Spot_the_silence

Spot_the_silence Eine Ausstellung zum NSU-Komplex und strukturellem Rassismus in Deutschland Im Jahre 2011 enttarnte sich das terroristische Netzwerk teilweise selbst.

Das rechtsterroristische Netzwerk NSU (Nationalsozialistischer Untergrund) ermordete in den Jahren 2000 bis 2006 neun Migrant_innen und eine Polizistin und verletzte zahlreiche Menschen durch Sprengstoffanschläge. In den darauffolgenden Wochen und Monaten wurde bekannt, dass deutsche Sicherheitsbehörden, allen voran die Landesämter und das Bundesamt für Verfassungsschutz, auf vielfältige Weise in

den NSU-Komplex involviert sind. Auch wenn die Taten selbst und die Bedingungen, unter denen diese begangen wurden, beispiellos wirken, so reihen sie sich dennoch ein in eine lange Geschichte rechten Terrors und rassistischer Gewalt in Deutschland. Die Ausstellung macht einige gesellschaftliche Kontexte sichtbar, die für die Aufarbeitung des NSU-Komplexes von Bedeutung sind: den nationalen Taumel der wiedervereinigten Deutschen, die sich vor allem einig waren in ihrer Zustimmung zu den rassistischen Pogromen der 90er Jahre, die wiederum zu einem grundlegenden Erfahrungshintergrund für das Selbstverständnis der späteren Rechtsterroristen wurden; die rassistische Spaltung der Gesellschaft, die dazu führte, dass rechter Terror geleugnet wurde und die Ermittlungen fast ausschließlich gegen die Betroffenen und Angehörigen erfolgten; die Politik der temporalen Anwerbung von Arbeitsmigrant_innen in den 50er und 60er Jahren unter dem politischen Dogma, die BRD sei kein Einwanderungsland, die Rassismus institutionalisierte und die migrantische Bevölkerung dieses Landes ökonomisch, politisch, rechtlich und sozial segregierte; aber auch die DDR-Variante: die Vertragsarbeit, die den Rassismus der DDR-Bevölkerung katalysierte und nicht minder als die westdeutsche Migrationspolitik an dem antiquierten Bild eines homogenen Deutschland festhielt; schließlich die rassistisch geführten politischen Debatten der 2000er um Migration und Einwanderung, Integration und deutsche Leitkultur, die rassistische Ressentiments aktualisierten und zu neuen Formen der Ausgrenzung führten. Aber diese jahrzehntelange, wechselvolle Politik der Ausgrenzung und Segregation hat es nicht vermocht, Migration vollständig zu kontrollieren. Das erste Anwerbeabkommen mit Italien aus dem Jahr 1955 markiert keineswegs das Jahr Null der deutschen Migrationsgeschichte. Und im Jahr des Anwerbestopps 1973 war Deutschland längst ein Einwanderungsland. Viele Migrant_innen, die in den Jahren zuvor nach Deutschland gekommen waren, blieben und organisierten die Migration von anderen – trotz und gegen die immer repressivere Migrationspolitik. Sie schufen Fakten, indem sie sich ein dauerhaftes Leben in Deutschland aufbauten. Die unzähligen von Migrant_innen geführten Arbeitskämpfe, Kämpfe um Bleiberecht und Wohnraum im Verlauf der 70er und 80er Jahre waren nicht zuletzt Ausdruck dieser Verstetigung. In ihnen verbanden sich Forderungen nach besseren Arbeits- und Lebensbedingungen mit Forderungen nach einem Ende der rassistischen Benachteiligung. Der NSU-Komplex hat gezeigt, dass die Protagonist_innen dieses Teils der deutschen Nachkriegsgeschichte noch immer von vielen Herkunftsdeutschen nicht als Teil der Gesellschaft betrachtet werden. Den Angehörigen der Mordopfer und den Betroffenen der Sprengstoff-anschläge wurde nicht zugehört. Ihre Vermutung, es könne sich bei den Täter_innen um Rassist_innen oder Neonazis handeln, wurde ignoriert. Vielmehr wurden sie selbst von den Ermittlungsbehörden zu Täter_innen gemacht. Während die Mordserie in migrantischen Communities voller Sorge wahrgenommen wurde, hat der überwiegende Teil der herkunftsdeutschen Bevölkerung diese kaum zur Kenntnis genommen. So blieben die Opfer isoliert und ihre Stimmen waren kaum zu vernehmen. Dies ist es, was wir rassistische Spaltung der Gesellschaft nennen.

„Wir lassen uns nicht vertreiben!“, sagten die ehemaligen vietnamesischen Vertragsarbeiter_innen, die das Pogrom von Rostock-Lichtenhagen überlebten. „Ich sehe mich nicht als Fremde, nein! Da wehre ich mich dagegen!“, sagt Ayfer, Betroffene des Nagelbombenanschlags des NSU auf die Kölner Keupstraße. Die Stimmen dieser Menschen zeigen: entgegen allen rechten Terrors, entgegen aller Politik der Ausgrenzung schaffen Migrant_innen seit Jahrzehnten Fakten und haben an vielen Orten die postmigrantische Gesellschaft realisiert, in der wir heute leben. Es ist längst überfällig, die rassistische Spaltung zu überwinden. Die Geschichte der Migration zu kennen und als konstitutiven Bestandteil des heutigen gesellschaftlichen Zusammenlebens zu erkennen – jedenfalls in westdeutschen Städten und Großstädten – migrantisches Wissen wahr- und ernstzunehmen, ist ein erster zentraler Schritt um dies zu tun. Gefördert von: Amadeu Antonio Stiftung, Rosa-Luxemburg-Stiftung, Netzwerk Selbsthilfe, Interflugs

07/10/2020

Es gibt jetzt eine Online-Variante der Ausstellung "ANDEREN WURDE ES SCHWINDELIG. 1989/90: SCHWARZ, JÜDISCH, MIGRANTISCH" Danke an die Bildungsstätte Anne Frank

„Als die Mauer fiel, freuten sich viele, anderen wurde es schwindelig.“ – May Ayim Auch dreißig Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer ist das Bild, das wir uns von diesem zentralen Ereignis der jüngeren Geschichte machen, noch unvollständig. Szenen jubelnder Menschen am Brandenburger Tor...

http://kunsthausdresden.de/veranstaltungen/requiem/
11/02/2020

http://kunsthausdresden.de/veranstaltungen/requiem/

Ausstellung Heute 9. Feb – 26. Apr 2020 REQUIEM Ort: Kunsthaus Einen Moment bitte, die Bilder werden geladen … oznor Eine Ausstellung zeitgenössischer künstlerischer Perspektiven zu Trauer und Gedenken Mit Arbeiten von Ulf Aminde (Berlin), Aram Balakjan (London), Marit Bente Norheim (Hirthals)...

Gestern eröffnete die Ausstellung "Anderen wurde es schwindelig. - 1989/90:Schwarz, Jüdisch, Migrantisch" in der Bildung...
07/11/2019

Gestern eröffnete die Ausstellung "Anderen wurde es schwindelig. - 1989/90:Schwarz, Jüdisch, Migrantisch" in der Bildungsstätte Anne Frank in Frankfurt/Main.

Die Bildungsstätte Anne Frank beleuchtet Schicksale von Minderheiten vor 30 Jahren.

Wir schließen uns der Forderung nach lückenloser Auklärung der Umstände des Todes von Rita Awour Ojunge an.
04/07/2019

Wir schließen uns der Forderung nach lückenloser Auklärung der Umstände des Todes von Rita Awour Ojunge an.

Wir sind fassunglos und traurig über den Tod von Rita Awour Ojunge und möchten hier die Presseerklärung von International Women Space und Women in Exile zu ihrem Tod teilen. Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen und Freund_innen von Rita...
Wer und was steckt hinter dem Tod von Rita Awour Ojunge? Wie wurde/wird ermittelt? Warum gibt es kaum Berichterstattung?Warum wieder dieses Schweigen?...
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/ / / / / / / / V E R A N S T A L T U N G / / / / / / / /Rassismus, Migration und die Konstruktion des „Fremden“ in der ...
02/07/2019

/ / / / / / / / V E R A N S T A L T U N G / / / / / / / /

Rassismus, Migration und die Konstruktion des „Fremden“ in der DDR"

Kunsthaus Dresden - Städtische Galerie für Gegenwartskunst
05.07.2019, 19 Uhr

mit:
Angelika Nguyen (Filmwissenschaftlerin und Autorin)
Raiko Hannemann (Freier Autor und Historiker, ASH Berlin)
Aurora Rodonò (Kulturarbeiterin und Dozentin)

Moderation: Nina Borst

Die Auseinandersetzungen um Migrationspolitik werden immer wieder zum paradigmatischen Politikfeld, auf dem sich rassistische und demokratiefeindliche Einstellungen konstituieren und autoritäre Bewegungen formieren. Rechte und rechtspopulistische Bewegungen wähnen sich dabei in einer Frontstellung gegen den Staat und phantasieren von einem "Großen Austausch". Migrationsbewegungen werden in ihrer Vorstellung von geheimen und übermächtigen Kräften gesteuert. Hinter den als unterlegen imaginierten Migrant_innen stehe eine als fremd und überlegen vorgestellte Macht, Momente rassistischer und antisemitischer Ideologie amalgamieren sich zur Vorstellung einer umfassenden Bedrohung der "Volksgemeinschaft". Die rassistische Gewalttat wird in der Vorstellung der Rechten zum selbstbewussten und anti-elitären Kampf des „Volkes“ um seine Existenz.

Gleichzeitig gibt es ein gewisses Einverständnis zwischen rechtspopulistischen Kräften und den sogenannten Volksparteien hinsichtlich der generellen Einschätzung von Migration und den Aufgaben von Migrationspolitik: Migration sei in erster Linie ein Problem, Migrationspolitik dazu da, diese zu steuern und zu kontrollieren.

Auch in der DDR gibt es ideologische Figurationen in denen sich Vorstellungen von Fremd- und Unterlegenheit mit solchen von Herrschaft und Macht zu verbinden scheinen: zum Beipiel in der Person des zurückgekehrten kommunistischen Exilanten, der in den Augen mancher zum "Fremden" und zum Symbol sowjet-stalinistischer Herrschaft wird, oder der Vertragsarbeiterin, die als Interessenträgerin des Regimes figuriert und somit ebenfalls im Verbund mit der Herrschaft zu stehen scheint. Wirken hier ähnliche ideologische Versatzstücke wie heute? Und ist das Moment des "Aufstands des Volkes gegen die da oben" eines, das eine Ähnlichkeit zum Gestus des Anti-Establishments von Pegida, AfD und Co auweist?

Aber auf dem Feld der Migration(-spolitik) formieren sich nicht nur autoritäre Bewegungen, sondern dieses ist auch Ausgangsort progressiver und solidarischer Kämpfe. Wir wollen in der Veranstaltung diesen Perspektivwechsel vollziehen und dazu auf die Geschichte migrantischer Kämpfe in Westdeutschland blicken. In einer Vielzahl sozialer Kämpfe haben Migrant_innen dort in den vergangenen Jahrzehnten um gesellschaftliche Teilhabe, Bürger_innenrechte und eine Verbesserung ihrer Lebenssituation gestritten. In diesen Kämpfen scheint etwas auf, was eine andere Perspektive eröffnet: für eine Welt ohne Rassismus und ohne Verschwörungstheorien. Für ein solidarisches und gutes Leben für alle.

Plakat: kanak attak

Vom 29.06. - 14.07.2019 an 4 Orten in Dresden:"Damit solche Taten aufhören"GESPRÄCHE ASSEMBLAGE - Den NSU-Komplex kontex...
01/07/2019

Vom 29.06. - 14.07.2019 an 4 Orten in Dresden:

"Damit solche Taten aufhören"
GESPRÄCHE ASSEMBLAGE - Den NSU-Komplex kontextualisieren

Kunsthaus Dresden - Städtische Galerie für Gegenwartskunst
Städtische Galerie für Gegenwartskunst
Rähnitzgasse 8,
01097 Dresden
in der Ausstellung “Nachbarschaften 2025”
Öffnungszeiten: Di–Do 14–19 Uhr, Fr–So 11–19 Uhr. Jeden Freitag Eintritt frei!

Staatsschauspiel Dresden
Foyer im Kleinen Haus
Glacisstraße 28
01099 Dresden
Öffnungszeiten: Bis zum 6.7. (Theaterferien) zu den Öffnungszeiten der Vorverkaufskasse Mo–Fr 14–18:30 und ab eine Stunde vor Vorstellungsbeginn

JAPANISCHES PALAIS
(Staatliche Kunstsammlungen Dresden)
Palaisplatz 11
01097 Dresden
in der Ausstellung “Die Erfindung der Zukuft”
Öffnungszeiten täglich 10–18 Uhr, Montag geschlossen

Hole Of Fame
Königsbrücker Straße 39
01099 Dresden
Öffnungszeiten: Mo, Do–Fr 19–21 Uhr

Vom 29.06. - 14.07. zeigen wir an 4 Orten in Dresden unsere Installation:/ / / / / / / / A U S S T E L L U N G / / / / /...
26/06/2019

Vom 29.06. - 14.07. zeigen wir an 4 Orten in Dresden unsere Installation:

/ / / / / / / / A U S S T E L L U N G / / / / / / / /

«[...] damit solche Taten aufhören»

29.06. - 14.07.2019
an folgenden Orten:
Kunsthaus Dresden - Städtische Galerie für Gegenwartskunst
Japanisches Palais (Staatliche Kunstsammlungen Dresden)
Kleines Haus (Staatsschauspiel Dresden)
Hole Of Fame

Die Installation zeigt Ausschnitte aus 12 Videointerviews, die von Rixxa Wendland und Christian Obermüller zwischen Januar 2016 und Februar 2017 geführt wurden. Sie versammelt Stimmen von Betroffenen des NSU-Terrors und rassistischer Gewalt und von zivilgesellschaftlichen Akteur_innen gegen Rassismus. Ausgehend von den Morden des NSU-Netzwerks zeigen die Porträts die lange Geschichte der Gegenwart von Rassismus in Deutschland. Aktivist_innen und Betroffene rassistischer Gewalt erzählen von ihren Erfahrungen und ihrem Wissen, das systematisch aus dem behördlichen und medialen Diskurs ausgeschlossen wird.

in Kooperation mit:
Christiane Mennicke-Schwarz
Noura Dirani
Joachim Klement
Kunsthaus Dresden
Staatsschauspiel Dresden
Japanisches Palais
Staatliche Kunstsammlungen Dresden
Hole of Fame
NSU Watch Sachsen
“Offener Prozess” ASA FF e.V.
Andrea Hübler, RAA Sachsen e.V.

Am 26.06. findet der nächste Teil unserer Veranstaltungsreihe in Freiberg statt:/ / / / / / / / V E R A N S T A L T U N ...
24/06/2019

Am 26.06. findet der nächste Teil unserer Veranstaltungsreihe in Freiberg statt:

/ / / / / / / / V E R A N S T A L T U N G / / / / / / / /

_Die autoritäre Revolte in Ostdeutschland_

mit:
Felix Schilk
(geb. 1989, studierte in Dresden und Montpellier Soziologie und Erziehungswissenschaften. Er arbeitet als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Soziologie der TU Dresden und promoviert zur Identitätspolitik der Neuen Rechten)

Matheus Hagedorny
(geb. 1986, studierte Philosophie, Neuere Geschichte sowie Verfassungs-, Sozial- und Wirtschaftsgeschichte an der Universität Bonn und arbeitet derzeit für das „Jüdische Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus" in Berlin.)

Moderation: Andrea Hübler (RAA Sachsen Opferberatung)

Café im Pi Haus, Freiberg
26.06.2019, 19 Uhr

in Kooperation mit Freiberg.Grenzenlos

RECHTSPOPULISMUS UND OSTIDENTITÄT (Felix Schilk)
In den aktuellen Debatten um Rechtspopulismus und Fremdenfeindlichkeit erfüllen die ostdeutschen Bundesländer eine doppelte Funktion: als Identitätsanker für den enthemmten Trotzstolz der Wutbürger und als Persilschein für den linksliberalen Spott über schlechten Geschmack und unzivilisiertes Verhalten der Ostdeutschen. Die sozioökonomischen und sozialpsychologischen Ursachen für das Zusammenwirken von Rechtspopulismus und Ostidentität bleiben indes oft unbeachtet. Warum sind es gerade die postsozialistischen Bundesländer, in denen der Rechtspopulismus so erfolgreich ist und wieso wird jede Kritik daran von lokalen Akteuren und einem Großteil der Bevölkerung so aggressiv und vehement abgewehrt? Der Vortrag will einen kritischen Blick auf Anerkennungsdefizite in den Neuen Bundesländern und die kompensatorische Überidentifikation mit den oft tristen Verhältnissen werfen, die von der Lokalpolitik seit der „Wende" offensiv gefördert wird.

BJÖRN HÖCKE UND DIE „NEUE SOZIALE FRAGE“ DER AFD (Matheus Hagedorny)
Die AfD kann sich eine weit verbreitete Angst vor dem sozialen Abstieg zu Nutze machen. Das erscheint merkwürdig, denn das Wirtschafts- und Sozialprogramm der AfD ist an vielen Stellen schwammig und widersprüchlich. In diesem Jahr wollen vor allem die Ost-Landesverbände um Björn Höcke endlich ernst machen und die „soziale Frage" in den Mittelpunkt des Wahlkampfs stellen. Es lohnt sich, genau hinzuschauen, was Arbeitnehmer/innen, Beamte, Rentner/innen und Arbeitslose von dieser Politik erwarten können. Dazu werden wir untersuchen, welche Vorstellungen von Ökonomie und Arbeit aus den bisherigen Äußerungen von Höcke ablesbar sind. Hat der „soziale Patriotismus" wenigstens den einheimischen deutschen Arbeitern, Angestellten und Unternehmen etwas zu bieten? Und was ist überhaupt neu an der „neuen sozialen Frage", die Höcke und seine Anhänger endlich stellen wollen?

im Rahmen der _Ausstellungs- und Veranstaltungsreihe von spot the silence_
vom 01.06 - 06.07.2019

/ Chemnitz
/ Wurzen
/ Freiberg
/ Dresden

in Kooperation mit:

NSU Watch Sachsen
Offener Prozess , ASA FF e.V.
Netzwerk für Demokratische Kultur e. V. Wurzen
Team Oscar e.V im Weltecho Chemnitz
Neue Sächsische Galerie Chemnitz
Felix Schilk
Freiberg.Grenzenlos
Unter Palmen
Andrea Hübler, RAA Sachsen e.V.
Kunsthaus Dresden - Städtische Galerie für Gegenwartskunst

Wir beteiligen uns mit unserer Veranstaltung "Rassismus, Migration und die Konstruktion des 'Fremden' in der DDR" an der...
14/06/2019

Wir beteiligen uns mit unserer Veranstaltung "Rassismus, Migration und die Konstruktion des 'Fremden' in der DDR" an der Veranstaltungsreihe in Gedenken an Marwa El-Sherbini des Ausländerrat Dresden.

Das tolle Projekt "Offener Prozess" aus Chemnitz geht auf Spurensuche in Dortmund.offener-prozess.de
12/06/2019

Das tolle Projekt "Offener Prozess" aus Chemnitz geht auf Spurensuche in Dortmund.

offener-prozess.de

Mehmet Kubaşık wurde am 4. April 2006 in seinem Kiosk in der Dortmunder Mallinckrodtstraße vom NSU ermordet. Familie und Unterstützer*innen kämpften jahrelang um Aufklärung, während staatliche Strukturen auf ganzer Strecke versagten. Bis zum heutigen Tag bleibt die Aufarbeitung des Mordes unvollständig.

Eine besondere Verbindung besteht zwischen den neonazistischen Netzwerken in Chemnitz, Zwickau und Dortmund.
Wir vom Projekt „Offener Prozess“ (offener-prozess.de) gehen im Rahmen einer Bildungsreise vier Tage lang in Dortmund auf Spurensuche: welche überregionalen Verknüpfungen im organisierten Rechtsextremismus ermöglichten den terroristischen Mord?

Gleichzeitig wollen wir das Dortmund Mehmet Kubaşıks kennenlernen und ihm gedenken. Mehmets Tochter Gamze erzählt: „Er hatte gute Freunde, man mochte ihn sehr gern. Viele Jugendliche respektierten und grüßten ihn. Wenn wir in der Stadt unterwegs waren, hatte ich immer das Gefühl, ganz Dortmund kennt ihn.“ Dieses Dortmund ist ein Ort, der unumkehrbar von Migration geprägt wurde, von Menschen, die angekommen und geblieben sind, die damals und heute Dortmund ausmachen.

Wir danken unseren Kooperationspartner*innen und Förder*innen für die Ermöglichung dieser Bildungsfahrt. Danke an Riesa efau. Kultur Forum Dresden Weiterdenken - Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen Auslandsgesellschaft.de Jugendforum Nordstadt NSU Watch Dietrich-Keuning-Haus Landesprogramm „Weltoffenes Sachsen für Demokratie und Toleranz“ und Bundeszentrale für Politische Bildung.

Tag der Solidarität - Gedenken an die Opfer des NSU Terrors
Tribunal 'NSU-Komplex-auflösen'





Noch bis zum 12.6. ist unsere Installation zum NSU-Komplex im Erdgeschoss des Tietz in Chemnitz zu sehen.Am 15.6. zeigen...
10/06/2019

Noch bis zum 12.6. ist unsere Installation zum NSU-Komplex im Erdgeschoss des Tietz in Chemnitz zu sehen.

Am 15.6. zeigen wir in Zusammenarbeit mit dem Netzwerk für Demokratische Kultur einen Teil der Installation beim Wurzener Landfest.

Kommt vorbei und sagt es weiter!

es immer wieder neue Impulse setzt, Menschen motiviert sich in die Stadt-/Gesellschaft einzubringen und Biss hat. Martina Jacobi - Wilhelm – Schweizerhaus Püchau e.V.

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