Botanischer Garten - Technische Universitaet Darmstadt

Botanischer Garten  - Technische Universitaet Darmstadt Seit 1814 gibt es in Darmstadt einen Botanischen Garten, seit 1874 - also seit 150 Jahren - liegt er an der Schnittspahnstraße

Knapp 110 Arten umfasst die Gattung Fuchsia L., die von M- und S-Amerika bis nach Tahiti und Neuseeland verbreitet sind....
28/08/2026

Knapp 110 Arten umfasst die Gattung Fuchsia L., die von M- und S-Amerika bis nach Tahiti und Neuseeland verbreitet sind. Überwiegend handelt es sich um Sträucher; es kommen jedoch auch bis zu 15m hohe Bäume (F. excorticata) oder ausdauernde kriechende Kräuter (F. procumbens; beide Arten aus Neuseeland) vor.
Die Blätter stehen kreuzgegenständig oder wirtelig, die vielfach roten Blüten werden überwiegend von Vö**ln bestäubt.
Über 14 000 Sorten an Fuchsien wurden seit ihrer Einführung in den Gartenbau registriert. Man schätzt, dass derzeit ca. 2 000 im gärtnerischen Sortiment erhältlich sind. In unserem Klima sind nur wenige Sorten winterhart - meist Abkömmlinge der im südlichen S-Amerika heimischen F. magellanica Lam. -, so dass die meisten Fuchsien bei uns als Kübel- oder Gewächshauspflanzen gezogen werden. Anders in W-Europa, wo man im atlantisch geprägten England oder Irland sogar Fuchsienhecken findet und vor allem die o.g. eingebürgert ist.
Die erste Fuchsien-Art wurde durch den Franziskanerpater Charles Plumier (1646-1704), 1696/97 auf einer seiner Reisen als ‚königlicher Botaniker‘ im Auftrag Ludwigs XIV. entdeckt und als ‚Fuchsia triphylla flore coccineo‘ (‚Drei-blättrige Fuchsie mit scharlachroten Blüten‘) beschrieben. Sie stammt aus dem Gebiet des heutigen Haiti im Westen der Karibikinsel Hispaniola. Diesen Namen übernahm 1753 C. V. Linné in seiner ‚Species Plantarum‘ als Fuchsia triphylla und benannte so die ganze Gattung.
Mit dem Namen Fuchsia ehrte Plumier Leonhart FuchsS (1501-1566), einen der ‚Väter‘ der wissenschaftlichen Botanik. Unter den zahlreichen Werken des ‚hochgelehrten‘ Tübinger Professors der Medizin standen mit der ‚Historia stirpium‘ (‚(Natur)Geschichte der Heilpflanzen‘;1542) und dem ‚New Kreutterbuch‘ (1543) zwei herausragende botanische Werke, die eine Fülle von eigenen Beobachtungen mit hervorragenden Abbildungen kombinierten und sich weit über ihre Vorgänger (meist Kommentare antiker Autoren) erhoben. Von den 500 Pflanzentafeln des ‚Kreutterbuchs‘ stellen etwa 100 die ersten Abbildungen der jeweiligen Arten überhaupt dar - so u.a. von Mais, Paprika und Kürbis. Fuchsien allerdings hat Leonhart Fuchs, der 1566 starb, nie gesehen.
Abb.: Fuchsia magellanica und Fuchsia boliviana (am Standort in Argentinien); T&F: St.Schn

Zum "Verpackungswahn der Fagaceae gibt es auch ein Infoblatt:
10/08/2026

Zum "Verpackungswahn der Fagaceae gibt es auch ein Infoblatt:

An vollen Büschelzweigen,Geliebte, sieh nur hin!Lass dir die Früchte zeigen,Umschalet stachlig grün.Sie hängen längst ge...
09/08/2026

An vollen Büschelzweigen,
Geliebte, sieh nur hin!
Lass dir die Früchte zeigen,
Umschalet stachlig grün.

Sie hängen längst geballet,
Still, unbekannt mit sich;
Ein Ast, der schaukelnd wallet,
Wiegt sie geduldiglich.

Doch immer reift von innen
Und schwillt der braune Kern;
Er möchte Luft gewinnen
Und säh die Sonne gern.

Die Schale platzt, und nieder
Macht er sich freudig los;
So fallen meine Lieder
Gehäuft in deinen Schoß.

Johann Wolfgang von Goethe - aus dem Buch "Suleika" des "West-Östlichen Divan"

Ecology and Biodiversity: Das neue internationale Master-Studienprogramm an der TU DarmstadtSpielst Du mit dem Gedanken,...
05/08/2026

Ecology and Biodiversity: Das neue internationale Master-Studienprogramm an der TU Darmstadt

Spielst Du mit dem Gedanken, den Schwerpunkt Deines Biologie-Masterstudiums auf Ökologie zu legen? Dann bietet Dir die TU Darmstadt hervorragende Möglichkeiten, Deine Interessen in diesem Bereich zu vertiefen und wissenschaftlich zu verfolgen.

Ein kleines bisschen Eigenwerbung sei erlaubt:
Eine zentrale wissenschaftliche Einrichtung hierfür ist der Botanische Garten. Mit über 8.000 kultivierten Pflanzenarten, Gewächshäusern sowie vielfältigen Freilandflächen bietet er eine außergewöhnliche Infrastruktur und zahlreiche Möglichkeiten zur Durchführung und Ausgestaltung wissenschaftlicher Arbeiten – von ökologischen Fragestellungen bis hin zu praxis- und anwendungsnaher Forschung.

The faculty share insights into the new Master's program "Ecology a...

Blütenstände mit vielen, nahe beieinander liegenden Einzelblüten sind attraktive Futterplätze: Ist die Ausbeute auch bei...
29/07/2026

Blütenstände mit vielen, nahe beieinander liegenden Einzelblüten sind attraktive Futterplätze: Ist die Ausbeute auch bei der Einzelblüte nicht so groß, fallen doch die Wege zwischen den Blüten weg, da viele nahe beieinander stehen. Das Bild zeigt eine Hornissen-Schwebfliege ((Volucella zanraia) und eine Holzbiene (Xylocopa violacea) am "Doppelköpfchen" der Kugeldistel (Echinops ritro L.; Asteraceae). Zum "Doppelkopf" (d.i. ein Köpfchen aus einblütigen Köpfchen) gibt es auch ein infoblatt "Botanischer Garten Aktuell" aus dem Juli 2021.

Die Hortensie Hydrangea sargentiana Rehd. (Hydrangeaceae) aus dem südlichen Z-China besitzt auffallendene sterile Randbl...
07/07/2026

Die Hortensie Hydrangea sargentiana Rehd. (Hydrangeaceae) aus dem südlichen Z-China besitzt auffallendene sterile Randblüten und zahlreiche kleine, fertile Zentralblüten in einem trugdoldigen (es ist eine Schirmrispe) Blütenstand. Beschrieben hat sie der in Sachsen geborene berühmte Dendrologe und spätere Direktor des "Arnold Arboretums" der Harvard University in Boston/Mass. Alfred Rehder (1863-1949), der als "Wandergärtner" um 1887 für wohl eine Saison in Darmstadt gewirkt hat. Benannt hat er sie nach seinem Vorgänger, dem ersten Direktor des "Arnold" Charles Sprague Sargent (1841-1927).

Adresse

Schnittspahnstraße 3-5
Darmstadt
64287

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