23/07/2024
Solidarität mit den Studierenden in Bangladesch
Perspektiven für die Jugend!
Seit Tagen gibt es studentische Proteste in Bangladesch, die sich gegen die ungerechte Quotenregelung richten, die Menschen mit einer Nähe zur Regierungspartei bei der Vergabe von guten Jobs bevorzugen sollte. Allerdings werden auch andere Probleme bei den Protesten adressiert: Korruption, Ausbeutung und soziale Ungerechtigkeit werden aufgegriffen und kritisiert.
Studierende und junge Menschen insgesamt bekämpfen die Perspektivlosigkeit, die trotz Wirtschaftswachstum dazu führt, dass es für viele immer schwieriger wird, die Lebenshaltungskosten zu stemmen und auf eine gesicherte Zukunft hinzuarbeiten. Auf die Proteste haben Regierung, Polizei und Militär mit großer Härte reagiert, bis zu 150 Studierende wurden im Laufe der letzten Tage getötet, viele wurden verhaftet, Informationsflüsse wurden unterbrochen, eine Ausgangssperre wurde verhängt. Zwar wurde die kritisierte Quotenregelung inzwischen stark abgeschwächt, aber die repressiven Maßnahmen bleiben bestehen, ebenso wie die grundsätzliche Kritik.
Als Sprecher*innenrat der SRK Sachsen-Anhalts finden wir diese absolut inakzeptabel und solidarisieren uns mit den Studierenden, die in Bangladesch für eine bessere Perspektive kämpfen oder sich an den Hochschulen in Sachsen-Anhalt gegen die Gewalt stellen (im Bild an der OVGU). Wir fordern, dass gemeinsam mit den Studierenden daran gearbeitet wird, die soziale Lage in Bangladesch zu verbessern und dass die Gewalt international verurteilt wird.