Ein Studium des Fachs Unternehmens- und Technologieplanung soll die Studierenden auf die Anforderungen im späteren Berufsleben vorbereiten und sie dazu befähigen, Führungspositionen in verschiedenen Wirtschafts- und Funktionsbereichen einnehmen zu können. Aus diesem Grund wird im Fach Unternehmens- und Technologieplanung zunächst die Vermittlung einer möglichst breitgefächerten betriebswirtschaftl
ichen Wissensbasis, verbunden mit den entsprechenden instrumentellen und analytischen Fähigkeiten, betont. Ausbildungsziel ist demnach nicht die hochspezialisierte Fachkraft mit einem vorgegebenen, eng umgrenzten Berufsbild, sondern der "Generalist" im Sinne einer universell einsetzbaren Führungskraft. Diese Ausrichtung des Studiums ist notwendig, da das Umfeld und die Rahmenbedingungen betriebswirtschaftlicher Entscheidungsprozesse ständigen Veränderungen unterworfen sind. Im Hinblick auf den langen Zeitraum, in dem das im Studium erworbene Wissen zur Anwendung kommen soll, und die in diesem Zusammenhang nur schwer zu prognostizierenden Entwicklungen und Anforderungen, ist die Vermittlung einer breiten Wissensbasis erfolgversprechender als die Konzentration auf möglicherweise relativ kurzlebige Spezialkenntnisse, die aus den zeitweiligen Anforderungsprofilen der betriebswirtschaftlichen Praxis abgeleitet werden. Das Studienfach Unternehmens- und Technologieplanung setzt Schwerpunkte auf Problemstellungen aus den Bereichen Unternehmensplanung und -führung, die in verschiedenen Funktionen und Wirtschaftsbereichen eingesetzt werden können. Berufsbilder identifizieren, für die eine derartige Qualifizierung von besonderer Bedeutung ist. Hierzu gehören Tätigkeiten im Bereich des General Management (z.B. als Assistent(in) der Geschäftsführung), in Unternehmensentwicklungs-/Strategieabteilungen von mittleren und großen Unternehmen sowie im Management Consulting. General Management
Möglichst breitgefächerte Kenntnisse und Fähigkeiten sind insbesondere in Tätigkeitsfeldern von Bedeutung, die sich nicht (wie z.B. das Marketingmanagement oder das Personalmanagement) auf einzelne Funktionsbereiche des Unternehmens beschränken, sondern sich mit allgemeinen Leitungsaufgaben im Unternehmen befassen. Von besonderem Interesse für Hochschulabsolventen ist in diesem Bereich die Tätigkeit als Assistent(in) der Geschäftsführung. Hierbei unterstützt und entlastet der Assistent den Geschäftsführer oder den Vorstand eines Unternehmens bei der Erfüllung seiner Leitungsaufgaben. Der Schwerpunkt dieser Tätigkeit liegt auf der Entscheidungsvorbereitung, in Form der Informationsbeschaffung, -auswertung und -aufbereitung. Tätigkeit in Unternehmensentwicklungs- und Strategieabteilungen
Aufgaben im Bereich der Konzeption, Koordination und Kontrolle der Unternehmensaktivitäten werden in größeren Unternehmen oftmals dedizierten Unternehmensentwicklungsabteilungen zugeordnet, die sich mit der operativen und strategischen Unternehmensplanung befassen. Aufgabenschwerpunkte innerhalb dieser Abteilungen sind die Planung, Durchführung und Kontrolle von diesbezüglichen Projekten und die damit verbundene Aufbereitung, Analyse und Bewertung unternehmensinterner und -externer Daten. Im Rahmen einer Tätigkeit in diesem Bereich sind komplexe Planungsprobleme zu erfassen, innerhalb eines strukturierten Problemlösungsprozesses durch die Anwendung adäquater Methoden, Verfahren und Modelle zu lösen und die Umsetzung der Problemlösung durch die Linienorganisation zu begleiten. Management Consulting
Unternehmensberatung oder "Consulting" hat grundsätzlich die Zielsetzung, die Wettbewerbs- und Leistungsfähigkeit eines Unternehmens durch das Einbringen unternehmensexterner Branchen- und/oder Funktionsexpertise zu erhöhen. Typischerweise stehen Management-Berater vor der Herausforderung, sich in rascher Folge in unterschiedliche betriebswirtschaftliche Fragestellungen unter Zeitdruck einarbeiten zu müssen, so daß sie über ein hohes Maß an analytischen Fähigkeiten, Einsatzbereitschaft und Streßresistenz verfügen müssen. Aufgabenschwerpunkte sind im Management Consulting vor allem die Analyse von Problem- und Schwachstellen sowie die Entwicklung von Lösungsvorschlägen für betriebswirtschaftliche Probleme. Bei der Aufzählung der möglichen Berufsfelder muß berücksichtigt werden, daß insbesondere Positionen in gehobenen Hierachieebenen nicht allein durch eine bestimmte Schwerpunktsetzung innerhalb des Studiums erreicht werden können. Hier ist insbesondere der Student selbst gefordert, sich beispielsweise durch Praktika, Auslandsaufenthalte und/oder durch ein gänzlich anderes Engagement außerhalb des Studiums die entsprechenden extrafunktionalen Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen (z.B. Umgang mit bzw. Übernahme von Verantwortung, Kommunikationsfähigkeiten, soziale Kompetenz etc.) anzueignen, die innerhalb der universitären Ausbildung nicht oder nur schwer vermittelt werden können.