09/04/2026
Erotisierung
Warum erregt dich, was dich erregt? 🔥
Die Antwort steckt in einem Konzept, das im Sexocorporel-Modell eine zentrale Rolle spielt: Erotisierung – der Prozess, durch den Körper, Berührungen, Fantasien und Sinnesreize erotische Bedeutung bekommen.
Erotisierung ist kein Automatismus. Sie ist ein Lernprozess.
Das Modell beschreibt ihn in 7 Schichten – der sogenannten «Torte der Erotisierung»:
1. Wahrnehmung des eigenen Geschlechts als Teil von sich
2. Sexuelle Erregung durch Sinnesreize
3. Genitale Interaktion
4. Emotionale Bedeutung
5. Verbindung mit Lustgefühlen
6. Symbolisierung – erogene Bilder & Fantasien
7. Kodifizieren – verstehen und bewerten
Besonders grundlegend ist die genitale Erotisierung: das Erleben des eigenen Ge****ls als erregbar und sexuell aktiv. Erst von da aus kann der Körper des anderen Menschen erotische Bedeutung erhalten.
Die gute Nachricht: Re-Erotisierung ist möglich – in jedem Alter. Was nicht oder eingeschränkt erotisiert wurde, lässt sich durch neue Erfahrungen, Bewegung und Bedeutungsgebung verändern.
Mehr dazu am ISP – Institut für Sexualpädagogik und Sexualtherapie
isp-zuerich.ch