AStA TU Berlin

AStA TU Berlin Allgemeiner Studierendenauschuss der TU Berlin

Ökologische Konversion jetzt! 🔥Die besetzte GKN-Fabrik bei FlorenzSeit mehr als zwei Jahren besetzen die Arbeiter*innen ...
13/03/2024

Ökologische Konversion jetzt! 🔥
Die besetzte GKN-Fabrik bei Florenz

Seit mehr als zwei Jahren besetzen die Arbeiter*innen der ehemaligen GKN-Autoteilefabrik in Florenz nun das Werk, um dessen Schließung zu verhindern – die längste längste Fabrikbesetzung in der Geschichte Italiens.

Wir solidarisieren uns mit dem Kampf der Arbeiter*innen um den Erhalt ihrer Arbeitsplätze und für eine klimaneutrale Zukunft.

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Weitere Infos und Hintergründe findest Du unter diesem Link:
https://asta.tu-berlin.de/artikel/oekologische-konversion-jetzt-die-besetzte-gkn-fabrik-bei-florenz/

___________English___________

Ecological conversion now! 🔥
The occupied GKN factory near Florence

For more than two years now, workers at the former GKN car parts factory in Florence have been occupying the plant to prevent its closure - the longest factory occupation in Italian history.

We show our solidarity with the workers' fight to save their jobs and for a climate-neutral future.

🌍✨🌱

Follow this link for further information:
https://asta.tu-berlin.de/en/artikel-englisch/ecological-conversion-now-the-occupied-gkn-factory-near-florence/

Ende der Ehrung eines Nationalsozialisten an der TU Berlin – Nach Aufforderung des StuPa verliert Konrad-Mellerowicz-Hör...
06/03/2024

Ende der Ehrung eines Nationalsozialisten an der TU Berlin – Nach Aufforderung des StuPa verliert Konrad-Mellerowicz-Hörsaal seinen Namen

Das Studierendenparlament (StuPa) forderte in seiner Sitzung am 15. Dezember 2023 einstimmig das Präsidium der Technischen Universität (TU) Berlin auf, dass das seit dem Jahr 2002 bestehende Gedenken an den Naziverbrecher Konrad Mellerowicz mit sofortiger Wirkung beendet wird. Dazu zählt das Entfernen des Namens über dem Eingang des nach ihm benannten Saals H 1058 im Hauptgebäude, die Abnahme der Gedenktafel im Hörsaal, die Streichung des Namens auf den Internetseiten der Universität und eine ernstgemeinte Aufarbeitung dieses Vorgangs und eine öffentliche ausführliche Entschuldigung. Zudem forderte das StuPa vom Präsidium, dass diejenigen Verantwortlichen und Beteiligten, die die Benennung ermöglicht haben und/oder danach nichts dagegen unternommen haben, verpflichtet werden dazu Stellung zu nehmen.
Am 4. März 2024 wurde bekannt, dass das Präsidium der Aufforderung durch das StuPa nachkam und den Namen streichen und die Gedenktafel entfernen wird und ein Projekt ankündigt, welches derartige Ehrungen kritisch betrachten soll.

Das Referat für Bildungspolitik des AStA, welches den Antrag unterstützte, fordert nun weitere Schritte, da die Entfernung der Tafel im Saal nicht reicht. Die Gedenktafel muss ans Archiv der TU übergeben werden, damit nicht mit der Zeit verheimlicht werden kann, dass im Jahr 2002, 57 Jahre nach Endes des Nationalsozialismus, ein Hörsaal nach einem Naziverbrecher benannt werden konnte. Zudem verlangen wir, dass eine neue Tafel zur Kontextualisierung und Erklärung des Endes des Gedenkens an Mellerowicz angebracht wird. Weiter müssen kritische Initiativen aus der Studierendenschaft in den Prozess der Aufarbeitung eingebunden werden. Darüber hinaus richten wir die Frage an die Verantwortlichen an der TU Berlin, warum die Aufarbeitung so spät stattfindet! ...................................................................
Im Folgenden könnt ihr den Beschlusstext des StuPa vom 15. Dezember 2023 lesen, welcher zum Ende des Gedenkens an Konrad Mellerowicz führte:

Schluss mit der Ehrung eines Nationalsozialisten an der TU Berlin!
Für eine ernsthafte Aufarbeitung der NS-Geschichte der Hochschule!

Im Jahr 2002 wurde der Raum H 1058 im ersten Stock, in der südöstlichen Ecke, des Hauptgebäudes in Konrad-Mellerowicz-Saal benannt. Damit sollte Konrad Mellerowicz geehrt werden, der von 1950 bis 1963 Professor war und als Begründer der Wirtschaftswissenschaften an der TU gilt. Konrad Mellerowicz war aber auch als überzeugter Nationalsozialist schon früh der NSDAP beigetreten und war auch Mitglied der SA und des Nationalsozialistischen Deutschen Dozentenbundes. Er war zunächst Professor an der Handelshochschule (ab 1936 Wirtschaftshochschule) Berlin, die später in die Humboldt-Universität eingegliedert wurde. Im November 1933 unterzeichnete Mellerowicz das Bekenntnis der Professoren an den deutschen Universitäten und Hochschulen zu Adolf Hi**er. Im Jahr 1936 veröffentlichte Mellerowicz die Studie „Kriegswirtschaftliche Aufgaben der betriebswirtschaftlichen Forschung“, welche einen ersten Beitrag zur Militärökonomik darstellte. Mellerowicz leistete damit einen Beitrag zum deutschen Angriffs- und Vernichtungskrieg, welcher vor allem im Osten Europas Dutzende Millionen von ermordeten Menschen zur Folge hatte. Während des Zweiten Weltkriegs arbeitete er mit den höchsten Kreisen NS-treuer Regime zusammen und beriet diese. Zudem reorganisierte er in Rumänien für die NS-Führung wichtige Waggon-, Waffen- und Munitionsfabriken, sodass diese wirtschaftlich effizienter wurden. Aus seiner Leidenschaft für die faschistische Kriegsmaschinerie machte er keinen Hehl und bezeichnete seine Tätigkeit als Pflicht, die ihm als Deutschen oblegen hätte.

Obwohl diese Informationen öffentlich bekannt sind, spielten sie jedoch während der Benennung des Hörsaals keine Rolle und auch auf der Gedenktafel im Hörsaal werden diese verschwiegen. Obwohl dies publik ist, veranlasste es die TU-Präsidien seit 2002 nicht hier Handlungsbedarf zu sehen. Diese Ignoranz seitens der Verantwortlichen an der TU Berlin in den letzten zwei Jahrzehnten ist auch angesichts der Geschichte der Universität besonders beschämend. Denn die damalige Technische Hochschule (TH) Berlin, wie die TU bis 1945 vor der Neuausrichtung hieß, war eine nationalsozialistische Hochburg, was sich schon in den Jahren vor der Machtübertragung zeigte. Eine Person, die später sehr bekannt wurde und an diesem Klima an der TH schon vor der Machtübertragung mitwirkte, war beispielsweise der spätere sogenannte Generalbauinspektor für die Reichshauptstadt, NS-Rüstungsminister und 1946 wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit verurteilte Albert Speer, der erst als Architektur-Student und später als Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der TH tätig war. Speer trat während seiner Zeit an der TH 1931 der NSDAP und ein Jahr später der SA bei.

Nach der Machtübertragung an die Nationalsozialisten führte Rektor Ludwig Tübben im April 1933 die antisemitischen Maßnahmen gegen die „Überfüllung deutscher Hochschulen“ durch. Der sich ab dem 1. Mai 1934 im Amt befindende Rektor Achim von Arnim, welcher seit 1932 NSDAP-Mitglied und Stabsführer der SA war, erklärte nach seinem Amtsantritt, dass ihm die Pflicht oblegen hätte, „den Nationalsozialismus in der Hochschule zur Geltung zu bringen“. Der auf ihn folgende und ab 1938 im Amt befindliche Rektor Ernst Storm, welcher schon zuvor an der TH angestellt, SA-Sturmbannführer und ebenfalls seit 1932 NSDAP-Mitglied war, wollte schon im März 1933 die Hakenkreuzfahne auf dem Hochschulgebäude hissen. Ab dem Frühjahr 1933 begannen Hetzkampagnen gegen jüdische Hochschullehrer*innen, Dozierende und Studierende und die ersten Entlassungen. Mindestens zwanzig jüdische Studierende und 107 jüdische wissenschaftliche Mitarbeitende waren vom Ausschluss an der TH betroffen. Die jüdischen Studierenden erhielten die Mitteilung über ihren Ausschluss per Einschreiben durch den Rektor Ernst Storm. Zu ihnen gehörte beispielsweise Günter Fuchs, welcher nach nur drei Semestern am 12. November 1938 kurz nach der antisemitischen Pogromnacht vom Studium ausgeschlossen wurde. Günter Fuchs wurde 1943 nach Theresienstadt deportiert, 1944 erfolgte die weitere Deportation nach Auschwitz. 1945 wurde er auf einen Todesmarsch gezwungen, welchen er überlebte und danach in Sachsenhausen interniert wurde. Anschließend wurde er nach Mauthausen deportiert und dort am 31. März 1945 ermordet. Seit 2016 wird an Günter Fuchs, vor seinem letzten Wohnort in der nicht weit von der TU entfernten Meinekestraße, sowie an fünf weitere ehemalige jüdische Bewohner*innen, darunter auch seine Eltern, mit Stolpersteinen erinnert. An der TU Berlin wird hingegen bis heute nicht an ihn oder andere Mitglieder der Hochschule, die Opfer des Nationalsozialismus wurden, erinnert.

Die Technische Hochschule diente auch als Kulisse für die nationalsozialistische Selbstinszenierung, womit die bedingungslose Treue zum Regime zu demonstriert werden sollte. Sowohl die NS-Führung als auch die Leitung der TH forcierten dabei die enge Zusammenarbeit und wollten diese auch nach außen darstellen. Ein Beispiel dafür war etwa der erste Staatsbesuch Benito Mussolinis im Jahr 1937 in Berlin, bei dem Hi**er und Mussolini vor der TH die „Achse Berlin–Rom“, die Zusammenarbeit zwischen dem NS-Staat und dem faschistischen Italien, demonstrieren wollten und zusammen mit Hermann Göring vor dem Hauptgebäude eine Militärparade abnahmen. Im Jahr 1939 wurde für die Parade anlässlich Hi**ers 50. Geburtstag eine Festtribüne vor der TH aufgebaut. Neben dem Wirken der nationalsozialistischen Ideologie nach innen, gab es dieses auch nach außen. An der Technischen Hochschule wurde im Oktober 1933 eine Wehrtechnische Fakultät für die nationalsozialistische Rüstungsforschung eingerichtet, wodurch die Hochschule nicht nur eine überregionale Bedeutung erlangte, sondern dadurch auch ein zentraler Bestandteil des deutschen Angriffs- und Vernichtungskrieges, vor allem im Osten Europas, wurde. Zu den TH-Professoren, die sich an den NS-Verbrechen beteiligten, zählte unter anderem Willi Willing, welcher auch Waffen-SS-Mitglied war, und als Teil des Besatzungsregimes in Polen im Bauwesen mitwirkte und dort auch Arbeiten in Konzentrationslagern ausführte. An der Vorbereitung des deutschen Vernichtungskriegs beteiligt war auch der General Karl Becker, welcher ab dem 3. März 1933 eine ordentliche Professur für allgemeine Heerestechnik an der TH erhielt und gleichzeitig zum Dekan der Wehrtechnischen Fakultät berufen wurde. Becker gehörte zudem 1936 zu den Gründern der Heeresversuchsanstalt Peenemünde, wo Raketen- und Marschflugkörper für den NS-Krieg entwickelt wurden, wozu auch die sogenannten V-Waffen gehörten, die auf großflächige dicht besiedelte zivile Ziele, wie etwa in England und Belgien, abgefeuert wurden.

An der Technischen Hochschule gab es auch eine Verknüpfung des Wirkens der nationalsozialistischen Ideologie nach innen und außen. Mindestens seit dem August 1941 setzte die TH Zwangsarbeiter*innen ein. Ab dem Sommer 1944 betrieb die TH auch ein eigenes Zwangsarbeiter*innen-Lager, in dem Menschen interniert waren, die aus den von Deutschland überfallenden und besetzten Gebieten im Osten Europas deportiert wurden. Auch an diese Menschen und diesen Ort wird an der TU Berlin bis heute nicht erinnert. Die Dimension des Fanatismus der nationalsozialistischen Hochburg TH Berlin wird auch deutlich mit Blick auf die Endphase des Zweiten Weltkrieges. In den letzten Tagen des Aprils 1945 war in Berlin nur noch ein Gebiet unter deutscher Kontrolle, welches auf einen schmalen Streifen entlang der heutigen Bismarckstraße und Straße des 17. Juni geschrumpft ist. Am 28. April 1945 gelang es polnischen und sowjetischen Einheiten dieses Areal aufzuspalten und zu großen Teilen zu besetzen, wobei aber die TH eine Ausnahme darstellte, die auch als Bollwerk bezeichnet wurde. Das Gelände der Technischen Hochschule war zur nationalsozialistischen Festung ausgebaut worden, welche durch umgebende Barrikaden besonders stark befestigt wurde und in deren Gebäuden sich Angehörige von SS und Wehrmacht verschanzten. Die polnischen Soldat*innen, die sich der TH nährten, konnten den Campus dadurch nur unter großen Anstrengungen befreien. Der dortige Kampf endete erst am 2. Mai 1945, also dem Tag der Kapitulation Berlins, was den faschistischen Fanatismus der TH verdeutlicht. Die TH Berlin war somit quasi der letzte Ort der Stadt, der vom Nationalsozialismus befreit wurde.

Vor dem Hintergrund dieser NS-Vergangenheit unserer Hochschule fordern wir das gegenwärtige Präsidium zum Handeln auf: Die nationalsozialistischen Verbrechen, die hier geschahen und von diesem Ort ausgingen, müssen endlich angemessen und ernsthaft aufgearbeitet werden! Dazu gehört auch, dass an die Opfer erinnert werden muss. Als ersten Schritt fordern wir vom Präsidium der TU Berlin, dass das Gedenken an den Naziverbrecher Konrad Mellerowicz mit sofortiger Wirkung beendet wird! Dazu zählt das Entfernen des Namens über dem Eingang zum Raum H 1058, die Abnahme der Gedenktafel im Hörsaal, die Streichung des Namens auf den Internetseiten TU und eine ernstgemeinte Aufarbeitung dieses Vorgangs und eine öffentliche ausführliche Entschuldigung. Zudem fordern wir vom Präsidium der TU Berlin, dass diejenigen Verantwortlichen und Beteiligten, die die Benennung ermöglicht haben und/oder danach nichts dagegen unternommen haben, verpflichtet werden dazu Stellung zu nehmen.

Geschichtsrevisionismus, Relativierung der faschistischen Verbrechen und NS-Verherrlichung haben an der TU nichts verloren!

29/02/2024

Nachdem am 27.11.2023 von dem Koordinierungsrat der Verkehrsministerkonferenz das Deutschlandsemesterticket für alle Studierenden beschlossen wurden, war es an den Studierendenvertretungen und den Verkehrsbetrieben einen entsprechenden Vertrag zu verhandeln. Überall wurden auch entsprechende Vertr...

29/02/2024

Für universelle feministische Solidarität.
Gegen selektiven Feminismus.

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Wir sind ein neues Bündnis, das sich für einen (queer)feministischen Kampftag ohne Antisemitismus, Rassismus und Transfeindlichkeit zusammengefunden hat. Geht am 8. März mit uns auf die Straße! Gegen selektiven Feminismus – universelle feministische Solidari​​​​​​​tät jetzt!

Während jeden dritten Tag in Deutschland ein Mann einen Femizid begeht, sind Frauenhäuser unterfinanziert, überfüllt und müssen Schutzsuchende regelmäßig abweisen. Noch immer gelten mit § 218 Schwangerschaftsabbrüche als Straftat. Dazu blockiert der Justizminister (FDP) aktiv die gemeinsame Definition von „Vergewaltigung“ auf EU-Ebene. Frauen verdienen weiterhin 18 Prozent weniger als Männer und Alleinerziehende werden weiterhin in Armut gedrängt. Frauen und queere Menschen in Afghanistan, Iran sowie Jesid*innen und Kurd*innen warten weiterhin auf die angekündigte feministische Außenpolitik.
Zudem macht die Ampel lieber regenbogenfarbene Symbolpolitik, statt ein Selbstbestimmungsgesetz zu beschließen, das diskriminierungsfrei und gleichberechtigt allen, auch trans, inter und nicht binären Menschen, geschlechtliche Mündigkeit garantiert.

Bürgerlich-konservative Medien, verschwörungsgläubige Schwurbler*innen, christliche Fundamentalist*innen und Rechtsradikale führen gemeinsam einen Kulturkampf, der trans Frauen zur größten Gefahr der Menschheit erklärt hat. Queerfeindliche Gewalt nimmt in den letzten Jahren stark zu. Doch anstatt solidarisch Seite an Seite zu stehen, gibt es selbst ernannte „Feministinnen“, die zusammen mit reaktionären Kräften transfeindliche Propaganda verbreiten.

Antifeminismus gehört zum Grundsatzprogramm der AfD und faschistische Gruppierungen wie die Junge Alternative oder die Identitäre Bewegung bedienen mit ihrer Propaganda gezielt misogyne Ressentiments und versprechen gekränkten Männern eine „Resouveränisierung“ und patriarchale Vorherrschaft. Junge Männer identifizieren sich politisch zunehmend als rechts und verherrlichen Maskulismus und Misogynie. FLINTA*, die z.B. behindert, rassifiziert, arm, alleinerziehend, Sexarbeiter*in, jüdisch, muslimisch, obdachlos und/oder chronisch krank sind, stehen dieser Gewalt und strukturellen Diskriminierung besonders schutzlos gegenüber. Dazu wählt rund ein Fünftel der Deutschen eine extrem rechte Partei, die auf Geheimtreffen mit Neo-Nazis und Mitgliedern der CDU ethnische Säuberungen und die Deportation von Millionen Menschen plant. ​​​​​​​Putin und sein patriarchales queerfeindliches Regime führen einen imperialistischen Angriffskrieg gegen die Ukraine.

Es bleibt also leider weiterhin notwendig, unseren Protest auf die Straße zu tragen, um gegen die weltweite strukturelle Unterdrückung von Frauen, Qu**rs und allen, die sich außerhalb der endo-cis-heteronormativen patriarchalen Geschlechterordnung bewegen, zu kämpfen.

Doch leider artikulieren sich linke Antworten auf diese globalen Krisen zunehmend autoritär: Stalinistische, maoistische und trotzkistische Gruppierungen rekrutieren bundesweit junge Linke und liefern verkürzte Antworten als einfache und schnelle Lösung für komplexe Probleme. Das Geschlechterverhältnis gilt hier
als lästiger Nebenwiderspruch, der in den autoritären Dogmen dieser Gruppen keinen Platz findet.
Wir wollen aber eine universelle feministische Solidarität, die jede Form der Diskriminierung ernst nimmt und gegen sie einsteht! Wir begreifen uns als (queer)feministisch, antisemitismus-, rassismus- und islamismuskritisch, antifaschistisch und antikapitalistisch. Aus dieser Perspektive heraus sind wir von weiten Teilen selbsternannter „Linker“ und „Feminist*innen“ bitter enttäuscht.
Denn: dieser universelle Anspruch ist hier kein Konsens – vor allem, wenn es um Juden_Jüdinnen geht.

Seit dem antisemitischen Massaker des 07. Oktober eskalieren die autoritären und antisemitischen Entwicklungen in vermeintlich progressiven Kreisen. Struktureller Antisemitismus und Hass auf den jüdischen Staat Israel sind innerhalb der Linken leider nichts Neues – das Ausmaß, in dem sich momentan offener Hass auf Juden_Jüdinnen zeigt, hat jedoch eine neue Dimension erreicht: Selbsternannte Feminist*innen oder Kommunist*innen relativieren das Massaker der Hamas oder feiern es gar als Akt des legitimen Widerstands. Sie zweifeln nicht allein die zahlreichen Berichte über die sexualisierte Gewalt an, sondern verlangen von Opfern sexualisierter Gewalt „Beweise“, obwohl sie sonst laut „glaubt den Frauen“ schreien. Dass die Aussagen von Betroffenen sexualisierter Gewalt als niederträchtige Lüge abgetan werden, erwarten wir vielleicht von Rammstein-Fans – nicht jedoch von feministischen Aktivist*innen, die seit Jahren die internationalistische 8. März Demo in Berlin organisieren. Das ist antifeministisches Verschwörungsdenken und die konkrete Absage an eine befreite Gesellschaft. Für die notwendige Solidarität mit der Zivilbevölkerung Gazas, die sich in einer unvorstellbaren humanitären Katastrophe befindet, braucht es diesen Antisemitismus in keiner Weise.

Es entsetzt uns, dass Teile der radikalen und feministischen Linken nicht in der Lage sein wollen, Islamismus als das zu begreifen, was er ist: eine faschistische, antimoderne, patriarchale und imperialistische Ideologie, die jeder emanzipatorischen Kritik grundlegend gegenübersteht. Ihn zu relativieren oder gar zu verherrlichen heißt, sich mit Juden_Jüdinnen zu entsolidarisieren und ist zugleich eine Absage an die Solidarität mit jenen, die dieser Ideologie ausgesetzt sind: Kurd*innen, Jesid*innen, Afghan*innen, Iraner*innen und allen Muslim*innen, die sich nicht rigiden islamistischen Wertevorstellungen unterwerfen wollen.

Gleichzeitig beobachten wir, wie Politik und weite Teile der Medienlandschaft muslimische Menschen unter Generalverdacht stellen. Wir stellen uns gegen die Abschiebung, Ausgrenzung, staatliche Repression und Stigmatisierung einzelner Bevölkerungsgruppen und lehnen sie als rassistische Rhetoriken und Praktiken ab! Das sind keine Maßnahmen gegen Antisemitismus und Islamismus, sie instrumentalisieren lediglich die Sorgen von Antisemitismus- und Islamismus-Betroffenen.

Deutschland als postnazistischer Staat lässt wieder seinem Rassismus freien Lauf und will sich gleichzeitig eine wirtschaftliche und politische Zusammenarbeit mit dem Iran und der Türkei nicht nehmen lassen. Seinen Antisemitismus allerdings will Deutschland gern anderen in die Schuhe schieben. Doch wir können den Antisemitismus in Deutschland nicht ohne die deutsche Ideologie begreifen, die den Nationalsozialismus und die industrielle Massenvernichtung von Juden_Jüdinnen hervorbrachte. Deutschland hat sich jahrzehntelange verweigert, ihn konsequent aufzuarbeiten. Antisemitismus ist ein gesamtgesellschaftliches Problem, er ist nicht eingewandert!

Leider sehen wir, dass viele Linke und (queer-)Feminist*innen nicht gewillt sind, diese Widersprüche und Gleichzeitigkeiten auszuhalten. Stattdessen berufen sich immer mehr auf vereinfachte Freund-Feind-Schema: Viele weigern sich aktiv, Antisemitismus in seiner Gänze überhaupt verstehen zu wollen und sich mit eigenen Vorurteilen und Doppelstandards auseinanderzusetzen.
Doch wir sehen Selbstkritik, Mut zur Unsicherheit und Dazu-Lernen-Wollen als Grundlage, um gemeinsam für ein gutes Leben für alle kämpfen zu können.

Eine Linke, die nicht für eine befreite Gesellschaft für alle kämpft, ist nicht unsere Linke.
Ein Feminismus, der selektiert und instrumentalisiert, ist kein echter Feminismus.
Deshalb wollen wir einen anderen 8. März. Lasst uns für universelle feministische Solidarität auf die Straße gehen!

Am Freitagabend wurde ein jüdischer FU Student Opfer eines unfassbar brutalen und antisemitischen Angriffs, vermutlich d...
05/02/2024

Am Freitagabend wurde ein jüdischer FU Student Opfer eines unfassbar brutalen und antisemitischen Angriffs, vermutlich durch einen anderen Kommilitonen der FU. Der betroffene Student liegt derzeit schwer verletzt im Krankenhaus und musste operiert werden, schwebt aber zum Glück nicht in Lebensgefahr. Unter anderem wurden mehrere Brüche im Schädelbereich festgestellt.

Zuallererst wollen wir dem betroffenen Kommilitonen unsere Solidarität aussprechen und ihm schnelle und gute Genesung wünschen!

Wir als Vertretungen der verfassten Studierendenschaften von TU und FU Berlin verurteilen den brutalen antisemitischen Angriff auf unseren Kommilitonen der FU Berlin aufs Schärfste!

Es reicht! Jüdische und israelische Hochschulangehörige müssen endlich von den Hochschulleitungen ernstgenommen werden und es muss nun ein massives Umdenken stattfinden. Es muss nun sofort gehandelt werden, es müssen Konsequenzen aus dem Versagen der Hochschulleitungen gezogen werden und es müssen sofortige, echte und langfristige Antidiskriminierungs-, Bildungs- und Präventionsmaßnahmen gegen alle Formen von Antisemitismus an unseren Hochschulen getroffen werden!

Wir rufen alle Studierenden und alle anderen Hochschulangehörigen in Berlin auf, sich solidarisch an die Seite von Betroffenen antisemitischer Gewalt zu stellen!

Antisemitismus darf niemals unwidersprochen bleiben, egal in welcher Form oder unter welchem Deckmantel dieser auftritt.

Solidarität mit dem Betroffenen und Solidarität mit allen Betroffenen antisemitischer Gewalt! Gegen jeden Antisemitismus!

Das vollständige Statement findet ihr hier: https://asta.tu-berlin.de/artikel/brutaler-antisemitischer-angriff-solidaritaet-mit-unserem-juedischen-kommilitonen-der-fu-berlin/

Ihr könnt jetzt bis Freitag um 23:59 an der Befragung zum Semesterticket auf ISIS teilnehmen! Den Link zum ISIS-Kurs fin...
22/01/2024

Ihr könnt jetzt bis Freitag um 23:59 an der Befragung zum Semesterticket auf ISIS teilnehmen! Den Link zum ISIS-Kurs findet ihr unter https://ticket.astatu.berlin/. Die Befragung entscheidet über das Semesterticket im SoSe 24!

Es ist endlich soweit, Ihr könnt vom Montag, den 22. Januar ab 06:00 bis zum Freitag, den 26. Januar um 23:59 an der sonstigen Befragung zum deutschlandweiten Semesterticket im Sommersemester 2024 teilnehmen!

Das Ergebnis entscheidet darüber, ob es im SoSe 24 ein Semesterticket geben wird!

Für die Umsetzung des Tickets ist es unbedingt notwendig, dass die Mehrheit der befragten TU Studierenden für das Ticket stimmt! Zusätzlich müssen mindestens 10% der gesamten Studierendenschaft an der TU zustimmen.

Auf der Website (in der Bio) https://ticket.astatu.berlin/ findet ihr alle Informationen über das Ticket, Pro und Kontra, einen Zeitstrahl aus den vergangenen Monaten unserer Arbeit und Dokumente, die wir Euch aus Gründen der Transparenz zur Verfügung stellen.

Wir rufen alle Studierenden der TU Berlin zur aktiven Teilnahme an der sonstigen Befragung auf! Und teilt diese mit euren Kommiliton*innen!

Denn ohne die notwendigen Stimmen für das deutschlandweite Semesterticket bei der Befragung wird es auch im Sommersemester 2024 kein Semesterticket geben!

Technische Universität Berlin

You can now take part in the survey on the semester ticket on ISIS until Friday at 11:59 pm! You can find the link to th...
22/01/2024

You can now take part in the survey on the semester ticket on ISIS until Friday at 11:59 pm! You can find the link to the ISIS course at https://ticket.astatu.berlin/. The survey will decide on the semester ticket for SoSe 24!

The time has finally come, you can take part in the survey on the Germany-wide semester ticket in the summer semester 2024 from next Monday, January 22nd, 6am to Friday, January 26th at 23:59!

The result will decide whether there will be a semester ticket in summer semester 24!

The majority of TU students need to vote in favor of the ticket for it to be implemented! In addition, at least 10% of all TU students must vote) in favor.

On the website (also in the bio) https://ticket.astatu.berlin/en/home/ you will find all information about the ticket, pros and cons, a timeline from the past months of our work and documents for reasons of transparency.

We call on all TU Berlin students to participate in the survey in January 2024! And share it with your fellow students!

Because without the required votes for the Germany-wide semester ticket in the survey, there will be no semester ticket in the summer semester 2024! Technische Universität Berlin

The time has finally come, you can take part in the survey on the Germany-wide semester ticket in the summer semester 20...
19/01/2024

The time has finally come, you can take part in the survey on the Germany-wide semester ticket in the summer semester 2024 from next Monday, January 22nd, 6am to Friday, January 26th at 23:59!

The result will decide whether there will be a semester ticket in summer semester 24!

The majority of TU students need to vote in favor of the ticket for it to be implemented! In addition, at least 10% of all TU students must vote) in favor.

On the website (also in the bio) https://ticket.astatu.berlin/en/home/ you will find all information about the ticket, pros and cons, a timeline from the past months of our work and documents for reasons of transparency.

We call on all TU Berlin students to participate in the survey in January 2024! And share it with your fellow students!

Because without the required votes for the Germany-wide semester ticket in the survey, there will be no semester ticket in the summer semester 2024! Technische Universität Berlin

Es ist endlich soweit, Ihr könnt vom Montag, den 22. Januar ab 06:00 bis zum Freitag, den 26. Januar um 23:59 an der son...
19/01/2024

Es ist endlich soweit, Ihr könnt vom Montag, den 22. Januar ab 06:00 bis zum Freitag, den 26. Januar um 23:59 an der sonstigen Befragung zum deutschlandweiten Semesterticket im Sommersemester 2024 teilnehmen!

Das Ergebnis entscheidet darüber, ob es im SoSe 24 ein Semesterticket geben wird!

Für die Umsetzung des Tickets ist es unbedingt notwendig, dass die Mehrheit der befragten TU Studierenden für das Ticket stimmt! Zusätzlich müssen mindestens 10% der gesamten Studierendenschaft an der TU zustimmen.

Auf der Website (in der Bio) https://ticket.astatu.berlin/ findet ihr alle Informationen über das Ticket, Pro und Kontra, einen Zeitstrahl aus den vergangenen Monaten unserer Arbeit und Dokumente, die wir Euch aus Gründen der Transparenz zur Verfügung stellen.

Wir rufen alle Studierenden der TU Berlin zur aktiven Teilnahme an der sonstigen Befragung auf! Und teilt diese mit euren Kommiliton*innen!

Denn ohne die notwendigen Stimmen für das deutschlandweite Semesterticket bei der Befragung wird es auch im Sommersemester 2024 kein Semesterticket geben!

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