INHALTE UND AUFBAU
Im ersten Studienjahr erleben die Regiestudierenden gemeinsam mit Studierenden des Schauspiels und der Theaterpädagogik schauspielerische Grundlagen wie Sprechen, Körperarbeit, Bewegung, Wahrnehmung, Improvisation und Figurenarbeit am eigenen Körper. Parallel zu dieser körperlichen Schulung finden Lehrveranstaltungen zu szenischem Schreiben, Aufführungsanalyse, Grundlagen der R
egiearbeit sowie zu Positionen und Begriffen aus Theorie und Theater statt. Formate der Reflexion und Kontextualisierung stellen eigene Fragestellungen, aktuelle Aufführungen, Theater- und Kunstpraxen in einen soziopolitischen Handlungskontext und sind Ausgangspunkt für den gemeinsamen Diskurs. Einerseits steht im zweiten Studienjahr die Regiearbeit mit Schauspielerinnen und Schauspielern und damit die theoretische und praktische Auseinandersetzung mit verschiedenen Probemethoden im Vordergrund, andererseits wird die Vernetzung und Zusammenarbeit mit anderen Künsten intensiviert. So findet ein umfassendes Modul mit den Studierenden des Films statt, ein Projekt wird in Zusammenarbeit mit den Kompositionsstudierenden des Departements Musik realisiert und ein klassischer Stoff in Kollaboration mit Dramaturgiestudierenden bearbeitet. Die Veröffentlichung von Skizzen und kurzer inszenatorischer Formen dient der Vergegenwärtigung des eigenen Standpunkts und gestaltet die Arbeitsprozesse im Selbstverständnis zwischen konzipieren und erproben, zeigen und reflektieren. Das persönliche Schaffen auf der Folie der gesellschaftlichen Gegenwart zu hinterfragen, die eigenen Dringlichkeiten zu schärfen und in Eigenverantwortung Projekte zu entwickeln, dies sind die wichtigen Themen des dritten Jahres. Eine davon wird zu einem gegebenen Thema mit Schauspielstudierenden des eigenen Jahrgangs erarbeitet, die andere ist frei bezüglich des Stoffs, der Arbeitszusammenhänge und des Spielorts. Die Regieausbildung der ZHdK versteht Theater als gelebte Öffentlichkeit und fordert auf, darin Systeme des eigenen künstlerischen Handelns zu entwerfen.