Institut für Judaistik der Freien Universität Berlin

Institut für Judaistik der Freien Universität Berlin Das Institut für Judaistik, welches als erstes seiner Art in der damaligen Bundesrepublik gegründe Seit Mitte der 50er Jahre lehrten Ernst L. Ehrlich, Hermann L.

Portrait

Das Institut für Judaistik, welches als erstes seiner Art in der damaligen Bundesrepublik gegründet wurde, existiert seit nun mehr als fünf Jahrzehnten an der Freien Universität Berlin. Hierbei ist es jedoch kein Zufall, dass ausgerechnet die 1948 gegründete FU Pionierin der Judaistik wurde. Als eine der wenigen Universitäten, die nach der NS-Zeit entstanden, war sie prädestiniert dazu.

So erfolgte der Beschluß zur Gründung des Instituts für Judaistik im Zuge der Berufungsverhandlungen von Jacob Taubes (zuvor Columbia University, New York) im Jahre 1963. Damit ist das Berliner Institut die älteste an einer deutschen Universität gegründete judaistische Lehr- und Forschungsstätte. Vor der Gründung

Vor der Gründung des Instituts für Judaistik fanden bereits seit dem Sommersemester 1952 regelmäßig Vorlesungen zur jüdischen Geschichte und Literatur statt, für die zunächst Adolf F. Leschnitzer gewonnen werden konnte, der schon vor seiner erzwungenen Emigration in Berlin studiert und gewirkt hatte. Im Mittelpunkt standen dabei vor allem Themen zum deutsch-jüdischen Verhältnis und zum Antisemitismus. Goldschmidt, Johann Maier und Jacob Taubes an der Fakultät, wobei nunmehr Themen aus sehr unterschiedlichen Bereichen der "Wissenschaft vom Judentum" (so die offizielle Bezeichnung im Vorlesungsverzeichnis seit dem Wintersemester 1960/61) zum Lehrangebot gehörten. Entwicklung

Der 1987 verstorbene Philosoph und Hermeneutikwissenschaftler Jacob Taubes stand dem Institut bis zum Jahre 1979 vor, als er Direktor des Instituts für Hermeneutik wurde. Von 1979 bis zu ihrer Emeritierung 1983 leitete die Historikerin Marianne Awerbuch (1917-2004) das Institut. 1983 wurde Peter Schäfer (zuvor Professor für Judaistik am Martin-Buber Institut für Judaistik der Universität zu Köln) an das Institut berufen und führte eine umfassende Neuorganisation des Hauses und des Studienganges Judaistik durch. So konnte 1987 eine zweite Professur eingerichtet werden, die Michael Brocke (zuvor Professor für Judaistik an der Universität GH Duisburg) Ende 1988 antrat und bis zum Herbst 1996 innehatte. Im Sommersemester 1993 nahm Joseph Dan, Gershom Scholem Professor of Kabbalah an der Hebräischen Universität Jerusalem, seine Forschungs- und Lehrtätigkeit im Rahmen einer ständigen Gastprofessur am Berliner Institut auf. Professor Dan teilte bis zum Jahre 2002 seine Lehr- und Forschungstätigkeit zwischen Jerusalem und Berlin. Zum Wintersemester 1996/97 folgte Michael Brocke einem Ruf an die Universität GH Duisburg. Zum Jahreswechsel 1997/98 nahm Peter Schäfer einen Ruf an die Princeton University an. Bis zum Jahre 2003 teilte er seine Lehrtätigkeit zwischen Berlin und Princeton. Zum Wintersemester 1999/2000 hat Giulio Busi, geboren 1960 in Italien (Bologna), den Ruf auf die zweite C 4-Professur für Judaistik im Fachbereich Geschichts- und Kulturwissenschaften angenommen. Zuvor war er als Professor für Hebräische Sprache und Literatur sowie Jüdische Geschichte an der Universität Venedig tätig. Im Sommer 2002 wurde Joseph Dan anläßlich seines 67sten Geburtstages und nach 10jähriger Lehrtätigkeit am Institut verabschiedet. Seine ständige Gastprofessur konnte aufgrund der gegenwärtigen Wirtschaftslage nicht mehr erneuert werden. Im Sommer 2003 ließ sich Peter Schäfer bis zu seiner im Jahre 2008 erfolgten Emeritierung beurlauben und unterrichtete fortan ausschließlich in Princeton. Seit September 2014 ist er Direktor des Jüdischen Museums Berlin. Im Oktober 2003 nahm Frau Tal Ilan, zuvor Lektorin an der Hebräischen Universität Jerusalem, den Ruf auf die C3-Professur für antikes Judentum an.

Save the Date: Abschiedstagung für Prof. Dr. Giulio Busi am 19. Juni 2025 im Hörsaal B in der Koserstraße 20 der Freien ...
21/05/2025

Save the Date: Abschiedstagung für Prof. Dr. Giulio Busi am 19. Juni 2025 im Hörsaal B in der Koserstraße 20 der Freien Universität Berlin.
Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Für die Teilnahme an der Tagung bitten wir um Registrierung bis zum 18. Juni an: [email protected]
Für das Buffet-Dinner bitten wir um Registrierung bis zum 9. Juni: [email protected]

Herzliche Einladung zur Vorführung des Dokumentars "Back in Berlin" von Bobby Lax (in englischer Sprache), die am Holoca...
09/01/2025

Herzliche Einladung zur Vorführung des Dokumentars "Back in Berlin" von Bobby Lax (in englischer Sprache), die am Holocaust Gedenktag (am 27.01.2025) um 18:00 Uhr im Hörsaal der Freien Universität Berlin (Thielallee, 67) stattfinden wird.
Eine Anmeldung ist erforderlich bis zum 26.01.2025: [email protected]

Gliederung der Veranstaltung:

- Grußworte von Prof. Dr. Verena Blechinger-Talcott (Erste Vizepräsidentin der FU Berlin) und von Prof. Dr. Reimund Leicht (Leiter des Instituts für Judaistik, Fu Berlin)
- Einführung von Prof. Dr. Silvana Greco (Professorin für Soziologie des Judentums, FU Berlin)
- Vorführung des Dokumentars "Back in Berlin" von Bobby Lax
- Diskussion mit dem Regisseur Bobby Lax und dem Protagonisten Manuel Harlan, die von Prof. Dr. Silvana Greco moderiert wird.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Synopsis of "Back in Berlin" (2021) by Bobby Lax

Shortly after his father dies, Bobby returns to England and finds an old suitcase revealing the truth his father Edgar Lax (1923-2013) hid - about his family who perished in the Holocaust. He invites Manuel, his childhood friend with a German background, to translate the documents. Manuel shares that he too discovered a family secret: his great-uncle is the infamous N**i director Veit Harlan, who directed "Jud Süß” (1940) - the most notorious anti-Semitic propaganda film in history. Together they embark on a journey to Berlin, that puts their friendship to the test.

Trailer: https://go2films.com/films/back-in-berlin/

Eine gelungene Abschiedsfeier für unseren sehr geschätzten Dr. Klaus Herrmann!
09/01/2025

Eine gelungene Abschiedsfeier für unseren sehr geschätzten Dr. Klaus Herrmann!

Adresse

Institut Für Judaistik, Fabeckstraße 23-25
Berlin
14195

Öffnungszeiten

Montag 10:00 - 16:00
Dienstag 10:00 - 16:00
Mittwoch 10:00 - 16:00
Donnerstag 10:00 - 16:00
Freitag 10:00 - 16:00

Telefon

+493083852002

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