Fachschaft Jüdische Studien und Jiddistik HHU

Fachschaft Jüdische Studien und Jiddistik HHU Die Facebookpräsenz des gewählten Fachschaftsrates Jüdische Studien und Jiddistik an der HHU Düsseldorf.

Zum internationalen Frauentag:
08/03/2022

Zum internationalen Frauentag:

In den großen Weltreligionen wird Frauen eine untergeordnete Rolle zugewiesen. Als Helferinnen und Gemeindemitglieder sind sie hoch willkommen, hohe und einflussreiche Ämter bleiben ihnen allerdings meist verwehrt. Im Judentum war das lange auch so. Und dann kam Regina Jonas. Schon als junges Mäd...

Reports from friends in Poland, including direct from the Polish-Ukrainian border. Firsthand reports on aid to the hundr...
04/03/2022

Reports from friends in Poland, including direct from the Polish-Ukrainian border. Firsthand reports on aid to the hundreds of thousands of refugees. Streamed last night by the Taube Center.

There are no barriers and no politics as Poland welcomes our Ukrainian brothers and sisters. Please join us on Thursday, March 3 for an on-the-ground report ...

24/02/2022

A JEWISH PRAYER FOR UKRAINE

Eternal One, Rock of our Existence, the Source and Sustainer of Life, as Russia wages war on Ukraine and the forces of autocracy wreak havoc and attempt to instil terror and fear in every heart, we call on You to strengthen the people of Ukraine in their collective will to muster the courage and the fortitude to withstand the onslaught, strengthened by the knowledge that democratic nations across the world stand in solidarity with them and will do everything necessary to support their efforts to resist the imposition of tyranny.

Meanwhile, as ordinary people everywhere, like ourselves, witness the horror and feel helpless and hopeless in the face of overwhelming events beyond our control, we ask You to enable us to understand that we are not powerless to help, that our deeds, however small, matter, and that above all, knowing that despair is the dearest friend of tyrants, we have the obligation to hope and to demonstrate our constant fidelity to the enduring values of peace and freedom, equality and justice. May this be our will.

And let us say: Amen.

Rabbi Elli Tikvah Sarah
February 2022 / Adar I 5782

17/01/2022

Frohe Tu Bischwat!
Tu Bischwat bezeichnet das »Neujahrsfest der Bäume«.
Dieses Fest ist erstmals in der Mischna erwähnt. Es markiert das Ende der Regenzeit und den Beginn der idealen Pflanzperiode in Israel.
Tu Bischwat markiert einen Moment im jüdischen Jahr, um die Achtsamkeit gegenüber der Natur und dem Umgang der Menschen mit ihr zu thematisieren.

Choni und der Johannisbrotbaum (eine Geschichte aus dem Babylonischen Talmud)

„Vor langer Zeit lebte in Israel ein Mann namens Choni. Eines Tages sah Choni einen alten Mann, der einen Johannisbrotbaum pflanzte.
Choni fragte den alten Mann: ‚Wie lange wird es dauern, bis dieser Baum Früchte trägt?’
‚Siebzig Jahre’, antwortete der Mann.
‚Aber du bist schon so alt! Du wirst nicht mehr so lange leben!’, sagte Choni.
‚Ich weiß’, antwortete der Mann, ‚aber meine Eltern und Großeltern haben Johannisbrotbäume für mich gepflanzt, also pflanze ich auch Johannisbrotbäume für meine Kinder und Enkel.’
Choni beeindruckte diese Antwort sehr. Dann setzte er sich in der Nähe hinter einige Felsen und machte ein kleines Nickerchen. Als er wieder aufwachte, sah er einen Mann, der Johannisbrotbaumfrüchte einsammelte.
Choni fragte den Mann: ‚Wie kann es sein, dass ein frisch gepflanzter Baum schon in so kurzer Zeit Früchte trägt?’
‚In so kurzer Zeit?’ fragte der Mann ungläubig. ‚Mein Großvater hat diesen Baum gepflanzt!’
‚Ach du liebe Güte!’, dachte Choni. ‚Ich muss siebzig Jahre lang geschlafen haben!’“

(Babylonischer Talmud, Taanit 22b-23a)

Gestern (27.12) vor 86 Jahren wurde Rabbinerin Regina Jonas als erste Frau ordiniert!„Von Gott ‚gesegnet‘ sein, heißt, w...
28/12/2021

Gestern (27.12) vor 86 Jahren wurde Rabbinerin Regina Jonas als erste Frau ordiniert!

„Von Gott ‚gesegnet‘ sein, heißt, wohin man tritt, in jeder Lebenslage, Segen, Güte, Treue spenden. Demut vor Gott, selbstlose hingebungsvolle Liebe zu seinen Geschöpfen erhalten die Welt. Diese Grundpfeiler der Welt zu errichten, war und ist Israels Aufgabe. Mann und Frau, Frau und Mann haben diese Pflicht in gleicher jüdischer Treue übernommen.“

01/12/2021
Reichpogrommnacht 1938We remember
09/11/2021

Reichpogrommnacht 1938
We remember

Uri ben Ari was born in Berlin in 1925, and was eight years old when the N***s rose to power. He fled from Germany in 1939 and settled in Israel. In addition...

04/11/2021

Stolpersteine wurden demontiert/gestohlen

Text und Fotos: Mahn und Gedenkstätte Düsseldorf

Bis gestern Abend lagen die beiden Steine des Ehepaars Back auf der Venloer Straße. Seit heute Vormittag ermittelt der Staatsschutz.

Das Ehepaar Max und Berta Back wohnte viele Jahre in Düsseldorf. Beide Töchter, Ursula (geboren 1909) und Gerda (geboren 1911), wurden auch in Düsseldorf geboren. Hier führte Max Back ab 1901 die Buchdruckerei „Haas & Wittke“ in der Bandelstraße 14.
1933 wurde Max Back gezwungen, seine Druckerei zu „versteigern“, und die Familie musste von ihren Rücklagen, der Unterstützung Angehöriger und der Arbeit der Tochter Ursula als Stenotypistin leben. Max Back versuchte durch Vermittlung von Druckaufträgen einen Teil zum Lebensunterhalt beizusteuern. Sein Schwager Erich Goldberg besaß eine Bekleidungsfirma und versorgte die Familie mit kostenloser Bekleidung. Die Familie war trotz aller Unterstützung gezwungen, Teile ihrer Möbel für den Lebensunterhalt zu verkaufen. [...]
Am 10. November 1938 wurde die Wohnung der Familie überfallen. Einer der Täter entwendete bei der Zerstörungsaktion den Schmuck von Backs Frau und wurde wegen des Diebstahls – nicht wegen der Zerstörung der Wohnung – am 27. Januar 1939 vor dem Schöffengericht Düsseldorf zu zwei Monaten Gefängnishaft verurteilt.

Im Mai 1940 schlug die Reichsbahndirektion Wuppertal der Düsseldorfer Gestapo vor, eine „Arbeitspflicht“ gegen Max Back zu verhängen, da er noch Mietschulden bei ihnen habe. Max Back stand nun im Fokus der Gestapoüberwachung. Ein am 31. Dezember 1940 an die Israelitische Fürsorge in Basel geschickter Brief wurde abgefangen und Max Back am 27. Januar 1941 von der Gestapo wegen „Verstoßes gegen die Verordnung über das Nachrichtenwesen“ verwarnt. Beide Töchter befanden sich zu diesem Zeitpunkt schon im sicheren Ausland.

Am 27. Oktober 1941 wurde Max Back mit seiner Ehefrau Berta in das Ghetto von Łódź deportiert. Max starb am 12. Juli 1942 im Ghetto und Berta wurde 14. Juli 1944 in Chelmno ermordet.

[Der mögliche Tatzeitraum für die Demontage der Stolpersteine lässt sich derzeit eingrenzen auf den Mittwochabend zwischen 18:00 und 19:50 Uhr. Zeugen werden gebeten, verdächtige Beobachtungen dem Staatsschutz unter Telefon 0211-8700 zu melden.]

Adresse

UniversitätsStr. 1, Gebäude 24. 21. 05. 65
Düsseldorf
40225

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