25/09/2026
Bio-HydroFuel 🌱✈️
Wie können nachhaltige Flugkraftstoffe künftig kostengünstig hergestellt werden?
Genau daran arbeiten wir im Projekt Bio-HydroFuel zusammen mit Partnern aus Schweden, Tschechien und Deutschland. Ziel dieses Verbundvorhabens ist es, Kerosin aus biogenen Sedimenten zu erzeugen und damit einen Beitrag zur Reduzierung der CO₂-Emissionen im Luftverkehr zu leisten.
Biogene Sedimente, etwa aus abgestorbenen Algen und Plankton, binden während ihres Wachstums CO₂ aus der Atmosphäre. Statt dieses bei der natürlichen Zersetzung wieder als CO₂ oder Methan freizusetzen, soll der darin enthaltene Kohlenstoff gezielt für die Herstellung von nachhaltigem Flugkraftstoff (SAF) genutzt werden. So kann ein möglichst geschlossener Kohlenstoffkreislauf entstehen.
Unsere schwedischen Projektpartner forschen an der Synthesegaserzeugung aus Sedimenten und an der nachfolgenden Synthese von Methanol/Dimethylether-Gemischen. Bei uns am IEC laufen derzeit Umbauarbeiten an der Dosierstrecke unserer MtO/OtJ-Versuchsanlage, um künftig Methanol/DME-Gemische als Feed einsetzen und testen zu können. Im Januar kommenden Jahres soll die erste Bio-HydroFuel-Versuchsfahrt bei uns starten. Im Rahmen dieser Untersuchungen analysieren wir die Herstellung langkettiger Olefine, die anschließend bei unserem tschechischen Projektpartner hydriert werden. Zusammenfassend wollen wir dann sowohl den Einfluss der Einsatzstoffzusammensetzung auf Ausbeute und Qualität der erzeugten Flugkraftstoffe als auch die Integration des Kraftstoffsyntheseprozesses in die Gesamtprozesskette bewerten.
Das Projekt Bio-HydroFuel läuft von 12/2025 bis 07/2028 und wird durch die Sächsische Aufbaubank aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) unter dem Förderkennzeichen 100782673 gefördert.