Institut für Diaspora- und Genozidforschung / Ruhr-Universität Bochum

Institut für Diaspora- und Genozidforschung / Ruhr-Universität Bochum Forschungen zu Diaspora und Strukturen kollektiver Gewalt (Ursachen und Prozesse von Völkermord, generationenübergreifende Nachfolgen von Verfolgung)

Interdisziplinäres Forschungsinstitut

Forschungen zu Strukturen kollektiver Gewalt, zu Ursachen und Prozessen von Völkermord, zu generationenübergreifenden Nachfolgen von Verfolgung und Völkermord. Forschung - Lehre - Bildung

Aufgaben und Tätigkeitsfelder im Bereich der Forschung, der universitären und außeruniversitären Lehre, der wissenschaftlichen Nachwuchsförderung und der historischen und p

olitischen Bildung. Schwerpunkt Ruhr-Universität

Förderung der Vernetzung und Schwerpunktbildung der Forschungs- und Lehrtätigkeiten zu Formen kollektiver Gewalt und Völkermord, zu Migrationen, Exil und Diaspora an der Ruhr-Universität.

Neuerscheinung aus dem IDG:Matthias Häussler: Die Last der Sonne. Die Kriege der Ovaherero und Nama gegen die deutsche K...
28/08/2026

Neuerscheinung aus dem IDG:

Matthias Häussler: Die Last der Sonne. Die Kriege der Ovaherero und Nama gegen die deutsche Kolonialherrschaft, München: C.H. Beck 2026.

"Deutsch Südwestafrika, 1904: Die OvaHerero erheben sich gegen die deutsche Kolonialherrschaft. Bei dem Versuch, ihren Widerstand zu brechen, begehen deutsche Truppen den ersten Genozid des 20. Jahrhunderts. Später nehmen auch die Nama den Kampf auf. Matthias Häussler erzählt erstmals die ganze Geschichte der blutigen Kriege im heutigen Namibia. Er habe sich die "Last der Sonne" aufgeladen und sie werde ihn erdrücken, prophezeite der Nama-Führer Hendrik Witbooi dem OvaHerero-Führer, Kamaharero, als dieser 1890 den Schutzvertrag mit dem Deutschen Reich unterschrieben hatte. Er sollte recht behalten.

Erst 2021 hat Deutschland den Völkermord an den OvaHerero anerkannt und sich offiziell entschuldigt. Doch noch immer ist die deutsche Kolonialvergangenheit nicht wirklich aufgearbeitet. Wie kam es zu den Verbrechen der kaiserlichen Truppen im heutigen Namibia? Und sind sie wirklich Vorboten des Holocaust, wie manche behaupten? Matthias Häussler zeigt in seiner eindrücklichen Darstellung, wie die Gewalt langsam eskalierte und sich der Völkermord eher aus den Rahmenbedingungen und einem überzogenen Herrschaftswillen speiste als aus einer genozidalen Absicht. Dabei beschreibt er die OvaHerero und die Nama nicht bloß als ohnmächtige Opfer, sondern bewusst als eigenständige Akteure, deren Fähigkeiten und Erfolge die Kolonialherren mehr als einmal überraschten und ihren Vernichtungswillen erst richtig anstachelten."

Die Kriege der OvaHerero und Nama gegen die deutsche Kolonialherrschaft. 2026. 978-3-406-85189-6. Deutsch Südwestafrika, 1904: Die OvaHerero erheben sich gegen die deutsche Kolonialherrschaft. Bei d…

Dr. Elena Fast (Bielefeld) :»›Der Mensch soll es nicht kennen...‹. Das Lagerwissen in Warlam Schalamows »Erzählungen aus...
24/06/2026

Dr. Elena Fast (Bielefeld) :

»›Der Mensch soll es nicht kennen...‹. Das Lagerwissen in Warlam Schalamows »Erzählungen aus Kolyma««

Vortrag im Rahmen des Forschungs- und Examenskolloquiums zur Genozidforschung

Montag, 29.06.2026, 16:00 Uhr c.t.
GAFO 02/364

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!

Jetzt erschienen: ZEITSCHRIFT FÜR GENOZIDFORSCHUNG 24 (1), 2026Thema: Praktiken und Semantiken der Gewalt im Spanischen ...
17/06/2026

Jetzt erschienen:

ZEITSCHRIFT FÜR GENOZIDFORSCHUNG 24 (1), 2026

Thema: Praktiken und Semantiken der Gewalt im Spanischen Bürgerkrieg

Das neue Heft der »Zeitschrift für Genozidforschung« nimmt den den 90. Jahrestag des Beginns des Spanischen Bürgerkriegs im Juli 1936 zum Anlass, um im Anschluss an aktuelle Perspektiven der Forschungen eine kritische Auseinandersetzung mit den Praktiken und Semantiken der während dieses Kriegs ausgeübten Massengewalt zu führen. Das von Christin Hansen (Trier) und Julia Quast (Paderborn) kuratierte Themenheft versammelt Beiträge ausgewiesener Expert:innen, die den Forschungs- und Wissensstand kritisch reflektieren und mit der Erörterung neuer Aspekte von Strukturen und Funktionen einer gegen Kollektive gerichteten Gewalt wie auch kollektiv ausgeübter Gewalt die Perspektiven auf dieses Schlüsselereignis der Gewaltgeschichte des 20. Jahrhunderts erweitern.

Mit Beiträgen von Christin Hansen & Julia Quast, Lena Hein & Elena von Ohlen, Ronja Hollstein, Stephan Horn, Hiram Kümper, Julian Muhs, Alba Llavina Ros und Stephan Scholz.

https://www.velbrueck.de/Programm/Neuerscheinungen-Vorschau/Zeitschrift-fuer-Genozidforschung-24-Jg-2026-Heft-1.html

Zum 24. April - 111. Jahrestag des Genozids an den ArmeniernKeiner von ihnen kehrte zurück,es hat sie nie gegeben,die, d...
24/04/2026

Zum 24. April - 111. Jahrestag des Genozids an den Armeniern

Keiner von ihnen kehrte zurück,
es hat sie nie gegeben,
die, die es gab –
gingen zunichte,
kein Zeichen drang aus dem Stein.
Warum nur bezeugen,
wenn es keine Rettung,
keine Wiedererstehung gibt?
Nun schreibe ich, in dieser Höhle, um nicht zu ersticken,
ich, der starb.

(Krikor Beledian)

STUDIEREN UND FORSCHEN ZU FORMEN KOLLEKTIVER GEWALT AN DER RUB - Infoveranstaltung zum Studienzertifikat »Collective Vio...
08/04/2026

STUDIEREN UND FORSCHEN ZU FORMEN KOLLEKTIVER GEWALT AN DER RUB - Infoveranstaltung zum Studienzertifikat »Collective Violence, Holocaust and Genocide Studies« (CVG), 15.04.2026, 12:00 Uhr

Liebe Studierende,

sehr herzlich laden wir ein zu einer Infoveranstaltung über das Studienzertifikat »Collective Violence, Holocaust and Genocide Studies« (CVG) am:

Mittwoch, 15.04.2026, 12:00 Uhr c.t.
GAFO 02/364

Das Zertifikat zeichnet eine in den Regelstudiengängen selbstgewählte Vertiefung zu den Herausforderungen von Gewalt, Völkermord, Diskriminierung und Ausgrenzung aus.

Es wird vom Institut für Diaspora- und Genozidforschung in Kooperation mit dem Optionalbereich und der PSE der RUB verliehen.

Erste Infos zur Zertifikat CVG findet ihr hier: https://www.idg.ruhr-uni-bochum.de/zertifikatsstudium/index.html.de

Außerdem werden wir über den 1-Fachmaster Geschichte mit Schwerpunkt Gewalt- und Genozidforschung informieren.

Herzliche Grüße
Euer IDG-Team

Adresse

Universitätsstraße 150
Bochum
44801

Benachrichtigungen

Lassen Sie sich von uns eine E-Mail senden und seien Sie der erste der Neuigkeiten und Aktionen von Institut für Diaspora- und Genozidforschung / Ruhr-Universität Bochum erfährt. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht für andere Zwecke verwendet und Sie können sich jederzeit abmelden.

Die Universität Kontaktieren

Nachricht an Institut für Diaspora- und Genozidforschung / Ruhr-Universität Bochum senden:

Verknüpfungen

Teilen