27/08/2026
RWTH:2U bringt Studierende unterschiedlicher Fachrichtungen zusammen, fördert den Einsatz von KI in der Lehre, stärkt die Identifikation mit der Hochschule und bündelt bestehende Projekte.
RWTH-Studierende aus dem Bauingenieurwesen und der Medizin entwickeln mit Hilfe von Virtual Reality (VR) einen OP-Saal der Zukunft.
Studierende aus verschiedenen Fachrichtungen zusammen zu bringen ist ein Ziel von RWTH:2U. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Integration neuer Technologien in die Lehre, insbesondere von KI. Der Knowledge & Development Hub bündelt digitale Werkzeuge, entwickelt sie weiter und verankert sie langfristig in Studium und Lehre. „RWTH:2U macht aus KI und Digitalisierung kein Add-on, sondern das Betriebssystem unserer Lehre – interdisziplinär gedacht, praxisnah umgesetzt und über Fächergrenzen hinweg gelebt“, sagt Professor Joost-Pieter Katoen, Prorektor für Lehre der RWTH.
Auch ist es Ziel der Initiative, die Identifikation mit der Hochschule zu stärken. „Aus ‚ich studiere an der RWTH‘ wird wieder ein echtes ‚Wir sind die RWTH‘ – durch Lehre, die verbindet statt isoliert“, betont Katoen. Schließlich geht es auch um die bessere Koordination bestehender Initiativen. Projekte und Maßnahmen in Studium und Lehre sollen stärker miteinander verzahnt und aufeinander abgestimmt werden.
Ein Beispiel hierfür ist das Projekt „Operationssaal der Zukunft“, in dem Studierende der Medizin und des Bauingenieurwesens bereits im ersten Semester gemeinsam arbeiten. Zu Beginn erkunden sie einen virtuellen OP-Saal und lernen mithilfe interaktiver Informationen die Funktionen der medizinischen Geräte und die räumlichen Anforderungen eines Operationsbereichs kennen. Die Anwendung kann direkt auf dem Smartphone genutzt werden; eine VR-Brille ist nicht erforderlich.
Studierenden nutzen eine Open Source VR-Software, um den OP-Saal zu gestalten. Dazu werden entsprechende 3D-Bibliotheken bereitgestellt, hier können eine Auswahl getroffen oder neue Strukturen erstellt werden. Koordinatoren sind Professor Heribert Nacken, Rektoratsbeauftragter für Digitale Transformation in der Lehre und Professor Christian Blume, Klinik für Neurochirurgie der Aachen.
Int