Kurzinfo:
Ziel des Projektes „empCARE – Pflege für Pflegende“ ist die Entwicklung und Umsetzung eines Trainingskonzepts, das zu einer Entlastung im Pflegeberuf führt. Empathie – die Fähigkeit, sich in andere einzufühlen und sich an andere hineinzuversetzen – spielt eine wichtige Rolle im Pflegeberuf, kann aber auch eine Belastung darstellen. Im empCARE-Programm geht es um einen gesunden Umgang mi
t Empathie, um Entlastung für sich selbst zu schaffen. Folgende Projektpartner sind beteiligt:
- Universität Duisburg-Essen
- Universitätsklinikum Köln
- Universitätsklinikum Bonn
- Aaron Kranken- und Intensivpflege GmbH & Co. KG
Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und wird durch den Projektträger Karlsruhe (PTKA) begleitet. Das Forschungsprojekt empCARE:
Fachkräftemangel und eine hohe Fluktuation sind aktuelle Probleme im Pflegeberuf. Ein Grund dafür sind die extrem hohen psychischen Belastungen im Arbeitsalltag. Diese Belastungen können mitunter darauf zurückgehen, dass an die Pflegekraft der Anspruch besteht, die Patientinnen und Patienten schnell und effektiv zu versorgen, aber gleichzeitig auch ein Ohr für emotionale Belange zu haben. empCARE verbindet Ansätze aus der Psychologie und der Pflegewissenschaft. Ziel ist es dabei, ein Programm zur Entlastung von Pflegekräften zu entwickeln, was sowohl wissenschaftlich gut begründet als auch in der Praxis sinnvoll umsetzbar ist. Das empCARE-Konzept wird auf diese Weise zur gesundheitlichen Prävention der Folgen zu hoher emotionaler Belastung – wie beispielsweise Burnout – eingesetzt. Im empCARE-Konzept wird ein 2-tägiges Training mit Coachingsitzungen kombiniert, in denen die Pflegekräfte über mehrere Monate begleitet werden. In diesen Coachings können Probleme bei der Umsetzung im Arbeitsalltag geklärt und die Inhalte noch einmal aufgefrischt werden. Auf diese Weise wird der Praxistransfer gesichert. Zudem werden im Rahmen der Trainingsentwicklung auch Umsetzungshinweise erstellt, welche die spezifischen Rahmenbedingungen im Pflegebereich berücksichtigt. Mithilfe dieser Leitfäden soll es Klinken und Bildungszentren ermöglicht werden, das empCARE-Programm dauerhaft bei sich zu verankern. Kern des empCARE-Programms ist die Arbeit mit Empathie – der Fähigkeit, sich in andere Menschen einzufühlen und sich in diese hineinzuversetzen. Diese Fähigkeit ist im Pflegeberuf nicht nur ein großer Vorteil, sondern kann auch zu einer Belastung werden. Ein wichtiges Ziel des Programms ist es deshalb, bei den Trainingsteilnehmenden einen reflektierten Umgang mit der eigenen Empathie zu fördern. Für emotional belastenden Situationen – beispielsweise in schwierigen Gesprächen mit Patient/innen und Angehörigen – sollen Handlungsalternativen zur Verfügung gestellt werden, um so Entlastung zu schaffen. Die Durchführung der Trainings und Coachings wird durch ein umfangreiches Forschungsprogramm begleitet, in dem die Teilnehmenden über einen Zeitraum von einem Jahr nach dem Training an mehreren Befragungen teilnehmen. Dabei wird nicht nur die Wirksamkeit des Trainings untersucht, sondern auch, wie die Teilnehmenden das Training und die Umsetzbarkeit im Alltag bewerten. Zusätzlich zu den Teilnehmenden werden zudem die Pflegeteams und die Patient/innen befragt. Das Kürzel „empCARE“ steht für „Pflege für Pflegende: Entwicklung und Verankerung eines empathiebasierten Entlastungskonzepts in der Care-Arbeit“, ein Forschungsprojekt, was im Rahmen des Programms "Präventive Maßnahmen für die sichere und gesunde Arbeit von morgen" des Bildungsministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) über eine Laufzeit von 42 Monaten gefördert wird. Begleitet wird das Projekt durch den Projektträger Karlsruhe (PTKA). Neben der Universität Duisburg-Essen als Projektkoordinator (Leitung: Prof. Dr. Marcus Roth, Dr. Tobias Altmann) sind als Projektpartner die Pflegedirektion und das Bildungszentrum des Uniklinikums Köln (Leitung: Vera Lux), die Pflegedirektion des Universitätsklinikums Bonn (Leitung: Andreas Kocks) und Aaron Kranken- und Intensivpflege GmbH & Co. KG (Leitung: Daniela Rohling) am Verbundprojekt beteiligt.