27/01/2022
Heute jährt sich die Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz.
Auschwitz steht stellvertretend für die beispiellosen deutschen Verbrechen, den systematischen Genozid der N***s, kurz: für den Holocaust.
Zwischen 1940 und 1945 ermordeten die Deutschen mindestens 1,1 Millionen Menschen in Auschwitz. Über eine Millionen Juden*Jüdinnen, 70.000 Pol*innen, 21.000 Sinti*zze und Rom*nja, 14.000 sowjetische Kriegsgefangene, 10.000 Tschech*innen, Belaruss*innen und viele weitere starben in Auschwitz. Durch Giftgas, Exekutionen, Totschlag, Menschenversuche oder Folter. Viele erlagen Krankheiten, Hunger oder Entkräftung.
Das Leben in Auschwitz war eine ständige Entmenschlichung derjenigen, denen nationalsozialistische Rassenideologie und deutscher Vernichtungsantisemitismus sowie -antiziganismus das Recht auf Leben versagte. Der Alltag? Pure Entwürdigungen und brutalste Gewalt.
Am 27. Januar 1945 befreiten Soldat*innen der Roten Armee das größte Vernichtungslager der Nazi-Diktatur.
Auschwitz darf nie wieder geschehen. Die Forderung „Nie wieder Auschwitz“ impliziert nicht nur die Forderung nach juristischer Aufarbeitung nationalsozialistischer Verbrechen, sondern verlangt, alle gesellschaftlichen Verhältnisse entlang dieser Maxime auszurichten.
Auch heute sind antisemitische, autoritäre und faschistische Denkmuster weltweit tief verankert. Für die Öffentlichkeit sichtbar werden sie in verschiedenen Bewegungen, wie der Neuen Rechten, Burschenschaften, dem verschwörungsideologischen, deutschen Mob der sog. „Querdenker“, rechtsextremen Parteien, im letzten Sommer bei den etlichen pro-palästinensischen Kundgebungen und der Querfront beim islamistischen-antizionistische Al-Quds-Marsch.
Der Tag der Auschwitz-Befreiung ist Anlass für uns, die Notwendigkeit antifaschistischer Arbeit zu betonen. Wir rufen jede*n auf nach den eigenen Möglichkeiten die immer offener, angriffslustiger und zu jeder Zeit mörderisch endenden Ideologien wie Rassismus, Antifeminismus und Antisemitismus zu bekämpfen, über sie aufzuklären und sich (Neo-)Faschist*innen, Islamist*innen und anderen Autoritären entgegenzustellen.