23/08/2026
In der Bibliothek der Generationen gibt es viele Lebensberichte, die von Exil-Erfahrungen berichten: Menschen, die ihr Zuhause freiwillig oder gezwungen verlassen mussten – zu verschiedenen Zeiten und an unterschiedlichen Orten. Warum haben sie das Exil gewählt? Wie erleben sie sich darin? Und wie gestalten sie ihr neues Leben?
Eine Veranstaltungsreihe im Rahmen der Tage des Exils
In Kooperation mit der VHS Frankfurt
27.8. NS-Exil: Spurensuche
Am ersten Abend zeichnet Till Lieberz-Groß am Beispiel von Kindern des jüdisches Waisenhauses der Flersheim-Sichel-Stiftung Lebenswege von „Kindertransport-Kindern“ in die Freiheit nach. Etwa 20.000 (vor allem jüdische) Kinder wurden durch „Kindertransporte“ gerettet; etwa 10.000 erhielten eine rettende Aufnahme in Großbritannien.
30.8. Frankfurt als Ort des Exils heute
Der zweite Abend richtet den Blick auf Menschen, die Frankfurt zu ihrem Ort des Exils gemacht haben – damals wie heute. Im Mittelpunkt stehen Lesungen und Gespräche mit Asal Khosravi und Lea Lustyková. Dabei geht es um Erfahrungen des Aufbrechens und Ankommens, um Brüche, Verluste und neue Chancen.
3.9. Erfahrungen von DDR-Flüchtlingen
Der dritte Abend widmet sich den Exil-Erfahrungen von Menschen, die aus der DDR geflohen sind. Gemeinsam mit Steffi Barthel, Doris Illian und Marie-Luise Leberke gehen wir der Frage nach, welche Rolle Sprache im Exil spielt – als Mittel der Verständigung, des Ausdrucks, aber auch als Heimat. Im Gespräch wird deutlich, wie eng Flucht, Identität und Sprache miteinander verbunden sind.
Anmeldungen über: https://vhs.frankfurt.de/de/tagedesexils2026
Bilder:
Bibliothek der Generationen, Foto: HMF, Stefanie Kösling