28/03/2021
„Du aber, Herr, halte dich nicht fern! Du, meine Stärke, eile mir zu Hilfe!“ - in einer Zeit, in welcher Phrasen wie „soziale Distanzierung“ und „Rücksichtnahme durch Abstand“ zum Gebot der Stunde werden, sehnen wir uns geradezu nach Nähe, nach jemandem, der sich nicht von uns fernhält, der uns zu Hilfe eilt, wenn wir uns mit unseren Ängsten und Sorgen alleine gelassen fühlen. Am heutigen Palmsonntag feiern wir den Einzug Jesu in Jerusalem: Die Menschen dort konnten ganz plastisch spüren, wie nah Gott ihnen kommt: Sein Sohn zieht sich nicht etwa, wie es von einem König zu erwarten wäre, in einen Palast zurück, sondern begegnet ihnen unmittelbar in ihrem Alltag, auf den Straßen ihrer Stadt - ja, er scheint die Nähe förmlich zu suchen. Dieser Gott ist kein Gott, der auf Abstand geht. Er berührt - auch uns. Die Tage der Heiligen Woche lenken unsere auf ihn: Sind wir bereit für seine Ankunft bei und in uns? Wollen wir uns öffnen für den, der alle Distanzen überwindet. Für den, der uns immer nahe ist. 📷: