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Frankfurts Stadtregierung wurde kräftig umgebaut: Vier Dezernenten gehen – vier neue übernehmenFrankfurt bekommt einen n...
28/08/2026

Frankfurts Stadtregierung wurde kräftig umgebaut: Vier Dezernenten gehen – vier neue übernehmen

Frankfurt bekommt einen neuen Magistrat – und gleich vier hauptamtliche Dezernenten verlieren ihre Ämter.

Doch waren die vier wirklich schlecht – oder müssen sie vor allem gehen, weil sich nach der Kommunalwahl die politischen Mehrheiten verändert haben?

Ich schaue mir deshalb zunächst die Bilanz der vier Abgewählten an: Nargess Eskandari-Grünberg, Bastian Bergerhoff, Annette Rinn und Stephanie Wüst.

Danach geht der Blick nach vorn: Was bringen Nils Kößler, Susanne Serke, Martin-Benedikt Schäfer und Yannick Schwander für ihre neuen Aufgaben mit – und wo bleiben Fragezeichen?

Acht Personalien, acht unterschiedliche Bilanzen – und meine persönliche Einschätzung dazu.

Frankfurts Stadtregierung wurde kräftig umgebaut: Vier Dezernenten ...

23/08/2026

Frankfurt bekommt einen neuen Sicherheitsdezernenten – Martin-Benedikt Schäfer. Was bringt er für dieses schwierige Amt mit?

Schäfer ist Rechtsanwalt und war bislang sicherheitspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion. Die politische Nähe zum neuen Ressort ist also eindeutig.

Auch Verwaltung ist ihm nicht völlig fremd: Teile seiner juristischen Ausbildung absolvierte er in der Verwaltung – unter anderem bei der Stadt Frankfurt.

Hinzu kommt seine Tätigkeit als Reservist. Damit hat er auch Berührungspunkte mit Bevölkerungsschutz, Zivil- und Katastrophenschutz.

Was bislang allerdings fehlt, ist praktische Führungsverantwortung in Bereichen wie Ordnungsverwaltung, Feuerwehr oder Katastrophenschutz.

Schäfer bringt also einiges mit – muss sich in der operativen Verantwortung aber erst beweisen.

Und gerade beim Thema Sicherheit werden die Frankfurter ziemlich schnell merken, ob er liefert.

22/08/2026

Frankfurt bekommt einen neuen Verkehrsdezernenten – Yannick Schwander. Doch warum eigentlich er?

Auf den ersten Blick ist die Entscheidung überraschend: Schwander ist Politikwissenschaftler und Kommunikationsexperte – und war bislang nicht der Verkehrsexperte der CDU-Fraktion.

Schaut man genauer hin, wird die Entscheidung aber nachvollziehbarer.

Als Pressesprecher in Bad Vilbel betreute Schwander auch Verkehr und Mobilität und sammelte Erfahrung in der regionalen Verkehrspolitik.

Als Ortsvorsteher im Frankfurter Norden beschäftigt er sich seit Jahren mit Nahmobilität und der Anbindung der Randstadtteile.

Dazu gehören Projekte wie KNUT, die Buslinie 365 und der Radweg zwischen Nieder-Erlenbach und Nieder-Eschbach.

Ein klassischer Verkehrsplaner ist Schwander damit nicht. Aber die Nominierung kommt auch nicht aus dem Nichts.

Jetzt bekommt er seine Chance – und darf zeigen, ob er Frankfurts schwieriges Verkehrsressort voranbringen kann.

21/08/2026

Frankfurt bekommt eine neue Stadtkämmerin – Susanne Serke soll künftig über die Finanzen der Stadt wachen.

Und fachfremd ist sie keineswegs: Serke ist gelernte Bankkauffrau und Bankbetriebswirtin und arbeitet seit mehr als zwei Jahrzehnten bei einem Frankfurter Kreditinstitut.

Auch Frankfurt kennt sie politisch: als Stadtverordnete und Ortsvorsteherin des Ortsbeirats 6.

Trotzdem bleibt für mich eine große Frage: Ein kommunaler Milliardenhaushalt ist eine andere Größenordnung als das Bankgeschäft.

Aus den vorliegenden Informationen geht nicht hervor, dass Serke bereits finanzielle Verantwortung dieser Dimension getragen hat.

Die fachliche Grundlage ist also da. Jetzt bekommt sie ihre Chance – und darf zeigen, ob sie auch Frankfurts Finanzen kann.

20/08/2026

Frankfurts neuer Bürgermeister: Was bringt Nils Kößler mit?

Frankfurt bekommt einen neuen Bürgermeister – und bei Nils Kößler überzeugt mich zunächst seine Qualifikation.

Der promovierte Jurist hat zusätzlich BWL studiert, war Richter am Landgericht Frankfurt, Referatsleiter im Hessischen Innenministerium und bei der Deutschen Bundesbank tätig.

Und Frankfurt kennt er: Seit 2011 sitzt er in der Stadtverordnetenversammlung, seit 2019 führt er die CDU-Fraktion.

Kößler soll gleichzeitig Wirtschaftsdezernent werden – und bringt dafür einen bemerkenswert starken Lebenslauf mit.

Natürlich muss auch er erst einmal liefern.
Aber vor seinem Amtsantritt fällt mein erstes Urteil klar positiv aus: So eine Ausgangslage würde ich mir bei jedem neuen Dezernenten wünschen.

16/08/2026

383 Millionen Defizit: Ist Frankfurts Kämmerer Bastian Bergerhoff wirklich gescheitert?

383 Millionen Euro Defizit – und Frankfurts Kämmerer Bastian Bergerhoff steht vor der Abwahl.

Klingt nach einer schlechten Bilanz. So einfach ist es aber nicht.

Als Bergerhoff 2021 das Amt übernahm, verfügte Frankfurt über rund 390 Millionen Euro Rücklagen. Bis Ende 2024 waren daraus mehr als eine Milliarde geworden.

Dann kam 2025 das Rekorddefizit. Aber ein Kämmerer entscheidet nicht allein, wofür die Stadt Geld ausgibt. Bergerhoff versuchte vielmehr, den Dezernaten klare finanzielle Grenzen zu setzen.

Bemerkenswert: Selbst CDU-Fraktionschef Nils Kößler bescheinigte ihm bei der Abwahl „finanzpolitisches Verantwortungsbewusstsein“.

Mein Fazit: Bergerhoff war ein guter Kämmerer. Er verliert sein Amt durch den politischen Machtwechsel – nicht wegen seiner Bilanz.

15/08/2026

Annette Rinn steht vor der Abwahl als Frankfurter Sicherheitsdezernentin.

Gerade beim Thema Sicherheit gibt es viel Kritik – und die neue Koalition will jetzt 75 zusätzliche Stadtpolizisten einstellen.

Hat Rinn also versagt?

15/08/2026

Wusstet ihr, dass es nachts in Frankfurt mehrere Grad wärmer sein kann als draußen auf dem Land?

Bei bestimmten Wetterlagen sind sogar Unterschiede von fünf Grad und mehr möglich.

Frankfurt ist eine Wärmeinsel.

14/08/2026

Stephanie Wüst vor der Abwahl als Frankfurter Wirtschaftsdezernentin.

Aber welche Bilanz hinterlässt sie?

Frankfurt ist einer der wichtigsten Wirtschaftsstandorte Deutschlands. Wer diese Stadt gegenüber Konzernen und Investoren vertritt, hat einen anspruchsvollen Job.

Als Wüst 2021 Wirtschaftsdezernentin wurde, hatte sie ihr Studium ohne Abschluss beendet und weder ein Unternehmen noch eine große Verwaltung geführt.

Das allein macht noch keine schlechte Wirtschaftsdezernentin. Entscheidend ist die Bilanz.

Frankfurt verlor während ihrer Amtszeit bedeutende Unternehmen. Gleichzeitig fehlten neue Gewerbeflächen und entsprechend bedeutende Neuansiedlungen.

Ihre FDP-Fraktion nennt unter anderem den neu ausgerichteten Frankfurter Gründerpreis als Erfolg.

Für mich ist das nach fast fünf Jahren zu wenig für das Wirtschaftsdezernat einer Stadt wie Frankfurt. Deshalb halte ich den personellen Neuanfang für richtig.

14/08/2026

Frankfurt ist heiß. Richtig heiß.

Und das liegt nicht nur am Wetter.

Frankfurt ist eine Wärmeinsel. Beton, Asphalt und Gebäude speichern tagsüber die Wärme, während Felder und Wälder im Umland schneller abkühlen.

Besonders nachts macht sich das bemerkbar: Dann kann es in der Stadt mehrere Grad wärmer sein als auf dem Land.

Aber was können wir dagegen tun?
In Südeuropa kennt man heiße Sommer schon lange.

Erstens: Nur nachts und früh morgens richtig lüften.
Sobald es draußen wärmer ist als drinnen: Fenster zu.

Zweitens: Sonne draußen halten.
Rollläden, Fensterläden oder Markisen schließen, bevor die Sonne auf die Fenster scheint.

Drittens: Wärmequellen vermeiden.
Backofen, Wäschetrockner oder leistungsfähige Computer möglichst erst am Abend benutzen.

Viertens: Ventilatoren.
Sie kühlen zwar nicht den Raum, aber die bewegte Luft sorgt dafür, dass wir die Hitze besser ertragen.

Die einfache Regel lautet also:
Nachts die Wärme raus – tagsüber die Wärme draußen halten.

Und langfristig braucht auch Frankfurt selbst mehr Schatten, mehr Bäume, mehr Verdunstung und weniger versiegelte Flächen.

Wie haltet ihr eure Wohnung kühl? Schreibt eure Tricks in die Kommentare.

Adresse

Walter-Möller-Platz 1
Frankfurt
60439

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