Institut für Sozialforschung

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Institut für Sozialforschung taplink.cc/ifs Im Frühjahr 1933 geschlossen, gelang es, das Institut an die Columbia University nach New York zu verlegen. 1951 kehrte es nach Frankfurt zurück.

Gegründet und eröffnet in den Jahren 1923/24, steht das Institut für Sozialforschung seither für eine kritische Theorie der Gesellschaft, die den herrschenden sozialen Verhältnissen den Spiegel ihrer uneingelösten Möglichkeiten vor. Anfänglich ein Institut für die Theorie und Geschichte des Sozialismus und der Arbeiterbewegung, wandelte sich die inhaltliche Ausrichtung unter der Leitung von Max Horkheimer zu einem Programm, um das sich Intellektuelle wie Theodor W. Adorno, Walter Benjamin, Erich Fromm, Otto Kirchheimer, Leo Löwenthal, Herbert Marcuse, Franz Neumann, Friedrich Pollock und andere versammelten und das später als »Kritische Theorie der Frankfurter Schule« bezeichnet wurde. Seither wird sein Grundhaushalt durch das Land Hessen und die Stadt Frankfurt, die Forschungstätigkeit ausschließlich durch Drittmittel finanziert. Verantwortlicher Träger des IfS ist – 1951 vom Hessischen Ministerium des Innern genehmigt und als gemeinnützig anerkannt – die Stiftung »Institut für Sozialforschung«. Der Stiftungsrat setzt sich aus Vertreter_innen des Landes Hessen, der Stadt Frankfurt, der Goethe-Universität, des Kollegiums, der Mitarbeiter_innen des IfS, dem Direktor sowie vom Stiftungsrat selbst gewählten Mitgliedern zusammen. Ziel der gegenwärtigen Institutsarbeit ist es, die breitgefächerte sozialwissenschaftliche und sozialphilosophische Forschung im übergreifenden Forschungsprogramm »Paradoxien der kapitalistischen Modernisierung« zu bündeln und zu einem kritischen Verständnis des gesellschaftlichen Strukturwandels beizutragen. Dieses seit 2001 verfolgte Programm hat den Charakter einer Rahmenthese oder einer analytischen Perspektive, die weder die Vielfalt der Themen noch die am Institut praktizierte Methodenvielfalt einschränken soll.

+++Neuerscheinung+++Melinda Cooper | Familienwerte. Die unheimliche Allianz von Neoliberalismus und KonservatismusIn der...
12/10/2026

+++Neuerscheinung+++

Melinda Cooper | Familienwerte. Die unheimliche Allianz von Neoliberalismus und Konservatismus

In der Reihe »Schriften. Institut für Sozialforschung«

Im Zuge der aktuellen autoritären Wende stehen neoliberale Eliten und konservativ-reaktionäre Kräfte längst nicht mehr auf entgegengesetzten Seiten. Aber was macht diese Bündnisse möglich? Wie können sich Neoliberale, die vermeintlich für radikalen Individualismus, die Betonung bürgerlicher Wahlfreiheiten und die Verallgemeinerung von Marktbeziehungen stehen, mit konservativen Kräften gemeinmachen, die sich die moralischen Bande von Familie und Nation auf die Fahnen schreiben?
Die feministische Materialistin Melinda Cooper beantwortet diese Frage, indem sie die doppelte ökonomische und soziale Aufladung von Familienwerten in den Fokus ihrer Untersuchung rückt und als Kontaktzone von neoliberalen und sozialkonservativen Kräften beschreibt. In ihrer faszinierenden Geschichte des amerikanischen Wohlfahrtswesens und dessen Verbindungen zur Politik von Ehe und Sexualität zeigt sie, wie der Topos der Eigenverantwortung immer schon mit einem moralischen Imperativ familiärer Pflichten verbunden war – und wie dies den Boden für das Bündnis zwischen Marktliberalen und Sozialkonservativen bereitete. Im Neoliberalismus wird die Familie zum Vehikel eines sich im »Eigenheim« materialisierenden, intergenerationalen Transfers von Privateigentum. Dadurch gerät sie zum Schauplatz globaler Finanzmärkte und zum zentralen Ort der Reproduktion sozialer Ungleichheit. Mit dieser Perspektive stellt Cooper gewohnte Denkmuster über die vermeintliche Opposition von Markt und Familie, sozialen und ökonomischen Werten in Frage und liefert so ein Grundlagenwerk zum Verständnis der autoritär-neoliberalen Gegenwart.

Frankfurt a. M. und New York: Campus 2026, 416 Seiten, EUR 38,00. 1/2

+++Veranstaltung+++Lingerings. The Politics of Resentment, Residuals, and Repair. With Wendy Brown, Andreas Folkers and ...
09/10/2026

+++Veranstaltung+++

Lingerings. The Politics of Resentment, Residuals, and Repair. With Wendy Brown, Andreas Folkers and Eva von Redecker

13. Oktober 2026, 17 Uhr
2og:dondorf 2og:dondorf (ehemalige Dondorf-Druckerei)

The past is now. Alongside, and often in alliance with, a veritable storm of disruptive technologies, ostensibly outdated forms of authoritarian politics and subjectivities are on the rise. The emerging new world order replays the patterns of old imperial geopolitics. And the changing climate is driven by the recalcitrance of the fossil past. The panel starts from the assumption that the troubling anachronisms of the present cannot be properly understood in terms of a regress of progress – as if the angel of history has a rewind and fast forward button. Rather, it turns to the pains of the perennial, to the resilience and resurgence of that which remains. »Lingerings« serves as an umbrella to shelter different attempts to theorize the ongoingness of pasts in the present: as »phantom possession« (von Redecker), the nihilist »ruins of neoliberalism« (Brown), »residual reification« (Folkers). The panel will analyse different, yet intersecting registers of lingerings – material and ideological, economic and political, affective and planetary. Given their inherent untimeliness, the impulse to ›move past‹ or ›leave behind‹ lingerings cannot break their spell. Instead, lingerings demand new forms of resistance and repair.

+++Veranstaltung+++Globale Verteilungskämpfe und Migrationsabwehr – Mit Gilda Sahebi, Birgit Glorius und Alexander Kern2...
08/10/2026

+++Veranstaltung+++

Globale Verteilungskämpfe und Migrationsabwehr – Mit Gilda Sahebi, Birgit Glorius und Alexander Kern
22. Oktober 2026, 19 Uhr
Mousonturm, Waldschmidtstraße 4, 60316 Frankfurt am Main

In der Reihe »Wie es kommen musste – Aspekte des neuen Autoritarismus« des Instituts für Sozialforschung in Kooperation mit dem Künstler*innenhaus Mousonturm.

Migrationsabwehr ist gegenwärtig ein zentraler Auslöser von autoritären Transformationsprozessen innerhalb liberaler Demokratien. Das Ziel, Migrant:innen abzuschrecken, zu vergrämen oder abzuschieben, ist nicht nur grundlegend für Wahlerfolge rechtsextremer und/oder autoritär-populistischer Parteien. Es motiviert auch demokratische Parteien, grundgesetzliche Garantien oder rechtsstaatliche Prinzipien außer Kraft zu setzen. Konflikte um Migration stellen daher eine akute Herausforderung für demokratische Strukturen dar. Sie haben das Potential, bestehende Ungleichheitsverhältnisse zu verschärfen und Demokratie grundsätzlich zu gefährden.

Bei der Veranstaltung werden die Ergebnisse des Forschungsprojektes präsentiert und der Frage nachgegangen, wie Konflikte um das Migrationsgeschehen und Strategien der Migrationsabwehr durch globale Verteilungskämpfe geprägt sind.

Eine Veranstaltungsreihe von Institut für Sozialforschung und dem Künstler*innenhaus Mousonturm

Gegenwärtig wird sichtbar, was sich schon lange abzeichnete: Politische Kräfte, die neoliberale Politiken mit autoritären Anrufungen verknüpfen, rücken zunehmend zusammen und bilden Allianzen. Die Veranstaltungsreihe »Aspekte des neuen Autoritarismus« nimmt diese Konvergenz in den Blick, die nicht nur soziale Ungleichheiten vertieft, sondern auch demokratische Strukturen zunehmend untergräbt und für viele Menschen eine unmittelbare Bedrohung bedeutet.

Während der Neoliberalismus eine Gesellschaft des Wettbewerbs und der Entsicherung schafft, proklamiert der Autoritarismus einfache Feindbilder und rigide Ordnungen. Gemeinsam erzeugen sie ein gesellschaftliches Klima, das demokratische Prinzipien wie Menschenwürde und Grundrechte zunehmend unter Druck setzt. Die autoritär-neoliberale Allianz ist freilich kein Zufall, sie ist Ausdruck struktureller Dynamiken des Gegenwartskapitalismus. Analytisch wie historisch lässt sich zeigen, dass autoritäre Ordnungsvorstellungen bereits im Kern neoliberaler Ideologie verankert sind.

Die vom Institut für Sozialforschung und Künstler*innenhaus Mousonturm organisierte Veranstaltungsreihe beleuchtet die aktuelle Konjunktur dieser Allianz in Deutschland und der Welt, legt Mechanismen autoritär-neoliberaler Politik und deren gesellschaftlichen Konsequenzen offen und fragt danach, welche Gegenbewegungen zum neuen Autoritarismus sichtbar und denkbar sind.

22.10.2026: Gilda Sahebi, Birgit Glorius, Alexander Kern: Globale Verteilungskämpfe und Migrationsabwehr (Moderation: Eva Fleischmann)
27.10.2026: Adrian Otto und Lisa Pfeifer: Die Neuvermessung autoritärer Syndrome im Kontext digitaler Medien (Moderation: Marc Blüml)
17.12.2026: Elisa Aseva und Veronika Kracher: Zur Gegenwart des Antifeminismus
19.01.2027: Sarah Speck und Newal Yalcin: Connecting the Dots: Rekonstruktion der sozialen Produktion verdächtigen(den) Wissens
02.02.2027: Dirk Braunstein, Bettine Rau, Leonie Wüst: Die postnazistische Gesellschaft (Moderation: Jonas Balzer)

+++Veranstaltung+++Podiumsdiskussion: Zukunft der Arbeit?20. Oktober 2026, 18 UhrGewerkschaftshaus Frankfurt – Saal AWie...
07/10/2026

+++Veranstaltung+++

Podiumsdiskussion: Zukunft der Arbeit?
20. Oktober 2026, 18 Uhr
Gewerkschaftshaus Frankfurt – Saal A

Wie wird sich Arbeit verändern?
Welchen Einfluss hat Künstliche Intelligenz?
Welche Macht haben Arbeitnehmer:innen?
Was sind gewerkschaftliche Strategien?

Die Schlagwörter Künstliche Intelligenz, Transformation und Deindustrialisierung prägen die Diskussion über den Wandel der zukünftigen Arbeitswelt.
Florian Butollo (Arbeitssoziologie, Goethe-Universität Frankfurt) und Detlef Gerst (IG Metall) diskutieren, ob diese Schlagwörter tatsächlich die anstehenden Veränderungen beschreiben können und welche Strategien Arbeitnehmer:innen und Gewerkschaften haben müssen.

Eine Kooperationsveranstaltung von DGB Frankfurt, Kooperationsstelle Hochschulen und Gewerkschaften Frankfurt-Rhein-Main und IfS.

DGB

Dirk Braunstein im Interview mit Louis Pienkowski über das IfS-Forschungsprojekt »Die postnazistische Gesellschaft«.
01/10/2026

Dirk Braunstein im Interview mit Louis Pienkowski über das IfS-Forschungsprojekt »Die postnazistische Gesellschaft«.

Wie hartnäckig hielt sich nationalsozialistisches Denken nach 1945? Der Philosoph und Archivar Dirk Braunstein erforscht das nahezu vergessene „Gruppenexperiment“ des Instituts für Sozialforschung. Im Gespräch erläutert er, was die von Theodor W. Adorno geleitete Studie über autoritäre Den...

01/10/2026

Wie hartnäckig hielt sich nationalsozialistisches Denken nach 1945? Der Philosoph und Archivar Dirk Braunstein erforscht das nahezu vergessene „Gruppenexperiment“ des Instituts für Sozialforschung. Im Gespräch erläutert er, was die von Theodor W. Adorno geleitete Studie über autoritäre Denkmuster, Selbstentlastung und deren Fortwirken bis heute verrät.

Dirk Braunstein im Interview mit Louis Pienkowski über das IfS-Forschungsprojekt »Die postnazistische Gesellschaft«.
Philosophie magazine

Unser Büchertisch auf dem DGS-Kongress 2026 in Mainz. Wir freuen uns über Besucher:innen!DGS - Deutsche Gesellschaft für...
01/10/2026

Unser Büchertisch auf dem DGS-Kongress 2026 in Mainz. Wir freuen uns über Besucher:innen!

DGS - Deutsche Gesellschaft für Soziologie

Nomos Verlag
Verbrecher Verlag
Suhrkamp Verlag
Bertz Fischer Verlag
Campus Verlag

Das Institut für Sozialforschung in Frankfurt am Main hat in vier deutschen Städten ein Forschungsprojekt zu Rassismus u...
27/09/2026

Das Institut für Sozialforschung in Frankfurt am Main hat in vier deutschen Städten ein Forschungsprojekt zu Rassismus und Ausgrenzung durchgeführt. Kohero-Magazin hat die Wissenschaftler*innen über ein Jahr begleitet.

Unser neues Magazin ist da! 💜⁠
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Die 14. Ausgabe des kohero Magazins ist unser bislang vielfältigstes und abwechslungsreichstes Heft. Denn anders als früher hat diese Ausgabe keinen ausgewiesenen Schwerpunkt. Warum? Weil wir mit diesem Heft „Wir sind nicht euer Feinbild” Raum für wichtige Stimmen und gute Geschichten öffnen wollen, ohne uns dabei an ein bestimmtes Thema zu klammern. Die ganze kohero-Themenwelt – ab jetzt auch in Print.⁠
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Wie antisemitisch sind die Deutschen? Wie sehr sind ihre Haltungen noch vom Nationalsozialismus geprägt? Diesen Fragen g...
26/09/2026

Wie antisemitisch sind die Deutschen? Wie sehr sind ihre Haltungen noch vom Nationalsozialismus geprägt? Diesen Fragen ging kurz nach dem Zweiten Weltkrieg das Frankfurter Institut für Sozialforschung nach.

Die Sendung »Hessenschau« im Hessischen Rundfunk berichtet über das IfS-Forschungsprojekt »Die postnazistische Gesellschaft«.

hessenschau Hessischer Rundfunk tagesschau

Wie antisemitisch sind die Deutschen? Wie sehr sind ihre Haltungen noch vom Nationalsozialismus geprägt? Diesen Fragen ging kurz nach dem Zweiten Weltkrieg das Frankfurter Institut für Sozialforschung nach. Die Ergebnisse schockierten selbst Theodor W. Adorno.

+++Save the Date+++Symposium »Zukunftsbilder. Demokratie nach den Zeiten ihrer Regression«10. Dezember 2026, 10 Uhr2og:d...
25/09/2026

+++Save the Date+++

Symposium »Zukunftsbilder. Demokratie nach den Zeiten ihrer Regression«
10. Dezember 2026, 10 Uhr
2og:dondorf

Veranstaltung in der Reihe »Brüche«, einer Kooperation von Institut für Sozialforschung, Sigmund-Freud-Institut und der Oper Frankfurt im Forschungsverbund DemoReg.

Adresse

Senckenberganlage 26
Frankfurt
60325

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