Botanischer Garten - Technische Universitaet Darmstadt

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Botanischer Garten  - Technische Universitaet Darmstadt Seit 1814 gibt es in Darmstadt einen Botanischen Garten, seit 1874 - also seit 150 Jahren - liegt er an der Schnittspahnstraße

Was ist das? Eine "Drei-Flügel-Ahorn-Frucht" - wahrscheinlich von Acer platanoides, dem Spitzahorn. Eine Ahornblüte besi...
09/10/2026

Was ist das? Eine "Drei-Flügel-Ahorn-Frucht" - wahrscheinlich von Acer platanoides, dem Spitzahorn. Eine Ahornblüte besitzt normalerweise zwei miteinander an der Bauchseite verwachsene Fruchtblätter, wie das Diagramm A zeigt. Im reifen Zustand bilden sie am Fruchtblattrücken Flügelchen aus (F). Schlussendlich zerbrechen sie; jede Einheit ist also eine Teilfrucht, ein sog. Merikarpium. Und hier? Hier waren es nun mal drei Fruchtblätter! - Foto: StSchn, Diagramme aus Engler - Syllabus.

09/10/2026
Ein gelber Paläobotaniker? Acht Arten, die vom Mittelmergebiet, Mittel und Westeuropa bis nach West- und Zentralsien ver...
29/09/2026

Ein gelber Paläobotaniker? Acht Arten, die vom Mittelmergebiet, Mittel und Westeuropa bis nach West- und Zentralsien verbreitet sind, umfasst die Amaryllidaceen-Gattung Sternbergia. Häufig kultiviert wird Sternbergia lutea (L.) Ker Gawl. ex Spreng., die von Linné als Amaryllis lutea beschrieben wurde. Im Gegensatz zu den ähnlichen Krokussen, die zu den Iridaceen zählen, befindet sich hier der Fruchtknouten nicht im Boden, sondern direkt unterhalb der Blütenhülle, umgeben von einem Hochblatt.
Mit ihrem Namen ehrt die jetzt im Herbst blühende Sternbergie den aus Böhmen stammenden Kaspar Maria Graf Sternberg (1761-1838). Er war Theologe, Politiker, Mineraloge Botaniker und gilt mit seinem weg- und zukunftsweisenden Werk "Versuch einer geognostisch-botanischen Darstellung der Flora der Vorwelt" (1820–1838) als Begründer der Paläootanik. Mit Goethe war er ab etwa 1820 befreundet und pflegte einen intensiven Austausch.

Tricyrtis hirta (Thunb.) Hook. - Behaarte Krötenlilie; Heimat: Japan. 23 Arten umfasst die Liliaceen-Gattung Tricyrtis. ...
22/09/2026

Tricyrtis hirta (Thunb.) Hook. - Behaarte Krötenlilie; Heimat: Japan. 23 Arten umfasst die Liliaceen-Gattung Tricyrtis. Verbreitet sind die Stauden vom Himalaja bis nach Japan und den Philippinen. Man erkennt an den wirklich spektakulären Blüten, die sich im Spätsommer/Herbst entfalten (die Aufnahmen entstanden am 27.10.2013) die sackartigen Nektarien bzw. Nektarbehälter an der Basis der sechs Tepalen (Blütenblätter). Die sechs Staubfäden umhüllen den Griffel, der seine drei papillös behaarten Äste abspreizt.

Zur Gattung Humulus (Hopfen;zu den Cannabaceae - Hanfgewächsen) gehören nach derzeitigem Kenntnisstand sieben auf der No...
11/09/2026

Zur Gattung Humulus (Hopfen;
zu den Cannabaceae - Hanfgewächsen) gehören nach derzeitigem Kenntnisstand sieben auf der Nordhalbkugel verbreitete Arten kletternder Pflanzen. Die wirtschaftlich bedeutendste ist der zweihäusige Echte Hopfen Humulus lupulus.
Man erkennt hier die "Hopfendolden', die eigentlich ährige Blüten- bzw. Fruchtstände darstellen.
Im Inneren der "Dolden" finden sich auf den Tragblättern und auf der einfachen Blütenhülle gelbe Drüsen, die Harze und Öle bilden. Diese Exkrete, vor allem das hier vorkommende Lupulin, sind ein wichtiger Grundstoff bei der Bierbrauerei. Sie machen das Bier haltbarer, bitter-aromatisch und haben eine leicht sedierende Wirkung. Die "Dolden" werden zu Pellets verarbeitet und gepresst, die dann beim Brauvorgang zugegeben werden.

Knapp 110 Arten umfasst die Gattung Fuchsia L., die von M- und S-Amerika bis nach Tahiti und Neuseeland verbreitet sind....
28/08/2026

Knapp 110 Arten umfasst die Gattung Fuchsia L., die von M- und S-Amerika bis nach Tahiti und Neuseeland verbreitet sind. Überwiegend handelt es sich um Sträucher; es kommen jedoch auch bis zu 15m hohe Bäume (F. excorticata) oder ausdauernde kriechende Kräuter (F. procumbens; beide Arten aus Neuseeland) vor.
Die Blätter stehen kreuzgegenständig oder wirtelig, die vielfach roten Blüten werden überwiegend von Vö**ln bestäubt.
Über 14 000 Sorten an Fuchsien wurden seit ihrer Einführung in den Gartenbau registriert. Man schätzt, dass derzeit ca. 2 000 im gärtnerischen Sortiment erhältlich sind. In unserem Klima sind nur wenige Sorten winterhart - meist Abkömmlinge der im südlichen S-Amerika heimischen F. magellanica Lam. -, so dass die meisten Fuchsien bei uns als Kübel- oder Gewächshauspflanzen gezogen werden. Anders in W-Europa, wo man im atlantisch geprägten England oder Irland sogar Fuchsienhecken findet und vor allem die o.g. eingebürgert ist.
Die erste Fuchsien-Art wurde durch den Franziskanerpater Charles Plumier (1646-1704), 1696/97 auf einer seiner Reisen als ‚königlicher Botaniker‘ im Auftrag Ludwigs XIV. entdeckt und als ‚Fuchsia triphylla flore coccineo‘ (‚Drei-blättrige Fuchsie mit scharlachroten Blüten‘) beschrieben. Sie stammt aus dem Gebiet des heutigen Haiti im Westen der Karibikinsel Hispaniola. Diesen Namen übernahm 1753 C. V. Linné in seiner ‚Species Plantarum‘ als Fuchsia triphylla und benannte so die ganze Gattung.
Mit dem Namen Fuchsia ehrte Plumier Leonhart FuchsS (1501-1566), einen der ‚Väter‘ der wissenschaftlichen Botanik. Unter den zahlreichen Werken des ‚hochgelehrten‘ Tübinger Professors der Medizin standen mit der ‚Historia stirpium‘ (‚(Natur)Geschichte der Heilpflanzen‘;1542) und dem ‚New Kreutterbuch‘ (1543) zwei herausragende botanische Werke, die eine Fülle von eigenen Beobachtungen mit hervorragenden Abbildungen kombinierten und sich weit über ihre Vorgänger (meist Kommentare antiker Autoren) erhoben. Von den 500 Pflanzentafeln des ‚Kreutterbuchs‘ stellen etwa 100 die ersten Abbildungen der jeweiligen Arten überhaupt dar - so u.a. von Mais, Paprika und Kürbis. Fuchsien allerdings hat Leonhart Fuchs, der 1566 starb, nie gesehen.
Abb.: Fuchsia magellanica und Fuchsia boliviana (am Standort in Argentinien); T&F: St.Schn

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