Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden

Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden Ein Einblick in den Kosmos einer der größten und leistungsfähigsten wissenschaftlichen Bibliotheken. Die SLUB ist ein Staatsbetrieb des Freistaates Sachsen.

Die Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB) ist mit ca. 350 Mitarbeitenden eine der größten und leistungsfähigsten wissenschaftlichen Bibliotheken in Deutschland. Wir führen Wissen in jeglicher Form – traditionell und zeitgemäß: vom Codex Dresdensis der Maya über originale Handschriften von Martin Luther bis hin zu den tagesaktuellen Dissertationen aller Wis

senschaftsbereiche, von Notenmanuskripten Johann Sebastian Bachs über Designfotos der 1920er Jahre bis hin zu modernsten dreidimensionalen Kartenprogrammen. Wir teilen Wissen und verbinden Menschen: in Schulungen, unserem SLUBlog, Diskussionsreihen, Gesprächskonzerten und der Langen Nacht der Wissenschaften! Und weil Wissen von Machen kommt, erweitern wir unseren Bestand von einigen Millionen Medien nicht nur täglich auf klassisch bibliothekarischem Wege, sondern auch in unserem TextLab und dem SLUB Makerspace. Mit etwa 100 Veranstaltungen im Jahr etablieren wir uns zudem zunehmend als feste Größe im Dresdner Kulturleben, bloggen und sind in den sozialen Netzwerken aktiv. Ihre Organisation und Aufgaben sind im Gesetz über die Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden geregelt. Die SLUB wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushalts.

„Das Lied ist aus“ – Ein Abend im Gedenken an Henny Brenner ✨📜Wie erinnern wir an die Menschen, die uns die Geschichte a...
04/06/2026

„Das Lied ist aus“ – Ein Abend im Gedenken an Henny Brenner ✨📜

Wie erinnern wir an die Menschen, die uns die Geschichte aus erster Hand erzählen konnten? Henny Brenner (1924–2020) war eine der letzten Zeitzeuginnen der Shoah in Dresden. Ihre unbeschwerte Kindheit in unserer Stadt endete jäh mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten: Ausgrenzung, Zwangsarbeit und permanente Angst prägten fortan ihr Leben. Ausgerechnet das verheerende Bombeninferno auf Dresden im Februar 1945 rettete sie vor dem bereits ausgestellten Deportationsbefehl der Gestapo.

Über viele Jahrzehnte und bis in ihr hohes Alter hinein teilte Henny Brenner ihre bewegende Lebensgeschichte unermüdlich in Schulen, Bildungseinrichtungen und bei öffentlichen Gedenkveranstaltungen, um die Erinnerung wachzuhalten. Am Dienstag, dem 9. Juni, möchten wir gemeinsam mit euch an diese starke Frau erinnern.

Das erwartet euch an diesem besonderen Abend:
🗣️ Wir kommen mit ihrem Sohn, Prof. Michael Brenner (Professor für Jüdische Geschichte und Kultur an der Ludwig-Maximilians-Universität München), über das Leben und Vermächtnis seiner Mutter ins Gespräch.

🎭 Die Schauspielerin Lilli Jung liest eindrückliche Passagen aus Henny Brenners Erinnerungen „Das Lied ist aus“.

🎙️ Die Moderation übernimmt Oliver Reinhard (Leiter des Feuilletons der Sächsische.de).

Die Veranstaltung findet im Rahmen von Tacheles - Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen 2026 und in Kooperation mit der TU Dresden statt.

Die Eckdaten im Überblick:

📅 Wann? Dienstag, 09.06.2026 | 19 Uhr
📍 Wo? SLUB-Zentralbibliothek, Klemperer-Saal
💰 Eintritt? Kostenlos!

Kommt vorbei und nehmt euch die Zeit für diesen wichtigen Abend des Erinnerns.

👇 Alle Infos findet ihr hier:
🔗 https://slubdd.de/brenner

Wusstet ihr, dass die Geburtsstunde unserer modernen Standesämter eine echte gesellschaftliche Revolution war? 🤯📜Genau d...
03/06/2026

Wusstet ihr, dass die Geburtsstunde unserer modernen Standesämter eine echte gesellschaftliche Revolution war? 🤯📜Genau diesem spannenden Meilenstein widmen wir am 5. & 6. Juni 2026 die Fachtagung LEBENS|DATEN bei uns in der SLUB!

Bis vor 150 Jahren hatten die Kirchen das absolute Monopol über Geburt, Heirat und Tod. Wer nicht ins religiöse Dogma passte oder einer Minderheit angehörte, war rechtlich oft völlig schutzlos. Erst mit der flächendeckenden Einführung der Standesämter übernahm der Staat die Datenhoheit und gab den Menschen die Freiheit, ihre wichtigsten Lebensentscheidungen völlig unabhängig von der Kirche zu gestalten. ⚖️💥

► Der absolute Jackpot für die Forschung 🔬📊
Aus lückenhaften Kirchenbüchern wurde ab 1876 ein säkularer Datenschatz.

• Genealogie & Citizen Science: Plötzlich wurden Lebenswege für alle Bürger:innen lückenlos erfasst, standardisiert und über Randvermerke („Beischreibungen“) miteinander verknüpft. Digitalisate ermöglichen heute ortsunabhängige Ahnenforschung für alle.

• Wissenschaft: Von der Migrationsforschung bis zur Medizingeschichte (durch die Erfassung von Todesursachen) wurden neue Wege geebnet. Die Tagung beleuchtet jedoch auch die Schattenseiten, wie die Instrumentalisierung der Register für die NS-Rassenpolitik.

► Das erwartet euch bei der Tagung LEBENS|DATEN: 🗓️💡

Gemeinsam mit dem Dresdner Verein für Genealogie e.V. bringen wir Wissenschaft, Archivwesen und Bürgerforschung zusammen. Das Programm bietet ein breites Spektrum von den administrativen Hürden der Anfangszeit bis hin zu modernen, datengestützten Analysen im digitalen Zeitalter. Ihr erhaltet tiefe Einblicke, wie aus verstaubten Akten lebendige Geschichte und kollektives Gedächtnis werden.

Ergänzt wird die Tagung durch zwei spannende Praxis-Workshops am Freitagmittag: Hier könnt ihr entweder die speziellen genealogischen Ressourcen der SLUB kennenlernen oder im interaktiven Kurs „Kurrent lesen“ lernen, alte Handschriften selbst zu entziffern.

► Die wichtigsten Eckdaten:
📅 Wann? Fr & Sa | 5. & 6. Juni 2026
(Workshops: Fr. ab 14 Uhr, Tagungsbeginn: Fr. 16 Uhr)
📍 Wo? Klemperer-Saal, SLUB-Zentralbibliothek
💰 Eintritt? Komplett kostenlos!

👇 Dabei sein & Platz sichern:
Da die Plätze für die Tagung und insbesondere für die Praxis-Workshops begrenzt sind, bitten wir um eine vorherige Anmeldung. Meldet euch an und checkt das volle Programm aus!

🔗 Link zur Anmeldung: slubdd.de/lebensdaten

📸 Deutsche Fotothek © Ingolf Thiel (1978)

Wusstet ihr, dass in der SLUB über 400 Menschen arbeiten? 🤯 📚Wenn ihr an die Bibliothek denkt, habt ihr wahrscheinlich z...
02/06/2026

Wusstet ihr, dass in der SLUB über 400 Menschen arbeiten? 🤯 📚
Wenn ihr an die Bibliothek denkt, habt ihr wahrscheinlich zuerst das Team an den Servicetheken oder beim Einsortieren der Bücher vor Augen. Aber der „Kosmos SLUB“ ist gigantisch!

Neben Bibliothekar:innen und Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste arbeiten hier auch Restaurator:innen und Buchbinder:innen, die jahrhundertealtes Kulturgut mit High-Tech-Methoden retten. Unsere rund 50 IT-Spezialist:innen entwickeln im eigenen Rechenzentrum Software „made by SLUB“, während wissenschaftliche Mitarbeiter:innen aktiv eigene Forschungsprojekte vorantreiben. Und natürlich sorgen Handwerker:innen, Baubeauftragte und die Verwaltung dafür, dass unser Haus und Orte wie der Makerspace oder das TextLab täglich rundlaufen.

Kurz gesagt: Wir sind ein lebendiger, hochgradig interdisziplinäres Ort. Doch all diese tollen Kolleg:innen wären heute nicht hier, wenn im Hintergrund nicht jemand die Fäden ziehen würde. Und genau da kommt unser Personalteam ins Spiel! 👥✨

►►► Wir suchen eine:n neue:n Leiter:in für unser Referat Personal (m/w/d)! 🚀

In dieser Position übernimmst du die fachliche und personelle Leitung des Referates einschließlich der Führung und Förderung von sechs Beschäftigten.

Zu deinen Aufgaben gehören die Gestaltung moderner Personalprozesse, die weitere Digitalisierung (wie die Einführung des elektronischen Personalmanagementsystems inkl. E-Akte im Projekt ePM.SAX) sowie die Steuerung von Veränderungsprozessen. Zudem gestaltest du die Recruitingprozesse zur effizienten Fachkräftegewinnung, der Personalentwicklung und der nachhaltigen Mitarbeitendenbindung.

Was dich bei uns erwartet:
▪️ Eine unbefristete Vollzeitstelle (40h/Woche) bis TV-L E12.
▪️ Erstklassige Benefits des Öffentlichen Dienstes (30 Tage Urlaub, VBL-Altersvorsorge, Jahressonderzahlung).
▪️ Ein moderner Arbeitsplatz am Campus inklusive Job-/Deutschlandticket.
▪️ Flexible Lösungen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie ein strukturiertes Onboarding.

Du hast ein passendes Studium (BWL, Jura, Verwaltung o.ä.), mehrjährige HR- und Führungserfahrung und Lust auf die Verwaltung einer der modernsten Bibliotheken Deutschlands?

👇 So wirst du Teil des Teams: Bewirb dich bis zum 07.06.2026 ganz unkompliziert über unser Online-Formular!

🔗 Alle Details findest du über den Link slubdd.de/pp (Kennziffer: SLUB-2026-17).

📚 Du interessierst dich für Wissenschaft, Wirtschaft und Open Access?Dann werde Teil der SLUB Dresden!Als Koordinator:in...
29/05/2026

📚 Du interessierst dich für Wissenschaft, Wirtschaft und Open Access?
Dann werde Teil der SLUB Dresden!

Als Koordinator:in (m/w/d) für wirtschaftswissenschaftliche Informationsversorgung und Open-Access-Monografien unterstützt du Forschende und Studierende des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaften und begleitest moderne Publikationsprozesse im wissenschaftlichen Umfeld.

✨ Deine Aufgaben:
• Beratung rund um Informationsversorgung und Open Access
• Betreuung von Open-Access-Monografien
• Austausch mit Verlagen und wissenschaftlichen Einrichtungen
• Unterstützung dabei, Forschung sichtbar und zugänglich zu machen

🔎 Das bringst du idealerweise mit:
• Hochschulabschluss, z. B. in Wirtschaftswissenschaften oder vergleichbar
• Interesse an wissenschaftlichem Publizieren
• Kommunikationsstärke & Serviceorientierung
• sehr gute Deutsch- und Englischkenntnisse

💡 Das erwartet dich:
• abwechslungsreiche Aufgaben mit Gestaltungsspielraum
• interdisziplinäre Teams & kollegiale Atmosphäre
• strukturierte Einarbeitung und fachlicher Austausch
• spannende Einblicke in Wissenschaft und digitalen Wandel

📍 Dresden
⏳ 20h/Woche | befristet auf 12 Monate als Elternzeitvertretung
💰 bis TV-L E13
📅 Bewerbung bis 11.06.2026

Bewirb dich jetzt! Alle Infos unter: https://slubdd.de/rq

📚 Du interessierst dich für Wissenschaft, Recht und Open Access?Dann werde Teil der SLUB Dresden!Als Koordinator:in (m/w...
26/05/2026

📚 Du interessierst dich für Wissenschaft, Recht und Open Access?
Dann werde Teil der SLUB Dresden!

Als Koordinator:in (m/w/d) für juristische Informationsversorgung & Open-Access-Verträge unterstützt du Forschende und Studierende, begleitest Verträge rund um Open Access und hilfst dabei, wissenschaftliche Informationen sichtbar und zugänglich zu machen.

✨ Deine Aufgaben:
• Beratung zu Informationsversorgung und Open Access
• Prüfung und Betreuung von Open-Access-Verträgen
• Unterstützung wissenschaftlicher Publikationsprozesse
• Zusammenarbeit mit Forschenden und wissenschaftlichen Einrichtungen

🔎 Das bringst du idealerweise mit:
• Hochschulabschluss, z. B. in Rechtswissenschaften oder vergleichbar
• Interesse an wissenschaftlichem Publizieren
• Kommunikationsstärke & Serviceorientierung
• sehr gute Deutsch- und Englischkenntnisse

💡 Das erwartet dich:
• abwechslungsreiche Aufgaben mit Gestaltungsspielraum
• interdisziplinäre Teams & kollegiale Atmosphäre
• flexible Arbeitsgestaltung & mobiles Arbeiten
• spannende Einblicke in Wissenschaft und digitalen Wandel

📍 Dresden
⏳ 20h/Woche | befristet
💰 bis TV-L E13
📅 Bewerbung bis 11.06.2026

Bewirb dich jetzt! Alle Infos unter: https://slubdd.de/rp

25/05/2026

📜 „leider sehe ich den Untergang alles deßen voraus, was ich seit 4 Jahren mühselig erbaut, kämpfend errungen habe“, dies sind die Worte Carl Maria von Webers am 16. Januar 1821. Dabei war er 1817 mit großen Hoffnungen und viel Enthusiasmus als Kapellmeister in der königlichen Residenzstadt Dresden angetreten.

🥁 Nachdem Sachsen an der Seite Napoleons gekämpft und bitter verloren hatte, versuchte es, sich neu zu erfinden und setzte unter anderem auf eine ambitionierte Kulturpolitik. So bot sich hier dem aufstrebenden Musiker mit gerade dreißig Jahren die einzigartige Chance, eine deutsche Operntradition nach seiner eigenen Vorstellung aufzubauen und zu leiten.

🎭 Die Arbeitsrealität aber war eine andere: Der Dresdner Hof präferierte noch immer die italienische Oper und engagierte dafür hervorragende Sänger, während Weber seine Vorführungen mit Schauspielern ohne jede Gesangsausbildung bestreiten musste. Die ersten Kritiken fielen entsprechend vernichtend aus, zudem fehlte es schlicht an guten Stücken. Aus der Not heraus spielte man französische Opern in mittelmäßigen deutschen Übersetzungen.

🎶 Doch Webers intensive Probenarbeit zeigte bald Erfolge: allen Widrigkeiten zum Trotz schaffte er es, den Schauspielern saubere Töne zu entlocken und die deutsche Oper allmählich beim behäbigen Dresdner Publikum zu etablieren. Seine eigenen Werke aber versuchte er möglichst von Dresden fernzuhalten – die Bedingungen waren ihm weiterhin zu dürftig und er fürchtete die Gefahr einer Blamage.

⭐ Als aber die Uraufführung seiner Oper „Der Freischütz“ in Berlin mit euphorischem Jubel gefeiert wurde, fragte man sich selbst im Dresdner Residenzschloss, warum man eigentlich noch keine von Webers Opern auf der hiesigen Bühne gehört hatte…

🤔 Wie diese Geschichte ausgegangen ist? Das erfahrt ihr noch bis zum 6. Juni in der Ausstellung „Kein Freischütz für Dresden. Carl Maria von Weber und die deutsche Oper“ – zu sehen von Montag bis Samstag 12:00 bis 18:00 Uhr im Buchmuseum der Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden. Unter Voranmeldung finden zudem immer samstags um 14:00 Uhr Führungen statt. Der Eintritt ist frei!

📅 Unser Begleitprogramm im Überblick:

► 28.05. | 18 Uhr Führung durch die Ausstellung.
► 28.05. | 19 Uhr: Fachvortrag: „Sachsentreue für einen Jubelgreis“. Eine Analyse zum prekären historischen Hintergrund von Webers Jubel-Cantate.
► 30.05. & 06.06. | 14 Uhr: Führung durch Schatzkammer & Buchmuseum
► 29.05. | 19 Uhr: Chorsinfonischer Konzertabend zum 200. Todestag an der Hochschule für Musik Dresden
► 05.06. | 16 Uhr: Kuratorinnenführung mit Andrea Hammes

🔗 Alle Infos unter:
www.slubdd.de/weber

© Wir danken Carlos Lozano Fernandez, der den Instagram-Channel betreibt, für diesen Beitrag!

🖼️ Carl Maria von Weber, Bildnis von Caroline Bardua, 1821

Wo Analog auf Algorithmus trifft! 📚🤖✨ Ein Rückblick auf die BiblioCon Hinter uns liegt eine inspirierende Woche in Berli...
22/05/2026

Wo Analog auf Algorithmus trifft! 📚🤖✨ Ein Rückblick auf die BiblioCon

Hinter uns liegt eine inspirierende Woche in Berlin! Die SLUB Dresden war auch in diesem Jahr wieder mit vielen Kolleg:innen und Beiträgen vertreten, um die Zukunft der Bibliotheken aktiv mitzugestalten. ✨

Man kann es nicht oft genug betonen: Bibliotheken sind längst keine reinen Buchspeicher mehr! 🏛️ Wir sind zentrale Akteure für Informationsfreiheit, digitale Teilhabe und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Als lebendiger „Dritter Ort“ bieten wir einen nicht-kommerziellen Raum für Begegnung, demokratischen Diskurs und kreativen Austausch. Darüber hinaus sind wir Innovationslabore, in denen Wissen gemeinschaftlich neu geschaffen wird.

💻 Unser Beitrag zum Jahresthema „Analog trifft Algorithmus“: Wir leben das Zusammenspiel von Tradition und Zukunft! Ob durch den Einsatz von KI bei der Erschließung historischer Bestände, die Verknüpfung analoger Provenienzforschung mit digitalen Datenbanken oder moderne Open-Science-Strategien: Wir bauen die Brücke zwischen gedrucktem Kulturgut und algorithmischer Datenwelt. 🌐

🔍 Die großen Herausforderungen, vor denen wir alle stehen: 🔹 Wie sichern wir Qualität und Unabhängigkeit von Informationen im Zeitalter generativer KI und Desinformation? 🔹 Wie balancieren wir die Transformation zu virtuellen Datenräumen, während gleichzeitig die Nachfrage nach unseren physischen Lern- und Begegnungsräumen boomt?

Ein riesiges Dankeschön geht an das gesamte Team der SLUB sowie an die wunderbare Bibliotheks-Community für die vielen spannenden Vorträge, den wertvollen Austausch und die inspirierenden Diskussionen! 🙏💬

🔗 Ihr wollt tiefer eintauchen? Eine Übersicht zu allen Beiträgen und Präsentationen unseres Teams findet ihr gesammelt unter: www.slubdd.de/bibliocon26

22/05/2026

Heute aus der SAVE-Schatzkiste: Eine filmische Familiengeschichte, die zu Pfingsten 1921 beginnt...

🔎Manchmal ist die Beschäftigung mit dem Filmerbe Detektivarbeit. Über den Bestand einer Familie Röhlig aus den Technischen Sammlungen Dresden wissen wir nicht viel. Die einzigen erhaltenen schriftlichen Quellen dazu sind Beschriftungen auf den Filmdosen und Zwischentitel in den Filmen. Exakt datiert ist die Doppelhochzeit zweier Paare, von denen die Bräute sehr wahrscheinlich Schwestern sind, zu Pfingsten vor 105 Jahren (16.5.1921). Weitere Aufnahmen folgen dann vor allem einem der Paare und dokumentieren die Geburt und Kindheit eines Mädchens namens „Lottchen“. In den Beschriftungen werden die Eltern meist auf ebendiese Rolle reduziert und als „Mutti“ und „Papi“ bezeichnet. Nur aus einem der Etiketten („Annchen“) lassen sich Rückschlüsse auf „Muttis“ Vornamen ziehen. Der Rest bleibt bislang verborgen im Dunkel der Geschichte.

🌞Wir wünschen schöne Pfingsttage!

🎥 © Technische Sammlungen Dresden
🎶 © Icsilviu with AI/Pixabay

💡Das Programm zur Sicherung des audio-visuellen Erbes in Sachsen (SAVE) digitalisiert historische Film- und Tondokumente mit sächsischem Bezug und macht sie für die Öffentlichkeit zugänglich. Solltet ihr altes Filmmaterial eurer Vorfahren besitzen und Teil des SAVE-Programmes werden wollen, dann gerne PN an uns!

SAVE wird finanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.

Ein Jahrtausend alte Geheimnisse – live an eurem Telefon! 📞✨🦎Die großartige Initiative  Anruf Kultur“ macht es wieder mö...
21/05/2026

Ein Jahrtausend alte Geheimnisse – live an eurem Telefon! 📞✨🦎

Die großartige Initiative Anruf Kultur“ macht es wieder möglich: Kultur per Telefon und barrierefrei direkt nach Hause bringen! Am 1. Juni 2026 lädt die Initiative zu einer ganz besonderen, kostenfreien Telefonführung ein und öffnet dafür gemeinsam mit uns die virtuellen Türen zu einem unserer wertvollsten Schätze: dem weltberühmten Maya-Codex (Codex Dresdensis).

Das wunderbare Konzept von „Bei Anruf Kultur“ richtet sich an alle Wissensdurstigen und ganz besonders an Menschen, denen ein Besuch vor Ort – etwa aufgrund von Seheinschränkungen oder fehlender Mobilität – nicht ohne Weiteres möglich ist. Dank dieser Initiative nimmt euch Dr. Edith Schriefl am Hörer mit auf eine rein akustische, faszinierende Entdeckungstour. Headset auf, Augen zu und eintauchen in eine untergegangene Hochkultur! 🎧🌌

Spannende Fakten zum Mitangeben, die ihr in der Führung hört:

🔮 Der Schlüssel zur Schrift: Der Dresdner Codex gilt als die qualitativ wertvollste der weltweit nur noch vier erhaltenen Maya-Handschriften. Er war im 20. Jahrhundert der entscheidende Schlüssel, um die geheimnisvolle Maya-Hieroglyphenschrift überhaupt erst zu entziffern!

🪐 High-Tech der Antike: Die Handschrift enthält unfassbar präzise Berechnungen. Die Maya hielten darin komplexe Mond- und Venusdaten sowie astronomische Mars-Umlaufbahnen fest – und berechneten sogar eine "Schlangennummer", die einen Zeitraum von über 32.000 Jahren umfasst.

🦎 Der Regengott: Auf den reich verzierten Seiten taucht eine Figur besonders oft auf: Der mächtige Regengott Chaac ist sage und schreibe 134-mal abgebildet.

Erlebt dieses Stück Weltkulturerbe in einer packenden, 60-minütigen Live-Beschreibung direkt am Ohr, ermöglicht durch „Bei Anruf Kultur“.

🗓️ Wann? Montag, 01.06.2026 | 17:00 – 18:00 Uhr

🆓 Eintritt? Komplett kostenfrei!

📝 Anmeldung erforderlich: Sichert euch euren Platz direkt bei der Initiative online auf www.beianrufkultur.de oder telefonisch unter 040 209 404 36.

Wir hören uns! 📱👋

🕵️‍♂️ Unrecht aufdecken, Geschichte sichtbar machen: Erfolgreiche Restitution von NS-RaubgutHinter jedem Buch in unseren...
19/05/2026

🕵️‍♂️ Unrecht aufdecken, Geschichte sichtbar machen: Erfolgreiche Restitution von NS-Raubgut

Hinter jedem Buch in unseren Regalen steckt eine Geschichte – manchmal eine zutiefst bewegende und dunkle. Im Zuge unserer systematischen Provenienzforschung konnten wir zwei Bände in der SLUB Dresden und ein weiteres Buch in der Stadtbibliothek Burgstädt als NS-Raubgut identifizieren. Sie gehörten einst zur Gewerkschaftsbibliothek des Deutschen Metallarbeiter-Verbandes (DMV) Chemnitz, der nach dem 2. Mai 1933 von den Nationalsozialisten zerschlagen und enteignet wurde.

Dank feiner Detektivarbeit anhand historischer Stempel und Besitzvermerke steht nun fest, woher die Bücher stammen. Gestern wurden sie offiziell an die IG Metall Chemnitz als Rechtsnachfolgerin restituiert. 🤝

Verantwortung über den eigenen Tellerrand hinaus
Für uns ist diese Rückgabe in zweifacher Hinsicht ein Erfolg:
1️⃣ Sie zeigt, wie wichtig die kontinuierliche Herkunftsforschung auch Jahrzehnte nach dem Ende der NS-Diktatur im Sinne der Washingtoner Erklärung von 1998 bleibt.
2️⃣ Sie ist das Ergebnis einer großartigen Zusammenarbeit! Die Sächsische Landesfachstelle für Bibliotheken (LFS) an der SLUB unterstützt und berät öffentliche Bibliotheken im Freistaat aktiv bei der Provenienzforschung. Durch diese wichtige Beratung der Stadtbibliothek Burgstädt wurde die gemeinsame Restitution erst maßgeblich vorangetrieben – denn Herkunftsforschung ist eben nicht nur Aufgabe von großen Landesbibliotheken, sondern auch im regionalen Raum von großer Bedeutung.

Ein starkes Zeichen zum Schluss: Die IG Metall Chemnitz hat uns und der Stadtbibliothek Burgstädt die drei Bände als Schenkung überlassen. So bleiben sie für die Forschung und die Öffentlichkeit zugänglich, während ein digitaler Katalogvermerk und Einleger im Buch dauerhaft an das Schicksal des DMV Chemnitz erinnern. Wir bedanken uns herzlich für dieses Vertrauen!

👉 Alle Hintergründe zu den Büchern, den Stempeln und den Forschungsprojekten liest du in unserer Pressemitteilung:
🔗 www.slubdd.de/restitutionigm

📸 IG Metall

Adresse

Zellescher Weg 18
Dresden
01069

Öffnungszeiten

Montag 08:00 - 00:00
Dienstag 08:00 - 00:00
Mittwoch 08:00 - 00:00
Donnerstag 08:00 - 00:00
Freitag 08:00 - 00:00
Samstag 08:00 - 00:00
Sonntag 10:00 - 18:00

Telefon

+493514677390

Benachrichtigungen

Lassen Sie sich von uns eine E-Mail senden und seien Sie der erste der Neuigkeiten und Aktionen von Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden erfährt. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht für andere Zwecke verwendet und Sie können sich jederzeit abmelden.

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