21/08/2026
🧡 Wie erleben Studierende die Schreibberatung? Hier erzählt Veronica, wie sie ihre erste Beratung erlebt hat, was für sie überraschend war und welche Momente ihr besonders im Gedächtnis geblieben sind ☺️
Vielen Dank, Veronica, für deine Offenheit und deine Zeit und alles Gute weiterhin! ✨️
In unserer Reihe "Studierende berichten aus der Schreibberatung" erzählt diesmal Veronica. Sie hat einen Master in Erziehungswissenschaften gemacht, war das erste Mal für ihre Masterarbeit in der Beratung und ist jetzt mit dem Studium fertig. Sie berichtet: "Ein wichtiger Aspekt, welcher mein Studium, meine Masterthesis sowie die Schreibberatung beeinflusst hat, war die Tatsache, dass ich chronisch krank bin. Meine Erkrankungen verursachen chronische Schmerzen sowie Brain fog, Konzentrationsprobleme und Wortfindungsstörungen, was den Schreibprozess einschränken kann. Außerdem bin ich die erste in meiner Familie, die studiert, was mit verschiedenen Herausforderungen verbunden war."
Wie war deine erste Schreibberatung?
"Meine erste Schreibberatung war mit Gefühlen der Unsicherheit verbunden, da ich noch keine vergleichbare Erfahrung hatte, außer einer kurzen Beratung während einer Nacht der aufgeschobenen Hausarbeiten während meines Bachelors. Zudem hatte ich etwas Bedenken, dass durch meine gesundheitlichen Einschränkungen Schwierigkeiten aufkommen würden."
Für welches Schreibprojekt und mit welchen Erwartungen warst du in der Beratung?
"Meine Thesis-Betreuerin hatte mir die Schreibberatung vorgeschlagen, da ich
wegen meiner chronischen Erkrankungen Schwierigkeiten in der Organisation und beim Schreiben hatte. Ich hoffte, dass die Schreib-beratung mich im Prozess der Masterthesis unterstützen und gemeinsam mit mir Zwischenziele festlegen könnte, die mir das Schreiben und die Organisation erleichtern würden."
An welche Momente in der Schreibberatung erinnerst du dich besonders?
"Die Momente, an die ich mich besonders erinnere, sind die, bei denen ich mir komplexen Fragen in die Beratung gekommen bin. In solchen Momenten hat sich meine Schreib-beraterin mit mir hingesetzt und hat versucht, alles zu beantworten, auch wenn sie es selbst nicht immer wusste. In diesen Fällen haben wir gemeinsam überlegt, und mit ihrer Hilfe konnte ich letztendlich die meisten Fragen klären und Hindernisse überwinden. "
Was war eindrücklich für dich?
"Besonders eindrücklich war, dass sich meine Beraterin immer an meinem gesundheitlichen Zustand orientiert hat, gefragt hat, ob ich extra Zeit für Notizen benötige, sich immer sehr verständnisvoll gezeigt hat und flexibel war."
Was hat dich überrascht?
"Die größte Überraschung für mich war die Möglichkeit, mehrere Sitzungen zu haben. Ich hatte immer gedacht, dass die Schreibberatung ein einmaliges Angebot ist, und habe mich deshalb früher nicht an sie gewandt. Die Möglichkeit, langfristig Unterstützung anzufragen, hat mich sehr positiv überrascht."
Wie hast du dich als Schreiberin weiterentwickelt?
"Mein Entwicklungsprozess war nicht linear. Trotzdem bin ich strukturierter, klarer in meiner Ausdrucksweise und konsistenter geworden. Ich habe es geschafft, meine Zwischenziele besser zu setzen und zu erreichen und besser auf die Sinngenauigkeit meines Textes zu achten. Somit habe ich das Gefühl, dass ich zu einer besser strukturierten Schreiberin geworden bin."
"Was ich allen Studierenden mitgeben möchte: Die Schreibberatung ist ein Safe Space, um sich Unterstützung zu holen, die individuell und auf einen selbst angepasst ist. Sie kann den Schreibprozess urteilsfrei und professionell begleiten und somit helfen, die eigenen Ziele zu erreichen. Wenn man sich unsicher ist, kann man sich melden und nachfragen, aber bei Bedarf lohnt es sich, der Schreibberatung eine Chance zu geben."