Historisches Institut Bochum

Historisches Institut Bochum Offizielle Seite des Historischen Instituts, Fakultät für Geschichtswissenschaften der Ruhr-Univer

Das Historische Institut der Ruhr-Universität gehört zu den größten in Deutschland und ermöglicht dadurch im Hinblick auf thematische Breite und Betreuungsrelation ein erstklassiges Studium. Die 14 Professuren und 5 Juniorprofessuren sowie eine Vielzahl weiterer Dozenten stehen für eine perspektivenreiche, forschungsstarke und international gut vernetzte Wissenschaftseinheit. Im Angebot befinden s

ich eine wachsende Anzahl spezifischer Studienabschlüsse, der B.A. für alle Geschichtsstudierenden, der Master of Arts Geschichte und der Master of Education; maßgeblich beteiligt ist das Institut an den Master-Studiengängen Medieval and Renaissance Studies (MARS), Gender Studies und Religionswissenschaft.

Neuerscheinung aus dem IDG:Matthias Häussler: Die Last der Sonne. Die Kriege der Ovaherero und Nama gegen die deutsche K...
28/08/2026

Neuerscheinung aus dem IDG:

Matthias Häussler: Die Last der Sonne. Die Kriege der Ovaherero und Nama gegen die deutsche Kolonialherrschaft, München: C.H. Beck 2026.

"Deutsch Südwestafrika, 1904: Die OvaHerero erheben sich gegen die deutsche Kolonialherrschaft. Bei dem Versuch, ihren Widerstand zu brechen, begehen deutsche Truppen den ersten Genozid des 20. Jahrhunderts. Später nehmen auch die Nama den Kampf auf. Matthias Häussler erzählt erstmals die ganze Geschichte der blutigen Kriege im heutigen Namibia. Er habe sich die "Last der Sonne" aufgeladen und sie werde ihn erdrücken, prophezeite der Nama-Führer Hendrik Witbooi dem OvaHerero-Führer, Kamaharero, als dieser 1890 den Schutzvertrag mit dem Deutschen Reich unterschrieben hatte. Er sollte recht behalten.

Erst 2021 hat Deutschland den Völkermord an den OvaHerero anerkannt und sich offiziell entschuldigt. Doch noch immer ist die deutsche Kolonialvergangenheit nicht wirklich aufgearbeitet. Wie kam es zu den Verbrechen der kaiserlichen Truppen im heutigen Namibia? Und sind sie wirklich Vorboten des Holocaust, wie manche behaupten? Matthias Häussler zeigt in seiner eindrücklichen Darstellung, wie die Gewalt langsam eskalierte und sich der Völkermord eher aus den Rahmenbedingungen und einem überzogenen Herrschaftswillen speiste als aus einer genozidalen Absicht. Dabei beschreibt er die OvaHerero und die Nama nicht bloß als ohnmächtige Opfer, sondern bewusst als eigenständige Akteure, deren Fähigkeiten und Erfolge die Kolonialherren mehr als einmal überraschten und ihren Vernichtungswillen erst richtig anstachelten."

Die Kriege der OvaHerero und Nama gegen die deutsche Kolonialherrschaft. 2026. 978-3-406-85189-6. Deutsch Südwestafrika, 1904: Die OvaHerero erheben sich gegen die deutsche Kolonialherrschaft. Bei d…

Vom Offizier im Russländischen Reich über die Revolution in Russland bis ins chinesische Exil: Die Memoiren des deutsche...
27/08/2026

Vom Offizier im Russländischen Reich über die Revolution in Russland bis ins chinesische Exil: Die Memoiren des deutschen Militäringenieurs Peter Unterberger erzählen von einem bewegten Leben zwischen politischen Umbrüchen, verschiedenen Gesellschaften und weit entfernten Lebenswelten.

Herausgegeben von Prof. Dr. Heidi Hein-Kircher (Historisches Institut/RUB und Direktorin der Martin-Opitz-Bibliothek Herne), geben die Memoiren nicht nur Einblicke in Unterbergers persönlichen Lebensweg, sondern eröffnen zugleich eine besondere Mikroperspektive auf das Leben deutschsprachiger Funktionseliten im Fernen Osten.

Wie erlebte man den Alltag zwischen St. Petersburg, dem revolutionären Russland und dem chinesischen Exil? Welche Freiheiten und Herausforderungen prägten das Leben fernab der europäischen Zentren?

📚 „Zwischen zwei Stühlen. Memoiren von Peter Unterberger“ lädt dazu ein, einen ungewöhnlichen Lebensweg nachzuverfolgen und dabei eine wenig bekannte Welt des Russländischen Reiches und des Fernen Ostens zu entdecken.

  

Geschichte endet nicht mit der Schließung einer Zeche – sie lebt in unserer Umgebung weiter.Doch viele Geschichten des R...
31/07/2026

Geschichte endet nicht mit der Schließung einer Zeche – sie lebt in unserer Umgebung weiter.

Doch viele Geschichten des Ruhrbergbaus sind bis heute kaum sichtbar. Mit dem Projekt „AKTIV – die Folgen des Ruhrbergbaus aufarbeiten“ erforschen Studierende der Ruhr-Universität Bochum Orte und Geschichten, die bislang kaum erzählt wurden.
Dabei geht es bewusst nicht nur um bekannte Wahrzeichen der Industriekultur, sondern auch um verborgene Spuren des Bergbaus, Umweltfolgen, soziale Veränderungen und neue Perspektiven auf die Geschichte der Region.

Die Ergebnisse werden auf einer interaktiven Karte und im Podcast „Revierrelikte – Ruhrgebiet im Wandel“ veröffentlicht – und laden dazu ein, das Ruhrgebiet mit neuen Augen zu entdecken.

📍 Save the Date: Am 13. Oktober findet die nächste öffentliche Abendveranstaltung auf Zeche Zollern statt. Durch den Abend führt Markus Dichmann, bekannt aus dem Podcast „Eine Stunde History“. Weitere Informationen folgen in Kürze auf der Projektwebseite. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!

Mehr zum Projekt:
🌐 Projekt-Webseite: www.aktiv-geschichte.de
🎙️ Podcast: „Revierrelikte – Ruhrgebiet im Wandel“ (über die Webseite und Spotify)
📱 Instagram: AKTIV Die Folgen des Ruhrbergbaus aufarbeiten

Dr. Elena Fast (Bielefeld) :»›Der Mensch soll es nicht kennen...‹. Das Lagerwissen in Warlam Schalamows »Erzählungen aus...
24/06/2026

Dr. Elena Fast (Bielefeld) :

»›Der Mensch soll es nicht kennen...‹. Das Lagerwissen in Warlam Schalamows »Erzählungen aus Kolyma««

Vortrag im Rahmen des Forschungs- und Examenskolloquiums zur Genozidforschung

Montag, 29.06.2026, 16:00 Uhr c.t.
GAFO 02/364

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!

Jetzt erschienen: ZEITSCHRIFT FÜR GENOZIDFORSCHUNG 24 (1), 2026Thema: Praktiken und Semantiken der Gewalt im Spanischen ...
17/06/2026

Jetzt erschienen:

ZEITSCHRIFT FÜR GENOZIDFORSCHUNG 24 (1), 2026

Thema: Praktiken und Semantiken der Gewalt im Spanischen Bürgerkrieg

Das neue Heft der »Zeitschrift für Genozidforschung« nimmt den den 90. Jahrestag des Beginns des Spanischen Bürgerkriegs im Juli 1936 zum Anlass, um im Anschluss an aktuelle Perspektiven der Forschungen eine kritische Auseinandersetzung mit den Praktiken und Semantiken der während dieses Kriegs ausgeübten Massengewalt zu führen. Das von Christin Hansen (Trier) und Julia Quast (Paderborn) kuratierte Themenheft versammelt Beiträge ausgewiesener Expert:innen, die den Forschungs- und Wissensstand kritisch reflektieren und mit der Erörterung neuer Aspekte von Strukturen und Funktionen einer gegen Kollektive gerichteten Gewalt wie auch kollektiv ausgeübter Gewalt die Perspektiven auf dieses Schlüsselereignis der Gewaltgeschichte des 20. Jahrhunderts erweitern.

Mit Beiträgen von Christin Hansen & Julia Quast, Lena Hein & Elena von Ohlen, Ronja Hollstein, Stephan Horn, Hiram Kümper, Julian Muhs, Alba Llavina Ros und Stephan Scholz.

Anlässlich des 90. Jahrestags seines Ausbruchs beschäftigt sich das neue Heft der Zeitschrift für Genozidforschung mit den Semantiken und Praktiken von Gewalt im Spanischen Bürgerkrieg. Zwar endete die franquistische Diktatur im Jahr 1975, doch wurde eine weitgehende Aufarbeitung der Bürgerkrie...

Du interessierst dich für das Fach Geschichte, weißt aber noch nicht genau, was dich im Studium erwartet? Dann nutz dein...
09/06/2026

Du interessierst dich für das Fach Geschichte, weißt aber noch nicht genau, was dich im Studium erwartet? Dann nutz deine Chance am 11.06.26 bei Inside RUB 2026 und lern die Geschichtswissenschaften an der RUB kennen!
Besuche ausgewählte, echte Lehrveranstaltungen, lerne den universitären Alltag kennen und finde heraus, ob ein Geschichtsstudium der richtige Weg für dich ist.

Unser Programm:
Russland in Asien
10:15–11:45 Uhr | HGA 20

Über Krieg und Frieden in der Vormoderne.
Einführung in die Geschichtsschreibung des
früheren Mittelalters (6.-12. Jahrhundert)
10:15–11:45 Uhr | HGA 10

Von der „Republik der vielen Völker“ zum Nationalstaat: Polen in der Neuzeit
10:15–11:45 Uhr | HGA 30

Zusätzlich stehen die Geschichtswissenschaften an ihrem Infostand für Fragen rund ums Studium zur Verfügung.

Weitere Infos unter: http://studium.ruhr-uni-bochum.de/de/inside-rub

Wir freuen uns auf dich!

Du interessierst dich für das Fach Geschichte, weißt aber noch nicht genau, was dich im Studium erwartet? Dann nutz dein...
09/06/2026

Du interessierst dich für das Fach Geschichte, weißt aber noch nicht genau, was dich im Studium erwartet? Dann nutz deine Chance bei Inside RUB 2026 und lern die Geschichtswissenschaften an der RUB kennen!
Besuche ausgewählte, echte Lehrveranstaltungen, lerne den universitären Alltag kennen und finde heraus, ob ein Geschichtsstudium der richtige Weg für dich ist.

Unser Programm:
Russland in Asien
10:15–11:45 Uhr | HGA 20

Über Krieg und Frieden in der Vormoderne.
Einführung in die Geschichtsschreibung des
früheren Mittelalters (6.-12. Jahrhundert)
10:15–11:45 Uhr | HGA 10

Von der „Republik der vielen Völker“ zum Nationalstaat: Polen in der Neuzeit
10:15–11:45 Uhr | HGA 30

Zusätzlich stehen die Geschichtswissenschaften an ihrem Infostand für Fragen rund ums Studium zur Verfügung.

Weitere Infos unter: http://studium.ruhr-uni-bochum.de/de/inside-rub

Wir freuen uns auf dich!

Sie promovieren in den Geisteswissenschaften mit einem Schwerpunkt auf der westfälisch-lippischen Landesgeschichte und m...
05/06/2026

Sie promovieren in den Geisteswissenschaften mit einem Schwerpunkt auf der westfälisch-lippischen Landesgeschichte und möchten sich über Ihre eigene Universität hinaus vernetzen?

Das Nachwuchsnetzwerk der Historischen Kommission für Westfalen bietet Ihnen dafür den idealen Rahmen: fachlicher Austausch, universitätsübergreifende Stammtische und gezielte Unterstützung während der Promotion. Nutzen Sie Angebote wie Doktorand:innen-Workshops, ein neues Schreib-Retreat sowie die Möglichkeit, Ihre Forschung auf unserem Blog sichtbar zu machen.

🔗 Alle Informationen zur Anmeldung finden Sie unter www.historische-kommission.lwl.org/de/nachwuchsnetzwerk

Wie geht ein deutsches Traditionsunternehmen mit den dunklen Kapiteln seiner Geschichte um?Der Historiker Lutz Budrass, ...
04/06/2026

Wie geht ein deutsches Traditionsunternehmen mit den dunklen Kapiteln seiner Geschichte um?

Der Historiker Lutz Budrass, wiss. Mitarbeiter am Historischen Institut der Fakultät für Geschichtswissenschaften an der RUB, wirft in diesem Artikel einen kritischen Blick auf die Aufarbeitung der NS-Vergangenheit der Lufthansa. Im Mittelpunkt steht die Frage, welche Geschichten erzählt werden – und welche nicht.

Eine spannende Recherche über Erinnerungskultur, Unternehmensgeschichte und historische Verantwortung.

🔗 Den Artikel finden Sie über den Link in unserem Profil oder direkt hier:

https://www.jungewelt.de/artikel/519953.die-lufthansa-und-die-nazis-freiflug-f%C3%BCr-einen-kriegsverbrecher.html

Jetzt erschienen: Zeitschrift für Genozidforschung Jg. 23 (2), 2025Fokus: Deutschland und der Genozid an den Armeniern20...
16/01/2026

Jetzt erschienen:

Zeitschrift für Genozidforschung Jg. 23 (2), 2025

Fokus: Deutschland und der Genozid an den Armeniern

2025 jährte sich zum 110. Mal der Beginn des Genozids an der armenischen Bevölkerungsgruppe im Osmanischen Reich, zum neunten Mal jährte sich die Resolution des Deutschen Bundestags, den Genozid als solchen zu benennen. Das bedeutet aber auch rund 100 Jahre, in denen ein langer Weg von der Komplizenschaft des Deutschen Reichs mit dem Osmanischen hin zu einer Anerkenntnis des Völkermords und der deutschen Mittäterschaft zurückgelegt wurde. Im Fokusartikel des neuen Heftes der Zeitschrift für Genozidforschung rückt der Historiker Hans-Lukas Kieser (Zürich/Newcastle) die lange Geschichte einer dichten Verschränkung Deutschlands mit den Ereignissen des Genozids von 1915/16 wie auch seiner Relativierung und Leugnung in das Zentrum. In einem chronologischen Durchschreiten der deutsch-osmanisch-türkischen Beziehungsgeschichte seit dem späten 19. Jahrhundert untersucht er die Beteiligung Deutschlands am Völkermord an den Armenier:innen im Jahr 1915, diskutiert Nachwirkungen des Völkermords in Deutschland und reflektiert systematisch die Parallelen zwischen dem Völkermord an den Armenier:innenn und dem Holocaust.

Die weiteren Beiträge beschäftigen sich mit der Rolle der hinsichtlich ihrer Bedeutung wenig beforschten Umwandererzentralstelle (UWZ) im nationalsozialistisch besetzten Polen zwischen 1939 und 1944 (Hannah Riedler, Klagenfurt), mit der Bedeutung von Anschlüssen an »hamitische Theorien« und ihrer Fortschreibungen für die ideologische Legitimierung des Genozids des Jahres 1994 an den Tutsi in Ruanda (Anne D. Peiter, La Réunion) und diskutieren die Geschichte der europäischen Literatur entlang eines in ihrer Tiefenstruktur eingelagerten antisemitischen Codes (Lasse Wichert & Medardus Brehl, Bochum).

Das neue Heft der Zeitschrift für Genozidforschung rückt mit dem Genozid an den Armeniern ein Ereignis in den Fokus, das sich 2025 zum 110. Mal jährt. In den Fokusbeiträgen werden einerseits Fragen nach der strukturellen Bedeutung der Genozidpolitik für eine ökonomische Transformation der Regi...

Adresse

Historisches Institut Der Ruhr-Universität Bochum, UniversitätsStr. 150
Bochum
44801

Benachrichtigungen

Lassen Sie sich von uns eine E-Mail senden und seien Sie der erste der Neuigkeiten und Aktionen von Historisches Institut Bochum erfährt. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht für andere Zwecke verwendet und Sie können sich jederzeit abmelden.

Verknüpfungen

Teilen