10/04/2020
Gut für viele – die Schlehe (Prädikat: super wertvoll!!)
Heimischer geht’s kaum. Die Schlehe oder auch Schwarzdorn (Prunus spinosa) ist das dominierende Feldgehölz im April, weil sie ganze Landschaften in ein weißes Blütenmeer verwandelt.
Vielfachnutzen:
Frühjahr: mit mäßigem Nektar- und reichem Pollenangebot (die-honigmacher.de) als eine der wichtigsten Frühjahrsbienenweiden besonders auch für die ersten Wildbienen, aber auch für andere Insekten. Auch Honigbienen nutzen den reichlichen Pollen für die Larvenfütterung (Eiweißfutter).
Sommer: Da überwiegend als Feldhecke im Einsatz, Lebensraum für alles, was kreucht und fleucht. Durch starke Sprossdornen ein sicherer Zufluchtsort für Vögel und Feldtiere. Windschutz. Eine der wichtigsten Raupenfutterpflanzen für sehr viele Falterarten (Schmetterlinge).
Herbst: Früchte (Schlehen) reifen in großer Menger heran, dienen Wildtieren als Nahrung, so sie denn nicht schon im „Schlehenfeuer“ (Selbstangesetzter Likör) oder der Marmelade gelandet sind (Ernte erst nach dem ersten Frost).
Einzusetzen: Echtes Feldgehölz und für den Garten nur sehr bedingt brauchbar, da Ausläufer treibend (überall kommen junge Schlehen aus dem wurzeldurchsetzen Boden). Einige Gartencenter haben sie als Bienenweiden im Angebot, doch wer nicht wirklich viele Quadratmeter Garten hergeben will oder kann, der von diesen dornigen Gesellen davon Abstand nehmen. Stattdessen für mehr Hecken mit Schlehe in der Feldflur kämpfen.