Literarisches Zentrum Gießen

Literarisches Zentrum Gießen www.lz-giessen.de / Verein zur Pflege und Förderung der literarischen Kultur und Tradition der Universitätsstadt und der Region Gießen

Das im Jahr 2009 gegründete Literarische Zentrum Gießen (LZG) verfolgt das Ziel, das literarische Leben der Stadt und des Kreises Gießen u.a. durch Lesungen, Ausstellungen, Festivals, Führungen und Vorträge zu fördern und mit weiteren Impulsen zu versehen. Hier gilt es, die bestehenden Instanzen der Literaturvermittlung (Schulen, Kirchen, Buchhandel, Universität, Stadttheater, Bibliotheken) durch

gemeinsame Programme und neue Veranstaltungsformate zu vernetzen und in ihren literarischen Bemühungen zu unterstützen. Das Zusammenwachsen von Stadt und Universität auf dem Feld der Literatur ist dabei ein wichtiges Ziel des Vereins. Zentrales Anliegen ist zudem ein niedrigschwelliger Zugang zur literarischen Kultur, der vor allem durch die Vernetzung sowie zahlreiche Kooperationen erreicht wird. Wichtige Förderer sind u.a. das Kulturamt der Stadt Gießen, die Justus-Liebig-Universität Gießen, die OVAG und die Gemeinnützige Stiftung der Sparkasse Gießen.

Was bleibt von uns, das wir hinterlassen könnten? 💭Was für ein Abschluss unseres Sommerprogramms! Am gestrigen Abend war...
28/08/2026

Was bleibt von uns, das wir hinterlassen könnten? 💭

Was für ein Abschluss unseres Sommerprogramms! Am gestrigen Abend war Saša Stanišić mit »Mein Unglück beginnt damit, dass der Stromkreis als Rechteck abgebildet wird« bei uns zu Gast – vor ausverkaufter Aula im Uni-Hauptgebäude.

Und schnell war klar: Das wird keine gewöhnliche Lesung. Stanišić bewegte sich über die Bühne, sprach das Publikum direkt an, improvisierte und erzählte mit viel Humor von der Entstehung seiner Texte. Im Mittelpunkt standen die Reden seines neuen Buches, die über viele Jahre hinweg entstanden sind und die er für die Veröffentlichung noch einmal überarbeitet, neu gedacht und in unsere Gegenwart eingeordnet hat.

Zwischen all dem Lachen wurde es immer wieder nachdenklich. Welche Menschen prägen uns? Welche Begegnungen bleiben? Und welche Spuren hinterlassen wir selbst im Leben anderer? Besonders spürbar wurde das zum Abschluss, als Stanišić eine persönliche Rede über seine ehemalige Mathematiklehrerin vorlas.

So endete unser Sommerprogramm mit einem vollen Saal, einem begeisterten Publikum und einem Abend zwischen Humor und Nachdenklichkeit, der sicherlich die ein oder andere Spur hinterlassen hat. ✨

Ein herzlicher Dank geht an Saša Stanišić und alle, die diesen besonderen Abschluss mit uns verbracht haben.💛 Ebenso bedanken wir uns beim Kultursommer Mittelhessen, durch den diese Veranstaltung ermöglicht wurde sowie danken wir dem Institut für Germanistik der Justus-Liebig-Universität Gießen und Lesementor Gießen für die Zusammenarbeit.

Wie verändert sich die Welt, wenn man sie durch ein kleines Rechteck betrachtet? Und was passiert, wenn sich die Perspek...
20/08/2026

Wie verändert sich die Welt, wenn man sie durch ein kleines Rechteck betrachtet? Und was passiert, wenn sich die Perspektive plötzlich verschiebt?

Saša Stanišić denkt am Donnerstag, den 27. August in seinem neuen Buch über Sprache, Ordnung, Zufälle und die großen Fragen nach, die in den kleinen Dingen stecken.
Wir freuen uns auf einen Abend voller überraschender Gedanken, feiner Beobachtungen und großer Fragen. ✨

Die Veranstaltung findet im Rahmen des Kultursommers Mittelhessen statt und in Kooperation mit dem Institut für Germanistik der Justus-Liebig-Universität Gießen

🗓️ 27. August
📍 Aula des Universitätshauptgebäudes, Justus-Liebig-Universität Gießen
🕖 19 Uhr
🎟️ 12€ | erm. & LZG-Mitglieder 6€
Die Veranstaltung ist bereits ausverkauft — eine Warteliste ist eingerichtet.

Was kann Lyrik – und muss eine blaue Uhr eigentlich mehr sein als eine blaue Uhr? 💭Gestern war Jule Weber gleich zweimal...
18/08/2026

Was kann Lyrik – und muss eine blaue Uhr eigentlich mehr sein als eine blaue Uhr? 💭

Gestern war Jule Weber gleich zweimal im Landgraf-Ludwig-Gymnasium zu Gast. Am Vormittag brachte sie den Schüler*innen in einem Poetry-Slam/Lyrik-Workshop das Schreiben näher. Nach einem Einstieg über Leistungsdruck hieß die erste Aufgabe: in fünf Minuten das schlechteste Gedicht überhaupt schreiben. ✍️ Dabei ermutigte Weber dazu, sich von festen Interpretationsmustern zu lösen: Ein Text sei dann gut, wenn er das ausdrückt, was man ausdrücken wollte. Denn Lyrik ist für sie nicht an einem Schema messbar – entscheidend ist, wie Sprache gebraucht wird und welche Gefühle bei den Zuhörenden hängen bleiben.

Am Abend stand dann Webers eigene Lyrik im Mittelpunkt. Im Gespräch mit Anette Hinkel ging es um Kindheit und Erwachsenwerden, den eigenen Körper, Zugehörigkeit und Schweigen. Weber gab Einblicke in die Entstehung ihrer Gedichte und erzählte, wie persönliche Erfahrungen und Begegnungen ihren Weg in ihre Texte finden. Zwischen nachdenklichen Momenten und viel Humor zeigte der Abend, wie nah Lyrik am Leben sein kann. ✨

Ein herzlicher Dank geht an Jule Weber und Anette Hinkel sowie an das Landgraf-Ludwig-Gymnasium für die schöne Kooperation.

Wie zeichnet man den eigenen Standort, wenn er sich ständig verschiebt? 🔍Jule Weber versucht am Montag, den 17. August m...
10/08/2026

Wie zeichnet man den eigenen Standort, wenn er sich ständig verschiebt? 🔍
Jule Weber versucht am Montag, den 17. August mit ihrer Lyrik mögliche Antworten auf diese und viele weitere Fragen über das Verlorengehen, Erinnern und die Suche nach Halt zu finden📖

Wir freuen uns auf einen Abend voller Lyrik und kleiner wie großer Fragen ✨

In Kooperation mit dem Landgraf-Ludwig-Gymnasium

🗓️17. August
📍Schulbibliothek im Landgraf-Ludwig-Gymnasium
🕖 19 Uhr
🎟️6€|erm.4€|LZG-Mitglieder frei
🎤Moderation: Anette Hinkel (LLG|LZG)

Tickets findet ihr unter www.lz-giessen.de 🙌🏻

☀️Wir sind zurück aus der Sommerpause — und starten voller Vorfreude in den Endspurt unseres besonderen Sommerprogramms ...
10/08/2026

☀️Wir sind zurück aus der Sommerpause — und starten voller Vorfreude in den Endspurt unseres besonderen Sommerprogramms im August! 🎉

Wir hoffen, ihr hattet einen wunderbaren Sommer bisher und konntet das ein oder andere Buch mit Herz verschlingen 💛📖

Wir freuen uns auf euch & unsere einzigartigen Gäste — seid gespannt auf besondere Lyrik sowie literarische Reden✨

19/07/2026

Fragen an unsere Praktis📚

Haben wir dein Interesse geweckt?✨
Bewerbungen an:
[email protected]

☀️Das LZG macht eine Sommerpause!☀️Wir entschwinden der Hitze und legen eine Pause ein: Vom 30.6. bis zum 9.8. bleibt da...
01/07/2026

☀️Das LZG macht eine Sommerpause!☀️

Wir entschwinden der Hitze und legen eine Pause ein: Vom 30.6. bis zum 9.8. bleibt das LZG-Büro geschlossen. Ab dem 10.8. sind wir dann wieder zu unseren gewohnten Öffnungszeiten für euch da!

Aber weil wir euch literarisch natürlich nicht verdursten lassen, haben wir hier noch ein paar Lektüretipps für die heißen Tage zusammengestellt.

Wir wünschen euch eine erholsame und entspannte Zeit! 🏖



»Hundesohn« von Ozan Zakariya Keskinkılıç ist die perfekte Sommerlektüre, weil sie uns in die Hitze einer so radikal wie auch zärtlich erzählten Liebesgeschichte entführt: Protagonist Zeko ist q***r, Muslim und studiert in Berlin. Während er hier die unterschiedlichsten Männer datet, hängt sein Herz an der türkischen Stadt Adana. Denn dort lebt Hassan, den Zeko schon seit Kindheitstagen kennt. Der nach Orangen und Salz riecht. Und der in Zeko eine Sehnsucht auslöst, die die Grenzen von Ländern, Körpern und Sprache zu überwinden vermag.



Die erste große Liebe – sollen wir dafür kämpfen? Almas und Théos erstes Kennenlernen war magisch, eigentlich lieben sie sich, doch ihre Beziehung ist auch belastet. Ob es sich lohnt, die gemeinsame Liebesgeschichte weiterzuschreiben? Das gilt es, den Sommer über herauszufinden. Eva Pramschüfers Roman »Weisser Sommer« behandelt die emotionalen Konflikte einer jungen Liebe zwischen Halt und Ungewissheit, Nähe und Distanz, einer Sehnsucht nach Partnerschaft wie auch nach Selbstentfaltung. Eine ganz klare Empfehlung für den Sommer!



»Verdammt wütend« von Linn Strømsborg (ins Deutsche übersetzt von Karoline Hippe) ist eine fantastische Sommerlektüre, weil sie uns nicht nur mit in den Urlaub nimmt, sondern uns obendrauf mit der Frage »Was will ich eigentlich von meinem Leben?« konfrontiert. Britt ist Mitte 40 und wütend. Sie ist Mutter, Ehefrau und Freundin, aber ist sie auch glücklich? Eine Wucht an Roman über Belastung, Mental Load und der Frage nach dem Selbstwert und der Selbstbestimmung einer Frau.

Kann etwas zur eigenen Leidenschaft werden, wenn es einem von Außenstehenden in die Seele gelegt wird? ❤️‍🔥🎹Diese und we...
30/06/2026

Kann etwas zur eigenen Leidenschaft werden, wenn es einem von Außenstehenden in die Seele gelegt wird? ❤️‍🔥🎹

Diese und weitere spannende Fragen beschäftigten uns bei der 10. Sitzung des LZG-Lesekreises am Dienstag den 30.6., in der wir den neuen Roman »Wer möchte nicht im Leben bleiben« von Helene Bukowski besprochen haben. In gemütlicher Runde saßen die Teilnehmenden im Grünen bei kühlen Getränken zusammen, um ihrer Leseeindrücke miteinander zu teilen.
Dabei stand eine Vielzahl von Themen im Raum: von der Sogkraft des Textes, über die Beschützer*innen der Protagonistin Christina, die ihr das Klavierspielen nicht in die Wiege, sondern direkt in ihr Herz legen bis hin zu einer Debatte über Christinas Leiden an der Prämenstruellen dysphorischen Störung (PMDS) – einer Krankheit, für die es zu ihrer Lebzeit noch keine Diagnose gab. 🩸🩺

Auch die Frage danach, ob die nahe Bindung zwischen Protagonistin und Erzählinstanz als angemessen empfunden wird und Auswirkungen auf die Trennung zwischen Autorin und Erzählerin, wurde unter den Teilnehmenden ausführlich diskutiert.
Besonders einig waren sich alle darin , dass Bukowskis Roman ein ganz besonderes Buch ist – ein Leseerlebnis, das einen in den Bann zieht und so schnell nicht mehr loslässt.

Ein herzlicher Dank gilt unserer Moderatorin Sandra Binnert (), die uns ganz wunderbar durch die anregende Diskussion geführt hat. Ein weiterer Dank gilt allen Teilnehmenden, die den Abend so mit ihren Eindrücken bereichert haben.
Die Vorfreude auf den nächsten Lesekreis-Termin ist riesig!

Kann der Teufel eigentlich scheitern? 👹Am vergangenen Montagabend durften wir im Garten der Pankratiuskapelle gleich zwe...
30/06/2026

Kann der Teufel eigentlich scheitern? 👹

Am vergangenen Montagabend durften wir im Garten der Pankratiuskapelle gleich zwei Theaterstücke aus der Feder des Dramatikers Hans Sachs genießen. Humorvoll und kurzweilig inszenierte die Theatergruppe des Instituts für Germanistik, die ein echter Stammgast im LZG-Programm ist, die komplementären Fastnachtsspiele »Der Teuffel mit dem alten Weyb« und »Der Alt Buler mit der Zauberey« aus den Jahren 1545 und 1554. 📜🎭

In beiden Stücken kommt die Figur des Teufels nicht zu kurz. Während er im ersten Stück versucht, eine langjährige Ehe zu sabotieren, um schließlich von seiner Komplizin in die Flucht geschlagen werden, verbünden sich in der zweiten Darbietung ein Dorfbewohner und eine Wirtsfrau, um einem alten Liebestrunkenen einen »teuflischen« Streich zu spielen. Es überrascht nicht, dass beide Intrigen in einem Gewaltakt gipfeln. Doch am Ende tragen beide Stücke die gleiche Moral: Es ist die menschliche Tugend, die letztlich siegt! 👆🏽

Ein riesiger Dank geht an das Team der Germanistik-Theatergruppe für diesen vollkommenen und unterhaltsamen Abend!✨

mediävistik

!! ACHTUNG: ÄNDERUNG DES VERANSTALTUNGSORTES!!Es ist Zeit für einen echten LZG-Klassiker in unserem Sommerprogramm! 🥳Mit...
22/06/2026

!! ACHTUNG: ÄNDERUNG DES VERANSTALTUNGSORTES!!

Es ist Zeit für einen echten LZG-Klassiker in unserem Sommerprogramm! 🥳
Mit »Der Teuffel mit dem alten Weyb« und »Der alt Buler mit der Zauberey« liefert uns die Theatergruppe der Germanistik gleich zwei Inszenierungen vermeintlich überholter Fastnachtsspiele aus dem 16. Jahrhundert. Die verhandelten Themen aber sind relevanter denn je! 👹👆🏽

Im Zentrum der Dramen steht zwar ein altes Motiv – die Ehe als Spielfeld des Teufels – allerdings thematisieren die Stücke moderne Fragen zu Genderrollen, Fake-News, zwischenmenschlichen Beziehungen und Alltagsmoral. 🧐

Im Botanischen Garten Gießen entfaltet sich in besonderer Atmosphäre ein Spiel aus historischer Tradition und gesellschaftskritischem Witz! ✨

📅Montag, 29. Juni, 19:30 Uhr
📍Pankratiuskapelle (Georg-Schlosser-Str. 5, 35390 Gießen)
🎟️ Eintritt: 7€ | erm. 5€ | LZG-Mitglieder frei

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Institut für Germanistik der Justus-Liebig-Universität Gießen

Adresse

Südanlage 3a (Kongresshalle)
Gießen
35390

Öffnungszeiten

Montag 10:00 - 14:00
Dienstag 15:00 - 19:00
Donnerstag 10:00 - 14:00

Telefon

+4964197282517

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