17/12/2014
Liebe Aktive,
heute nach der erfolgreichen Verhinderung des Kürzungsbeschluss im Akademischen Senat (AS) haben wir ein großes Aktiven Plenum gemacht und über unsere weiteren Strategien und Forderungen diskutiert.
Wir sind motiviert und gleich morgen, Donnerstag, 18.12.2014 um 14 Uhr auf den GW2 Treppen findet das nächste Aktiven Plenum statt. Dort wollen wir die verschiedenen, heute gesammelten möglichen Strategien besprechen, wie es weiter gehen kann und wie wir unserer Forderung nach einer Ausfinanzierung des Bildungs- und Sozialbereich näher kommen können. Macht es z. B. Sinn im Januar eine studentische Vollversammlung zu planen? Wie können wir besser mit anderen Statusgruppen z. B. den wissenschaftlichen Mitarbeiter_innen zusammenarbeiten oder wie solidarisieren wir uns am Besten mit den Schüler_innen in Bremen? Dazu werden morgen verschiedene AGs gegründet, also kommt unbedingt vorbei und bringt euch ein.
Weitere Forderungen, die wir heute im Plenum gemeinsam gesammelt haben, sind:
Hauptforderung bezüglich der Anstehenden Kürzungen:
- Kein einziger Studiengang! Kein einziges Institut/Zentrum!
→ Wir akzeptieren die Kürzungen not at all! Die Vielfalt der Uni muss erhalten bleiben.
- Reduzierung statt Erhöhung der Verwaltungsgebühr für die Studierenden.
→ Die Semestergebühren sorgen für eine soziale Selektion unter den Studierenden. Studieren darf nicht vom Geldbeutel abhängig sein. Eine Erhöhung würde das massiv verstärken.
Daraus ergeben sich Forderungen an die Politiker_innen in Bremen (→ Wahlkampf!)
- Wir fordern eine Ausfinanzierung des gesamten Bildungs- und Sozialbereichs!
- Daraus ergibt sich eine Erhöhung der Grundfinanzierung der Universität, der Hochschulen und anderer Schulen. Es dürfen Studiengänge/Bildungsangebote nicht von Drittmitteln abhängig sein. Der staatliche Bildungsauftrag lässt sich nicht auf Drittmittelfinanzierung abwälzen.
- Der Wissenschaftsplan 2020 ist untragbar und bedarf einer dringenden Ablehnung bzw. grundsätzlichen Überarbeitung.
- Die Schuldenbremse verhindert sinnvolle Bildungspolitik. Deshalb muss sie grundsätzlich abgelehnt werden.
- Das reden vom „Haushaltsloch“ ist Augenwischerei. Es gibt diverse Möglichkeiten Geld für Bildung und Soziales zur Verfügung zu stellen u.a. die Bafög-Millionen, die 37 Millionen von Rheinmetall-Defence im Rahmen der Schmiergeld-Affäre, außerdem ist Reichtum besteuern eine gangbare Möglichkeit.
Außerdem ergeben sich ganz klare Forderungen an den Akademischen Senat:
- Mehr Transparenz! Wir akzeptieren nicht, dass Beschlussvorlagen, Gremienbeschlüsse etc. hinter dem Rücken der Studierenden bzw. ohne Aktionsspielräume einzuräumen vorgelegt werden. Studentische Beteiligung und studentische Positionen und Aktionen müssen möglich sein! Wir fordern mehr studentische Gremienmitglieder, da Studierende die größte Statusgruppe an der Uni darstellen.
- Der Rektor Prof. Dr. Stärter der Martin-Luther-Universität Halle (Saale), das Rektorat und der Senat haben die Kürzungsvorgaben der Landesregierung Sachsen-Anhalt abgelehnt. Dies ist ein gutes Beispiel. Lieber AS, wir fordern eine Ablehnung der Kürzungsvorgaben, ihr müsst nicht Ja und Amen sagen. Sagt NEIN!
Solidarische Grüße,
einige Aktive vom Aktiven-Plenum
http://www.weser-kurier.de/bremen/bremen-stadtreport_artikel,-Protestierende-Studenten-verhindern-vorerst-Kuerzungen-_arid,1015629.html
Protest frühmorgens auf dem Campus: Seit 7.30 Uhr haben sich Studierende an der Universität versammelt und den Raum besetzt, in dem der Akademische ...