15/01/2026
Das Gesicht.
Die große Kunst ist unverkennbar. Als keine kunstakademische Wüste.
Dürer, Da Vinci, Rembrandt, Rubens, Turner, Cézanne, Picasso, Braque, Chagall ... Auch Design, Meissen, Toblerone, Volkswagen, Porsche, Rolex. Mal recht spontan, mit einem Schuss Ironie, ausgewählt.
Schier unendlich fortsetzbar.
Vergangenheit, im Kontrast zur eher sterilen Gegenwart. Jedenfalls allgemein unerreichbar. Geschichte!
In diesen unseren Zeiten wiegen Sorgen mitunter recht schwer. Der Umzug in eine neue Welt bereitet womöglich logistische Probleme. Das geliebte Auto, 30 Jahre alt, muss nun doch vermutlich ersetzt werden. Zum gesicherten Grundeinkommen müssen Nebeneinnahmen her, die noch vor anderthalb Jahren nur einen Klick weit weg waren. Im Grunde lächerlich, wenn man in die Welt blickt. Zumal sich soziale Kontakte empathisch bewähren. Und die Gesundheit - Gott sei Dank - spielt mit. Kisten schleppen fördert den Kreislauf auf ungeahnte Weise und das Wohlbefinden. Fast, wie mit 20.
Fast. Faster. Germany Förster. Man merkt vermutlich, dass ich einst in der untersten Sphäre aller Künste - der Werbung - geprägt wurde. "Sehr kreativ!" Der Spruch, wenn ein Spruch gelungen war. Man glaubte sogar selber daran.
Die Gewissheit des Ziels macht Mut.
Träume von Neuem entstehen. Besame mucho, der Ohrwurm, Xavier Cugat, spielt im inneren Hintergrund variantenreich rhythmisierend mit. Glitzer, Feste (wie früher), alte Freunde, dunkle Schemen fraulicher Schönheit. Sie erscheinen in den Ruhephasen, auf dem alten Sofa, zwischen Kartontürmen.
Man wird sich auch bewusst, was man doch eigentlich besitzt. Sehr viel! Was für Kenner:innen. Es war alles so klein, als es noch kunstvoll logistisch verstaut war.
Der Hund wacht und beschützt - trotzdem er zunächst Zimmer weit weg - wie ein Mensch - auf dem größten Sofa ruht. Der schwere Kopf auf einem Kissen. Spendet plötzlich Zuneigung, die nur ein geliehener Engel geben kann. Ein Gottesgeschöpf, für immer.
Draußen, in der Welt, toben alte Schimären. Wollen sich diese nach ihrem Bilde mit schwarzen, zu allem entschlossenen Horden schaffen. Doch gute Seelen trotzen und offerieren Hoffnung. Raus und weg aus nihilistischem Zwang! Der Geist, der stets verneint. Weil ihm Poesie fremd ist.
Auch, wenn diese Poesie nur ziemlich naiv ist, aber hoffentlich etwas motivierend.
Man kann auch mit einem Topolino glücklich sein.
Es trägt nämlich ein freundliches, unverkennbares Gesicht.
Das der Lebenskunst. 🍀 🍀 🍀