27/08/2026
🚨 mRNA-KREBSIMPFUNGEN – TEIL 2:
MILLIARDENGESCHÄFT ODER DIE ZUKUNFT DER KREBSMEDIZIN?
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Im ersten Teil ging es darum, was hinter dem derzeit gefeierten „Durchbruch“ bei den personalisierten mRNA-Krebsimpfungen tatsächlich steckt.
Heute möchte ich auf eine andere Seite dieser Entwicklung schauen.
Denn während die vollständigen wissenschaftlichen Daten noch auf sich warten lassen, hat eine andere Gruppe längst reagiert:
**die Börse.**
💰HIER GEHT ES UM SEHR, SEHR VIEL GELD💰
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Nach Bekanntgabe der positiven Phase-III-Ergebnisse schoss die Moderna-Aktie zeitweise um rund **160 Prozent** nach oben. Der Börsenwert des Unternehmens legte innerhalb kürzester Zeit um zig Milliarden Dollar zu.
❓Warum diese Euphorie?
❗Weil es längst nicht nur um schwarzen Hautkrebs geht.
👉Die personalisierte mRNA-Technologie wird bei verschiedenen Krebsarten untersucht. Sollte sich das Prinzip auf große Tumorerkrankungen übertragen lassen, könnte daraus ein gewaltiger neuer Markt entstehen.
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Analysten rechnen bereits allein beim Melanom mit möglichen Jahresumsätzen in Milliardenhöhe.
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Und nun wird noch eine weitere Zahl diskutiert.
❗💉 ÜBER 300.000 EURO PRO PATIENT?
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Einen offiziellen Preis für die neue Therapie gibt es bislang nicht.
Doch Prof. Carola Berking, Direktorin der Hautklinik am Universitätsklinikum Erlangen, erklärte gegenüber dem Science Media Center:
Es würden bereits **Preise von über 300.000 Euro pro Patient diskutiert.**
Das hängt auch mit dem enormen Aufwand zusammen.
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Für jeden einzelnen Patienten muss Tumorgewebe untersucht werden. Die individuellen Mutationen des Tumors werden analysiert, geeignete Neoantigene ausgewählt und anschließend wird eine **persönliche mRNA-Therapie hergestellt**.
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Das ist also keine Ampulle, die millionenfach identisch vom Band läuft.
Und die mRNA-Therapie wird zusätzlich zur bestehenden Immuntherapie eingesetzt.
Wir sprechen damit möglicherweise über eine ausgesprochen kostspielige Behandlung.
❓🔬 MACHT DAS DIE THERAPIE DESHALB SCHLECHT?
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Nein. Natürlich nicht.
Das möchte ich ausdrücklich nicht behaupten.
Wenn eine solche Behandlung einem Menschen mit aggressivem Krebs tatsächlich einen Rückfall erspart oder sein Leben verlängert, darf eine Therapie selbstverständlich auch teuer sein.
Und ein Medikament wird nicht unwirksam, nur weil ein Unternehmen damit viel Geld verdient.
👉Aber interessant ist die Reihenfolge:
➡️Die vollständigen Phase-III-Daten sind noch nicht veröffentlicht.
➡️Wir kennen noch nicht alle absoluten Zahlen.
➡️Wir kennen die vollständigen Sicherheitsdaten noch nicht.
➡️Und wir wissen noch nicht, ob die Patienten durch die zusätzliche mRNA-Therapie tatsächlich länger leben.
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❗Die wirtschaftliche Euphorie ist der vollständigen wissenschaftlichen Auswertung momentan also ein gutes Stück voraus.
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Und damit komme ich zu einer Zahl, die meines Erachtens mindestens genauso viel Aufmerksamkeit verdient.
🌿 7,1 MILLIONEN VERMEIDBARE KREBSFÄLLE
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WHO und Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) veröffentlichten 2026 eine bemerkenswerte Analyse.
Danach waren weltweit rund
‼️37 PROZENT ALLER KREBSNEUERKRANKUNGEN‼️
des Jahres 2022 vermeidbaren Ursachen zuzurechnen.
Das entspricht ungefähr
👉 7,1 MILLIONEN KREBSERKRANKUNGEN.
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Zu den beeinflussbaren Faktoren gehören unter anderem Rauchen, Alkohol, Übergewicht, Bewegungsmangel, bestimmte Umweltbelastungen und bestimmte Infektionen.
Natürlich lässt sich nicht jede Krebserkrankung verhindern.
Aber wenn mehr als ein Drittel der weltweiten Krebsfälle mit grundsätzlich vermeidbaren Ursachen zusammenhängt, darf man doch einmal fragen:
❓Warum erzeugt Prävention nicht annähernd dieselbe Euphorie wie eine neue Krebstherapie?
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☀️ UND DANN IST DA JA AUCH NOCH VITAMIN D
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Vitamin D finde ich in diesem Zusammenhang besonders interessant.
Mehrere Meta-Analysen randomisierter Studien liefern Hinweise darauf, dass insbesondere eine **tägliche Vitamin-D3-Einnahme die Krebssterblichkeit reduzieren könnte.**
Eine große Meta-Analyse von 14 randomisierten Studien mit fast 105.000 Teilnehmern fand bei täglicher Einnahme eine **signifikant um 12 Prozent niedrigere Krebssterblichkeit**.
Bei hoch dosierten Bolusgaben zeigte sich dieser Effekt dagegen nicht.
Aber wenn man sich diese Studien genauer anschaut, stellt sich eine interessante Frage:
❓ WELCHE VITAMIN-D-SPIEGEL WURDEN DABEI EIGENTLICH ERREICHT?
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Die täglichen Dosierungen lagen überwiegend zwischen **400 und 4.000 IE**.
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Ein gutes Beispiel ist die große VITAL-Studie: Mit täglich 2.000 IE wurde im Durchschnitt ein Vitamin-D-Spiegel von ungefähr **42 ng/ml** erreicht.
Und trotzdem sehen wir bereits bei solchen Dosierungen und Blutspiegeln ein interessantes Signal hinsichtlich der Krebssterblichkeit.
Aber was wissen wir über langfristig deutlich höhere Vitamin-D-Spiegel?
**Erstaunlich wenig.**
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‼️Mir ist keine große randomisierte Krebspräventionsstudie bekannt, in der die Teilnehmer über Jahre gezielt auf Vitamin-D-Spiegel beispielsweise im Bereich von **70 bis 100 ng/ml** eingestellt und mit einer Kontrollgruppe verglichen wurden.‼️
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Wir wissen deshalb schlicht nicht, wie eine solche Studie ausgehen würde. Meine Erfahrung aus über 13 Jahren intensiver Arbeit mit Vitamin D legt natürlich eine Vermutung nahe.
❓Vielleicht wäre der Effekt größer.
❓Vielleicht gäbe es ab einem bestimmten Spiegel keinen weiteren Vorteil.
❗Genau das müsste untersucht werden.❗
📊 DOSIERUNG IST NICHT DASSELBE WIE BLUTSPIEGEL
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Und genau hier sehe ich ein grundsätzliches Problem vieler Vitamin-D-Studien.
👉Ein Mensch bekommt 2.000 IE täglich.
👉Ein anderer bekommt ebenfalls 2.000 IE.
Das bedeutet keineswegs, dass beide anschließend denselben Vitamin-D-Spiegel haben.
Eigentlich wäre deshalb eine andere Forschungsfrage mindestens ebenso interessant:
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❓Was passiert, wenn bestimmte 25(OH)D-Blutspiegel gezielt erreicht und langfristig gehalten werden?
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Deshalb halte ich auch die häufig gehörte Aussage
➡️„Vitamin D verhindert keinen Krebs – das haben große Studien gezeigt“
für zu pauschal oder sogar für schlichtweg falsch.
👉Gezeigt wurde, was bestimmte Dosierungen und die damit erreichten Blutspiegel bewirken.
❗Die Frage, welchen Einfluss ein langfristig deutlich höherer Vitamin-D-Status auf Krebsentstehung und Krebssterblichkeit hätte, ist damit bis heute **nicht beantwortet**❗
Natürlich ist Vitamin D keine Garantie gegen Krebs und keine Krebstherapie.
Prävention besteht auch niemals aus einem einzelnen Mikronährstoff.
💰 ABER DER GEGENSATZ IST SCHON BEMERKENSWERT💰
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Auf der einen Seite:
🧬 eine individuell produzierte Hightech-Therapie
💉 mögliche Kosten von über **300.000 Euro pro Patient**
📈 Milliardenumsätze für die Hersteller
Auf der anderen Seite:
🚭 Nichtrauchen
🚶 Bewegung
🥦 Ernährung
⚖️ gesundes Körpergewicht
🍷 wenig Alkohol
☀️ ein vernünftiger Vitamin-D-Status und eine gute Nährstoffversorgung
Das sind zwei vollkommen unterschiedliche Dinge und deshalb auch **kein fairer Kostenvergleich**.
👉Aber sie zeigen, wie unterschiedlich die wirtschaftlichen Anreize in **Therapie und Prävention** sind.
Das beweist selbstverständlich NICHT, dass Prävention absichtlich unterdrückt wird.
Aber wir dürfen (und müssen!) durchaus fragen:
❓Wohin fließen Forschungsgelder?
❓Was bekommt mediale Aufmerksamkeit?
❓Und wo liegen unsere gesundheitspolitischen Prioritäten?
🔎 MEIN FAZIT
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Ich finde die personalisierte mRNA-Krebstherapie wissenschaftlich durchaus spannend.
Sollten die vollständigen Daten überzeugen und sollte sich zeigen, dass Menschen dadurch tatsächlich länger und mit möglichst guter Lebensqualität leben, wäre das ein medizinischer Fortschritt, den man auch anerkennen sollte.
Aber neben möglichen **300.000 Euro für die Behandlung eines einzelnen Patienten** sollten wir eine andere Zahl nicht vergessen:
‼️7,1 MILLIONEN KREBSFÄLLE wurden laut WHO/IARC vermeidbaren Ursachen zugerechnet.‼️
Wir brauchen deshalb gar nicht die Entscheidung:
➡️Hightech ODER Prävention.
Wir brauchen vermutlich beides.
Aber ob Aufmerksamkeit, Forschung und Geld derzeit wirklich im richtigen Verhältnis verteilt sind, darüber sollten wir diskutieren.
👉Denn die beste Krebstherapie wäre am Ende immer noch diejenige, die ein Mensch niemals braucht.