Die Schillerstrasse

Die Schillerstrasse ...Jetzt noch schneller Der Entwurf transformiert die Durchgangsstraße in eine Rennstrecke. SPIEL MIT DER WAHRNEHMUNG
Auf dem vorhandenen Asphalt bzw.

Das Konzept bedient sich zum einen der Defizite der Schillerstraße und arbeitet sie als Stärken heraus und hebt zum anderen bereits vorhandene Potentiale/Nutzungen des Raumes durch Übertreibung hervor. Kopfsteinpflaster der Rennstrecke werden grüne Farbstreifen aufgebracht, die die Fahrbahn kennzeichnen und ein Spiel mit der Wahrnehmung erzeugen. Durch variierende Streifenabstände und die eigene

Geschwindigkeit nimmt der Nutzer die Straßenabschnitte unterschiedlich schnell war. Zeitangaben bis zum Erreichen innerstädtischer Punkte heben die Funktion der Schillerstraße als wichtige und nun noch schnellere Wegeverbindung hervor. Durch die Ausbildung einer leichten Schlangenlinie entsteht eine neue Raumdynamik. Den Wettkampf-Charakter stärkend, begleitet ein „imaginärer Gegner“ die Rennstrecke. Die Streifen des Bodenbelags ziehen sich an einigen Stellen an der Böschung hoch. Durch die Geschwindigkeit des Fahrers addieren sich die Streifen zu einer begleitenden Linie und ergeben aus dem Augenwinkel ein Bild wie man es von vorbeirasenden Leitplanken auf der Autobahn kennt. Der Blick wird somit von dem Zaun weg und auf die naturnahe Böschungsseite gelenkt. Die Rennstrecke endet auf beiden Seiten mit einem Start- und einem Zieleinlauf, an denen eine Zeitmessanlage installiert ist. In Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Messtechnik der Universität Kassel wird ein Computerprogramm entwickelt, welches die Geschwindigkeit von jedem einzelnen Rennteilnehmer, durch Personenerkennung, berechnet. Lichtschranken an Start und Ziel lösen beim Durchfahren jeweils zwei Kameras aus, gleichzeitig wird der Zeitpunkt der Kameraauslösung gespeichert. Mit dem Computerprogramm werden die Startfotos den Zielfotos zugeordnet. Durch Subtraktion der dazugehörigen Zeiten wird die Rennstreckenzeit berechnet, welche auf einer Anzeigetafel im Ziel erscheint. So kann die Rennstrecke in beide Richtungen im Alltag integriert werden. Die Rennstrecke ist von 5.00- 23.00 Uhr für den motorisierten Verkehr gesperrt. Nachts ist die Zeitmessanlage ausgeschaltet, sodass es nicht zu gefährlichen Autorennen kommen kann. Auf das Treiben des Rotlicht-Milieus wird somit jedoch Rücksicht genommen. Es gibt eine Eröffnungsfeier der Rennstrecke, in deren Rahmen öffentlich Wettkämpfe ausgetragen werden. In Kooperation mit den ortsansässigen Vereinen, wie z.B. dem in der Kesselschmiede sitzenden Mr.Wilson Skateboard-Verein, werden Breiten- und Fun Sport-Wettkämpfe organisiert und Bewohner, Schulen und Firmen dazu eingeladen. Durch die Schlangenlinie der Rennstrecke entstehen Buchten, die nun als Zuschauerinseln dienen. Hindernisse und Besonderheiten der Wettkämpfe können so positioniert werden, dass sie von den Zuschauerinseln aus besonders gut zu sehen sind. Für den Wettkampf können Teams aus beiden Stadtteilen gebildet werden, wodurch ein Austausch der Bewohner und ein weiteres Aneinanderrücken der Stadtteile gefördert wird. Stadtteil-Teams fördern das Gruppengefühl und die Identifikation mit dem eigenen Stadtteil.

Adresse

Schillerstrasse
Kassel
34117

Webseite

http://die-schillerstrasse.tumblr.com/

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