beschäftigt und sie steht für Ewigkeit, Leben und Tod, Verbindung zum Himmel und Trauer. Mythologisch stellt die Zypresse eine Verbindung zur Unterwelt dar, weshalb sie im Mittelmeerraum ein typischer Baum von Friedhöfen ist. Der Name Zypresse leitet sich von Kaparyssus, einem jugendlichen Begleiter des Gottes Apoll ab. Apoll schenkte ihm einen Hirsch mit goldenem Geweih, den Kaparyssus sehr liebte. Als er auf der Jagd ist wirft er seinen Speer in die Richtung eines Geräusches im Dickicht und trifft diesen Lieblingshirsch. Kaparyssus verfällt in tiefe Trauer und bittet die Götter auch ihn zu töten. Apoll verwandelt seinen Freund in eine Zypresse und erklärt sie zum Symbol des Trauerns.
Auf all das wollte Verena aber nicht eingehen. Sie fand jedoch die Darstellung einer Zypresse in einem der berühmtesten Gemälden der Kunstgeschichte sehr interessant. Vincent van Gogh setzt sie ganz markant im Vordergrund seines Bildes Sternennacht ein. Das Bild entstand im Juni 1889 während seines Aufenthalts in der Nervenheilanstalt im südfranzösischen Saint-Rémy-de-Provence. Van Gogh befand sich folglich in einer depressiven Phase in diesem Augenblick. Er malt den Ort und die Zypresse aus seiner Erinnerung und ließ darüber eine von Sternen durchwirbelte Nacht entstehen. Wahrscheinlich bedeutet die Zypresse für ihn eine Verbindung zwischen den Welten. Mit ihrer dunklen, flammenartigen Form ragt die Zypresse im Vordergrund des Bildes weit nach oben und verbindet optische, das Dorf oder die Erde mit dem unendlichen Himmel. Natürlich war van Gogh die Todesbedeutung dieser Pflanze im mediterranen Raum bekannt. Er selbst sah in ihnen oft ein düsteres Element, verglich sie allerdings gleichzeitig mit ägyptischen Obelisken, die ja pure Sonnensymbole sind. Vielleicht sah van Gogh auch sein eigenes Leben mit der Zypresse verbunden und darin das menschliche Streben nach einem Leben nach dem Tod, den er in seinen depressiven Phasen geradezu suchte.
In dem Bild gerät der Himmel über dem ruhigen Dorf fast in Ekstase. Elf Sterne und ein Halbmond scheinen nicht mehr starr am Himmel zu stehen, nein, sie geraten in Bewegung und der Himmel wird dadurch irreal und expressiv wie lebendig. Diese Malweise ist typisch für van Gogh, der nicht das malte was er sah, sondern was er fühlte. Gerade diese Bild ist eine Komposition und den realen Hintergrund dafür gibt es gar nicht. Das macht die Gestaltung des Bildes noch emotionaler. Van Gogh taucht förmlich in die dunkelblaue Farbe des Himmels ein und bringt durch diese Dunkelheit das Gelb der Gestirne noch mehr zum Strahlen. Man geht heute davon aus, dass er hin- und hergerissen bei dem Malen dieses Bildes war. Er gehörte noch der Erde, sehnte sich aber vielleicht schon nach dem Himmel. Vielleicht sehnte er sich auch ganz einfach nach einem guten Leben nach seinem Tod.
All das faszinierte Verena und so tauchte sie in das Bild und damit in das Leben von van Gogh ein. Ihre Zypresse hatte sie folglich auch einen sehr speziellen Pfad zu ihrer Bargestaltung geleitet. Sie fand es glaube ich auch aus einem sehr persönlichen Grund anziehend, um sich damit zu beschäftigen. Verena bezeichnet sich selbst immer als absolut Rationalistin und das steht ja komplementär zum Wesen von Vincent van Gogh, der ein hundertprozentiger Emotionaler war. Vielleicht zog Verena gerade dieser Kontrast so besonders an. Verena würde gerne immer alles ganz genau erklären wollen und dafür braucht sie Fakten. Bei diesem Gemälde war sie in der Deutung jedoch auf Vermutungen angewiesen und auf einen Menschen, der rational unmöglich fassbar ist. Ich fand das anfänglich verblüffend, mit der Zeit jedoch gar nicht mehr. Ich dachte vielleicht ist Verena gerade in diesem Moment auf die Entdeckungsreise ihrer emotionaler Seite gegangen. Sie muss ja da sein, denn es gibt keinen Menschen ohne sie. Vielleicht, so dachte ich, fällt es Verena leichter über die Emotionen eines anderen Menschen zu ihren eigenen zu gelangen, denn eines war mir bei ihr klar, dass sie eine absolut rationale Seite zeigt, aber zutiefst berührt werden kann. Vielleicht ist diese emotionale Berührung ein wenig gefährlich für sie selbst und ich fand es spannend, dass sie ausgerechnet in ihrer Meisterprüfung das wagen würde. Ich war mir sicher, dass nur der Einstieg in das Gemälde für Verena einen rationalen Grund hatte, dass sie aber ab dann, mit den Emotionen von van Gogh konfrontiert, sich auch selbst bekennen musste.
Die Bargestaltung wirkte auf den ersten Augenblick absolut rational. Die Bar war eckig-kantig, der rechte Winkel beherrschte die Gesamtaussage und die Reduktion der Gestaltung war schon fast brutal in der Vereinfachung. Optisch hatte sich Verena einer anderen Kunstgattung genähert und zwar dem Kubismus, in dem sie alle Formen geometrisch vereinfachte und sie die Floralien auf den ersten Blick in diese Form zwang. Diese Lösung fand ich unglaublich spannend und für Verena authentisch. Auf dem eckigen Tisch platzierte Verena rechteckige Plexiglasscheiben, die sie mit sehr kleinen Löchern versah und durch diese Löcher verband sie immer zwei Zypressenzapfen auf beiden Seiten miteinander. Die Form der Zypressenzapfen vollzogen die Wuchsform einer Zypresse, aufstrebend, dynamisch, dem Himmel entgegen gehend. Durch die Form des Dreiecks stellte Verena die Verbindung zwischen Materie und Geist her, zwischen Himmel und Erde. Das fand ich von der Aussage grundsätzlich spannend und aufregend. Dann setzte Verena aber noch farbige Akzente durch vereinzelte, langstielige Blüten des Sonnenhuts in die Gestaltung. Der dunkle Kern war fast nicht ersichtlich, die strahlenförmigen Blütenblätter jedoch sehr. Verena hatte sich ganz darauf verlassen diese Blüten so langstielig und mit einer dynamischen Bewegungsform zu finden und das war untypisch für sie. Sie brachte so noch etwas ganz spontanes in die ansonsten sehr statische Gestaltung hinein und genau das war so wohltuend. Diese Blüten waren die Bewegung der Sterne und des Mondes im Bild von van Gogh. Durch diese Bewegungen versöhnte Verena die organische Bewegung mit der Geometrie, was fast unmöglich ist. Ich für mich dachte, jetzt verbindet Verena ihre rationale Seite mit ihrer emotionaler Seite und das zu erleben, war unglaublich schön.
Verena hatte noch einen zusätzlichen Effekt durch farbiges Licht gesetzt. Sie wusste, dass wenn man das Licht richtig einsetzt, die Kanten und die durchbohrten Punkte der Plexiglasplatten diese Farbe annehmen würden. Genau richtig verwendete Verena die Farbe blau dafür, interessanter Weise die rationalste Farbe, die Farbe des Geistes, des Verstandes, aber auch des Himmels. Als ich miterlebte, als Verena das blaue Licht einschaltete hatte ich auf der Stelle eine ganz eigene Empfindung dabei. Es wurde also sofort mein Gefühl und nicht mein Verstand angesprochen. Ich hatte das Gefühl von Weihnachten und zwar das Gefühl der Verkündigung der Engel an die Hirten. Ich empfand für mich eine Verbindung des Himmels und der Erde. Ich spürte die Gestaltung als ein Ereignis des Himmels, das sich der Erde mitteilt. Damit war ich wahrscheinlich weit von dem entfernt, was Verena vermitteln wollte, aber es war für mich so. Das Licht stellte aber auf jeden Fall eine Verbindung zwischen zweit Welten her.
Nun habe ich über das Wesen von Verena schon sehr viel mitgeteilt. Sie ist eine extrem fröhliche Frau, sie liebt es zu organisieren und auch zu delegieren. Sie mag Ordnung um sich herum, vor dem Chaos hat sie Berührungsängste. Sie hat aber auch etwas kindliches an sich, nicht kindisch, das ist etwas ganz anderes. Sie liebt das Gestalten mit Blumen und Pflanzen und in der Auseinandersetzung damit hat sie herausgefunden, dass nicht immer alles nach ihrem Willen geschehen kann und darf, sondern dass diese Floralien höchst individuell sind und das auch ausdrücken. Verena mag strahlende Farben, das ist ganz ihr Ding, die sanfte Töne beherrscht sie jedoch auch. Handwerklich tüftelt sie gerne an der für sie besten Lösung. In der Gestaltung ist sie vielfältig, klare Aussage sind ihrem Wesen dabei jedoch entsprechender, als lyrische oder opulente Gestaltungen. Verena ist komplex, obwohl sie das nicht immer gerne zeigt. Sie ist noch dazu ein kritischer Zeitgeist und sie argumentiert dabei sehr geschickt und bringt die Sache oft auf den Punkt. Verena hat ihr meisterliches Können gezeigt und darauf darf sie sehr stolz sein.
Franz-Josef

NICOLE LACKNER GESTALTET DIE WEIDENicole recherchierte anfänglich ganz allgemein über die Weide, im besonderen Maße über...
31/08/2026

NICOLE LACKNER GESTALTET DIE WEIDE
Nicole recherchierte anfänglich ganz allgemein über die Weide, im besonderen Maße über die Trauerweide. Sie stammt ursprünglich aus China und kam über die Seidenstraße nach Europa. Sie ist ein wasserliebender Baum, sie kann sogar mehrere Wochen im Wasser stehen ohne Schaden zu nehmen. In der keltischen Mythologie steht die Weide für weibliche Gottheiten.
Nicole verblüffte mich dann allerdings mit dem Aspekt, den sie für die Bargestaltung verwenden wollte. Sie hatte eine für einen Wald Disney Film inhaltlich wichtige Weide gefunden und zwar für die Verfilmung von Pocahontas. Es war die erste Disneyverfilmung nach einem realen Hintergrund und der Film ist natürlich in eine Liebesgeschichte gebettet, die es so vermutlich nie gegeben hat. Pocahontas war jedoch eine reale Persönlichkeit. Sie war die Tochter des Häuptling Powhatan und ihr wirklicher Name war Matoaka, ihr Kosename bei ihrem Volk war jedoch Pocahontas, das so viel wie die Wilde, die Verspielte bedeutet. Auch John Smith hat es real gegeben. Nach seinem Bericht an die englische Königin hatte sich Pocahontas schützend über ihn geworfen, als ihr eigenes Volk ihn umbringen wollte. Von ihr lernte er auch die Stammessprache. Ob daraus tatsächliche eine Liebesbeziehung entstand kann nicht behauptet werden. Pocahontas sorgte für Ausgleich zwischen ihrem eigenen Volk und den Europäern. Sie glaubte an die Möglichkeit einer friedlichen Koexistenz beider Gruppen, vielleicht sogar zu beider Seiten Nutzen. Sie vermittelte den Europäern welche Pflanzen essbar waren und während einer Hungersnot versorgte sie sie mit Lebensmittel ihres Stammes. Bei einer Auseinandersetzung zwischen ihrem eigenen Volk und den Europäern stellte sie sich auf die Seite von John Smith. In ihrem realen Leben wurde sie von den Engländern auf einem Schiff entführt und nach England gebracht. Dort konvertierte sie zur Christin und wurde Rebecca genannt. In England starb sie mit 22 Jahren.
Die Engländer hatten in diesem für sie neuen Land große Goldvorkommen vermutet und dieses Gold wollte man nach Europa bringen. Tatsächlich gab es nur unbedeutende Goldvorkommen dort und trotzdem brachten Sie wertvolle Schätze auf der Heimreise mit. Das waren vor allem essbare Pflanzen, die klimatisch in Europa auch sehr gut gedeihen konnten. Der Nutzen war aus heutiger Sicht riesig, denn die breite Masse der Bevölkerung in Europa konnte nach dem Mittelalter erstmalig wirklich satt gemacht werden.
Die Geschichte ist sehr spannend, aber was hatte das alles mit der Weide zu tun? Im Disney Film ist die Weide ein lebendiges Geistwesen, uralt und deshalb wird sie Großmutter Weide genannt. Sie berät und unterrichtet Pocahontas und lehrt sie, ganz in sich hinein zu horchen um Erkenntnis zu erlangen. Ein berühmtes Zitat von Großmutter Weide im Film ist: „Lausche mit dem Herz, dann wirst du verstehen“. Nicole war fasziniert von dieser Weide, die ein so großes und umfassendes Verständnis der gesamten Natur hatte und vermitteln konnte, dass alles mit allem zu tun hat und miteinander verbunden ist. Durch Großmutter Weide wird das komplexe Wissen der First Nation verkörpert und erhält dadurch eine bedeutende Rolle für den Film. Nicole wollte einerseits die Geschichte erzählen, zum anderen aber auch die Position von Großmutter Weide durch ihre Gestaltung stärken. Nicole wollte auch die unglaublichen Naturgeschenke, die die Europäer mitnahmen thematisieren und den Ausgleich darstellen, den Pocahontas zwischen den Menschen erzielen wollte.
Die Gesamtgestaltung war sehr komplex. Die Basis der Gestaltung war ein Wasserbecken. Dadurch sprach sie das Element an, das für alle Pflanzen und ganz besonders für die Weide von größter Bedeutung ist. Gleichzeitig war das Wasser jedoch auch ein Sinnbild für das Meer, über das die Europäer mit ihren Segelschiffen kamen. Die gestaltete Weide erhielt darüber ihr Wasser und Nicole stellte stilisiert die Segel der europäischen Schiffe dort da, in dem sie Formen aus Leinen über der Wasserfläche platzierte. Darauf baute sich die eigentliche Barplatte auf. Unter dieser Platte konnte man vergoldete Reagenzgläser sehen, das war das Gold, dass die Europäer in der Erde finden wollten. Darüber zeigte sich dann aber der wirkliche Schatz dieses Landes und so gestaltete Nicole eine Vielzahl von essbaren Früchten, als wichtigen Teil ihrer Gestaltung. Die Barplatte trug aber auch unterschiedliche Vasenformen in allen Naturtönen, aber auch Schwarz und Weiß. Das waren für Nicole die unterschiedlichen Menschen, jeglicher Hautfarbe und Herkunft und in ihrem Wesen ganz verschieden. Extravagante standen nehmen sehr einfachen Formen, geometrisches traf auf organisches, klein auf groß…… In Summe ergab das eine unglaubliche Mischung, die aber sehr reizvoll anzusehen war und dadurch wurde gezeigt, wie gut ein Nebeneinander großer Unterschiede funktionieren kann. In diese Gefäße stellte Nicole schließlich auch noch Blüten und Floralien, die ebenfalls aus Amerika stammen und sich bei uns eingebürgert haben. Fast niemand verbindet mit Fuchsschwanz oder Dahlie und Fuchsien heute etwas Fremdes, obwohl das so ist. Genauso glaubt Nicole, dass es möglich ist Unterschiede zu überbrücken und eine sehr gut funktionierende große Gemeinschaft daraus entstehen kann. Damit wurde Nicole in ihrer Aussage politisch. Nicole betonte das Gute, dass aus Fremden entstehen kann und nicht das Schlechte, das heute leider sehr viele Menschen darin zu sehen glauben. Die Gesamtgestaltung hatte Ästhetik, Charakter und Aussage gleichzeitig, ganz so, wie es ein Meisterwerk sein soll.
Nicole ist eine zwar zurückhaltende und gleichzeitig quirlige Persönlichkeit. Sie ist klug und will an immer mehr Wissen herankommen. Sie will Hintergründe kennenlernen und damit ein besseres Verständnis für sich selbst von allem aufbauen. Sie ist äußerst genau in allem was sie tut, denn da strebt sie nicht weniger als Perfektionismus an. Gleichzeitig ist sie voller Fantasie und dadurch sehr vielfältig in ihren Gestaltungen. Sie hat ihre Klasse immer wieder durch ihre Gestaltungen gleichzeitig verblüfft und fasziniert. Bei allen Gestaltungen war Nicole tiefgründig und sie experimentierte sehr gerne an Techniken und neuen Gestaltungsmöglichkeiten. Nicole besitzt ein unglaubliches Gefühl für außergewöhnliche Farbstellungen, sie setzt das Medium Farbe sehr raffiniert für ihre Gestaltungen ein. Das Feld der Texturen bearbeitet sie mit vergleichbarer Leidenschaft und immer wieder will sie sich dabei verbessern und entwickeln. Handwerklich ist Nicole ein Ass, sie beherrscht einfach alles was man als sehr gute Handwerkmeisterin beherrschen muss und sie bringt dieses Können sehr vielfältig zum Ausdruck. In der Gestaltung allgemein kann es für sie stark reduzierter Purismus und damit die klare Hinwendung zur Form sein. Stark sich auflösende Gestaltung mit größter Vielfalt in den Floralien fasziniert sie jedoch auch. Daran kann man die komplexen Möglichkeiten von Nicole erkennen.
Nicole ist ein sehr liebenswürdiger und höflicher Mensch, dabei hat sie einen besonderen Humor und kann sehr ironisch sein. Das macht sie als Persönlichkeit so interessant. Ungeduldig kann sie sein, wenn sie meint etwas nicht schnell genug verstehen oder begreifen zu können. Das macht sie innerlich nervös, denn sie will eine Könnerin sein. Sie hat einen eisernen Willen, sie ist zielstrebig und auch ehrgeizig, das aber auf eine sehr natürliche Art und Weise. Insgesamt ist Nicole ein Naturkind, das aber auch offen für Extravaganz ist. Das Gesamtpacket Nicole ist wunderbar und das war für mich immer wieder sehr schön zu erleben.
Franz-Josef

WIR FREUEN UNS AUF EUCH UND EURE FREUNDEBald ist es soweit. Das Stift Zwettl öffnet seine Tore um die Meisterwerke des J...
28/08/2026

WIR FREUEN UNS AUF EUCH UND EURE FREUNDE
Bald ist es soweit. Das Stift Zwettl öffnet seine Tore um die Meisterwerke des Jahrganges 2025/26 zu präsentieren.
Das diesjährige Thema für die Themengestaltungen heißt WIR FEIERN und dafür wurden denkwürdige Ereignisse und Jubiläen ausgewählt, die absolut feierwürdig sind. Dazu zählen
- der hundertste Geburtstag der Queen und von Marylin Monroe
- der 800. Gedenktag für Franz von Assisi
- Das Sacher wird 150 Jahre alt
- Die Albertina feiert ihren 250. Geburtstag
- Die Weihe des Petersdoms in Rom liegt 400 Jahre zurück
Das ist nur ein kleiner Auszug der Themen.
12. und 13. September von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr
Wir freuen uns
Franz-Josef

AUSSTELLUNG DER MEISTERARBEITEN AM 12. UND 13. SEPTEMBER VON 10.00 UHR BIS 18.00 UHR IM STIFT ZWETTL
27/08/2026

AUSSTELLUNG DER MEISTERARBEITEN AM 12. UND 13. SEPTEMBER VON 10.00 UHR BIS 18.00 UHR IM STIFT ZWETTL

AUSSTELLUNG DER MEISTERARBEITEN IM STIFT ZWETTL AM 12. UND 13. SEPTEMBER VON 10.00 UHR BIS 18.00 UHR
26/08/2026

AUSSTELLUNG DER MEISTERARBEITEN IM STIFT ZWETTL AM 12. UND 13. SEPTEMBER VON 10.00 UHR BIS 18.00 UHR

PRÄSENTATION DER MEISTERARBEITEN IM STIFT ZWETTL AM 12. UND 13. SEPTEMBER VON 10.00 UHR BIS 18.00 UHRWir freuen uns auf ...
20/08/2026

PRÄSENTATION DER MEISTERARBEITEN IM STIFT ZWETTL AM 12. UND 13. SEPTEMBER VON 10.00 UHR BIS 18.00 UHR
Wir freuen uns auf Dich und Deine Freunde.
Franz-Josef

KARIN FÜREDER GESTALTET DIE ZEDERKarin hatte sich mythologisch mit der Zeder beschäftigt. Sie war das Holz, aus denen di...
18/08/2026

KARIN FÜREDER GESTALTET DIE ZEDER
Karin hatte sich mythologisch mit der Zeder beschäftigt. Sie war das Holz, aus denen die Holzsärge der Ägypter gefertigt wurden, ganz besonders die Särge der Pharaonen. Diese Zedern kamen aus dem heutigen Libanon, das in der Antike berühmt für seine Zedernwälder war.
In der ägyptischen Mythologie sind alle Götter anfänglich lebendige Wesen und so gilt Osiris als der erste Pharao Ägyptens und seine Frau Isis als große königliche Gemahlin. Zusammen mit den anderen Göttinnen und Göttern herrschen sie über den fruchtbaren Streifen Ägyptens am Nil. Nur der Bruder von Osiris, Seth erhält die Wüste zur Herrschaft und missgönnt seinem Bruder sein Herrschaftsgebiet. Osiris steht für alles Gute und das schöne Leben, während Seth für alles Böse und die trockene Wüste steht. Genau das macht Seth eifersüchtig auf Osiris.
Die alten Ägypter glaubten, dass der Gott Seth die anderen Götter zu einem Fest einlud. Für dieses Fest hatte Seth eine sehr kostbare Kiste bauen lassen und die Göttin oder der Gott, der genau hinein passen würde, sollte sie als Geschenk erhalten. Alle Götter und Göttinnen versuchen das und schließlich passt Osiris, dem Bruder von Seth, diese Kiste, wie auf den Laib geschnitten. Als Osiris darin liegt lässt Seth sie sofort verschließen und wirft sie in den Nil, der die Kiste mit Osiris darin an das Mittelmeer, genauer bis zur Hafenstadt Byblos treubt, die damals zum Reich der Phönizier gehörte, dem heutigen Libanon. Dort verwächst die Kiste mit einer mächtigen Zeder, die schließlich gefällt wird und der König der Phönizier sie in seinen Palast als Säule einbaut. Dort entdeckt ihn Isis und bittet den König um Herausgabe dieser Säule und bringt so ihren Gatten wieder nach Ägypten zurück. Seth ist außer sich vor Wut und zerstückelt die Kiste mit dem Osiris darin in zwölf Teile, die er über Ägypten verteilen lässt. Isis findet alle Teile und setzt sie als Zauberin wieder zusammen und so wird Osiris wieder lebendig und herrscht nun als Gott über Ägypten.
Auf diesen Legendenzyklus basiert die Vorstellung der Ägypter von ihrer Natur am Nil. Der Kontrast zwischen Leben am Nil und Tod in der Wüste wird durch die beiden Brüder Osiris und Seth verkörpert. Jährlich überschwemmt der Nil das Ufer und es bleibt schwarze, nährstoffreicher Schlamm auf dem Land zurück. Die Ägypter nannten ihr Land Kemmet, was so viel wie schwarzes Land bedeutet, denn sie wussten, dass dieser schwarze Schlamm die Grundlage ihres Lebens darstellt. In kürzester Zeit spross nach der Saat aus diesem Schlamm Grün empor und darin sahen die Ägypter den stetigen Wechsel von Tod und Leben, einerseits von Osiris, aber auch für jedes andere Lebewesen. Für das antike Volk was das ein Ausdruck des ewigen Lebens, das alle erreichen konnten, wenn sie ein gutes Leben lebten und darüber entschied am Ende des Lebens Osiris bei einem Totengericht. Grün war für die Ägypter also ein Symbol des Lebens und während alle Göttinnen und Götter eine goldene Haut hatten so war Osiris Grün, denn er verkörperte das pflanzliche Wachstum und damit garantierte er das Leben der Ägypter.
Diese Geschichte hatte Karin durch die Beschäftigung mit ihrer Freundin der Zeder erfahren und genau dafür wollte sie eine Bar gestalten. Dafür wählte sie als Barsockel die Farbe Gold und wie ein Muster überdeckten Hieroglyphen den gesamten Sockel, das war der erste deutliche Hinweis auf das antike Ägypten. Die Barplatte war am Rand mit Lapislazuliblauen Dreiecken versehen, die sich durch eine dünne goldene Linie voneinander trennten. Das Dreieck war für die Ägypter eine Form der Verbindung, sie sahen darin Dreieinigkeiten, sogenannten Triaden, die immer durch eine Götterfamilie repräsentiert wurde, wie z. B. Osiris, Isis und der Sohn Horus. Durch diese Triaden konnte man in die Ewigkeit gelangen.
Auf der Barplatte war die Abdeckung mit Sand gestaltet und das stand für den Tod, das unfruchtbare Land. Lediglich an der Stelle, wo Karin sich mit der Zeder treffen wollte, war eine dünne Glasplatte auf den Sand gelegt, damit man sich selbst beim Trinken nicht beschmutzen würde. Auf diesen Sand stellte Karin alte, goldfarbene Gefäße und gleichzeitig moderne zylindrische Glasvasen. Karin wollte eine Verbindung dieses alten Mythos zur Moderne herstellen, denn die Bar sollte im neu gebauten Ägyptischen Museum an den Pyramiden stehen und das ist bei antiker Formensprache absolut zeitgenössisch und modern gestaltet. Durch die Gefäße kam Wasser ins Spiel, einmal in den Messingvasen nicht und in den Glasvasen sehr deutlich ersichtlich. Damit stellte Karin die Bedeutung des Nils als Wasserquelle und Grundlage des Lebens in Ägypten dar. In Anlehnung an Osiris gestaltete sie in den Gefäßen eine große Vielfalt von grünen Floralien, denn diese Farbe ist der Ausdruck von Vegetation und damit für Leben schlechthin. Karin griff dabei auf alles zurück, was sie in dieser Farbe finden konnte, denn jede Pflanze braucht in irgendeiner Form Wasser um treiben und wachsen zu können. Einzelne blaue Akzente setze Karin durch fruchtragendes Schlehengehölz und durch eine der wichtigsten Blüten des alten Ägyptens, durch die Kornblume.
Karin hatte einen ganzen mythologischen Zyklus für die Zeder gestaltet. Denn in Anlehnung an diese Geschichte war sie das wichtigste und auch heilige Holz für die Ägypter. Damit wurde die Zeder gewürdigt ohne sie selbst für die Gestaltung zu verwenden.
Karin ist eine ganz patente Persönlichkeit. Sie ist tatenkräftig und packt gerne zu, sie will das etwas weitergeht. Dabei hat sie eine innere Heiterkeit und damit kann sie nach außen strahlen. Karin findet in der Regel schnelle Wege für Lösungen, sie verlässt sich dabei ganz auf ihr Wissen und Können und ganz am Schluss lässt sie ihr Gefühl noch mit entscheiden. Sie ist wissbegierig und ganz wichtig ist dabei die praktische Anwendbarkeit von diesem Wissen. Sie will in der Regel alles was sie weiß und kann sofort umsetzen, daran kann man ihren inneren Elan erkennen. In ihrem Wesen ist Karin sehr natürlich, sie trägt aber auch Extravaganz in sich. Sie ist extrovertiert und nicht so die stille Grüblerin im kleinen Kämmerchen. Sie will aus sich herausgehen und sich zeigen, das tat sie sowohl im Unterricht, als auch beim Feiern. Karin erzeugt sofort Stimmung mit ihrer Anwesenheit und dann ist sie ausgelassen und unbändig fröhlich. Ich fand einen Aspekt bei ihr noch faszinierend. Karin liebt riesige Werkstücke, manchmal die mehrfache Höhe ihrer eigenen Körpergröße, dabei kann sie unglaublich gut mit sehr freien Bewegungen umgehen, das liegt ihr im Blut. Das bedeutet nicht, dass sie kleine, detailverliebte Werke nicht mag, aber das Großzügige ist ganz im Fall. Die Farbe Grün hat Karin während der gesamten Ausbildung sehr fasziniert, und sie konnte sich sehr reduziert und fein damit ausdrücken. Farblich lehnt Karin jedoch keine Farbe ab. Sie setzt Farbe so ein, wie es ihre Gestaltung unterstreicht. Handwerklich experimentiert Karin gerne und das war bei den zeitweise enormen Größen auch erforderlich. Sie beherrscht ihr Handwerk auf jeden Fall in hohem, meisterlichen Niveau. Karin legt sich also wenig Begrenzungen auf, sie ist ein Tausendsassa und genau das genießt sie. Karin ist herzerfrischend und vollkommen ungekünstelt, das macht sie als Person so besonders. Karin ist eine wahrhaftige Meisterin, ganz und gar.
Franz-Josef

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Zwettl Stift
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