18/08/2026
Rund zwei Drittel des Endenergiebedarfs der deutschen Industrie macht allein die Prozesswärme aus – also Energie, die für technische Verfahren benötigt wird. Gleichzeitig geht ein großer Teil der Abwärme, die in industriellen Prozessen entsteht, immer noch an die Umwelt verloren. Um diese Wärmeverluste zu minimieren und die Industrie nachhaltiger und effizienter zu machen, hat Prof. Andreas Brümmer gemeinsam mit seinem Team des Fachgebiets Fluidtechnik einen optimierten Schraubenspindelexpressor entwickelt.
Dieser kombiniert einen Schraubenspindelexpander, der bei der Gasentspannung thermische Energie (also Wärme) in mechanische Energie wandelt, mit einem Schraubenspindelkompressor, der die mechanische Energie wiederum direkt zur Verdichtung eines Gases nutzt. Durch seinen speziellen Aufbau mit gegenläufiger Verwindung der Rotoren kann der Schraubenspindelexpressor von Brümmer und seinem Team einen verschleißfreien und energieeffizienten Betrieb sicherstellen, z.B. beim Einsatz in Großwärmepumpen.
Mit Unterstützung durch die Schutzrechtsberatung am Centrum für Entrepreneurship & Transfer (CET) wurde der Schraubenspindelexpressor zum Patent angemeldet – und kürzlich gemeinsam mit PROvendis, dem zentralen Dienstleister des Verbunds innovation2business.nrw, an Cixten verkauft. Das französische Unternehmen ist auf die Rückgewinnung und Umwandlung von Niedertemperatur-Abwärme in nutzbare Energie spezialisiert. Somit kann die Erfindung aus der Fakultät Maschinenbau zukünftig dazu beitragen, die Energieeffizienz in der europäischen Industrie zu steigern.
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