Institut für Sozialforschung

Institut für Sozialforschung taplink.cc/ifs Im Frühjahr 1933 geschlossen, gelang es, das Institut an die Columbia University nach New York zu verlegen. 1951 kehrte es nach Frankfurt zurück.

Gegründet und eröffnet in den Jahren 1923/24, steht das Institut für Sozialforschung seither für eine kritische Theorie der Gesellschaft, die den herrschenden sozialen Verhältnissen den Spiegel ihrer uneingelösten Möglichkeiten vor. Anfänglich ein Institut für die Theorie und Geschichte des Sozialismus und der Arbeiterbewegung, wandelte sich die inhaltliche Ausrichtung unter der Leitung von Max Ho

rkheimer zu einem Programm, um das sich Intellektuelle wie Theodor W. Adorno, Walter Benjamin, Erich Fromm, Otto Kirchheimer, Leo Löwenthal, Herbert Marcuse, Franz Neumann, Friedrich Pollock und andere versammelten und das später als »Kritische Theorie der Frankfurter Schule« bezeichnet wurde. Seither wird sein Grundhaushalt durch das Land Hessen und die Stadt Frankfurt, die Forschungstätigkeit ausschließlich durch Drittmittel finanziert. Verantwortlicher Träger des IfS ist – 1951 vom Hessischen Ministerium des Innern genehmigt und als gemeinnützig anerkannt – die Stiftung »Institut für Sozialforschung«. Der Stiftungsrat setzt sich aus Vertreter_innen des Landes Hessen, der Stadt Frankfurt, der Goethe-Universität, des Kollegiums, der Mitarbeiter_innen des IfS, dem Direktor sowie vom Stiftungsrat selbst gewählten Mitgliedern zusammen. Ziel der gegenwärtigen Institutsarbeit ist es, die breitgefächerte sozialwissenschaftliche und sozialphilosophische Forschung im übergreifenden Forschungsprogramm »Paradoxien der kapitalistischen Modernisierung« zu bündeln und zu einem kritischen Verständnis des gesellschaftlichen Strukturwandels beizutragen. Dieses seit 2001 verfolgte Programm hat den Charakter einer Rahmenthese oder einer analytischen Perspektive, die weder die Vielfalt der Themen noch die am Institut praktizierte Methodenvielfalt einschränken soll.

Dark Enlightenment: Platform Neofascism as Mass Deception – Bruna Della Torre im Gespräch mit Juana de Oliveira Lorena (...
04/06/2026

Dark Enlightenment: Platform Neofascism as Mass Deception – Bruna Della Torre im Gespräch mit Juana de Oliveira Lorena (in englischer Sprache)

11. Juni 2026, 20 Uhr

Künstler*innenhaus Mousonturm, Waldschmidtstraße 4, 60316 Frankfurt am Main
MMousonturm
This talk argues that today’s far right is fundamentally shaped by the infrastructure of digital capitalism, rather than simply repeating the fascism of the twentieth century. It examines how major transformations in culture industry, especially the rise of digital platforms and Big Tech, have enabled new forms of far-right organization and influence. The core of the presentation offers a concrete comparison: twentieth-century fascism relied on the party, centralized propaganda, and mass media like radio and cinema, whereas the contemporary far right mobilizes through social media platforms that double as hubs for political activity, sociability, and commerce. Political engagement now merges with digital entertainment, circulating through memes, short videos, and viral campaigns, while far-right leaders blend political and influencer personas. The aim is to show that neofascism is now inseparable from digital capitalism and that understanding this shift is crucial for grasping present-day political dynamics.

+++Neuerscheinung+++Thomas Barth, Ricarda Biemüller, Tobias Heinze und Heiko Stubenrauch (Hg.) | Subjekte der ökologisch...
30/05/2026

+++Neuerscheinung+++

Thomas Barth, Ricarda Biemüller, Tobias Heinze und Heiko Stubenrauch (Hg.) | Subjekte der ökologischen Verwüstung. Kritische Theorie der Klimakatastrophe »Subjekte der ökologischen Verwüstung«

In der Reihe Schriften. Institut für Sozialforschung

Thomas Barth, Ricarda Biemüller, Tobias Heinze und Heiko Stubenrauch (Hg.) | Subjekte der ökologischen Verwüstung. Kritische Theorie der Klimakatastrophe

In der gegenwärtigen Auseinandersetzung über die Ursachen und Folgen der ökologischen Verwüstung erfährt eine zentrale Kategorie der Kritischen Theorie zu wenig Aufmerksamkeit: das Subjekt. Doch nur wenn eine kritische Gesellschaftstheorie die subjektiven Bedingungen der Klimakatastrophe analysiert, kann sie in Zeiten umfassender Naturzerstörung sowohl die Beharrungskräfte eines destruktiven Kapitalismus als auch den Aufstieg einer veränderten Form des Autoritarismus verstehen. Die theoretischen und empirischen Beiträge des Buches widmen sich dieser Problemstellung mithilfe der für die Kritische Theorie charakteristischen Verbindung von neomarxistischer Gesellschaftstheorie und psychoanalytischem Subjektbegriff. Sie verknüpfen den gesellschaftskritischen und interdisziplinären Anspruch der Kritischen Theorie und leisten so eine Bestimmung des Subjekts als unverzichtbaren Ansatzpunkt zur Analyse und Kritik ökologischer Verwüstung. Zugleich zeigen die Beiträge, inwiefern zentrale Begriffe der Kritischen Theorie angesichts neuer und zugespitzter Formen sozialer und ökologischer Destruktivität einer Neubestimmung bedürfen.

Frankfurt a. M. und New York: Campus 2026, 386 Seiten, EUR 39,00.

Das Buch kann als Open Access kostenlos heruntergeladen werden.

+++Neuerscheinung+++WestEnd. Neue Zeitschrift für Sozialforschung, Ausgabe 2026/1Stichwort »Zur Neukonfiguration von Zen...
20/05/2026

+++Neuerscheinung+++

WestEnd. Neue Zeitschrift für Sozialforschung, Ausgabe 2026/1

Stichwort »Zur Neukonfiguration von Zentrum und Peripherie«, hg. von Alexander Kern, Stefanie Hürtgen und Virginia Kimey Pflücke

»Mit den empiriegesättigten theoretischen Interventionen dieses Stichworts, die sich zwischen kritischer politischer Ökonomie, Kritischer Theorie, (Migrations‑)Soziologie, glokaler Arbeitsforschung und Kritischer (Stadt‑)Geografie bewegen, wollen wir darum werben, entlang der hier skizzierten relationalen und disziplinär übergreifenden Perspektiven neu in die Diskussion um die gegenwärtige Konfiguration von Zentren und Peripherien einzusteigen. Das Heft ist als ein Aufschlag und (hoffentlich) eine Anregung für weitere Diskussionen entlang des Fluchtpunkts einer Krisentheorie des Funktionierenden zu verstehen.«

Mehr Infos: https://www.ifs.uni-frankfurt.de/publikationsdetails/ifs-zur-neukonfiguration-von-zentrum-und-peripherie-18-05-2026.html

Spekulative Wahrheitsregime. Mit Adam Khalil (New Red Order) und Toby Lee (NYU)19. Mai 2026, 18.30 Uhrbasis reading room...
18/05/2026

Spekulative Wahrheitsregime. Mit Adam Khalil (New Red Order) und Toby Lee (NYU)

19. Mai 2026, 18.30 Uhr
basis reading room, Gutleutstraße 8-12, 60329 Frankfurt am Main

Was heißt es, etwas Gestohlenes zurückzugeben? Zumal dann, wenn diejenigen, die es gestohlen haben, vielleicht andere waren. Unabhängig davon, wer gestohlen hat, kann es – rechtlich, finanziell, emotional und politisch – schwierig sein, etwas Gestohlenes zurückzugeben. Die New Red Order (NRO), ein öffentlicher Geheimorden im Dienste der Selbstbestimmung und Zukunft der indigenen Bevölkerung, kann hierbei helfen.

Seit 1492 engagiert sich die NRO in der »Land Back«-Bewegung, die darauf abzielt, die Kontrolle der indigenen Bevölkerung über ihre angestammten Gebiete wiederherzustellen. Mit dem NRO-Mitglied Adam Kahlil sowie der Dokumentarfilmwissenschaftler:in und Mitstreiter:in Toby Lee sprechen wir über dieses laufende Projekt. In einer mäandernden, Schritt-für-Schritt-Anleitung zu »Giving It Back« setzen die beiden sich mit der Fragen der Spekulation in den Bereichen Dokumentarfilm, Grundbesitz und politischer Praxis auseinander.

Visuelle Wahrheitsregime sind Schnittstellen von Bildern, Wissenssystemen und politischen (Un-)Ordnungen. Die Veranstaltungsreihe widmet sich visuellen, ästhetischen und künstlerischen Untersuchungen von Beweismitteln – und wie diese im Bereich des Rechts, der Medien und in Bezug auf Gewaltformen wirksam werden.

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe Visuelle Wahrheitsregime, organisiert von Laliv Melamed (Goethe-Universität Frankfurt, TFM), FelixTrautmann (HBK Braunschweig / Institut für Sozialforschung) und Franziska Wildt (Institut für Sozialforschung).

Nächste Veranstaltung der Reihe: »Forensische Wahrheitsregime« mit Başak Ertür (Goldsmiths) und Alisa Lebow (University of Sussex), im Anschluss an eine Vorführung des Films »Revision« (Regie: Philip Scheffner). Am 2. Juni, 18:30 Uhr, Pupille, Festsaal im Studierendenhaus (1. OG), Mertonstraße 26–28.



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Speculative Truth Regimes

With Adam Khalil (New Red Order) and Toby Lee (NYU)

Tuesday, May 19, 2026, 6:30 p.m.

Location: basis reading room, Gutleutstraße 8-12, 60329 Frankfurt am Main

Have you ever tried to return something stolen? Maybe it wasn’t you who stole it, maybe it was someone else. Maybe. Regardless of who did the stealing, it can be tricky — legally, financially, emotionally, politically — to Give It Back. The New Red Order, a public secret society in the service of Indigenous agency and futurity, is here to help!

Since 1492, the NRO has been active in the Land Back movement, which seeks to reestablish Indigenous control over ancestral lands. Join NRO member Adam Khalil as he speaks to documentary scholar-accomplice Toby Lee about this ongoing work. In a meandering step-by-step guide to Giving It Back, they consider the work of speculation in documentary media, real estate, & political practice.

Visual Truth Regimes are meeting points of images, systems of knowledge and political dis/orders. The events series is dedicated to visual, aesthetic and artistic explorations of evidence as coming to bear on the state of law, violence and media in the current moment.

As part of the Series Visual Truth Regimes, organized by Laliv Melamed (Goethe University Frankfurt), Felix Trautmann (Institut für Sozialforschung; HBK Braunschweig) and Franziska Wildt (Institut für Sozialforschung).

Next event in the series: Forensic Truth Regimes, With Başak Ertür (Goldsmith) and Alisa Lebow (Sussex), following a screening of Revision, (dir, Philip Scheffner). June 2nd, 18:30, Pupille, Mertonstraße 26-28.

WestEnd-Launch: Interdisziplinarität als Praxis und als IdeologieAxel Honneth im Gespräch mit Frieder Vogelmann und Gret...
16/05/2026

WestEnd-Launch: Interdisziplinarität als Praxis und als Ideologie

Axel Honneth im Gespräch mit Frieder Vogelmann und Greta Wagner

Anlässlich des Erscheinens der neuen Ausgabe von WestEnd. Neue Zeitschrift für Sozialforschung

22. Mai, 19.30 Uhr

Künstler*innenhaus Mousonturm

Offen bleibt, ob Habermas’ Theorie, der es weniger als der von Adorno um die von Zwang und Herrschaft befreite Menschhei...
10/05/2026

Offen bleibt, ob Habermas’ Theorie, der es weniger als der von Adorno um die von Zwang und Herrschaft befreite Menschheit ging als vielmehr darum, normative Verbindlichkeiten mittels herrschaftsfreier Diskurse zu generieren, bei aller Austreibung von Utopie und Radikalität zugunsten anschlussfähiger Theoriebildung, dennoch eine Kritische ist. Denn so evident verschieden die Beweggründe und Ziele jener Theoriegebilde sind, so unübersehbar ist auch, dass Habermas’ Werk faktisch zum Kanon der Kritischen Theorie gezählt und seine Theorie weltweit deren Tradition zugerechnet wird.

Eine Theoriegeschichte, die auf Wahrheit aus ist, wird jene Gewohnheit, Habermas als Philosophen und Soziologen der Kritischen Theorie zuzurechnen, so ernst nehmen müssen wie die Kritik an ihr. Womöglich käme eine Diskussion zur Sache sowohl der Theorie Adornos und Horkheimers sowie der Habermas’ nur zugute. Wo die Differenzen liegen und wo Gemeinsamkeiten, was als Kritische Theorie zu gelten hätte und was womöglich nicht, was diese Fragen selbst zur Aufklärung beitragen – und was sie gegebenenfalls verdecken, sofern es sich um Theoriespielereien oder gar Idiosynkrasien handelt –, wäre mit Mitteln zu analysieren, die selbst der Kritischen Theorie zugehören. Und damit näherte man sich dem immer noch drohenden Problem, dessentwegen die „Dialektik der Aufklärung“ überhaupt geschrieben wurde: dass „die Menschheit, anstatt in einen wahrhaft menschlichen Zustand einzutreten, in eine neue Art von Barbarei versinkt“. Sowie der Frage, wie sich das endlich ändern ließe.

Dirk Braunstein ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Frankfurter Institut für Sozialforschung.

https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/dirk-braunstein-gehoert-habermas-zur-kritischen-theorie-200772439.html

FAZ.NET - Frankfurter Allgemeine Zeitung

War Jürgen Habermas ein Kritischer Theoretiker oder verhielt er sich zu affirmativ gegenüber Staat und Wirtschaftssystem? Anmerkungen zu einer missverstandenen Nachfolgeschaft.

DIE ZEIT mit einem Beitrag über das »Gruppenexperiment« und den Start des Forschungsprojekts »Die postnazistische Gesell...
30/04/2026

DIE ZEIT mit einem Beitrag über das »Gruppenexperiment« und den Start des Forschungsprojekts »Die postnazistische Gesellschaft«

Der Faschismus in den Köpfen

Das Ergebnis war zu brisant. So brisant, dass Theodor W. Adorno sich dagegen ent schied, es der deutschen Nachkriegsöffentlichkeit zu präsentieren. Zu Beginn der Fünfzigerjahre hatten er und seine Kollegen am Frankfurter Institut für Sozialforschung die Mentalität der Deutschen erforscht, sie zu antisemitischen, antidemokratischen, völkischen Einstellungen befragt. Jahrzehntelang blieb das sogenannte Gruppenexperiment, eine der aufwendigsten Studien der deutschen Soziologie, unveröffentlicht im Archiv des Instituts – bis jetzt. [...]

Aber was kann die Gegenwart aus dem Gruppenexperiment lernen? »Wir müssen davon ausgehen, dass sich die Mentalitäten der Nachkriegszeit nicht nach zwei Generationen verflüchtigt hatten«, sagt Stephan Lessenich. »Der heutige Autoritarismus ist nur vor dem Hintergrund damaliger Weltbeziehungen zu verstehen.«

In den Fünfzigerjahren wollte Theodor W. Adorno die Mentalität der Deutschen testen – die Ergebnisse behielt er für sich. Nun wird das »Gruppenexperiment« erforscht.

+++Veranstaltung+++Die Welt des Krieges. Diskurs und Politik nach der »Zeitenwende« Mario Neumann (medico international)...
29/04/2026

+++Veranstaltung+++

Die Welt des Krieges. Diskurs und Politik nach der »Zeitenwende«
Mario Neumann (medico international) im Gespräch mit Sarah Kruck (IfS)
medico international

6. Mai 2026, 20 Uhr
Künstler*innenhaus Mousonturm, Waldschmidtstraße 4, 60316 Frankfurt am Main Mousonturm

Über vier Jahre nach Beginn der russischen Vollinvasion der Ukraine kann kaum noch ein Zweifel daran bestehen, dass die daraufhin von Bundeskanzler Olaf Scholz verkündete Zeitenwende in vollem Gange ist. Sie erstreckt sich bei Weitem nicht auf Veränderungen in der Außen- und Sicherheitspolitik, sondern hat Besitz ergriffen von Politik und Gesellschaft insgesamt. Wir leben in einer Zeit des Krieges – und während die Bevölkerung und die Öffentlichkeit immer noch Schwierigkeiten haben, in dieser Gegenwart anzukommen, sind die politischen Eliten längst damit beschäftigt, die Zukunft dieser Entwicklung zu vertiefen. Ein ambitionierter Plan der Europäischen Kommission, der den schnörkellosen Titel einer »Wiederbewaffnung Europas« trägt, ist nur ein besonders eindrückliches Beispiel dieser Entwicklung, die sich keinesfalls trennen lässt von einem vergleichsweise inflationär beobachteten Autoritarismus. Wie kann die gegenwärtige Expansion der Kriegslogik analysiert und ihre Verbindung zu autoritären Entwicklungen verstanden werden – und was sind wirksame Gegenmittel? Die Veranstaltung soll den Raum für diese Debatten öffnen.



Eine Veranstaltungsreihe von Institut für Sozialforschung und dem Künstler*innenhaus Mousonturm

Gegenwärtig wird sichtbar, was sich schon lange abzeichnete: Politische Kräfte, die neoliberale Politiken mit autoritären Anrufungen verknüpfen, rücken zunehmend zusammen und bilden Allianzen. Die Veranstaltungsreihe »Aspekte des neuen Autoritarismus« nimmt diese Konvergenz in den Blick, die nicht nur soziale Ungleichheiten vertieft, sondern auch demokratische Strukturen zunehmend untergräbt und für viele Menschen eine unmittelbare Bedrohung bedeutet.

Während der Neoliberalismus eine Gesellschaft des Wettbewerbs und der Entsicherung schafft, proklamiert der Autoritarismus einfache Feindbilder und rigide Ordnungen. Gemeinsam erzeugen sie ein gesellschaftliches Klima, das demokratische Prinzipien wie Menschenwürde und Grundrechte zunehmend unter Druck setzt. Die autoritär-neoliberale Allianz ist freilich kein Zufall, sie ist Ausdruck struktureller Dynamiken des Gegenwartskapitalismus. Analytisch wie historisch lässt sich zeigen, dass autoritäre Ordnungsvorstellungen bereits im Kern neoliberaler Ideologie verankert sind.

Die vom Institut für Sozialforschung und Künstler*innenhaus Mousonturm organisierte Veranstaltungsreihe beleuchtet die aktuelle Konjunktur dieser Allianz in Deutschland und der Welt, legt Mechanismen autoritär-neoliberaler Politik und deren gesellschaftlichen Konsequenzen offen und fragt danach, welche Gegenbewegungen zum neuen Autoritarismus sichtbar und denkbar sind.



22. April 2026: Die beleidigte Republik. Überwachen und Strafen als Antwort auf gesellschaftliche Konflikte – Özge Inan im Gespräch mit Franziska Wildt

6. Mai 2026: Die Welt des Krieges. Diskurs und Politik nach der »Zeitenwende« – Mario Neumann im Gespräch mit Sarah Kruck

11. Juni 2026: Dark Enlightenment: Platform Neofascism as Mass Deception – Bruna Della Torre im Gespräch mit Juana de Oliveira Lorena (in englischer Sprache)



Die Veranstaltungen beginnen jeweils im 20 Uhr im Künstler*innenhaus Mousonturm. Der Eintritt ist frei.

28/04/2026

+++Veranstaltung+++

Kulturindustrie heute?
Gertrud Koch im Gespräch mit Bert Rebhandl

29. April, 19 Uhr
DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum

Das Gespräch »Kulturindustrie heute?« widmet sich der Aktualität und Tragfähigkeit eines zentralen Begriffs der Kritischen Theorie. Die Filmwissenschaftlerin Gertrud Koch diskutiert im Gespräch mit dem Filmkritiker Bert Rebhandl die gegenwärtigen Formen kultureller Produktion und Verbreitung vor dem Hintergrund von Digitalisierung, Plattformen und globalen Medienmärkten. Ausgehend von den klassischen Analysen Adornos und Horkheimers wird gefragt, inwiefern sich die damalige Kritik an der Kulturindustrie auf heutige Film-, Medien- und Popkulturen anwenden lässt oder neu gedacht werden muss. Dabei spielt der Film eine wichtige Rolle: Am Film und seinen Produktions- und Vermarktungsformen lässt sich gut nachvollziehen, wie sich Kunst, Wirtschaft und Öffentlichkeit heute gegenseitig beeinflussen. Im Mittelpunkt stehen Fragen nach Gestaltung, politischer Wirkung, wirtschaftlichen Bedingungen sowie nach Unabhängigkeit, Urheberschaft, Kritikfähigkeit und Öffentlichkeit.

Das Gespräch ist Teil der Reihe »Frankfurter Schule«, die vom Forschungszentrum Normative Ordnungen der Goethe-Universität, dem Dezernat Kultur und Wissenschaft der Stadt Frankfurt am Main und dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur in Zusammenarbeit mit dem Institut für Sozialforschung, hr2-kultur und dem Lichter Filmfest Frankfurt International veranstaltet wird, und findet am 29. April 2026 um 19 Uhr im DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum statt.

Zur Reihe
Zwei Stühle, ein Tisch, Spot an: Was sagt die Frankfurter Schule heute zur Lage der Gesellschaft? Welche Antworten gibt die sogenannte »dritte und vierte Generation« auf weltweite Krisen und Konflikte? Zu Gast sind Persönlichkeiten, die – geschult am »Frankfurter Denken« – zu aktuellen Problemlagen Position beziehen und die Gegenwart mithilfe der Kritischen Theorie in den Blick nehmen. Präzise formuliert, verständlich erklärt, ohne zu vereinfachen, mit dem Anspruch, die Bedingungen von Freiheit, Macht und Verantwortung sichtbar zu machen. Denn gesellschaftliche Normen, verankert in Institutionen und Ordnungen, bilden das Fundament unseres sozialen und politischen Zusammenlebens. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts nahm sich die Frankfurter Schule vor, diese Normen und ihre Widersprüche im Rahmen einer umfassenden »Kritischen Theorie« ganzheitlich zu beleuchten – eine Herangehensweise, deren Bedeutung und internationale Wirkung bis heute ungebrochen ist. Die Reihe »Frankfurter Schule« wird in unterschiedlichen Kultureinrichtungen in Frankfurt fortgesetzt.

Hessischer Rundfunk Forschungszentrum "Normative Orders" der Goethe-Universität Goethe-Universität Frankfurt

+++Heute Abend!+++Die beleidigte Republik. Überwachen und Strafen als Antwort auf gesellschaftliche Konflikte – Özge Ina...
22/04/2026

+++Heute Abend!+++

Die beleidigte Republik. Überwachen und Strafen als Antwort auf gesellschaftliche Konflikte – Özge Inan im Gespräch mit Franziska Wildt

22. April 2026, 20 Uhr
Künstler*innenhaus Mousonturm, Waldschmidtstraße 4, 60316 Frankfurt am Main

Im Internet und auf der Straße, in den Buchhandlungen und Universitäten weht der raue Wind des Strafens. Wer Memes über Politiker postet, muss damit rechnen, dass die Polizei vor der Tür steht. Satirische Posts können Ermittlungen nach sich ziehen, manchmal Gerichtsverfahren. Der strafende Feminismus will patriarchale Gewalt mit der Staatsgewalt beenden und im Kampf gegen Rechts richten sich die Hoffnungen auf ein Parteiverbot der AfD. Wo immer sich Konflikte auftun, scheint es nur noch eine Antwort zu geben, und diese Antwort legt Handschellen an. Das Strafrecht soll das schärfste Schwert des Staates sein und hängt immer tiefer über unseren Köpfen. Wo sind wir da hineingeraten? Und wollen wir überhaupt noch raus?

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Eine Veranstaltungsreihe von Institut für Sozialforschung und dem Künstler*innenhaus Mousonturm

Gegenwärtig wird sichtbar, was sich schon lange abzeichnete: Politische Kräfte, die neoliberale Politiken mit autoritären Anrufungen verknüpfen, rücken zunehmend zusammen und bilden Allianzen. Die Veranstaltungsreihe »Aspekte des neuen Autoritarismus« nimmt diese Konvergenz in den Blick, die nicht nur soziale Ungleichheiten vertieft, sondern auch demokratische Strukturen zunehmend untergräbt und für viele Menschen eine unmittelbare Bedrohung bedeutet.

Während der Neoliberalismus eine Gesellschaft des Wettbewerbs und der Entsicherung schafft, proklamiert der Autoritarismus einfache Feindbilder und rigide Ordnungen. Gemeinsam erzeugen sie ein gesellschaftliches Klima, das demokratische Prinzipien wie Menschenwürde und Grundrechte zunehmend unter Druck setzt. Die autoritär-neoliberale Allianz ist freilich kein Zufall, sie ist Ausdruck struktureller Dynamiken des Gegenwartskapitalismus. Analytisch wie historisch lässt sich zeigen, dass autoritäre Ordnungsvorstellungen bereits im Kern neoliberaler Ideologie verankert sind.

Die vom Institut für Sozialforschung und Künstler*innenhaus Mousonturm organisierte Veranstaltungsreihe beleuchtet die aktuelle Konjunktur dieser Allianz in Deutschland und der Welt, legt Mechanismen autoritär-neoliberaler Politik und deren gesellschaftlichen Konsequenzen offen und fragt danach, welche Gegenbewegungen zum neuen Autoritarismus sichtbar und denkbar sind.



22. April 2026: Die beleidigte Republik. Überwachen und Strafen als Antwort auf gesellschaftliche Konflikte – Özge Inan im Gespräch mit Franziska Wildt

6. Mai 2026: Die Welt des Krieges. Diskurs und Politik nach der »Zeitenwende« – Mario Neumann im Gespräch mit Sarah Kruck

11. Juni 2026: Dark Enlightenment: Platform Neofascism as Mass Deception – Bruna Della Torre im Gespräch mit Juana de Oliveira Lorena (in englischer Sprache)



Die Veranstaltungen beginnen jeweils im 20 Uhr im Künstler*innenhaus Mousonturm. Der Eintritt ist frei.

Adresse

Senckenberganlage 26
Frankfurt
60325

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