01/05/2024
Was hat der Tag der Arbeit mit der eigenen Berufsfähigkeit zu tun?
Herten/Westf., 30.04.2024 – Der Tag der Arbeit ist gesetzlicher Feiertag. Damit soll der Öffentlichkeit alle Jahre wieder auch ihr Wert verdeutlicht werden. Doch was viele dabei unterschätzen: Wie viel ist eine Arbeitskraft in Euro wert? Als Maßstab kann der Verdienst gelten. Nach Angaben des Bundesarbeitsministeriums verdient im Durchschnitt ein Vollzeitbeschäftigter rund 45.300 Euro brutto pro Jahr. Fast eine halbe Million Euro können Beschäftigte demnach nach rund 11 Jahren brutto verdienen.
Und was ist, wenn man berufsunfähig wird? Dieses Schicksal trifft rund ein Fünftel aller Arbeitnehmer, sie müssen aus gesundheitlichen Gründen ihren Beruf aufgeben und stehen damit buchstäblich vor einem existenziellen Aus. Daher gehört eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) zu denjenigen Privatversicherungen, die enorm wichtig sind. Die gesetzliche Sozialversicherung zahlt nämlich nur eine sehr kleine Rente wegen einer allgemeinen Erwerbsminderung – und nicht aufgrund der eigenen Berufsunfähigkeit.
„Dadurch können diejenigen, die nur gesetzlich versichert sind, einfach auf eine andere Erwerbstätigkeit verwiesen werden und müssen sich trotz ihrer Gesundheitsbeeinträchtigungen einen anderen Job suchen, wenn sie ihren ursprünglichen Beruf nicht mehr ausüben können“, sagt Ludger Tillmann, Vorsitzender des Bezirks Nord-Westfalen im Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK). „Eine private BU leistet dagegen, wenn der eigene Beruf nicht mehr ausgeübt werden kann.“
Worauf sollten Versicherte achten?
Der Abschluss einer BU in jungen Jahren ist grundsätzlich kostengünstiger. Zudem ist für junge Menschen eine BU-Police gerade deshalb sinnvoll, weil sie i. d. R wenige Vorerkrankungen haben, die die zu zahlenden Versicherungsbeiträge erhöhen.
Ein wichtiger Punkt ist die Laufzeit des Vertrages: „Wer einen BU-Vertrag abschließt, sollte darauf achten, dass die Police mindestens bis zum 65. Lebensjahr, besser sogar bis zum gesetzlichen Renteneintrittsalter von 67 Jahren läuft“, informiert Tillmann. „Dann kann auch keine Versorgungslücke kurz vor der Rente entstehen, wenn die BU-Leistung nicht mehr und die gesetzliche Rente noch nicht gezahlt wird.“
Ein anderer Aspekt ist die Absicherungshöhe: Weil sich eine BU am derzeitigen Einkommen orientiert, bekommen viele junge Menschen nur eine Police mit einer niedrigen BU-Rente von einigen hundert Euro. Daher sollte im Vertrag eine Nachversicherungsgarantie festgeschrieben werden. Damit kann später ohne erneute Gesundheitsprüfung die BU-Leistung an das gestiegene Einkommen angepasst werden.
Wer sich eine BU nicht leisten kann, für den könnten auch eine sogenannte Dread Disease-Versicherung oder eine Grundfähigkeitsversicherung in Betracht kommen. Die erstere sichert den Lebensstandard ab, wenn man zuvor vertraglich vereinbarte Krankheiten erleidet, wie Krebs, Schlaganfall oder Herzinfarkt. Die zweite leistet bei Verlust bestimmter Fähigkeiten wie z. B. Sehen, Sprechen, Gehen. Vertragsdetails bespricht man am besten wegen der Komplexität der Materie mit einem Versicherungsvermittler des Vertrauens.
Am Tag der Arbeit am 1. Mai sollte man sich also bewusst machen, wie existenziell wichtig der Wert der eigenen Berufstätigkeit ist und sie entsprechend absichern. Potenzial dafür besteht allemal: Denn nur 30 Prozent der Deutschen haben eine Berufsunfähigkeitsversicherung.
Bundesverband Deutscher
Versicherungskaufleute e.V.
Ludger Tillmann
Vorsitzender
des Bezirks Nord-Westfalen im Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK)
Nimrodstr. 27
45699 Herten/Westf.
Tel: 02366/88395
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Bildquelle: pixbay