„Aus Tradition modern“
Die Herausforderungen des Studiums und später des Berufslebens lassen sich gemeinsam leichter und lustiger annehmen. Fussball, Tennis- oder Golfclubs, etc. sind insoweit übrigens auch nichts anderes als Verbindungen. Dabei zeigt sich immer wieder, daß andere Zeiten andere Formen erfordern. Es ergab sich eine neue Form der studentischen Gemeinschaft, die in Erlangen von eini
gen Studenten, wichtige davon aus Ansbach, begründet wurde. Dieser historische Schritt wurde am 22./28. Mai 1798 im Gasthof Braun, heute: „Alter Simpl“, und dem "Goldenen Helm" in der Helmstraße vollzogen und unser Corps gegründet. Deshalb nennt man uns auch heute noch „Die Ansbacher“. Seit 1798 passen wir uns nunmehr, soweit mit unseren Kernprinzipien vereinbar, erfolgreich den jeweiligen Notwendigkeiten an, weshalb es uns seither (fast) kontinuierlich gibt. Lediglich von 1935 bis nach dem 2. Weltkrieg waren wir verboten (wobei die Corps insgesamt bis 1990 in dem kommunistischen Machtbereich verboten blieben). Totalitäre Systeme mögen uns eben nicht, was wir gut verstehen können. Heute stehen wir vor der Situation verschärften Studiendrucks, insbesondere einer Verschulung der Akademien, was wieder Anpassungen erforderlich macht. Die Geschichte und Gemeinsamkeit mit den Generationen vor uns gibt uns das Bewußtsein der Zeitlosigkeit unserer Substanz, der Freundschaft und der Toleranz. Und so sind wir frei, die Form des Zusammenlebens in unserer Gemeinschaft stets neu zu justieren - modern sind wir daher traditionell. Unser Kern:
Das Corps Onoldia ist eine Gesellschaft, die seit über 200 Jahren für Weltoffenheit und Toleranz steht. Eine Gemeinschaft, die viele bedeutende Persönlichkeiten hervor gebracht und viel bewegt hat. Ein Freundeskreis, der größer kaum sein kann und über Generationen gewachsen ist. Eine Organisation, die für Studenten gleich welcher Fachrichtung, Nationalität, religiöser oder politischer Einstellung oder was auch immer studienbegleitende und berufsvorbereitende Förderung zu ihrem Ziel erklärt hat. Eine große Sache, deren Bedeutung man wohl oft erst richtig begreift, wenn man im Studium gegenseitige Hilfe und Fairness erfährt, im Berufsleben von den Erfahrungen anderer Corpsbrüder profitiert und wenn man selbst im hohen Alter noch alte und neue Freunde an seiner Seite hat. Solcherlei von Herzblut getragener Gemeinschaften/Ideale findet man heute selten.