07/04/2026
Social-Media erst ab 16 ?
In der DAA Wirtschaftsakademie ist es mittlerweile Tradition, dass sich jeder Kurs eine Woche lang mit einem frei gewählten Thema beschäftigt – und auch nur damit.
Diesmal hat der Kurs VZ 144 in Düsseldorf gezeigt, wie ein hochaktuelles Thema gut aufbereitet werden kann: Sollen Social-Media-Apps bzw. der Zugang zu Social Media erst ab 16 Jahren legalisiert werden?
Hier entbrannte eine spannende Diskussion, in der die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in verschiedene Rollen schlüpfen, unter anderem in die Rolle von Journalistinnen, eine Psychologin, ein IT-Experte und Medienexperten. Natürlich wurde schnell das Beispiel aus Australien herangezogen, die ja als Staat den Schritt eines Verbots bereits gegangen sind. Eine besondere Note bekam dies nicht nur durch die Untermauerung mit Daten und Statistiken, sondern dass es ja letztlich auch sehr junge Leute sind, die sich mit dem Thema beschäftigen und vielleicht einen ganz anderen Blickwinkel auf das Thema als Politikerinnen und Politiker haben – diese gehören ja eher einer älteren Generation an.
Letztlich wurde klar: Das Thema polarisiert und niemand konnte aus voller Überzeugung eine pro oder contra-Seite einnehmen, doch nicht nur die Politik und die Anbieter sondern auch die Eltern stehen hier nicht nur in der Verantwortung, sondern haben bereits heute Hilfsmittel, die vielleicht auch etwas konsequenter eingesetzt werden müssen. Als Beispiel dient hier „Family Link“ von Google für Android-gesteuerte Smartphones, mit dessen Hilfe man zielgerichtet Apps zulassen und beschränken kann und die Handy-Nutzungszeit steuert.
Fazit: Social Media ist für junge Menschen ein Risiko. Muss es verboten werden? Vielleicht ja, vielleicht nein – Wege zur vernünftigen Kanalisierung gibt es bereits heute.
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