13/03/2019
Studierende in den Klimastreik!
Denn der Klimawandel wartet nicht bis der Bachelor fertig ist!
Am 15. März werden in 80 Ländern und auf fast allen Kontinenten Menschen auf die Straßen gehen, um zu zeigen, dass es höchste Zeit ist den Klimawandel ernst zu nehmen und die Politik endlich Konsequenzen aus der Klimakrise ziehen muss. Nach dem Vorbild der Schwedin Greta Thunberg streiken Schüler*innen schon seit Monaten jeden Freitag, um auf die Dringlichkeit aufmerksam zu machen. Am 15. März werden nun gezielt auch Erwachsene aufgerufen für das Klima zu streiken. Auch in Köln soll es einen bunten und vielfältigen Demozug geben, der um 9:00 Uhr am Bahnhofsvorplatz startet. Wir rufen alle Studierenden, die den Klimawandel nicht tatenlos hinnehmen wollen, auf, am 15. März gemeinsam mit Schüler*innen, Eltern, Auszubildenen und allen Streikenden für eine progressive und soziale Klimapolitik zu demonstrieren.
Fridays for Future Köln versteht sich nicht nur als Schüler*innenbewegung, so gibt es auch viele Studierende und Auszubildene, die Freitags fürs Klima streiken anstatt zur Schule, zur Uni oder zu Arbeit zu gehen.
Wir fragen uns, wozu wir lernen und studieren sollen, wenn unsere Zukunft massiv vom Klimawandel bedroht ist. Bei der UN-Klimakonferenz in Paris 2015 haben sich 175 Staaten auf die Begrenzung der globalen Erderwärmung auf unter 2 °C, möglichst 1,5 °C im Vergleich zur vorindustriellen Zeit geeinigt. Jedoch ist seitdem wenig passiert. Die CO2 Emissionen in Deutschland sind in den letzten Jahren nicht gefallen, dabei bräuchte es eine radikale Energie- und Verkehrswende, wenn wir unsere Klimaziele nicht verfehlen wollen. Eine globale Erwärmung von 1,5 °C wird laut IPCC Bericht vorraussichtlich zwischen 2030 und 2052 erreicht, wenn sie weiter mit der aktuellen Geschwindigkeit zunimmt. Die Konsequenzen des Klimawandels sind Naturkatastrophen, Stürme, Überschwemmungen, Dürre, Waldbrände und Schädigungen an Ökosystemen. Der menschengemachte Klimawandel kann durch Erreichen von Kipppunkten verstärkt werden. Das Schmelzen des arktischen Eises sorgt dafür, dass weniger Sonnenstrahlen reflektiert werden und sich die Erde schneller erwärmt (Eis-Albdedo-Rückkopplung) und durch das Abtauen des Permafrosts wird Methan freigesetzt, welches ein 25 Mal stärkeres Treibhausgas als Kohlendioxid ist. Die Menschen, die am stärksten darunter zu leiden haben , sind vor allem die im globalen Süden und nicht die Verursacher*innen im Globalen Norden. Das Wissen um die katastrophalen Folgen des Klimawandels bringt uns aber nichts, wenn jetzt nicht angemessene klimapolitische Maßnahmen ergriffen werden. Nach Empfehlung der Kohlekommission soll Deutschland erst bis zum Jahr 2038 aus der Kohle aussteigen. Das ist zu spät!
Wir fordern den baldmöglichsten Ausstieg aus der Braunkohle und ein nachhaltiges Wirtschaften statt Wachstumszwang ohne Rücksicht auf die Zukunft unseres Planeten. Dazu treffen wir uns am 15. März um 9 Uhr an dem obersten Treppenabschnitt vor dem Dom um Seite an Seite mit Schüler*innen, Eltern, Auszubildenen und allen Streikenden für eine klimagerechte Zukunft zu demonstrieren.
Basteltreffen AZ: 13.03.19 von 17 bis 21 Uhr im Autonomen Zentrum
https://www.facebook.com/events/776634412715906/
Basteltreffen Asta: 13.03.19 von 14:00 bis 18:00 in S203 in der Alten Mensa
Klimademo: 15.03.19 von 9 bis 15 Uhr am Bahnhofsvorplatz
Treffpunkt für Studierende: oberster Treppenabschnitt vorm Dom um 9 Uhr oder am Asta Gebäude
https://www.facebook.com/events/1504250886384418/
Wir rufen zusammen mit campus:grün köln SDS Köln HSG Sowi Uni Köln Fachschaft Physik der Universität zu Köln Alternative Liste Uni Köln oikos Köln StAVV Studierendenvertretung GeoMet und dazu auf, sich an den Protesten zu beteiligen!