15/10/2026
Stadtplanung lernt man nicht nur im Seminarraum. 🏙️
Wie lassen sich Studium, gesellschaftliche Verantwortung und konkrete Stadtentwicklung miteinander verbinden? An unserer Universität wurde mit dem Lehrformat „Stadt- und Raumpolitik (Service Learning)“ genau das erprobt: Studierende arbeiteten im Sommersemester 2026 an realen Aufgabenstellungen zivilgesellschaftlicher Organisationen in Hamburg.
Im Service-Learning-Format arbeiteten die Studierenden etwa für das Kompetenzzentrum für ein barrierefreies Hamburg, FUSS e. V., Stadtteil- und Kulturzentren oder die Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte. Dabei untersuchten sie unter anderem Nutzungsbedarfe, Potenziale für mehr Teilhabe, Fragen der Barrierefreiheit und Konzepte für den Fußverkehr. Neben der fachlichen Bearbeitung erhielten sie Einblicke in zivilgesellschaftliche Arbeit, demokratische Aushandlungsprozesse und die praktischen Herausforderungen stadtplanerischer Interessenvertretung.
Aufbauend auf diesen Erfahrungen bietet die Lehrveranstaltung „Stadtplanung in der zivilgesellschaftlichen Praxis“ auch in diesem Semester Studierenden ab dem 5. Bachelorsemester Stadtplanung die Möglichkeit, ihr Wissen direkt in gemeinwohlorientierten Organisationen einzubringen.
Nach einem Vorbereitungsseminar folgt eine Praxisphase von ca. 6 Stunden pro Woche, begleitet durch Seminar- und Reflexionsformate. Ziel ist es, gesellschaftlichen Wissenstransfer zu stärken, demokratische Teilhabe erfahrbar zu machen und konkrete Beiträge zu aktuellen Herausforderungen in Stadträumen zu leisten.
Gefördert wurde die Entwicklung des Formats durch den Claussen-Simon-Fonds für Hochschulen.
📷 1: Max Theodor Niepel und Tamara Gellermann erarbeiteten mit dem fuss e.V. ein Fußverkehrskonzept für den Hamburger Stadtteil Eißendorf.
📷 2: Julian Lindner arbeitete mit der Evangelischen Stiftung Alsterdorf an 3D-Modellen um Rundgänge für Menschen mit Sehbeeinträchtigung zu vereinfachen.
📷 3: Petra Pestova untersuchte mit dem Kompetenzzentrum für ein barrierefreies Hamburg die Lange Reihe auf Potenziale zur Verbesserung der Teilhabe.