19/08/2026
Abschiedsvorlesung von Prof. Dr. Gernot Grabher
Im Juli verabschiedete die HafenCity Universität Hamburg Prof. Dr. Gernot Grabher mit seiner Farewell Lecture „In Praise of Detours: Steel Towns, Olympic Games, AI Farms, and Other Things that Shouldn’t Work“.
Im Mittelpunkt seines Vortrags stand die produktive Kraft von Umwegen, unerwarteten Verbindungen und scheinbar widersprüchlichen Entwicklungen.
Die Veranstaltung brachte internationale Gäste und renommierte Wissenschaftler:innen zusammen. HCU-Präsident Prof. Dr. Jörg Müller-Lietzkow würdigte in seiner Begrüßung die herausragende Arbeit Grabhers. Prof. Dr. Ash Amin von der University of Cambridge, Prof. Dr. Johanna Mair vom European University Institute in Florenz und Prof. Dr. David Stark von der Columbia University New York bereicherten den Abend mit unterschiedlichen Perspektiven auf sein wissenschaftliches Werk und seine langjährige Forschung.
Prof. Dr. Gernot Grabher war seit 2009 Professor für Stadt- und Regionalökonomie an unserer HCU. In seiner rund 40-jährigen wissenschaftlichen Laufbahn hat er die internationale Forschung zu regionalem Strukturwandel, Innovation, Netzwerken und kreativen Prozessen maßgeblich mitgeprägt. Zu seinen jüngeren Forschungsschwerpunkten zählen Smart Cities, digitale Plattformen und die Auswirkungen der Digitalisierung auf Städte und Regionen.
Der Abend war Rückblick und Ausblick zugleich und die Würdigung eines Wissenschaftlers, dessen Arbeit dazu anregt, gewohnte Wege zu verlassen, Umwege ernst zu nehmen und gerade im Unerwarteten neue Möglichkeiten zu entdecken.
Ganz in diesem Sinne kehrt Gernot Grabher über den Umweg Wien im kommenden Frühjahr an unsere Universität zurück: Gemeinsam mit der Technische Universität Wien (TU Wien) plant er ein vergleichendes Projektseminar zu stadtregionalen Transformationsprozessen. Außerdem bietet sich noch ein weiterer Umweg an: ein Tischler-Praktikum – nach jahrzehntelanger Kopfarbeit, nunmehr Zeit für Handarbeit.
📷 HCU Kommunikation